Skandinavien Die Seele vom MølleparkenSeite 2/2

Die schwarze Musik war ihr schon sehr früh wichtig. Mit sechs Jahren ging sie in dem kleinen Städtchen Lunde in den Gospel-Chor. „Wenn man in Norwegen nichts mit Klassik zu tun hat, dann singt man eben Gospels.“ Als sie 14 war, zog die Familie nach Skien, der Telemark-Hauptstadt. Dort besuchte sie ein Musik-Gymnasium und geriet an den Jazz und das Real Book, an Stevie Wonder, Aretha Franklin und Joni Mitchell. Sie fing an, eigene Stücke zu komponieren. Und schrieb sich nach dem Abitur für einen Profi-Musiker-Studiengang im Norwegian Institute for Stage and Studio in Oslo ein. Irgendwann schickte sie Wesseltoft, der wie Eriksen aus der Telemark stammt, ein Band mit Probeaufnahmen…

Warum man gerade in Deutschland so sehr die Musik aus Norwegen mag, kann sie nicht sagen. „ Ich weiß nur, dass es in Norwegen nicht leicht ist, die Aufmerksamkeit der Medien zu erlangen oder an Gigs zu kommen. Aber verglichen mit der Pop-Musik aus Schweden sind wir nichts!“, sagt sie. „Die bekommen es hin, Musik zu machen, die sich verkauft. Wir fragen uns einfach nur: Wie schaffen die das? Warum können wir das nicht?“

Torun Eriksen: „Prayers & Observations“ ist erschienen bei Jazzland/Universal

Sehen Sie hier ein Video von Eriksens Auftritt bei der Fernsehgala zur 100-jährigen Unabhängigkeit Norwegens

Und hier das Video von ihrem Internet-Konzert in Bugge’s Room

Torun Eriksen auf Tour in Deutschland:

17.4. Köln, Altes Pfandhaus
18.4. Aschaffenburg, Colos-Saal
19.4. Iserlohn, Jazzclub Henkelmann
20.4. Hamburg, Fabrik
21.4.Berlin, Quasimodo
22.4. Dresden, Scheune
23.4. München, Unterfahrt
24.4. Heidelberg
30.6. Salzau, Jazz Baltica
25.8. Annweiler, Historische Altstadt

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    • Quelle ZEIT online 14. 4. 2006
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    • Schlagworte Musik | Musik | Musik | Festspiele | Ruhrgebiet | Gesang
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