Die Erde in der Provinz Papua bebte um 05.28 Uhr (Mitteleuropäischer Zeit). Das Epizentrum lag 115 Kilometer nordwestlich des Bezirks Wamena. In der Bevölkerung Papuas brach kurzzeitig Panik aus, doch lagen zunächst keine Berichte über Opfer oder schwerere Schäden vor. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 6,0 auf der Richterskala. Jayapura liegt mehr als 3.000 Kilometer von Bantul auf der Hauptinsel Java entfernt, der Region, die am schwersten von dem verheerenden Erdbeben vom Samstag betroffen war. Die Zahl der Opfer stieg dort inzwischen auf mehr als 5.400.

In der Region um Bantul haben die Menschen kaum noch Hoffnung, unter den Trümmern Überlebende zu finden. Das Beben vom Samstag hatte rund 35.000 Häuser in Yogyakarta und Umgebung zerstört. Etwa 15.000 Menschen wurden verletzt, bis zu 200.000 Menschen obdachlos. Nachdem die Hilfe sie anfangs nur schleppend erreichte, nehmen die Hilfsmaßnahmen für diese Bedürftigen inzwischen Fahrt auf. Am Dienstagmorgen landeten auf dem Flughafen von Yogyakarta weitere Maschinen mit dringend benötigten Hilfsgütern, wie etwa Zelten und Nahrungsmitteln. Rund 30 Länder hatten nach der Katastrophe Hilfe zugesagt.

Die Behörden räumten mit Blick auf das Ausmaß der Schäden und die Zahl der Betroffenen ein, zunächst noch Mühe mit der Verteilung von Hilfsgütern zu haben, da es an Lastwagen und Personal fehlte. Die Kliniken in der Region sind angesichts tausende Verletzter überlastet. Inzwischen sind jedoch zahlreiche internationale und indonesische Hilfsorganisationen im Katastrophengebiet vertreten.