Kongo-Einsatz Schüsse auf Kinder
Die Kongo-Mission wird für die Bundeswehr immer konkreter - auch in grausigen Details: Im Notfall sollen die Soldaten auch auf Kindersoldaten schießen
»Wenn es zu einer Duell-Situation kommt, machen meine Soldaten hoffentlich keinen Unterschied zwischen Kindersoldaten und Soldaten«, sagte der Leiter des Einsatzes, Drei-Sterne General Karlheinz Viereck, am Mittwoch in Berlin. Das sähen auch die internationalen Regeln vor.
Viereck betonte, sobald eine lebensgefährliche Lage für die Soldaten gebannt sei, würden Kindersoldaten wieder als Kinder mit Waffen behandelt und größtmöglichen Schutz bekommen. Kindersoldaten seien ein Thema. Alle Einsatzkräfte seien darauf gesondert vorbereitet worden.
Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger sagte, ihre Partei habe immer wieder auf die Problematik des Einsatzes von Kindersoldaten hingewiesen. Nach allen bisherigen Erkenntnissen gebe es das Problem allerdings im Raum Kinshasa, wo die deutschen Soldaten eingesetzt werden sollen, nicht.
Viereck teilte mit, dass über die 2000 im Kongo eingesetzten EU-Soldaten hinaus eine strategische Reserve in der Größenordnung eines Bataillons von etwa 800 Mann in Europa bereitgehalten werde. Daran soll Deutschland nach derzeitiger Planung aber nicht beteiligt werden, hieß es in Brüssel. Die Reserve werde überwiegend von Frankreich gestellt.
Deutschland beteiligt sich mit 780 Soldaten an dem Einsatz. Etwa 300 Mann werden in der Hauptstadt Kinshasa stationiert, die übrigen im Nachbarland Gabun und in der Einsatzzentrale in Potsdam. Der Einsatz soll die ersten freien Wahlen in Kongo seit Jahrzehnten Ende Juli sichern, zusammen mit einer weit größeren UN-Mission.
Viereck sagte, im Vergleich zu anderen Auslandseinsätzen sei die Kongo-Mission nicht die gefährlichste. Vieles sei zwar Neuland: das heiße und feuchte Klima, die Aidsproblematik und das Einsatzgebiet. Er rechne auch mit Störungen während der Wahlen, die am 30. Juli beginnen und möglicherweise bis in den November dauern werden. Wäre die Situation aber entspannter, hätten die Vereinten Nationen die EU nicht um Hilfe gebeten, merkte der General an. Große Auseinandersetzungen erwarte er jedoch nicht.
Mit dem Kongo-Einsatz führt die EU erstmals von Beginn an eine solche Mission - dies stand vor allem in Frankreich im Vordergrund. Paris hatte von Anfang an auf den Einsatz gedrängt. Es ist auch das erste Mal, dass ein deutscher General eine EU-Mission leitet. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) wird Anfang Juli in den Kongo reisen, um sich dort selber ein Bild zu machen.
- Datum 14.06.2006 - 08:06 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa 14.06.2006
- Kommentare 10
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Als ich vor Kurzem woanders las, die Kindersoldaten im Kongo wären kein Problem - die "Kinder" würden weglaufen, sobals eine gut ausgerüstete Armme konfrontiert, fragte ich mich, ob inzwischen Keine/r mehr sich an den Film "Die Brücke" erinnert, in meiner Schulzeit war er Pflicht.
(Wer`s nicht kennt: Am Ende der Nazizeit werden Jugendliche als "Volkssturm" gegen Amerikaner eingesetzt und bereiten ein beiderseits furchtbares Massaker).
Hoffen wir, dass die Balance zwischen Ernstnehmen der Gefahr und trotzdem Empathieempfindung für diese missbrauchten Jugendlichen gelingt!!
Wer auf Kinder schiessen laesst, ist aus meiner Sicht ein Verbrecher!
Auf Kinder darf unter keinen Umstaenden geschossen werden!
Irgendwann will dieser Soldat sogar bombardieren lassen, wenn die Lage es erfordert!
Nehmt diesen unfaehigen Mann raus, raus aus der Armee, er ist unfaehig! oder raus aus dem Kongo!
Deutsche Soldaten schiessen auf Kinder!
Bitte!
Diese Aussage eines ranghohen Offiziers ist unentschuldbar, eines Offiziers, der sogar Befehlsgewalt im Kongo erhalten soll!
Ja unentschuldbar!
Mein Gott, Deutsche!
Wollt ihr das wieder zulassen?
Ich schaeme mich, schaeme mich erneut, Deutscher zu sein!
Angela Merkel?
Guckt Fussball??
Gero von Randow, Herr Joffe, wo seid ihr?
Deutsche!
Diese WM versinkt in Scham, wenn dieser Mann nicht rausfliegt aus der Armee!
Schmeisst ihn raus, raus mit solchen Ungetuemen!
Keine potentiellen Verbrecher im Offiziersmantel mehr!
geachtet wird, bei jeder Schlaegerei, in die Deutsche verwickelt und womoegliche Auslaender,
wird aber bisher fast ohne Widerstand das Schiessen auf Kinder durch deutsche Soldaten ausserhalb Deutschlands zugelassen?
Liebe Zeit-Redakteure: mutiert ihr euch zu multikulturellen Nationalsozialisten?
Wenn es um "Integration" geht, um den Islam, ja, dann sind sie alle da:
Karikaturenstreit!
Zeitweise mussten die Kommentatorenspalten abgeschlossen werden!
Tiefste Verachtung fuer die Zeit-Kommentatorenschwaetzer!
Egoistisch und dumm!
Glaubt doch nicht, dass ihr zu eurem Ziel kommen werdet!
Ihr schweigt, kein Kommentar zu: auf Kinder schiessen!
Meine herzliche und tiefste Verachtung fuer euer Schweigen!
Schaebig!
Schaebig, dreckig!
Wenn ich eine Pistole in der Hand habe, mir ein Zwoelfjaehriger gegenuebersteht und droht, mich abzuschiessen, darf ich ihn dann in Notwehr toeten?
Wer das behauptet, der darf sein Geld nicht mehr beziehen als Fuehrungsperson!
Wenn das innerhalb des Verteidigungsministeriums nicht klar sein sollte, so bezeichne ich das Verteidigungsministerium als verkommen und unwuerdig, weiterhin fuer die Rechte Deutscher einzutreten!
Im Krieg wird auf den Gegner geschossen. Ein Umstand dem sich niemand bewusst war, bis Die Zeit dieses 'grausige Detail' aufgedeckt hat. Welch hervorragendes Beispiel investigativen Journalismuses. Ich schlage diesen Artikel für den Pulitzer Preis vor.
Deutsche Kinder gegen afrikanische Kinder gehetzt.
Die jungen Soldaten in Deutschland deren Abenteuerlust, Patriotismus und Unerfahrenheit ausgenutzt wird, werden nun in so eine unübersichtliche Lage geschickt, gegen Kinder die in Banden ihren letzten Halt gefunden haben womöglich bei den Mördern ihrer Eltern. Die ständige subversive Stimulierung von Bürgerkriegen von aussen hat diesse Situation geschaffen, auch Deutschland ist daran beteiligt. Eine Feuerwehr die ihre Brände selbst legt, um sie dann löschen zu müssen. Dabei gehen die Menschen und die Menschlichkeit kaputt. Auch die Soldaten die zurückkommen , kommen nicht alle mehr tauglich für ein mormales Leben zurück. Heimkehrende Soldaten aus traumatischen Kriegen wo jeder Schuld auf sich ladet der daran teilnimmt, bringen sehr häufig ihre Frauen um, oder begehen andere Verbrechen. Das alles weil sich ein paar Politiker ohne Not hervortun wollen.
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