Internet Freie Fahrt für freie DatenSeite 2/2

Unter dem Slogan " Save the Internet " hat sich eine bunte Mischung von Organisationen zusammengefunden, die ihre Interessen ebenfalls bedroht sehen: Blogger , Netizens und Bürgerrechtler setzen sich dafür ein, den Status Quo zu erhalten. Auch das Show-Business ist auf den Zug aufgesprungen; Künstler wie R.E.M. und die Dixie Chicks haben sich der Kampagne angeschlossen. "Wir müssen für die Freiheit des Internet einstehen", verkündete der US-Sänger Moby auf einer Pressekonferenz in Washington. Obwohl bereits mehr als 760.000 Internetnutzer die Online-Petition von Savetheinternet.com unterschrieben haben, bleibt der Ausgang des Streits ungewiss: In der vergangenen Woche hat der US-Kongress erstmalig eine Gesetzesinitiative zur Wahrung der Netzneutralität abgelehnt.

Der Abgeordnete der Demokraten, Edward Markey, wollte den diskriminierungsfreien Zugang zu Breitbandleitungen für alle Diensteanbieter festschreiben – doch die Parlamentarier waren mit deutlicher Mehrheit gegen den Vorschlag. Besonders die Republikaner wollen das weitere Wachstum des Internet dem Markt überlassen, anstatt den Unternehmen staatliche Auflagen zu machen. Eine endgültige Entscheidung ist das aber nicht: Im Kongress und im Senat warten noch mehrere ähnliche Gesetzesinitiativen auf eine Abstimmung.

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Leser-Kommentare
  1. bitte um revision...
    ...Hausaufgaben machen, in Bezug auf wat nu eigentlich das Problem ist. 'Netzneutralitaet' ... macht nicht viel Sinn. Und was fuern Problem haben die Provider? Und wie ist das alles praktisch zu verstehen?
    Entweder richtig machen, oder gar nicht.

    • Hirsl
    • 15.06.2006 um 23:01 Uhr
    2. Doll

    Sie bauen es mit deinen Gebühren auf und du Zahlst dann selber für Seine Nutzung nochmal.
    Geniale Gewinntaktik.
    Super hoffentlich gibts Rendite...
    Ist ja gerade Inn Sachen zu verkaufen.
    Ich denk da an die Bahn die gehört ja dem Staat...
    Ich dachte anfangs auch die Bahn ist vom Steuerzahler aufgebaut und gehört dem Volk.
    Naja vielleicht muss mann das auch nicht verstehen.
    Nur Zahlen nicht denken...
    Das ist war!

    Freie Information bedeutet nebenbei Lernen und verhindern
    damit die Probleme von morgen...naja wenigsten kann man dann
    dank Wissen flexibler darauf reagieren.

    Wie soll eine dynamische Wirtschaft das Beste aus jedem
    Kitzeln wenn wir überall vor verschlossenen VIP Schaltern stehen.

    Wenn finanziell erreichbar ohne Vertragsabschluss nur noch
    abgespecktes "bunte Bilder Massenwissen" zur Verfügung steht.

    Wo sollen die Denker und Erfinder der Späteren Arbeitsplatzintensiven Unternehemen den ihre Ideen entwickeln wenn nur noch Wissen gegen Chash vorherscht.
    Die meisten Heute großen Unternehmen gehen auf findige
    Ingeniure zurück die beinah zufällig auf ein Schlüsselwissen
    ihrer späteren Unternehmen stießen.(Carl Zeiss, Siemens,)
    Nicht auszudenken was geschehen wäre wenn der Thüringer C.H.F Müller die Erfindung der Röntgenröhre durch das Glasblasen nur gegen teures Chash
    erlernt hätte. Der hätte dann nähmlich weil Arm den Glasbäserlehrgang dankend abgewiesen.
    Genial kurzzeitsichtig Ökonomisch...es hätte Phillips als späterer Produzent in Hamburg nicht gegeben.

  2. die beispiele und behauptungen im artikel sind falsch.
    die kosten einer email zahlt sowohl der versender als auch empfänger, schließlich zahlen beide für die bits, die von ihrem rechner vom/zum internet gesender werden an ihren zugangsanbieter.

    und wie dustpuppy schrieb - inhalts-anbieter zahlen auch für jedes bit das von ihrem server abgeholt wird.

    die ganze diskussion auf basis von "...können ihre Dienste kostenlos in aller Welt anbieten.." aufzusetzen ist augenwischerei-strategie, die wohl auf die technik-naivität der entscheidungsträger in der politik baut. und die der journalisten.

  3. Das Argument der TK-Konzerne, Firmen wie Google oder Dienste wie Flickr würden die Infrastruktur kostenlos nutzen, ist natürlich blanker Unsinn. Jeder, der schon einmal eine eigene Webseite veröffentlicht hat, weiß, dass auch der Anbieter für den Traffic zu bezahlen hat, nicht nur der Endkunde. Und das ist für große Anbieter nicht anders als für kleine.

    In Wahrheit suchen die Netzbetreiber, die schließlich in den allermeisten Fällen auch Diensteanbieter sind, eine billige Rechtfertigung dafür, um populäre Angebote der Konkurrenz aussperren oder durch geringere Bandbreitenzuteilung behindern zu dürfen. Wer einen Netzzugang von T-Online hat, soll gefälligst auch die Suchmaschine oder den Fotosharing-Dienst von T-Online benutzen und, nicht zu vergessen, weiterhin teuer über die Telekom telefonieren, statt günstig zu skypen.

    Ich bin normalerweise niemand, der gleich nach staatlicher Regulierung schreit, aber dass der Markt aufhört zu funktionieren, wenn die Infrastruktur sich in den Händen derjenigen befindet, die sie kommerziell nutzen wollen, sollte nach den lehreichen Beispielen Telefon, Strom (und demnächst wohl leider Bahn) selbst der Dümmste bemerkt haben. Eine klare, einfache Regelung zur Netzneutralität wäre tatsächlich essentiell für die Angebotsvielfalt im Internet.

    • Anonym
    • 14.06.2006 um 11:25 Uhr

    Es geht nur um eines, wie kann man seine Zugangsmacht ausnutzen, so dass ich an den Gewinnen anderer aus anderne Geschäften teilhabe.

    Es sit das alte Problem, wenn Infrastruktur und Anbieter/Nutzer nicht getrennt sind.

    Es war ein Fehler die Telekom mitsamt dem Netz zu privatisieren und würde auch ein Fehler sein dies bei der Bahn zu tun.
    Aus rein fiskalischen Interessen und lobbyismus wurde in Deutschalnd ein Prinzip aufgegeben, das sehr erheblich die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsstärke Deutschlands mitbegründet hat, um das Deutschland früher ausdrücklich beneidet wurde.

    Man sollte die Netze wieder verstaatlichen! Allerdings genau überlegen wie man den Behördencharacter, sowie die politisch opportunistische Einflußnahme zukünftig beschränkt.

    B Grabe

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