Integration Streit um ZwangsheiratSeite 2/2

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagte mit Blick auf Gewalt in Migrantenfamilien, es brauche Mittel und Wege, »die Menschen zu bewegen, sich stärker auf unsere Lebenswelt und auch auf die rechtlichen Verhältnisse einzulassen. Wenn das nicht der Fall ist, also Heiratszwang für junge Frauen und dergleichen, dann können solche Leute auf Dauer nicht bleiben.«

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Parteichef Edmund Stoiber sagte dem Magazin Focus : »Wer die Integration dauerhaft verweigert, dem drohen als Ultima Ratio auch Konsequenzen wie die Kürzung von Sozialleistungen, oder der Aufenthalt wird nicht verlängert.« Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), verlangte im Sender RTL, für Ausländer einen Straftatbestand der Integrationsverweigerung zu schaffen.

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth nannte diese Vorstöße am Montag »ausgrenzende, populistische und zudem verfassungsfeindliche Vorschläge«. Die Linksfraktion-Vizevorsitzende Petra Pau erklärte, Integration sei »kein Steckenpferd für galoppierende Innenpolitiker«, sondern ein komplexer Anspruch an die gesamte Gesellschaft.

 
Leser-Kommentare
  1. Zu Ihrer Einbildung und Selbstbeweihräucherung fällt mir wirklich nichts mehr ein.

  2. Auch hier wird wieder viel zu viel diskutiert.
    Wir leben hier in einer Demokratie, da haben Zwangsheirat und Ehrenmorde nichts zu suchen. Ich bin auch der Meinung das man diese Menschen ausweisen sollte, der Grund sie muessen sich hier an dieses Land und dieser Kultur integrieren, anpassen, und nicht wir an diese. Wer das nicht möchte sollte bitte in sein Land ausreisen.

  3. und sollte jeder jungen Tuerkin eine Warnung sein dass sie nicht zu westlich,oder gar 'deutsch'leben soll denn sie hat ja erlebt was dann passiert..( Jahre fuer ein Menschenleben sind einfach eine Beleidung der Toten!

  4. Es wurde gesagt, daß die Amerikaner v.a. Abkehr von der Loyalität fremden Staaten gegenüber verlangen. Grundsätzlich Zustimmung.

    Allerdings ist mir mit Wohlgefallen auch aufgefallen , daß die Amerikaner nicht ganz naiv sind, sondern vorgesorgt haben für den Fall, daß Loyalität auch gegenüber Nicht-Staatlichen "Einheiten" existieren könnte. Deshalb ausdrücklich die Forderung nach Aufgabe dieser Loyalität gegenüber (abstrakten) „fremden Einheiten“, z.B. einem politisch verstandenen Islam mit entsprechender Gruppierung, oder einem Clan einer Ethnie oder Drogenmafia, oder ...oder – ein dehnbarer Begriff!.

    Auch hierzulande verlangt übrigens niemand die Aufgabe der Religion. Oder hat schon mal jemand verlangt, daß Tibi oder Özdemir aufhören sollen, Moslems zu sein?

  5. Umfrage in der Südost-Türkei brachte erschreckende Ergebnisse

    Ankara - Im Südosten der Türkei befürwortet einer Umfrage zufolge ein gutes Drittel der Bevölkerung die so genannten "Ehrenmorde" von jungen Frauen zur "Rettung der Familienehre". Mehr als 37 Prozent der Befragten sagten, eine Frau, welche die Ehre der Familie beschmutzt habe, müsse getötet werden.

    25 Prozent der Befragten sagten, eine solche Frau müsse zur Scheidung gezwungen werden. Mehr als 21 Prozent meinten, die Frau müsse hart bestraft werden, etwa, indem die Familie ihr die Nase oder ein Ohr abschneide. Die Universität Dicle in Diyarbakir befragte 335 Männer und 95 Frauen.

    In der Türkei werden jedes Jahr dutzende der so genannten Ehrenmorde verübt. Erst in der vergangenen Woche war ein 25-jähriger Mann wegen Tötung seiner Schwester zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Es war eines der ersten Urteile seit der Abschaffung der lange üblichen Strafnachlässe für "Ehrenmorde" im Zuge der EU-Reformgesetze in der Türkei.

    (APA/AFP) 19. Oktober 2005 18:40

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  6. Das meine Meinung nicht gewürdigt wird, entspringt einer kleingeistigen Wahrnehmung. Wenn man sich die Bewertungen meiner Kommentare betrachtet, und die Widerrede dazu, bleibt mit nichts anderes übrig als festzustellen, dass meine Meinung sehr wohl gewürdigt wird.

    Es trauen immer weniger Kommentatoren sich mit mir sachlich auseinanderzusetzen, zumal ich eben den schlechten Charakter unausgegorener Weltsichten zu entblößen vermag. Meist sind die Kommentatoren, so wie Sie, nicht fähig, überhaupt was sinnvolles zu schreiben. Wie kommen Sie auf den Gedanken, dass ich entscheide, was freiheitlich sein soll? Guggst du Grundgesetz! "Bizarr", Namenswahl nicht als freiheitlich zu betrachten.

  7. Also zunächst ist es so, dass bei Ehrenmorden immer auf Gewalt auch in anderen Familien verwiesen wird, um eben dieses Thema nicht diskutieren zu müssen. Nicht umsonst verschweigen Menschen wie Sie z. b. die breite Zustimmung zu Ehrenmorden schon bei 8-klässlern - darüber regt sich dann höchtens der betroffene Schulleiter auf- Ihresgleichen wird nur dann aktiv wenn dort basisdemokratisch entschieden wird es mal mit deuscher Sprache zu versuchen...

    Den Hinweis mit dem Gsuffa nehme ich mit Interesse zur Kenntnis - ich hatte schon immer den Eindruck, dass die agressive Form der Wirklichkeitsablehung in Ihren politischen Kadern rein sachlich nicht zu ergründen ist und daher andere Ursachen hat.

  8. 8. Hilfe!

    @QUOTE: Liebe Leute, sagt doch endlich 'was! Merkt Ihr denn am Beispiel von QUOTE's Beitrag nicht, auf welch erbärmliches Intelligenzniveau die Auseinandersetzung abzugleiten droht? Ich habe zunächst gedacht, das sei von ihm sarkastisch gemeint gewesen. Aber nein, dazu ist er wohl gar nicht imstande - der meint's ernst! Deutsche, lasst Euch Eure Vorliebe für skandinavische, russische, griechische, hebräische etc. Vornamen nicht von irgendwelchen deutschtümelnden Dumpfbacken vermiesen!

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  • Quelle ZEIT online, 17.4.2006
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