Rekordspende 37 Milliarden DollarSeite 2/2

Die Gates-Stiftung ist mit einem Kapital von rund 27 Milliarden Dollar bereits jetzt die weltweit größte Wohltätigkeitsorganisation. Gates hatte seinen Rückzug auch damit begründet, sich noch stärker um die Stiftung kümmern zu wollen. Sie ist weltweit aktiv im Kampf gegen Krankheiten wie Aids oder Malaria, gegen Analphabetismus und Bildungsnot - auch in den USA. Buffetts überraschender Schritt ist ein neues Beispiel amerikanischen Mäzenatentums, dem viele Universitäten, Institute, Museen oder Wohlfahrtsverbände in den USA ihr blühendes Leben zu verdanken haben.

Buffett war Millionen Anlegern ein Idol. Schließlich hatte der Sohn eines Kongressabgeordneten ganz klein mit geliehenen Geldern seinen finanziellen Triumphzug angefangen. Fast immer gelang es ihm, weit überdurchschnittliche Jahresgewinne zu erzielen. Die Jahreshauptversammlungen von Berkshire Hathaway, die in den vergangenen Jahren jeweils 20.000 Menschen anzogen, tragen in den USA den Namen »Woodstock für Kapitalisten«.

Wer vor 40 Jahren 1000 Dollar in Berkshire Hathaway investiert hat, besitzt heute einem Bericht des Wall Street Journals zufolge 5,5 Millionen Dollar. Nun kommen die Profite des eigenwilligen Finanzgenies einer besseren Welt zugute.

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Leser-Kommentare
    • WaR52
    • 28.06.2006 um 13:25 Uhr
    1. Gates

    sehr schöne sache.

    aber im falle bill gates frage ich mich, warum er nicht in der lage ist windows besser zu machen. da ist alles geld was er hat doch nur schadenersatz für die tage/monate die man fluchend am computer verbracht hat.

    die frage, ob einzelpersonen mit so einem vermögen gesund für die menschheit ist, sei gestellt!

  1. Eine wundervolle Botschaft an die Welt; hier meinen aufrichtigen Dank und Respekt an Bill und Warren. God bless you!

  2. Abramowitsch & Co. fühlen sich durch Herrn Buffet ermuntert, denn auch ihr Heimatland hat es bitter nötig. Oder vielleicht wäre ihnen nicht wohl dabei, weil ihre Milliarden auf unlautere Art und Weise erworben wurden und jetzt schön durch den Kauf von Ballack und Schewtschenko durch die Bücher gewaschen werden.
    Gruss

  3. Ich finde es auch gut, dass Herr Buffett den Fehler im System, der ihm ein derartiges Vermögen eingebracht hat, von sich aus ausgleicht. Für seine Erben hält sich mein Mitleid in engen Grenzen. Die paar hundert Millionen werden sich ganz ohne ihr zutun innerhalb weniger Jahre verdoppeln, verzehn- verhundertfachen. Irgendjemand wird den Gegenwert dieses Geldes an Waren und Dienstleistungen erbringen müssen. Dessen Kinder werden dann vielleicht auf das wohltätige Geld der Gatesstiftung angewiesen sein, denn das Unternehmen, für das er arbeitete, wird ihm gekündigt haben, weil es unbedingt 18% (oder mehr) Rendite ausschütten muss, um nicht Opfer einer feindlichen Übernahme zu werden. Deswegen muss der Staat diesem Unternehmen auch unbedingt die Steuern weiter kürzen. Tolles System!

    Aber vielleicht denke ich auch zu einfach, und es funktioniert alles ganz anders.

    Gute Nacht

  4. bekannt wurde dass Warren Buffett 85%seines Vermoegens stiftet sackten die Aktienkurse seiner Firmen leicht weg....offenbar ist es den Leuten nicht geheuer wenn so ein reicher Mann soviel Geld verschenkt...wer weiss wozu er sonst noch faehig ist...

    • KRL
    • 27.06.2006 um 10:12 Uhr

    In Buffett sehe ich, genau wie in den Eheleuten Gates Menschen, die auf einem recht ungewöhnlichen Wege verstanden haben, was Menschsein tatsächlich ausmacht.
    Wer alles hat, der merkt, dass es nichts wert ist ohne selbst zu sein, ohne selbst zu tun. Keine pathetische Leidenserfahrung oder dergleichen hat sie dazu bewegt, gutes zu tun, sondern die Erkenntnis, dass nichts anderes ihrem Leben Sinn verschaffen kann.
    Ob sie als Vorbild für eine neue Selbstsicht des Reichen (zu denen die meisten, die das lesen sich zählen müssen) taugen, wird sich zeigen. Es bleibt allenfalls zu hoffen.

    Noch ein Lesetipp zum Thema: Erich Fromm: "Haben oder Sein".

  5. Es ist Warren moralisch hoch anzurechnen, das er sein fiktives Geldvermögen nun der Gesellschaft zugute kommen lässt. Zeigt dieser Schritt nicht eigentlich, wie krank unser Geldsystem ist? Während viele in der Welt mit weniger als 1$ pro Tag auskommen müssen ist es möglich mehr Geld zu raffen als manch ein Staat.

    Der Besitz Warrens ist eigentlich ein Anspruch an andere auf Leistung in einem ungeheurem Ausmass. Das er sich dabei schlecht fühlt ist ganz klar, schließlich hat er niemals wirklich einen reellen Gegenwert für diese Gelder erbracht. Dieser Anspruch wird jetzt auf eine gemeinnützige Institution übertragen. Schon besser, aber das Problem des Systems wird dadurch nicht gelöst und demokratisch ist diese Geldzuweisung in keinem Fall, denn die Gesellschaft würde diese Schuldverschreibungen gerechter verteilen.

    Der Gedanke der Erbschaften ist so verkehrt nicht. Warum soll eine Familie nicht ihren Besitz an ihre Enkel weiterreichen dürfen. Es sollte sich allerdings um materiellen Besitz(Land, Güter, Immobilien) handeln und nicht um fiktiven, wie z.B. Geld. Außerdem wird eine GRENZE des persönlichen Besitzes immer notwendiger. Ob diese bei 5, 10 oder 100 millionen liegt, dass muss debatiert werden.

    Geldschöpfung und Verteilungsgerechtigkeit werden die Themen der Zukunft. Entweder rechtzeitig vor einer Revolution oder danach.

    Ich gebe dem weltweit globalisierten Kapitalismus noch max. 10 Jahre! Dann geht er unter wie der Manager Kapitalismus, der immer Sozialismus genannt wurde und gerne Kommunismus gewesen wäre.

  6. mutiger gewesen, hätte er die Erkenntnis, dass das Geld, welches in(/mit hilfe) einer Gesellschaft erwirtschaftet wurde auch dorthin zurückfließen muss (100% Erbschaftssteuer), in seine Theorie (der Fairniss/Gerechtigkeit) reingeschrieben. Nichts ist geringer als ein vermeintlicher "Anspruch" auf das Erbe der Eltern. Alleine die Ausbildung und der Sozialstatus (/Habitus), den wohlhabene Eltern ihren Kindern zukommen lassen, ermöglichen ein sehr erfolgreiches Leben.
    Gruß
    Barney

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