BND-affäre Wiedersehen in KarlsruheSeite 2/2
El Masri war am Silvestertag 2003 an der serbisch-mazedonischen Grenze
festgenommen, nach Afghanistan verschleppt und erst Ende Mai 2004
wieder freigelassen worden. Der Untersuchungsausschuss soll klären, ob
und in wieweit deutsche Behörden von der Entführung El Masris wussten
oder sie sogar begünstigten. »Die Bundesregierung macht die Schotten
dicht. Wir sehen uns in Karlsruhe wieder«, sagte Ströbele mit Blick auf
die eingeschränkte Aussagegenehmigung für die BND-Beamten. Der
CDU-Politiker Hermann Gröhe betonte dagegen, die »Legende als Agenten«
dürfe nicht in Gefahr geraten.
Die Opposition hielt dagegen, dass es durchaus Möglichkeiten gebe, die beiden Agenten öffentlich zu hören, ohne deren Identität zu enthüllen. Der Obmann der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, schlug unter anderem vor, die Zeugen - wie etwa bei Drogenprozessen - mit einer »Maskerade« auftreten zu lassen. Die nächste Ausschusssitzung findet nach der Sommerpause in September statt.
- Datum 29.06.2006 - 08:02 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa
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