Kursverluste, wohin man blickt: In den vergangenen Tagen brachen die Börsen weltweit ein. Am schlimmsten erwischte es Technologie-Aktien und die Märkte in einigen Schwellenländern. Wo zuvor besonders viel heiße Luft war , ist der Absturz nun am stärksten. Das Risiko ist zurück. Die Anleger werden sich erst einmal daran gewöhnen müssen.

Die Isländische Krone hat gegenüber dem Euro in den vergangenen vier Wochen stärker zugelegt als alle anderen Währungen. Doch der gute Eindruck täuscht: Trotz ihrer aktuellen Gewinne notiert sie immer noch fast ein Fünftel unter ihrem Stand vom Jahresbeginn. Manchen Beobachtern gilt der seitherige Einbruch der Krone im Rückblick als Vorbote der nun wieder wachsenden Nervosität an den Märkten.

Die Zinsen bleiben konstant und zeigen sich von der Wackelbörse unbeeindruckt. Viel hängt von ihnen ab, denn die Anleger fürchten kaum etwas so sehr wie einen Zinsanstieg. Dass die Europäische Zentralbank ihre Zinsen im Juni erhöhen wird, gilt bereits als ausgemacht . Was aber tut die Fed? Ihr Chef Ben Bernanke hat sich bisher nur kryptisch geäußert - und die Unsicherheit der Anleger damit noch verstärkt.

Die Finanzwirtschaft gerät ins Stolpern, und auch die Realwirtschaft bietet keinen Anlass für Optimismus. Die Deutsche Wirtschaft wächst weiterhin unterdurchschnittlich.