Presseschau "Zu Gast bei Nazis?"
Der Verfassungsschutz belegt: Rechte Gewalt in Deutschland nimmt zu. Müssen unsere WM-Gäste Angst haben? Adrian Pohr kommentiert das aktuelle Meinungsbild
Eine kleine Äußerung des ehemaligen Regierungssprechers Karl-Uwe Heye hat ausgereicht, um eine intensive Debatte über Rassismus in Deutschland loszutreten. Wer sich mit anderer Hautfarbe in bestimmte Gebiete in Brandenburg begebe, könne nicht sicher sein, lebendig wieder herauszukommen, sagte Heye am vergangenen Mittwoch gegenüber dem Deutschlandradio Kultur. Unverzüglich sprangen alle übrigen Politiker vor die Mikrofone, um den Mann zu geißeln - schon am nächsten Tag schwächte der Ex-Regierungssprecher seine Warnung ab. Doch die Medien, auch ZEIT online , pflichteten dem Urteil Heyes bei. Und schon war es an der Politik, den Aufschrei der Entrüstung abzudämpfen. Als erster revidierte Matthias Platzeck seine Kritik an Heye.
Weniger einsichtig zeigte sich Bayerns Innenminister Günther Beckstein in der Talkshow "Sabine Christiansen", zu der neben Matthias Platzeck und Beckstein auch Daniel Cohn-Bendit geladen war - und der Afrodeutsche John Kantara, der am Freitag auf ZEIT online ein flammendes Bild seines Heimatlandes gezeichnet hatte . Beckstein indes bestreitet fremdenfeindliche Gewalt nicht, doch hält er Warnungen vor bestimmten deutschen Regionen für "nicht vernünftig". "Ein Türke lebt in München im Zweifel sicherer als in Ankara oder Istanbul."
In eine ähnliche Kerbe schlägt die BILD -Zeitung. Franz Josef Wagner relativiert dort die so genannten deutschen No-go-Areas, schließlich gebe es überall auf der Welt gewaltbereite "Idioten". Auch die Sächsische Zeitung bemüht sich, das Problem der Rechtsradikalen aus dem Land zu hieven: "Schlimme Finger" würden andere Nationen ebenso kennen. Etwas ausgeglichener als Bild argumentiert man dennoch: "Die Debatte ist vor der Weltmeisterschaft durchaus nicht schädlich."
Andere Zeitungen bemühen sich dagegen nicht, das Problem ins Ausland zu schieben. "Wer versucht, rassistische Übergriffe zu bagatellisieren oder als Einzelfälle einzustufen, verweigert sich der Realität", schreiben die Nürnberger Nachrichten . Nicht Heye habe mit seiner Bemerkung Deutschlands Ruf geschädigt. "Das ist das Werk der Rechtsextremisten", erinnert das Blatt. Die Leipziger Volkszeitung warnt: "(B)isher hat alle Vorsicht vor dem so genannten Hochspielen des Problems allein den Gewalttätern genutzt."
Und dass die rechte Gewalt weiter zunimmt, beweist der am Montag veröffentlichte Verfassungsschutzbericht. Um weitere 400 Personen ist der Kreis gewaltbereiter Rechtsradikaler im Vergleich zum Vorjahr angewachsen, schätzt der Verfassungsschutz. Der Angriff auf den kurdisch-stämmigen Abgeordneten Giyasetin Sayan aus der Linkspartei vergangenen Freitag in Berlin-Lichtenberg scheint so gesehen erst recht kein Zufall mehr, sondern ein Symptom.
Dass No-go-Areas für Ausländer hierzulande existieren, wird kaum mehr bezweifelt. Die Rhein-Neckar-Zeitung schreibt dazu: "Dauer-Verharmloser bekommen langsam ein Problem: Die Fälle rassistischer Übergriffe in Deutschland lassen sich nicht mehr unter den Teppich der WM-Seligkeit reden." Die Frankfurter Rundschau schlägt vor: "Wir fangen damit an, uns offen mit den rechten Schandflecken unserer Gesellschaft zu befassen. Damit alle Menschen, die hier leben, sich auch zu Hause fühlen können. Und damit alle WM-Besucher wirklich zu Gast bei Freunden sind."
Greift dieser WM-Slogan überhaupt noch? Oder wirkt er angesichts der Sicherheitsmängel nicht zynisch? Zumindest die ironiefreudige tageszeitung fragt auf Seite eins: "Die Welt zu Gast bei Nazis?" - Ein Tenor, der bereits in Berichten ausländischer Kommentatoren durchklingt.
Die Neue Osnabrücker Zeitung moniert: "Erst die Nähe zur Fußball-WM lässt Politiker jetzt besonders besorgt reagieren. Empörung und Entschlossenheit sollten sie sich über das Fußballfest hinaus bewahren. Die verkündete Freundschaft darf nicht mit dem letzten Schlusspfiff aufhören."
Wie Lösungsansätze aussehen, beschreibt die
Süddeutsche Zeitung
: "Gegen Rassismus, Intoleranz und rechte Gewalt hilft mehr polizeiliche Aufmerksamkeit, aber auch, eine Kultur der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens zu fördern. Das ist bekannt, und doch droht in diesem Bereich vielen Projekten das Aus." Und die
Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung
fordert: "Der Staat muss den öffentlichen Raum zurückgewinnen. Das heißt: Stärkere Polizei-Präsenz in Bahnhöfen, U-Bahnen, auf Plätzen." Und, besonders wichtig: "Politiker dürfen nichts verharmlosen." Nicht zu wenige Volksvertreter sollten sich davon angesprochen fühlen.
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- Datum 02.06.2006 - 05:25 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 22.5.2006
- Kommentare 17
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no- go areas.Mein Schwiegersohn wurde in der Pariser Metro beraubt am hellichten Tag- wenn ich Besuch habe ( inUSA) erklaere ich meinen Besuchern wo sie nicht unbedingt hinfahren sollten- die meisten halten sich dran NUR meine deutschen Besucher wissen es immer besser und scheinen sich dran zu vergnuegen immer dort hin zu fahren wo man ihnen abgeraten hat....
Was an dieser Diskussion ziemlich verlogen ist und warum jemand, der seine sieben Zwetschgen einigermaßen beisammen hat, sich eigentlich überhaupt nicht an ihr beteiligen sollte:
"No Go Aeras" gibt es auf der ganzen Welt.
Als Weißer kannst du dich an vielen Orten auf dieser Welt nicht sicher fühlen. Die Ortsansäßigen hauen dir eins über den Schädel, weil du ein Weißer bist und dort nach deren Meinung erstens nichts zu suchen hast und zweitens, weil du sowieso bloß ein weißes Schwein bist.
Als Schwarzer kannst du dich an vielen Orten auf dieser Welt ebenfalls nicht sicher fühlen. Die Ortsansäßigen hauen dir eins über den Schädel, weil du ein Schwarzer bist und dort nach deren Meinung erstens nichts zu suchen hast und zweitens, weil du sowieso nichts als ein schwarzes Schwein bist.
Beide Modelle finden meinen Beifall nicht.
Ich verurteile sie und halte sie für üblen Rassismus - egal ob sie aus der Rastafari-Ecke oder aus der Hauptstadt der Bewegung kommen.
"No Go Aeras" gibt es also auf der ganzen Welt.
Leider gibt es sie mittlerweile auch in Deutschland.
Wenn wir aber nicht mit dem Klammerbeutel gepudert worden sind, müßten wir allerdings auch wissen, daß diese "No Go Aeras" in Deutschland auch für uns Deutsche gelten.
Viele Deutsche trauen sich völlig zu Recht zu einer gewissen Uhrzeit nicht mehr in bestimmte Kieze, die von kriminellen Einwandererbanden, also hier ursprünglich nicht Ansässigen, mit Gewalt und Besitzanspruch zu einer "deutschenfreien Zone" gemacht worden sind. Ich empfehle Herrn Thiese
und allen anderen Gutmenschen einen Abendspaziergang durch Köln-Ossendorf oder durch Bonn-Tannenbusch. Viel Glück und Gottes Segen...
Von den Skins und Neonazis, die etwa weite Teile Brandenburgs tatsächlich mit Gewalt und Besitzanspruch zu einer "ausländerfreien Zone" gemacht haben und diesen Anspruch mit brutaler Gewalt zu jeder Zeit und ohne Gande durchsetzen, habe ich als Journalist bereits 1990 einem ungläubigen Westpublikum berichtet, das noch völlig gebannt vom Einheitswahn gewesen ist und von diesen Dingen nichts wissen wollte.
Wenn uns jetzt freilich die linken Gutmenschen diese eine Seite der Medaille wieder als die ganze Wahrheit präsentieren wollen, weil sie ihren pathologischen Haß auf alles Deutsche nachkommen möchten, dann sollten wir ihnen einfach nicht mehr zuhören...
Schade eigentlich, denn der Kampf gegen den Rechtsradikalismus wäre genauso notwendig wie der kampf gegen den islamischen Rassismus oder die menschenverachtende Kriminalität der sog. "Deutschrussen" oder Türkengangs, von denen die Zeitungen voll wären, dürften sie nur mit genauer Angabe der Herkunft darüber berichten...
Also, wie schaut's aus, Herr Thierse, mit einem Atlas der "No Go Areas" für Renterinnen, denen die Handtasche entrissen wird, die an der Haustür von (polizeiliche Täterbeschreibung: "bunte Kleider, gedrungene Gestalt, südländischer Teint, Kopftuch") mit dem Enkeltrick übers Ohr gehauen und um ihre letzten Ersparnisse gebracht werden, für Mädchen, die, wie jetzt in Berlin, von Türkengangs oder, wie jetzt in Bonn, von Russengangs stundenlang und immer wieder vergewaltigt werden...?
Ich lasse mich gerne vor einen Karren spannen.
Vor Ihren freilich nicht.
Eugen Prinz
> Es sind Menschen, keine wilden Tiere !
Du hast wohl keinen Nazi aus der Nähe gesehen.
P.
Es ist vor allem Angst vor der Veränderung der eigenen Städte durch die ungezügelte Migration, die im Osten ein Stillhalten auch der anständigen" Bürger bei vielen rechten Gewaltakten ermöglicht. Dieses Gefühl der Ohnmacht sollte die Politik ernstnehmen - die Probleme die Deutschland in der Integrationsproblematik hat, sind so gravierend, dass sie ein gesellschaftliches Pulverfass darstellen. Wenn man daran denkt, dass gestern eine 62 jährige Lehrerin von ihrem 12 jahre alten libanesischen Schüler krankenhausreif geschlagen wurde, wundert einen z.B. gar nichts mehr (siehe Berliner Tagesspiegel). Natürlich haben die türkischen oder arabischen Kinder später auch schlechte Jobaussichten, d.h. die Gewaltspirale dreht sich weiter.Deshalb muss wie in den USA zunächst eine Quote für Einwanderer aus islamischen Ländern her. Und: Stop der Familienzusammenführung sowie mehr Integrationskontrolle auf allen Ebenen. Dann wird sich die Lage in Deutschland entspannen, der Zulauf zur extremen Rechten wird abnehmen. Rechte Gewalt darf es nicht geben - das ist nicht die Frage. Aber zur Zeit soll abgelenkt werden von den eigentlichen Problemen und von dem unglaublichen Versagen der Politik - wenn das weiterhin passiert, wird es zu einer Eskalation kommen, wie wir sie in Frankreich erleben.
Die Frage, die Sie (das plumpe "Du" verbitte ich) mir gestellt hatten, war, ob ich je mit Neo-Nazis tun hatte. Die Antwort war ja, wobei ich die Gefahr keineswegs auf reines Pöbeln heruntergespielt habe. Mir und meinem Mann gegenüber haben sie nur gepöbelt, vielleicht waren sie noch nicht betrunken genug, man konnte sich sogar noch unterhalten..Die weit gefährlicheren sind allerdings die im Anzug, die sich selbst nie die Finger schmutzig machen und rechtlich meistens sehr gut abgesichert sind. Und auch da sind mir einige begegnet (übrigens interessant, warum mancher dahin kommt).
Die sitzen übrigens nicht nur in Westdeutschland, schon vor ca. 20 Jahren hatte der "Spiegel" einmal einen grossen Artikel über das weltweite Netzwerk dieser Organisationen veröffentlicht, wobei ein grosser Teil des Schmutzes direkt oder über Drittländer (damals viel über Dänemark)aus den USA kam. Das Internet hat dieses alles noch vereinfacht !
Als Berlinerin mit Familie in Brandenburg sieht man so einiges, ich komme durchaus nicht vom Mond.
Sie haben Neo-Nazis allerdings in die "Tier"-Kategorie eingestuft.
Nochmal - es sind Menschen mit den gleichen Bürgerechten( und -pflichten) wie Sie auch. Es bringt keine Lösungen, sie abzustempeln. Wenn sie dorthin geraten sind, hat das Gründe. Diese Gründe müssen herausgearbeitet und entsprechend politisch behandelt werden (was im übrigen auch die Polizei fordert).
Was die Presse momentan macht, ist genau das Falsche. Im Verhältnis zu anderen Straftaten ist die Reaktion übertrieben, das Aufbauschen auf diese Art ist eher Propaganda für die Rechtsextremen. Was meinen Sie, wie stark die sich jetzt fühlen !
Ausländische Mitbürger und Touristen zu warnen ist richtig, aus all dem eine furchtbare deutsche Katastrophe zu konstruieren, ist kontraproduktiv.
Oder anders herum gesagt - gehen Sie mal als Europäer (vielleicht noch als Frau) in bestimmte Pariser Vororte. Da erleben Sie Ähnliches unter anderem Vorzeichen. Auch Morde an "Eindringligen" finden statt, Ärzte verweigern dort schon seit langem Hausbesuche, es gibt keine Geschäfte mehr, die Feuerwehr oder Polizei wird angelockt, dann mit Gegenständen beworfen, neuerdings sogar beschossen...
Werden Sie deshalb vor einem Besuch in Paris gewarnt ?
Nein, Ihr gesunder Menschenverstand, ihre Beobachtung bzw. eventuelle Hinweise von Einheimischen würden Sie vor derartigen Expeditionen abraten.
Kriminalität jeder Art muss bekämpft werden, aber was hier stattfindet, ist von den Medien organisierte Hysterie.
Doch, in unterschiedlichsten Situationen.
Von denen, die mich und meinen Mann (er ist Ausländer)auf der Strasse anpöbelten bis zum amerikanischen neonazistischen Evangelisten, der unbesorgt an einer europäischen Uni lehrt...
Es sind Menschen oder gibt es für Sie etwa verschiedene Kategorien von Menschen, vielleicht sogar Untermenschen ?
Jeder hat doch ein Anrecht auf Hilfe - oder ?
Wenn man die Gäste zur WM Fußballfreunde nennt, ist es das erste, dass man Freunde nicht belügt.
Es wäre gut, einfach einen Polizeisprecher zu fragen, die dafür (No Go Areas) Ratschläge haben. Die sagen Ihnen, gehen Sie da nicht hin, wo mit Gefahr zu rechnen ist (die sagen nicht, was die Innenminister sagen !!!). Inklusive Verhaltensratschlägen, wenn Sie da hin gehen in bspw. solche Areas wo bleiben die Leute der Praxis in den Diskussionen. Wie kann man in akuten Gefahren darauf kommen, Politiker zu fragen. Die argumentieren politisch und bekommen von ihrem eigenen Sicherheitspersonal vermutlich ganz andere Ratschläge. Thierse geht nicht allein nachts in gewisse Regionen. Was er aber ganz anders tun sollte, ohne Mikrofon und Presse mit den rechten Leuten reden, das würde nicht nur für Thierse gelten. Ein Spaß wird das vielleicht nicht, aber erkenntnisreich. Ohne Erkenntnisse redet man nicht von der Wirklichkeit. Before the facts, nicht after the facts vor Ort sein.
Weiter. Wären diese No Go Areas von einer Regierung eingerichtet worden, sie sind nicht eingerichtet, sie entstehen und verschwinden wieder, wäre die Reaktion darauf eine ganz andere und vermutlich viel mutigere. Man braucht nur an Rosa Parks denken, die solche künstlichen Areas im Bus ignorierte. Man kann auch diese No Go Areas ignorieren, das muss man aber gezielt planen und wissen, was man da tut. Rosa Parks hatte keine Angst zu tun, was sie tat. Sie lamentierte auch nicht lang. Das Ändern solcher No Go Areas kann über Aushandlungsprozesse funktionieren, mit denen, die diese Areas errichtet haben, direkt. Daher ist es strategisch längerfristig nicht richtig, vor diesen Areas davon zu rennen. Sie müssen, was Sie dagegen tun möchten jedoch planen. Sowas passiert auch in der Praxis. Eine Ausländerfeindlichkeit und eine Rechtenfeindlichkeit haben beide auf einer logischen Formel etwas Überflüssiges, Feindlichkeit. Feinde handeln nichts aus. Freunde müssen die nicht werden. Das müssen die Kontrahenten selbst organisieren. Leute mit schwarzer Hautfarbe müssten das bspw. planen, am Besten im gleichen Alter und die müssen das wollen. Wenn Sie die Rechten einfach abschreiben, haben Sie verloren. Demonstratives mit denen nicht reden hat nichts gebracht. Wer in den Dingen konkret die Polizei fragt, kann sich auf die berufen. Vielleicht erfährt man da, dass von der Politik gewisse Mittel nicht zur Verfügung stehen. Solange auch gegenüber der Polizei noch ein Feindbild besteht, sieht es schwierig aus.
Wird hilflos argumentiert, die Polizei hätte xxxxx nicht ernst genug genommen, wird der schwarze Peter bloß weiter gereicht. Vor Ort von vornherein mit der Polizei u a reden ist sinnvoller als die Politik reinzuziehen. Ich würde den Leute raten, vorher mit der Polizei zu reden, die für die Gebiete zuständig ist. Nicht nur zur WM.
Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, dass sich hier in den Postings die Leute meistens "Siezen"...
Wie auch immer.
Ich kann Sie verstehen, dass Sie Angst haben, wenn Sie mit derartigen Leuten Tür an Tür leben. Ähnlich geht es meiner Bekannten im Stadtteil Berlin-Wedding, deren Kinder inzwischen zweimal auf dem Schulweg von einer Türkenbande ausgeraubt wurden...
Deshalb sind diese Menschen aber keine Tiere. Natürlich kann man ein grosses Geschrei und eine Massenhysterie veranstalten, und diese Menschen als "Pack" abtun, wie Sie es in einem anderen Posting getan haben. Nur - wird das etwas ändern ?
Überhaupt nicht. Wer kriminell handelt, muss dementsprechend behandelt werden, und zwar bevor auch für die Polizei NO-GO-Areas ( wie die Pariser Banlieues unter anderem Vorzeichen ) entstehen. Ich meine nur, dass der ganze Presserummel das Gegenteil bewirkt, die Leute in ihrer "Wichtigkeit" aufwertet und ihnen sogar noch Ideen liefert für einen neuen "medialen" Coup (z.B.die jetzt angekündigten Demos)
Und dass, wenn man wirklich etwas gegen Rechtsextremismus tun will, es nicht ausreicht, diesen in grossen Tönen zu verurteilen, sondern man sich fragen muss, was diese Leute bewegt und wie es vor allem dazu kommt, dass es ihnen zunehmend gelingt, auch 14-jährige und noch Jüngere in den Schulen anzuwerben.
Was bringt jemanden dazu, Mitglied einer "Sekte" zu werden ? Was macht speziell diese Gedanken- und Kameradschaftswelt so attraktiv, welche Lebensumstände sind es, die einen Menschen derart anfällig macht, dass er hier seinen Halt sucht...und wie kann man dem entgegensteuern.
Presserummel ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv.
Nein, so naiv bin ich nicht, alles auf den "Alkohol" zu schieben.
übrigens waren für Hitler Alkis "Pack".
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