Überfall Äthiopier zusammengeschlagen
Bei einer Schlägerei in Schönefeld bei Berlin ist ein 15-jähriger Äthiopier schwer verletzt worden. Die Polizei schließt einen ausländerfeindlichen Hintergrund nicht aus
Der Äthiopier erlitt einen Schädelbruch. Ein Kliniksprecher sagte, der 15-Jährige schwebe nicht in Lebensgefahr, sein Zustand sei stabil. Auch zwei der Angreifer wurden bei der Schlägerei schwer verletzt.
Einer der vier Tatverdächtigen, ein 23-Jähriger, gehört nach Angaben der Staatsanwaltschaft Potsdam zur rechtsextremistischen Szene. Ein weiterer, 20 Jahre alter Angreifer sei wegen Körperverletzung bekannt, teilte die Polizei mit. Zudem habe eine Zeugin des Überfalls ausländerfeindliche Parolen gehört.
Der genaue Hergang der Schlägerei, die sich in der Nacht zu Sonntag gegen 3.00 Uhr ereignete, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Vermutlich hätten die vier Angreifer, zu denen auch zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche aus Berlin gehörten, zunächst eine sechsköpfige Gruppe aus Berlin, in der sich der Äthiopier befand, beschimpft und dann angegriffen. Die Polizei war wenige Minuten nach der Tat vor Ort und nahm die vier Tatverdächtigen fest.
An Pfingsten war in Potsdam ein Deutsch-Äthiopier angegriffen und schwer verletzt worden. Der genaue Tathergang ist bis heute unklar. Die beiden Tatverdächtigen wurden inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.
- Datum 19.06.2006 - 09:51 Uhr
- Quelle ZEIT online
- Kommentare 7
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Deutsche gibt nicht so effektive Schlagzeilen her nicht mal wenn ihn ein 'ehrenhafter' Afghane ermordet.Waere sie Sachlage anders,und der Afghane das Opfer dann wuerde es entschieden anders rauschen im deutschen Zeitungsblaetter-Wald...Ich kann mir die Gruende,die der Afghane auffuehren wird als Motiv fuer die Tat schon vorstellen- wieder hat man seine Ehre beschmutzt-also weg mit dem Kerl....ist doch nur ein Schweinefleischfresser....
Schön, dass Sie die Tat der "Deutschnationalen" so sauber hervorheben.
Zwei bekennend Deutschnationale haben einen wehrlosen (weil volltrunken) ins Koma geschlagen. Ein Tritt in den Po war ausreichend für diese Kerle, die niedersten Instinke zu wecken und Ehrlos auf einen Wehrlosen eingeschlagen. Das es ein Schwarzer gewesen ist, ist nur Zufall. Genausogut hätte es einen Punk, Linken, Schwulen erwischen können, wenn die einen Arschtritt gewagt hätten.
Danke, ja das war die niederträchtige unpatriotische Tat, die man nicht genug verurteilen kann.
Abgesehen davon brauchen Sie sich nicht zu schämen, dass der afghanische Straftäter im Gegensatz zu denen aus der rechten Deutschen Szene sich selber stellt. Die Rechtsradikalen haben halt keinen Stolz und sind eine Schande für deutschlands echte Patrioten.
Schön, dass Sie das auf Ihre Art klar stellen!
Ja, dieses totale Schweigen der Presse über den gestrigen Mord in Potsdam passt auf höchst beunruhigende Weise in das Muster, das wir in den vergangenen Wochen an verschiedenen Fällen ablesen konnten, und hier teilweise auch im Forum diskutiert wurde.
ilabernet schreibt, daß der Afgahne ja noch "Ehre" im Leib hätte, in Vergleich zu den "Rechtsradikalen". Nun, diese seltsam unterscheidende Wertung von in beiden Fällen extrem aggressivem Verhalten scheint auch von der ZEIT Redaktion und z.B. SPON geteilt zu werden:
wenn, wie ilabernet schreibt, der Faustschlag gegen den Deutsch-Äthiopier zu Pfingsten, nachdem dieser nachgewiesenermaßen provoziert hatte, eine nicht zu rechtfertigende Überreaktion hervorrief, nun, was unterscheidet dann aber das vermutlich ebenfalls provozierend-aggressive Verhalten des erstochenen Potsdamers, daß sein Tod offenkundig als SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT durchgeht?
Weil es um "einen Rechten" eh nicht schad ist? Weil er gekriegt hat, was er verdient? Ist das die neue "Moral" der Gesinnungspresse?
Wer so Journalismus versteht und betreibt, sollte sich nicht wundern, wenn mit genau dieser Politik und diesem Handeln die Phänomene hervorgerufen und popularisiert werden, die doch angeblich bekämpft werden sollen.
Übrigens hat der neue TIP (Stadtmagazin) in Berlin wenigstens versucht, diese beiden Formen der Jugendgewalt mal gegenüberzustellen - und nicht die eine Form gegen die andere auszuspielen. Eine Zeitung wie die ZEIT ist dazu nicht mehr in der Lage.
Dieses Ammenmärchen, dass sich die Medien nur auf die Fälle mit gesellschaftlicher Tragweite in ihrer überregionalen Berichterstattung kaprizieren, sollten Sie den Lesern dieses Forums nicht auftischen, sie vor allem auch nicht als "Wirrköpfe" beschimpfen.Die Schlagzeile ist wichtig und deshalb muss das Bild des ausländerfeindlichen und rechtsextremen Deutschen ständig in grellen Farben neu gezeichnet werden.
Am gleichen Tag, ein paar Kilometer weiter.
Hier gibt's sogar einen Toten.
Aber Leute, keine Aufregung - der ist ja bloß Deutscher:
"Bei einer Massenschlägerei unter betrunkenen Jugendlichen ist am frühen Sonnabendmorgen in der Potsdamer Innenstadt ein 20-Jähriger erstochen worden. Der mutmaßliche 18-jährige Täter stellte sich noch am späten Samstagabend selbst. Der aus Afghanistan stammende Potsdamer war in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeirevier erschienen."
Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten, 18.6.2006
Ja - ich schäme mich, daß ich ein Deutscher bin.
Warum?
Wegen den deutschen Zeitungen, die darüber kaum ein Wort verlieren werden.
Eugen Prinz
Also hat sich die dt. Presse, diese vaterlandslosen Gesellen gegen die armen dt. Opfer verschworen? So ein Unsinn! Und Warum? Der Tod des Opfers einer gemein-kriminellen Tat kommt bestenlls in die regionale Presse, egal ob deutscher oder ausländischer Herkunft. Laut Bundeskriminalstatistik gab es 2003 fast 3000 Fälle von Mord und Totschlag, macht allein in diesen Fällen mehr als 9 Fälle pro Tag. Sie möchten, dass alle diese Opfer gleichermaßen in den nationalen Medien Erwähnung finden!? Lobenswerte Einstellung, und wer bezahlt die tausenden von Journalisten, die dafür nötig wären?
Zwar habe ich dasselbe an anderer Stelle bereits einmal gesagt, aber man kann ja Wirrköpfen wie Ihnen nicht die Foren überlassen. Daher also nochmal: Medien suchen sich Fälle mit Tragweite, die etwas über die Situation, etwas über den gemeinen Fall hinaus illustrieren. Wenn Sie also der Meinung sind, es gäbe eine "Afghanerbande", die gezielt DEUTSCHE Opfer überfällt und dass es sich hier um ein gesellschaftliches Problem handelt von nationaler Tragweite, dann kann ich Ihre Proteste verstehen. Ging der Rothenburg-Fall nicht landesweit durch die Presse OBWOHL das Opfer dt. Herkunft war? Der Rechtsextremismus ist ein solches gesellschaftliches Problem und von besonderer Tragweite gerade in Deutschland, warum muss Ihnen doch wohl hoffentlich nicht auch noch erklären!?
Ich finde, geromex hat sich noch sehr höflich ausgedrückt. Sobald es in Online-Artikeln der Zeit auch nur entfernt um Fremdenfeindlichkeit geht, finden sich immer dieselben Leserbriefschreiber, die ihren unsäglichen bornierten und islamophoben Mist absondern, anstatt ihre Paranoia mal professionell behandeln zu lassen.
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