Mitbestimmung Gewerkschaft, nein dankeSeite 2/2
Erst, als diese drei versuchten, ihren Anspruch auf einen Betriebsrat mithilfe von Gerichten durchzusetzen, machten Kollegen wie Unternehmensführung eine Kehrtwende. Allerdings wird das Gremium nun so klein wie irgend möglich gehalten: Lediglich 37 Mitglieder, 12 davon dauerhaft freigestellt, werden ihm angehören, und es wird nur einen einzigen Betriebsrat für das gesamte Unternehmen geben, statt eines Rats pro Niederlassung und zusätzlichem Gesamtbetriebsrat.
Eigeninitiative und Selbstverantwortung zeigten die SAP-Mitarbeiter auch bei der Aufstellung der Listen, offenbar getrieben von dem Wunsch, zu gestalten, was sie nicht verhindern konnten. Der Andrang der Kandidaten, die als Betriebsrat die Geschicke ihres Unternehmens mitbestimmen wollten, war groß: Mehr als 400 SAPler stellten sich auf zehn Listen zur Wahl. Die Mitarbeiter wollten einen Betriebsrat aus ihrer Mitte, keinen fremdgesteuerten aus der Gewerkschaft, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auch die ursprüngliche Ablehnung der Wahl ist Mitarbeitern zufolge nicht als Widerstand gegen einen Betriebsrat an sich zu verstehen, sondern gegen die Gewerkschaft.
Ungewöhnlich bleibt die Zusammensetzung mancher Listen: Neben Gewerkschaftsmitgliedern kandidieren auf manchen Listen auch Mitarbeiter der Personalabteilung sowie die acht SAPler, die im Aufsichtsrat sitzen und bislang die Arbeitnehmer gegenüber der Unternehmensführung vertreten hatten. Sonst ist diese Konstellation eher unüblich, denn die Ämterhäufung könnte zu Interessenkonflikten führen. Auch die drei ursprünglichen Initiatoren einer Betriebsratswahl sind mit weiteren Kollegen auf einer Liste vertreten. Als Favoriten gelten sie jedoch nicht.
- Datum 10.07.2006 - 06:40 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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Ich hoffe die Mitarbeiter von SAP schaffen es einen Betriebsrat zu etablieren der ihrer Firmenkultur entspricht und bei dem die IG Metall oder sonst eine fundamentalistische Organisation keinen Einfluss hat. Ich hoffe dass das einzigartige Betriebsklima keinen Schaden nimmt und die Beziehung zwischen Mitarbeitern und Führung, die in den vergangenen Jahrzehnten vorbildlich war, nicht zu sehr formalisiert wird.
Es ist schon paradox genug, dass ein Betriebsrat gegründet werden muss obwohl über 90% der Belegschaft dagegen gestimmt hat. Die IG Metall stört den einzigartigen Betriebsfrieden nicht um Mitarbeiter zu schützen oder deren Situation zu verbessern (es gibt kaum Arbeitnehmer in Deutschland denen es besser geht). Es geht der IG Metall einzig und allein ums Prinzip und darum auf ihre Daseinsberechtigung zu pochen. Dabei handelt sie ohne Rücksicht auf Verluste, die Wünsche der Arbeitnehmer oder den gesunden Menschenverstand.
und du bekommst trillerpfeifende Sturköpfe, die dir den letzten sicheren und vor allem modernen Arbeitsplatz ruinieren.
Eine Welt ohne Betongewerkschaften wie vor allem die IG-Metall wäre wahrscheinlich eine Welt mit mehr bezahlbarer Arbeit.
Wenn man sieht, wie sie Gewerkschaften in ihren eigenen Unternehmungen alle Soziallstandards schleifen und dennoch forsch in den Ruin wirtschaften, dann sollte man solche Gewerkschaften eigentlich staatlich verbieten oder sie wie auch die Religionen zur absoluten Privatsache machen.
Ein Unternehmen, das auf Gewerkschaften hört oder von ihnen kommandiert wird, ist dem Untergang geweiht.
Die Wahl eines Wahlvorstands zur Durchführung der Betriebsratswahl ist im ersten Anlauf im März vehement mit 91% gescheitert - weil sie von der Geschäftsleitung und der damals noch amtierenden Mitarbeitervertretung instrumentalisiert wurde als Abstimmung gegen einen Betriebsrat überhaupt. Jetzt ist es überraschend, dass die 'amtierenden' ihre 91% nicht behaupten konnten.
Lässt sich der neugewählte Betriebsrat nun von der Geschäftsleitung fremdsteuern, oder wird er wirklich ein unabhängiges Gremium der Belegschaft? Das wird eine große Herausforderung für die 'alte Garde', die immerhin noch eine satte 3/4 Mehrheit hält.
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