Integration Streit um Zwangsheirat
Was tun gegen Zwangsverheiratungen? Die deutschen Parteien sind gespalten
Nach dem Urteil im Berliner »Ehrenmord«-Prozess streiten Politiker über härtere Strafen für Zwangsverheiratungen. Der Unions-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach forderte am Osterwochenende deren Einstufung als Verbrechen. Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sprach von »aktionistischen Forderungen«. Zwangsehen seien in Deutschland schon heute strafbar.
In Berlin äußerten sich Politiker empört über die Freisprüche für zwei der drei »Ehrenmord«-Angeklagten. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) forderte die Familie indirekt auf, Deutschland zu verlassen. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, kritisierte, Körting schüre damit die Stimmung gegen Ausländer. Auf Empörung stieß bei Politikern die Ankündigung der türkischen Familie, man wolle das Sorgerecht für das Kind der Erschossenen beantragen.
Bosbach sagte dpa, ein Extra-Paragraf zu Zwangsverheiratungen hätte auch Signalwirkung. Leutheusser-Schnarrenberger sprach von »Sandkastenspielen«. Die Probleme lägen in der Praxis. »Auch ein schärferes Gesetz würde uns in der Praxis nicht helfen, in abgeschottete Parallelgesellschaften hineinzukommen.«
Die Grünen verlangten einen besseren Schutz der Opfer. »Wir brauchen ein Opferschutzprogramm mit einem erleichterten Zugang zum Aufenthaltsrecht für die Opfer von Zwangsehen«, sagte ihr Innenpolitiker Volker Beck der
Netzeitung
. »Schärfere Strafen und rechtspolitischer Aktionismus werden die Probleme nicht lösen.« Wichtig sei, dass Migranten-Bevölkerungsgruppen Zwangsehen als Unrecht begreifen. »Hier brauchen wir gemeinsame Kampagnen mit Migranten-Organisationen.«
Im »Ehrenmord«-Prozess war am Donnerstag Hatun Sürücüs jüngster Bruder zu neun Jahren und drei Monaten Jugendhaft verurteilt worden. Zwei andere Brüder wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nach Einschätzung der Richter musste die junge Frau wegen ihres westlichen Lebensstils sterben. Die 23-Jährige war aus einer Zwangsehe geflohen, um in Berlin ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu führen.
Auch die Integrationsdebatte erhielt durch das Urteil neue Nahrung. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) rief dazu auf, stärker auf die Verwirklichung der Rechte muslimischer Frauen in Deutschland zu dringen. »Es geht um die Frage, ob wir bereit sind, für alle Menschen in unserer Gesellschaft das zu ermöglichen, was wir für selbstverständlich halten«, sagte sie der
Rheinischen Post
.
- Datum 19.04.2006 - 13:31 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 17.4.2006
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Zu Ihrer Einbildung und Selbstbeweihräucherung fällt mir wirklich nichts mehr ein.
Auch hier wird wieder viel zu viel diskutiert.
Wir leben hier in einer Demokratie, da haben Zwangsheirat und Ehrenmorde nichts zu suchen. Ich bin auch der Meinung das man diese Menschen ausweisen sollte, der Grund sie muessen sich hier an dieses Land und dieser Kultur integrieren, anpassen, und nicht wir an diese. Wer das nicht möchte sollte bitte in sein Land ausreisen.
und sollte jeder jungen Tuerkin eine Warnung sein dass sie nicht zu westlich,oder gar 'deutsch'leben soll denn sie hat ja erlebt was dann passiert..( Jahre fuer ein Menschenleben sind einfach eine Beleidung der Toten!
Es wurde gesagt, daß die Amerikaner v.a. Abkehr von der Loyalität fremden Staaten gegenüber verlangen. Grundsätzlich Zustimmung.
Allerdings ist mir mit Wohlgefallen auch aufgefallen , daß die Amerikaner nicht ganz naiv sind, sondern vorgesorgt haben für den Fall, daß Loyalität auch gegenüber Nicht-Staatlichen "Einheiten" existieren könnte. Deshalb ausdrücklich die Forderung nach Aufgabe dieser Loyalität gegenüber (abstrakten) fremden Einheiten, z.B. einem politisch verstandenen Islam mit entsprechender Gruppierung, oder einem Clan einer Ethnie oder Drogenmafia, oder ...oder ein dehnbarer Begriff!.
Auch hierzulande verlangt übrigens niemand die Aufgabe der Religion. Oder hat schon mal jemand verlangt, daß Tibi oder Özdemir aufhören sollen, Moslems zu sein?
Umfrage in der Südost-Türkei brachte erschreckende Ergebnisse
Ankara - Im Südosten der Türkei befürwortet einer Umfrage zufolge ein gutes Drittel der Bevölkerung die so genannten "Ehrenmorde" von jungen Frauen zur "Rettung der Familienehre". Mehr als 37 Prozent der Befragten sagten, eine Frau, welche die Ehre der Familie beschmutzt habe, müsse getötet werden.
25 Prozent der Befragten sagten, eine solche Frau müsse zur Scheidung gezwungen werden. Mehr als 21 Prozent meinten, die Frau müsse hart bestraft werden, etwa, indem die Familie ihr die Nase oder ein Ohr abschneide. Die Universität Dicle in Diyarbakir befragte 335 Männer und 95 Frauen.
In der Türkei werden jedes Jahr dutzende der so genannten Ehrenmorde verübt. Erst in der vergangenen Woche war ein 25-jähriger Mann wegen Tötung seiner Schwester zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Es war eines der ersten Urteile seit der Abschaffung der lange üblichen Strafnachlässe für "Ehrenmorde" im Zuge der EU-Reformgesetze in der Türkei.
(APA/AFP) 19. Oktober 2005 18:40
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Das meine Meinung nicht gewürdigt wird, entspringt einer kleingeistigen Wahrnehmung. Wenn man sich die Bewertungen meiner Kommentare betrachtet, und die Widerrede dazu, bleibt mit nichts anderes übrig als festzustellen, dass meine Meinung sehr wohl gewürdigt wird.
Es trauen immer weniger Kommentatoren sich mit mir sachlich auseinanderzusetzen, zumal ich eben den schlechten Charakter unausgegorener Weltsichten zu entblößen vermag. Meist sind die Kommentatoren, so wie Sie, nicht fähig, überhaupt was sinnvolles zu schreiben. Wie kommen Sie auf den Gedanken, dass ich entscheide, was freiheitlich sein soll? Guggst du Grundgesetz! "Bizarr", Namenswahl nicht als freiheitlich zu betrachten.
Also zunächst ist es so, dass bei Ehrenmorden immer auf Gewalt auch in anderen Familien verwiesen wird, um eben dieses Thema nicht diskutieren zu müssen. Nicht umsonst verschweigen Menschen wie Sie z. b. die breite Zustimmung zu Ehrenmorden schon bei 8-klässlern - darüber regt sich dann höchtens der betroffene Schulleiter auf- Ihresgleichen wird nur dann aktiv wenn dort basisdemokratisch entschieden wird es mal mit deuscher Sprache zu versuchen...
Den Hinweis mit dem Gsuffa nehme ich mit Interesse zur Kenntnis - ich hatte schon immer den Eindruck, dass die agressive Form der Wirklichkeitsablehung in Ihren politischen Kadern rein sachlich nicht zu ergründen ist und daher andere Ursachen hat.
@QUOTE: Liebe Leute, sagt doch endlich 'was! Merkt Ihr denn am Beispiel von QUOTE's Beitrag nicht, auf welch erbärmliches Intelligenzniveau die Auseinandersetzung abzugleiten droht? Ich habe zunächst gedacht, das sei von ihm sarkastisch gemeint gewesen. Aber nein, dazu ist er wohl gar nicht imstande - der meint's ernst! Deutsche, lasst Euch Eure Vorliebe für skandinavische, russische, griechische, hebräische etc. Vornamen nicht von irgendwelchen deutschtümelnden Dumpfbacken vermiesen!
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