USA Die Macht der Latinos

Wie Massendemonstrationen für ein liberales Einwanderungsrecht Amerikas Rechte erschrecken - und verändern

Die Region Tucson hat 800.000 Einwohner und wächst rasant. Reiche Leute, die Arizonas Sonne lieben, ziehen von Norden zu und arme Leute, die Amerikas nimmersatten Arbeitsmarkt lieben, ziehen von Süden zu. Die mexikanische Grenze liegt eine Autostunde südlich, und dazwischen erstreckt sich Wüste. Ein Viertel aller Bürger Arizonas sind Latinos, und in den Schulen von Tucson bilden Latinos längst die Mehrheit. Die Meisten wissen aus Erfahrung oder Erzählungen, wie es ist, die Wüste in sengender Sonne zu durchqueren. Nun gehen sie auf die Strasse, damit Amerika nicht die Tür hinter ihnen schließt. Sie wollen nicht die Letzten gewesen sein.

Die streikenden Schüler von Tucson sind keineswegs allein. Eine Demonstrationswelle rollt über Amerika hinweg, gewaltiger als jene, die sich vor wenigen Jahren gegen den Irak-Krieg stemmte. Plötzlich und unerwartet ist sie übers Land gekommen. Sie richtet sich gegen einen Gesetzentwurf, den das Repräsentantenhaus in Washington im Dezember verabschiedete. Danach soll Amerikas Südgrenze in eine Art Hightech-Barriere aus Zäunen, Sensoren und Flugüberwachungs-Geräten verwandelt werden. Alles zur Entdeckung illegaler Einwanderer. Die Proteste begannen vor ein paar Wochen in Chicago, wo 300.000 Menschen auf die Straße gingen. Es folgten Demonstrationen in Milwaukee, Denver und Phoenix. Vergangene Woche dann der Höhepunkt: eine halbe Million Menschen in Los Angeles, die größte Versammlung in der Geschichte der Stadt. Die Massenaufzüge haben der Nation eine politische Grundtatsache ins Gedächtnis gerufen: Fast jeder Amerikaner weiß noch von Vorfahren, die einwanderten. Trotz manch populistischer Aufwallung ist es in den Vereinigten Staaten so schwer wie in keinem anderen Land des Westens, Politik gegen Einwanderer zu machen. In den vergangenen Wochen hat der schlafende Riese der amerikanischen Politik gegrollt: die jüngste Einwanderer-Generation, die Latino-Bevölkerung nämlich. Die Volksvertreter in Washington haben aufmerksam hingehört. Der Gesetzentwurf, den der Justizausschuss des Senates diese Woche dem Plenum zur Abstimmung vorgeschlagen hat, ist deutlich moderater. Er sieht neben der Verstärkung der Grenzkontrollen auch neue Programme für Arbeitsmigration sowie die Legalisierung illegaler Einwanderer vor.

Das nationale Motto der Vereinigten Staaten, zu besichtigen an allerlei öffentlichen Gebäuden, lautet: e pluribus unum - aus Vielen das Eine. Nur anfangs bestand Amerika aus relativ homogenen Einwanderern. Sie waren weiß und Protestanten, und sie stammten aus Großbritannien. Schon die schwarze Zwangseinwanderung, wiewohl örtlich segregiert und aus Rechtlosen bestehend, veränderte das Bild. Im 19. Jahrhundert begründeten Iren, Deutsche und Italiener den Schmelztiegel und brachten den Katholizismus ins Land. Im 20. Jahrhundert folgte die Assimilation von Osteuropäern und Ostasiaten. Sie brachten Judentum, Hinduismus und Buddhismus ins Land. Religion, Ethnizität und Rasse verschwanden als definierende Komponenten nationaler Identität spätestens durch die Bürgerrechts-Bewegung der sechziger Jahre sowie das Einwanderungsgesetz von 1965, das Immigration weiter liberalisierte.

Im Jahre 1960 lebten nur 600.000 Menschen im Land, deren Eltern aus Mexiko stammten. Heute sind es elf Millionen; wahrscheinlich mehr als die Hälfte davon sind illegal im Land. Die Hälfte aller Illegalen stammt aus Mexiko. Während früher mexikanische Cowboys zwanglos die Grenze nach Texas und Arizona überquerten, bei Ranchern im Grenzgebiet über den Sommer arbeiteten und wieder heim gingen, hat inzwischen eine gefährliche transkontinentale Völkerwanderung eingesetzt. Auf den legalen Prozess der Einwanderung wollen sich die Grenzgänger nicht verlassen oder nicht so lange warten. Stattdessen kommen sie bei Nacht.

Präsident Ronald Reagan suchte das Problem 1986 zu lösen, indem er mehrere Milllionen illegale Einwanderer amnestierte. Zugleich sollten jene Arbeitgeber bestraft werden, die Illegale beschäftigten. Die Amnestie funktionierte, die Sanktionierung nicht. So blieb das Problem bestehen. Bill Clinton machte einen neuen Versuch: Neben großzügigen Einbürgerungsprogrammen investierte er in Grenz-Sicherheit. In den Stadtgebieten der Grenzregion, durch die die Illegalen ins Land kamen, ließ er Grenz-Wände errichten und zwang die Migranten in die entlegenen Gebiete, darunter die Wüste von Arizona. So hoffte er, die Grenzgänger abzuschrecken. Doch seither sinkt nicht die Zahl der Versuche, es steigt die Zahl der Verdursteten. Jedes Jahr wächst die Zahl der Illegalen schätzungsweise um eine halbe Million an. Inzwischen sind es wohl elf Millionen - zusätzlich zu den 26 Millionen legalen Einwanderern. Nie war die Zahl der Neu-Amerikaner größer. Der Wanderungsdruck wird bestehen bleiben, solange Mexikos Landbevölkerung arm bleibt und Amerikas Jobwunder weiterhin monatlich 200.000 neue Jobs produziert.

Die Politik zerfällt in zwei Camps. Die "Law-and-Order"-Fraktion will die Grenze dicht machen und nur noch legale Immigration zulassen. Sie will, wie die republikanischen Senatoren Jon Kyl und John Cornyn schreiben, den "Respekt vor dem Gesetz wieder herstellen" und "illegale Aktivitäten nicht auch noch belohnen". Deshalb lehnen sie jede Amnestie ab. Ein Staat müsse wissen, wer in ihm lebe. Das sei im Zeitalter des Terrorismus besonders wichtig. Der rechte Flügel der Republikaner denkt so. Er hat auch im Dezember einen Gesetzentwurf im Repräsentantenhaus durchgesetzt, der keine Arbeits-Visa und keine Einbürgerung vorsieht, dafür aber die illegale Grenzübertretung von der Ordnungswidrigkeit zur Straftat hochstuft. Genauso würde jeder zum Straftäter, der Illegalen bei der Einreise hilft - auch Menschen, die nur Wasser oder Schatten spenden. 700 Meilen Zaun sollen neu gebaut werden. Zudem müssen alle Arbeitsgeber den Visums-Status ihrer Angestellten prüfen.

Das andere Lager der amerikanischen Politik sperrt sich nicht gegen die strenge Durchsetzung des Rechts an der Grenze. Es will auch mehr Geld für die Grenzsicherung bereit stellen. Zugleich wird aber betont, dass Amerika auf Einwanderer gegründet ist und Neulinge weiterhin benötigt. Der Gesetzentwurf aus dem Senat entspringt diesem Geiste. Danach sollen die Illegalen Strafe zahlen und sich in der Schlange der Einwanderungswilligen hinten anstellen. Sie würden sich, wie der republikanische Senator Arlen Specter sagt, "auf eine elfjährige Reise in Richtung Staatsbürgerschaft begeben." Diesem Camp gehören die meisten Demokraten, die Unternehmer, die Kirchen, linke Basisgruppen, moderate Konservative und - besonders wichtig - Präsident Bush an.

George Bush hat eine politisch heikle Aufgabe vor sich, weil seine Partei gespalten ist. Er kann die "Law-and-Order"-Fraktion nicht ignorieren, ihr aber auch nicht nachgeben. Täte er es, würde er die Latinos wohl für eine ganze Generation verprellen. Angesichts der steigenden Zahl der Latinos wären dann Staaten wie Arizona, Colorado oder Florida nicht mehr gewinnbar für die Republikaner. Damit wäre die Präsidentschaft nur noch schwer erreichbar. Gerade George Bush ist es bisher gewesen, der die traditionell demokratisch wählenden Latinos umworben hat. Und er war erfolgreich. Bei der Wahl 2000 lagen die Demokraten bei den Latinos mit 30 Prozentpunkten vorn. Vier Jahre später hatte Bush den Vorsprung auf 8 Prozent schrumpfen können. Ein Immigrations- und Grenzgesetz, mit dem Latinos nicht leben können, kann die Republikaner um Jahre zurückwerfen.

Der Albtraum der Konservativen heisst "Proposition 187". So hieß eine Volkabstimmung in Kalifornien, die im Jahre 1994 der republikanische Gouverneur Pete Wilson unterstützte. Danach sollten illegale Einwanderer keinerlei staatliche Dienste in Anspruch nehmen dürfen, auch nicht Schulen. Die Kalifornier stimmten mit großer Mehrheit zu. Aber die legal eingewanderten Latinos rebellierten. Sie begannen, sich für Wahlen einzuschreiben. Der Latino-Anteil republikanischer Stimmen sank drastisch. "Proposition 187" hat unversehens geholfen, aus dem konservativen Stammland des Ronald Reagan eine demokratische Hochburg zu machen. Drum rufen die Republikaner Alarm, wenn sie nun massenhaft Latinos in den Strassen demonstrieren sehen. Es gehört also nicht viel Phantasie dazu anzunehmen, das am Ende ein relativ moderates und liberales neues Einwanderungsrecht beschlossen werden wird. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der von Einwanderungsfragen etwas versteht, warnt seine Parteifreunde: "Kriminalisierung von Immigranten ist ein Slogan, aber keine Lösung."

 
Leser-Kommentare
  1. "Europa ist das zynische und verlogene Überbleibsel der Aufklärung: Ein sich selbst in Rassismus und spießerhafter Selbstbegrenzheit auflösendes Verschlammungsderivat."

    Starke Worte! Das kann v.a. man so sehen angesichts der Unsummen, die Europa an Sozialhilfe für unerwünschte Einwanderer sprich Asylanten hinauswirft. Da könnte man sogar von Demenzerscheinungen sprechen.

    Dass die USA ein wundervolles Land sind, das sehe ich auch so:
    Dynamik allerorten, keine Herumhängen, jedenfalls keines mit Anspruchsdenken, Power im Job oder im Business. Klasse!

    Allerdings: in den USA gibt es, außer dem Rentensystem, kein bundesweit einheitliches Sozialsystem wie in Deutschland, sondern ein gemischtes, von privaten Versicherungen dominiertes System. Die Arbeitslosenunterstützung unterliegt den jeweiligen Bundesstaaten und wird im allgemeinen durch Besteuerung der Arbeitgeber finanziert. In den meisten Staaten wird die H ä l f t e des Arbeitslohnes 26 W o c h e n gezahlt. Danach muß Sozialhilfe beantragt werden. Härter als in Europa war es in Amerika immer. Doch seit Präsident Roosevelts New Deal in den 30er Jahren gab es immer eine gewisse Grundversorgung, die zuletzt von Bill Clinton in radikaler Weise gekürzt worden ist. Einerseits wurden die Sätze der Unterstützung drastisch gesenkt, andererseits der Zeitraum, Sozialhilfe zu beziehen, für Langzeitarbeitslose auf fünf Jahre begrenzt.

    Eine Krankenversicherungspflicht besteht in den USA nicht. Da das US-Krankenversicherungssystem das teuerste der Welt ist, sind ca. 16% aller Amerikaner nicht versichert, auch nicht in den staatlichen Programmen weil diese Gruppe dazu finanziell noch nicht schlecht genug gestellt ist.

    Zeitgleich zur Streichung der sozialen Sicherungssysteme schotten sich die Bildungseinrichtungen landesweit immer mehr von den unteren Schichten ab, beschreibt die Soziologin Katherine Newman: 'Jedesmal, wenn die New Yorker Universität ihre Studiengebühren um 1000$ anhebt, verliert sie 40.000 Studenten. Bislang zahlt man da 4.000 Dollar im Jahr und sie wollen es jetzt auf 5.000 erhöhen. Das geschieht nicht nur in New York, sondern überall in den USA.`

    Soweit zu den Werten der Aufklärung, die ich in den USA ebenfalls besser verwirklicht sehe genau wie Sie, sickasjosef. Aber die Rosinenpickerei, die Sie betreiben, die will i c h nicht, ich will lieber ein durchgängiges konsequentes System des Leistungsanreizes, denn das hat auch was mit Aufklärung, d.h. rechnerischer Rationalität zu tun!

    Wenn also die Demonstrationen von Latinos in den USA speziell von Unternehmern mit Sympathie gesehen werden, dann hat das mit der täglichen Erfahrung mit dieser Personengruppe zu tun: sie sind fleißig, anspruchslos, flexibel, billig (10% unter dem üblichen Lohn), fallen auch nicht in der Kriminalitätsstatistik besonders auf, teilen die Werte der WASP ´s, was Ethik, Moral, Fleiß angeht. Solchen Einwanderern müssen wir den Weg ebnen, nur wir warten bislang vergeblich auf sie, vielleicht sollten wir´ s ja mal mit mehr Aufklärung à la USA versuchen...

  2. Wir sollten es wirklich mit einer Aufklärung a la USA versuchen, denn außer den USA hat kein Land der Welt so erfolgreich Integration betrieben und ökonomisch so enorm davon profitiert. Europäische Amerikakritiker übersehen gerne den wichtigsten Aspekt, wenn sie von unseren Sozialsystemen schwärmen, und es der amerikanischen Kälte entgegen halten. Die sozialen Leistungen sind ein Instrument zur Entmündigung von Menschen. Sie werden ausgeschüttet, nicht weil man sich so um die Leute sorgt, weil sie dadurch ruhig sind, keine Ansprüche stellen und sich von jedweder Form politischer Aktion fernhalten. Hilfloser als arbeitslose Sozialempfänger ist niemand. Und niemand - das ist eine persönliche Erfahrung - ist auch ausländerfeindlicher, konservativer, reaktionärer.
    Der Umkehrschluß, Sozialleistungen zu kürzen, würde daran nichts ändern, weil man diese Dynamik nicht mehr rückgängig machen kann. Aber das System, das die Europäer geschaffen haben, hat aus Bürgern unpolitische, manipulierpare Couchpotatoes ohne Antrieb, Bildung und Interesse gemacht.
    Die Projektion europäischer Durchschnittsdummchen, dass Amerikaner prinzipiell dumm, kulturlos und ungebildet wären, ist in erster Linie die Projektion eigener Schwächen und Unzulänglichkeiten auf ein gewünschtes Feindbild. So hätten wir die Amerikaner gern: Ungeschlachte, Kaugummi kauende, waffenstarrende Vollidioten mit Bush T-Shirts und behinderten Kindern. Das Gegenteil ist der Fall: Amerikanische Bürger sind dynamisch und mobil, politisch mobilisierbar, praktisch veranlagt und kritisch gegenüber dem Staat. So viel bürgerlich-ziviles Verhalten veträgt der intellektuelle Dumpfbackeneuropäer nicht. Kein Wunder, dass der Antisemitismus darum so weit verbreitet ist bei uns.
    Nochmals: In Europa hat es nirgendwo größere (über ein paar hundert hinausgehende) Proteste gegen den Sperrwall der spanischen Eu Außengrenze gegeben, bei dem dutzende Menschen gestorben sind. Jeden Tag krepieren mehr an den Grenzübergängen, in Abschiebeknästen oder werden von den humanistisch gebildeten europäischen Asylbeamten in den sicheren Tod zurück in die Heimat geschickt, in den Iran, nach Nigeria, nach Tschetschenien oder sogar Myanmar.
    Das ist Europa: Die zynische Mörderbande, die über 8 Jahrhunderte die barbarischste und mörderischste Kultur dieses Planten gewesen ist, mit hunderten Millionen Toten, bei Kreuzzügen, Kolonialfeldzügen, dutzenden Kriegen und dem Holocaust als brillantem Abschluß, deutsche Wertarbeit sozusagen. Und diese politisch deinteressierten, dummen Barbaren, stellen sich hin udn wollen den kulturlosen Amerikanern erklären wie man's macht.

    Kein Wunder, dass die sagen: Nee las mal.

  3. Besonders fuer ungelernte Arbeiter in der Landwirtschaft und Baugewerbe bis zu 10% und da Latinos grundsaetzlich Vetternwirtschaft betreiben halten sie viele Einheimische aus den Jobs raus die frueher von Amerikanern gemacht wurden.Im 2004 kamen 4 Millionen Legale und die gleiche Anzahl von illegalen Einwanderern ueber die Grenzen.Dazu kommt dass immer weniger ungelernte Arbeiter gebraucht werden und ein grosser Teil der Einheimischen Arbeitern,die oft weniger als eine High School Ausbildung haben keine Arbeit finden.Amerikaner sehen ganze Ortschaften die fast ueber Nacht Slums werden da Mexikaner andere Sitten und Gebraeuche haben.Schulen muessen extra Klassen einrichten fuer Kinder die kein englisch sprechen und selbst in kleinen Orten werden soziale Einrichtungen uebermaessig gefordert durch den Einflux von illegalen Einwanderern.Viele Probleme stammen von der Tatsache dass illegale Einwanderer als Drogenkuriere benutzt werden und taeglich Verhaftungen erfolgen die erhoehte Drogen Aktivitaet an den Grenzuebergaengen.Sogar die Gefaengnisse leiden unter dem ansteigenden Immigranten Einfluss.Die Schulen berichten ueber Gangs die aus Suedamerika und Mexiko stammen ...Viele Amerikaner sind fuer eine bessere Einwanderungs Politik die regelt wer ins Land kommt.Sie sind nicht grundsaetzlich gegen Immigranten da die meisten ja selber von Immigranten abstammen,nur fuehlen sich viele
    von den vielen Mexikanern umzingelt und sie verlangen dass die Politik es endlich regelt.

  4. noch mal an.Dann sieht man dass von den Asylsuchenden knapp die Haelfte Asyl bekam,der Rest wurde garnicht erst reingelassen. Die Proteste die momentan gefuehrt werden haben das Ergebnis Buerger gegen einander aufzuwiegeln.Denn die Gruppe die behauptet dass Illegale nur Arbeit machen die von Einheimischen nicht gemacht wird stammen eher aus der akademischen Gruppe,die selbstverstaendlich nicht auf die Idee kommen wuerden irgendwo Steine zu klopfen.Es kommt eben auf die Perspektive an! Aber fuer den normalen US Buerger,der hoechstens einen High School Abschluss geschafft hat,der wird in immer groesseren Nummern arbeitslos da die billigen Arbeiter aus Suedamerika die Loehne druecken.Fuer die Loehne( im Schnitt bis zu 10%weniger als Einheimische)kann ein Mann seine Familie nicht ernaehren.Dazu kommt dass Illegale da sie unversichert sind die Notaufnahmen der Krankenhaeuser uebermaessig in Anspruch nehmen und dann zahlen sie ihre Behandlung nicht da sie einfach erklaeren keine Versicherung zu haben.Also bleiben die Krankenhaeuser auf hohen Betraegen sitzen,die dann vom Steuerzahler ausgeglichen werden muessen.Schulen muessen Klassen einrichten da die Kinder der Immigranten kein Wort englisch sprechen..Wie in Deutschland die Tuerken,gibt es hier die Mexikaner die selbst nach jahrelangem Aufenthalt kein Wort der Landessprache beherrschen.Darum muessen in einigen Bundesstaaten alle offiziellen Formulare bi-lingual gedruckt werden..auch auf die Kosten der Steuerzahler.Von Sozialen Einrichtungen bis zum Knast alle oeffentlichen Einrichtungen werden bis auf's Aeussserste strapaziert durch die illegalen Immigranten.Ausserdem moechte ich noch erwaehnen dass der sooft erwaehnte Schmelztiegel der Kulturen auch hier eher ein frommer Wunsch geblieben ist.

  5. ...Latinos waehlen eigentlich eher konservativ deswegen ist dieses Immigrations Spektakel auch so ein Problem fuer die GOP..aber die Demokraten stehen auch unter Druck ihrer meist 'blue-collar'Waehlerschaft etwas zu tun.Beide Parteien sind in der Pflicht.

    • iceman
    • 01.04.2006 um 19:51 Uhr

    Die Übernahme der politischen Macht durch die Migranten vollzieht sich nach exakt demselben Strategiemuster wie bei feindlichen Übernahmen in der Wirtschaft.
    Es kommt in beiden Fällen auf die Stimmanteile an.

    Die Stimmanteile bei einer AG sind die Aktien des Übernahmekandidaten, die sukzessive erworben werden.

    Die Stimmanteile in einer Demokratie sind die Wahlstimmen.

    Der Zugewinn an politischer Macht durch die Migranten ist DANN kein Problem, wenn diese das selbe Mass an Qualitäts- und Erfolgsbewusstsein, Bildung und Demokratieverständnis besitzen.
    Wenn das nicht so ist, führt eine solche Entwicklung langfristig zum Niedergang, und das heisst:
    Das Niveau des Einwanderungslandes gleicht sich dem Niveau des Herkunftslandes der Migranten an.

    Davor kann sich eine Demokratie nur mit drei Mitteln schützen:

    1. Zuwanderung dieser Art von vornherein verhindern.

    2. Rückführung der Migranten (speziell der Illegalen)

    3. dauerhafte Verweigerung der Staatsbürgerschaft für die Migranten (und damit Verhinderung der Ausübung des Wahlrechtes).

    Das beste wäre, solche Kandidaten erst gar nicht in´s Land zu lassen, da mit Migration dieser Art IMMER mehr oder weniger grosse Kosten verbunden sind (die Nachteile überwiegen die Vorteile).
    Auf die kurzfristigen Partikularinteressen der Arbeitgeber (die sich billige Arbeitskräfte wünschen) darf im Interesse der Allgemeinheit keine Rücksicht genommen werden, denn sonst verlieren am Ende ALLE.

  6. im meinem Kommentarteil "Die aktuellen Zahlen des Office of Immigration Statistics (OIS) einer Unterabteilung des U.S Departments of Homeland Security hat zwischen 1973 und 2004 rund 23,1 LPR (Legal Permanent Residents) also legal in den USA lebender Einwanderer, ausgemacht. Davon haben über 8 Millionen bereits die amerikanische Staatsbürgerschaft erworben, weitere rund 8 Millionen haben einen Anspruch darauf erworben. Zum Erhebungszeitpunkt 2004 lebten demnach 11,6 LPR (das sind die o.g. 23,1" es muss natuerlich jeweils (11,6 - 23,1 etc. Millionen LPR heissen) mea culpa, mea culpa...
    D.K.

  7. 1. deutschland ist schon ein einwanderungsland!
    daher (und vor allem wegen Leuten wie ihnen, die das ignorieren) ja auch unsere probleme mit den sog. einwanderern.
    und die europäische bevölkerung schrumpft, die weltbevölkerung aber steigt ...

    2. Sie schreiben "...Besiedlung des amerikanischen Kontinents. Der war zunächste einmal eine TABULA RASA, auf der man ganz neue Ideen verwirklichen konnte." [Hervorhebung durch mich]
    und die "menschen"/indianer die dort lebten - ausgerottet von europäern, oder nein amerikanern!

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  • Quelle ZEIT online 01.04.2005
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