BND-Affäre Illegale Aktionen

Der Bundestag hat den "Spitzelbericht" über die Aktivitäten des Bundesnachrichtendienstes veröffentlicht. Die Ausspionierung von Journalisten sei meist rechtswidrig geschehen, heißt es darin

Das Parlamentarische Kontrollgremium kommt in seinem Bericht zu dem Schluss, dass der BND bei der Bespitzelung von Journalisten mehrfach Rechtsverstöße begangen hat. Er habe in das Grundrecht der Medienfreiheit eingegriffen und auch die Rechte Dritter beeinträchtigt, da die erhaltenen Informationen sich stets auf andere Journalisten und Medienorgane bezogen hätten und nicht auf die eigene Redaktion. Aufsichtsmängel stellte das Gremium nur teilweise fest.

Der sogenannte Schäfer-Bericht , den der ehemalige Bundesrichter Gerhard Schäfer für das Parlamentarische Kontrollgremium erstellt hatte, erschien gleichzeitig mit der Stellungnahme der Bundesregierung zu dem Dossier. Der Bericht befasst sich mit der jahrelangen und teilweise illegalen Observierung von Journalisten. Außerdem gibt er Aufschluss darüber, inwieweit der BND Journalisten als nachrichtendienstliche Quellen benutzt hatte, diese sich dem Dienst aber auch bereitwillig als "Hilfsagenten" anwerben ließen. Ursprünglich war mit einer Veröffentlichung bereits am Mittwoch gerechnet worden.

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Leser-Kommentare
  1. Die Damen und Herren, die an dieser Version des Berichts gearbeitet haben, müssen es sehr eilig gehabt haben. Hier ein paar Schmankerln aus dem Bericht im Web.

    So ist es wirklich nicht schwer, zu erraten, wer das Buch »Schnüffler ohne Nase« geschrieben hat. Warum dann noch eine Tarnbezeichnung für den Journalisten als »Journalist T«? Dazu muss dann auf Seite 66 jemand nicht aufgepasst haben, denn dort findet sich die Bemerkung »Oberservierung des Publizisten Erich Journalist T«.

    Ähnlich verhält es sich mit dem »Journalist G«. Außer dem Buchtitel »Staatsaffäre. Hinter den Kulissen der Geheimdienste« gibt es noch die Angabe »Wilhelm Journalist V« auf Seite 83. (Beide Bücher gibt es übrigens bei Amazon.)

    Ansonsten wenig Neues. Außer vielleicht der Erkenntnis, das wir alle viel Geld für einen Haufen von Extrembürokraten mit Teleobjektiven zahlen.

    Alois Kück, 2006

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