Klima Vorwärts in die WarmzeitSeite 2/2
Nun sind Overpeck und Otto-Bliesner nicht die Ersten, die versuchen, aus vergangenen Klimazuständen auf die Zukunft zu schließen. Ähnliche Studien sind seit Jahren im Umlauf. Inwieweit sie das tatsächliche Geschehen erfassen, ist dabei schwierig zu sagen. Auch ist – trotz aller Studien – nicht mit Sicherheit zu sagen, ob und wenn ja wie stark die Eismassen an den Polen insgesamt abschmelzen. Manche Untersuchungen zeigen sogar eine
Zunahme mancher Eisschichten durch verstärkten Schneefall
. Das Problem bei den meisten dieser Studien: Umweltsatelliten erfassen zwar die glatten Teile im Inneren der Antarktis, nicht jedoch die stark zerklüftete Topographie an den Rändern – dort aber finden derzeit die stärksten Abschmelzprozesse statt.
Die Brisanz der neuen
Science
-Studie liegt denn auch nicht so sehr in einer exakten Temperatur- oder Meeresspiegelprognose für 2100, sondern vielmehr in dem Hinweis darauf, wie empfindlich das komplexe Klimageschehen ist und wie leicht die mächtigen Eisschilde in Arktis und Antarktis kollabieren können. Zu ähnlichen Schlüssen kommt auch der
Wissenschaftliche Beirat für globale Umweltveränderungen (WBGU)
in Deutschland. „Die Daten zeigen uns immer deutlicher, dass schon geringfügig wärmere Klimate mit sehr starkem Meeresspiegelanstieg verbunden sind“, sagt WBGU-Mitglied
Stefan Rahmstorf
, der am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung arbeitet. Wie schnell allerdings solche Veränderungen ablaufen, könne derzeit niemand sagen. Auch die neue Studie von Overpeck und Otto-Bliesner löst diese heikle Frage nicht. „Ein einfacher Vergleich lediglich von Daten reicht nicht aus, denn vergangene Situationen sind nie direkt mit der Zukunft vergleichbar“, sagt Rahmstorf.
Dennoch ist der Blick in die Klimageschichte lehrreich. Er zeigt nicht nur, dass der Meeresspiegel schon früher dramatisch angestiegen ist – und dies viel schneller, als das IPPC in seinem letzten Bericht prognostizierte. Er macht auch erschreckend deutlich, wie selten solch lebensfreundliche Klimaphasen sind, wie wir sie seit der letzten Eiszeit vor rund 13.000 Jahren erleben. Die Erde, das zeigt ihre Vergangenheit, kann auch ganz anders.
- Datum 29.03.2006 - 13:30 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 23.3.2006
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Ganz offenbar besteht ein Consensus über den Fortgang der Globalen Erwärmung trotz gegenteiliger Beteuerungen nicht.
Hier zwei Beispiele (in Form von Textausschnitten:
1) Ein Beitrag aus der ZEIT aus dem Jahre 1997 von Hans Schuh
2) Ein Beitrag aus Russland, vom Februar 2005 :
Beide Forscher gehören offenbar nicht zu den Klimamodellierern. Wahrscheinlich trägt das dazu bei, dass man sich einen etwas realistischeren Blick auf das Klimageschehen bewahrt hat.
© DIE ZEIT 1997
Geoforscher warnen: Es könnte im Treibhaus recht frisch werden
Zieht euch warm an! Hans Schuh
Die Streitfrage lautet nur: Wie schnell wird's wieder kalt?
Jörn Thiede, einer der führenden deutschen Meeresforscher, formuliert das so: "Paläoklimadaten lassen nur wenige Zweifel daran, daß die gegenwärtige Warmzeit ihrem Ende zugeht. Ob sich unser Klima wieder einer Eiszeit nähert, wie die zyklischen, natürlichen Klimaänderungen andeuten, oder ob der angenommene Treibhauseffekt die natürliche Entwicklung überlagert, das ist die große Frage." Thiede ist frischgebackener Direktor des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven,
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Title: Russian Expert Predicts Global Cooling from 2012
Health, Science & Technology
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Title: Russian Expert Predicts Global Cooling from 2012
Source: Mosnews
URL Source: http://www.mosnews.com/ne...
Published: Feb 7, 2006
Author: staff
Post Date: 2006-02-07 09:30:32 by RussKon45
Starting from 20012, the process of global cooling will start on the Earth and by the middle of 21st century the whole planet will be captured by low temperatures, an expert from the Russian Sciences Academy Observatory was quoted by NewsRu.com as saying Monday.
The cause of the expected global cooling is a decrease in the flow of the Suns radiation, Khabibulo Absudamatov says.
We have already witnessed a cooling of the kind in Europe, in North America and Greenland in 1645-1705, with canals freezing in Holland, and people abandoning settlements because of nearing glaciers in Greenland. This is what we are expecting again in some decades, he said.
Analysis of the Suns radiation fluctuations that influence the climate on Earth shows that the planet at the moment is on the peak of the global warming process, Absudamatov said. Now, with the decrease in the Suns radiation, global temperatures are going to decrease, too
Obige Kommentare umfassen das ganze Spektrum von Jared Myers' hervorragender Darstellung bis zur glatten Leugnung wissenschaftlich erwiesener Fakten.
Wer lacht da noch ueber amerikanische Sekten, die ein Gleiches tun? Der Klimawechsel ist nun mal ein kosmischer Wandel, der sich nicht einfach wegdebattieren oder wegleugnen laesst. Frage bleibt lediglich, ob sich der Wandel etwa rascher vollziehen sollte, als die Wissenschaft es bisher erwartete.
Vielen Dank für diesen Artikel, der doch primär nachdenklich stimmen soll und tut. Es geht darin ja weniger um das Schüren von Angst ("wann genau kommt die Katastrophe?"), oder um einen Freibrief zur Erhöhung der Strompreise (seit wann brauchen denn die Stromkonzerne Argumente?), als vielmehr darum uns zu sagen: Falls es zu diesem Szenario kommt, und dabei spielt es auch gar keine Rolle wann genau und wie ausgeprägt, sollen wir unseren Kindern (oder deren Kinder) nicht sagen können, wir hätten es nicht gewusst! Und sollte eine derartige Perspektive nicht Anlass sein, alles in unserer Macht stehende zu tun dagegen anzukämpfen? Und es ist ja nicht nur der Staat gefragt sondern jeder einzelne kann etwas tun. Obgleich die Straßen in Deutschland (trotz aktueller Rückschläge)immer besser werden, steigen die Zulassungszahlen von Geländewägen rasant an und nun sollen auch noch Pick-Ups nachrücken! Ich verstehe die Verstocktheit der Menschheit nicht mehr, ich bin über die Ignoranz tief entsetzt! Oh Loremo (http://www.loremo.com/) ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg!!
Vielleicht kann uns der Autor Ulrich Schnabel einmal erklären, was er unter bald versteht und was es bedeutet, dass amerikanische Klimaforscher daraus schließen und dass es bald wieder so heiß werden könnte?
Vielleicht gibt man einmal an, mit welcher Wahrscheinlichkeit und wann sich denn die prognostizierte Warmzeit einstellen wird?
Vielleicht liegt die Wahrscheinlichkeit bei nahe Null? Dann wäre selbst das Lesen des Artikels ein zu hoher Aufwand.
Vielen Dank, exzellente Darstellung. Vor allem das Zusammenspiel aus Erde UND Sonne als Grundlage für das Erdklima ist prima dargestellt, wie sollte es sonst auch (ohne Autos, Flugzeuge und Kohlekrafte) in der Vergangenheit zu Kalt- und Warmzeiten gekommen sein! Endlich jemand, der die Effekte auch nach ihrer Größenordnung sinnvoll sortiert.
Das Eem ist Teil des aktuellen glazialen Zyklus und noch immer um einiges kühler als die langen Warmperioden, die die Erdgeschichte der letzten 500 Millionen Jahre wesentlich bestimmten. Im frühen und mittleren Tertiär, vor 65-30 Millionen Jahren, gab es gar keine Polkappen, dafür aber ausgedehnte Schelfmeere auf allen Kontinenten, deren Ablagerungen sich weltweit finden lassen. Die langen Warmperioden mit weltweit tropischer Vegetation neben trockensten Wüstenklimaten werden etwa alle 280 Millionen Jahre durch einen weniger stabilen, raschen Wechsel zwischen Gletschervorstößen und Gletscherrückzügen unterbrochen. In einer solchen instabilen Zeit befinden wir uns. Das Eem war darin die letzte, nur 11-13 Jahrtausende andauernde Periode des Gletscherrückzugs.
Ohne unser Zutun wäre der Zenit dieses Interglazials, des "Holozän", wahrscheinlich seit 3000 Jahren überschritten und der Klimatrend würde in Richtung des nächsten Glazials gehen. Der letzte Klimasprung, das Ende des Weichsel-/Wyoming-Glazials, ist eben erst 10.500 Jahre her.
Die bisherigen großen Eiszeit-Zyklen während des Karbon/Perm (vor ca. 280 Mill. J.) und des ausgehenden Präkambrium (vor über 550 Mill. J.) dauerten jeweils über 10 Millionen Jahre; von "unserem" Zyklus sind nur knapp 2 Millionen Jahre um.
Anscheinend haben wir einen stark gegenläufigen Trend in Bewegung gesetzt, der langfristig auch in die stabile Langzeit-Warmzeit münden könnte, wie sie zuletzt während des Tertiär herrschte.
Um in Erfahrung zu bringen, ob die Erwärmung bei Eem-Bedingungen stoppt oder weiter in Richtung Tertiär-Bedingungen voran schreitet, müssten wir mehr Parameter zur Kalibration der Modelle kennen. So haben wir Daten aus den Eiskern-Bohrungen, aus Süßwassersee-Ablagerungen und aus Wattsedimenten, die jedoch nicht weiter als 2 Mill. J. zurück reichen. Über Daten, die das System Erde transzendieren, verfügen wir überhaupt nicht, so können wir bspw. nicht sagen, wie sich die Strahlungsintensität der Sonne im Zeitraum mehrerer Millionen Jahre verändert hat. Dies liesse sich vielleicht beheben, wenn eine Korrelation zwischen dem Vorkommen bestimmter Isotope in den Sedimenten und dieser Strahlungsintensität festgestellt werden könnte. Damit liesse sich vielleicht klären, ob die großen Klimaänderungen vorwiegend durch irdische oder durch extraterrestrische Parameter kontrolliert werden.
Wenn man sogenannte "technische Indikatoren" so optimiert,
daß sie die Börsenkurse der Vergangenheit möglichst exact
vorhergesagt hätten, spricht man von "Überoptimierung"
oder "curve fitting". Diese Systeme sind dann keineswegs in der Lage, zukünftige Datenreihen der Wertpapierpreise entsprechend vorherzusagen.
Warum sollte das bei der Klimaprognose anders sein ??
Und da Angst die am weitesten verbreitete Emotion der
entfremdeten Individuen ist, kann man damit den Leuten
immer noch am besten die Notwendigkeit von Entsolidarisierung und sinkendem Lebensstandart verkaufen.
Ich bin es leid, daß Energiemono- und oligopolisten mal
wieder solche Studien lancieren, um dann gleich in der realen Welt höhere Preise herbeimanipulieren zu können.
Die rot-grüne Bundesregierung hat ja auch in D. dafür gesorgt, daß echter Wettbewerb im Energiesektor zurückgefahren wird, weniger Player sich den Kuchen teilen dürfen, die dafür die ideologisch begründeten Fehlallokationen und Ausstiegsszenarien mitgetragen haben.
Ich hoffe Frau Merkel besitzt die Vernunft und Kraft,
Interessenvertretern, die Energie als künstlich verknapptes Spekulationsgut zu
Höchstpreisen vermarkten wollen, einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Trotzdem soll die Entwicklung möglicht autonomer und umweltschonender Energiesysteme für D. befördert werden, aber bitte ohne dadurch eine Abzockmentalität in gegenwärtigen Strukturen zuzulassen oder staatliche
Marktlenkung verschleiernd zu organisieren, wie das in den letzten Jahren statt gefunden hat.
Wir wissen, das sich die Erde zur Zeit erwärmt.
Wir vermuten, dass der Mensch die Ursache ist.
Für letzteres gibt es nur Indizien, nicht einmal konkret beweisbare Ursachen. Immer wieder erweisen sich angebliche Ursachen als nicht so tragisch, andere gewinnen wieder an Bedeutung.
Die Erde erwärmt sich, welche Anmaßung zu glauben, das wir die Ursache sind und selbst wenn, das das Verändern der einfachen Kausalketten, die dazu herangezogen werden genügen würde das Klima zu verändern.
Klimaforscher sind vergleichbar mit Medizinmännern in der Medizin, sie wissen einfach zu wenig um mehr als eine Tatsache festzustellen, nämlich das die Erde sich erwärmt.
Wieso und welchen Anteil der Mensch daran hat, das haben sie in den Eingeweiden oder dem Vogelflug gelesen.
Jedenfalls erwecken die Szenarien genau diesen Eindruck.
Vermutlich ist unsere schiere Anzahl verbunden mit dem dadurch verursachten Land- und Wasserverbrauch die Ursache. Vielleicht sind es aber auch nur geologische Normalitäten.
Egal wie, unser Einfluss liegt real bei praktisch null!
B Grabe
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