Gesundheit Bluffen bis zum Schluss

Die Koalition hat sich nach zähem Verhandeln am Montagmorgen auf Grundzüge der Gesundheitsreform verständigt. Karsten Polke-Majewski über die wichtigsten Akteure dieser Runde und ihre Ziele

Am Montagmorgen sind die Entscheidungen gefallen . Einzelheiten sind noch nicht bekannt, doch die dringend zu klärenden Fragen waren die nach einem Gesundheitsfonds, einer neuen Steuer oder einem weiteren Solidarzuschlag, vielleicht auch Ausgleichszahlungen der privaten Krankenkassen an die gesetzlichen. Die Zahl der Vorschläge, wie das Gesundheitswesen zu reformieren sei, ist kaum noch zu übersehen. Bislang ist noch jede neue Idee zerredet worden. Doch obwohl mindestens die CSU darauf drängt, sich mehr Zeit zu lassen, wollen die Spitzen aus Regierung und Fraktionen noch vor der Sommerpause bindende Eckpunkte festlegen.

Es hing also viel daran, was die Akteure am Sonntagabend besprachen. Die wichtigste von ihnen ist Angela Merkel . Die Bundeskanzlerin gilt manchem als zweite Gesundheitsministerin. Seit sie 2003 auf dem Leipziger Parteitag der CDU das Konzept einer Kopfpauschale in der Partei durchsetzte, ist sie Fachfrau. Damals wollte sie, dass die Beiträge für die Gesetzliche Krankenkasse von den Löhnen und Gehältern entkoppelt und durch eine einheitliche Prämie ersetzt werden. Doch die CSU rupfte die Idee. Übrig geblieben ist nun eine kleine Pauschale, die Krankenkassen zusätzlich erheben könnten, wenn der ihnen aus dem geplanten Gesundheitsfonds zugewiesene Satz nicht ausreicht. Trotzdem lässt Merkel nicht nach, auf grundlegende Veränderungen zu drängen. Ihr Argument: Es sei moralisch nicht vertretbar, künftigen Generationen nur Schulden zu hinterlassen. Deshalb warnt sie schon mal, auch Krankenhäuser könnten im Zuge der Reform geschlossen werden, und hält ihren Kritikern entgegen: "Man kann nicht verlangen, dass alles sich ändert und niemand etwas merkt." Dennoch muss sie mit dem Vorwurf leben, zu zaghaft zu agieren. Denn klare Vorgaben, wohin die Reise denn nun gehen soll, waren von der Kanzlerin bislang nicht zu hören.

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Ulla Schmidt von der SPD geht ebenfalls leise vor, dafür jedoch effizienter. Die streitbare Gesundheitsministerin, die die Union und wohl auch mancher Sozialdemokrat zu Beginn der Gespräche am liebsten ins Abseits drängen wollte, ist zum Konterpart der Kanzlerin geworden. Schmidt gilt als Pragmatikerin - "hinreichend prinzipienlos", wie es ein Parteifreund beschreibt - und hat es in den vergangenen Wochen geschickt verstanden, sich von dem sozialdemokratischen Dogma der Bürgerversicherung abzusetzen und auf einen Kompromiss mit der Union zuzusteuern. Der könnte eben "Gesundheitsfonds" heißen und böte jeder Seite etwas: Die Krankenkassenbeiträge hingen weiter vom Einkommen ab, gleichzeitig müssten die Versicherten aber zusätzliche Prämien zahlen. Geschickt überließ Schmidt es dem Unionsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder , das Modell in die Öffentlichkeit zu tragen . So hämmerten die Kritiker auf ihn ein, und die Gesundheitsministerin blieb unbeschadet.

Karl Lauterbach hingegen scheint Spaß daran zu haben, Ärger auf sich zu ziehen. Der Gesundheitsökonom und SPD-Abgeordnete, zu rot-grünen Regierungszeiten der engste Berater Schmidts, heute aber bei den Koalitionsgesprächen nicht zugelassen, erschreckt seine Partei wie die Öffentlichkeit immer wieder mit düsteren Prognosen. Gemeinsam mit der Parteilinken Andrea Nahles hat Lauterbach das Konzept der Bürgerversicherung entwickelt. Er ließ auch nicht nach, für sein Modell einzutreten, als längst klar war, dass es gegen die Union niemals durchzusetzen ist. Trotzdem kann Lauterbach immer noch enormen Einfluss entwickeln. Er ist einer der fundiertesten Fachleute auf seinem Gebiet und ein steter Verteidiger des Solidarprinzips.

Zuletzt gelang es ihm, seinen Parteivorsitzenden Kurt Beck davon zu überzeugen, dass man die Abgaben an die Krankenkassen durch Steuerzuschüsse um drei Prozentpunkte senken könne. Daraus entstand der SPD-Vorschlag, 30 bis 45 Milliarden Euro aus Steuergeldern in das Gesundheitswesen zu stecken. So könnten das drohende Defizit gedeckt und gleichzeitig die Lohnnebenkosten gesenkt werden - was sich wiederum positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken soll. Beck setzt sich für diese neue steuerfinanzierte Säule ein, weil sie seiner Idee von "mehr Solidarität" am ehesten entspricht. In Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) findet er einen starken Unterstützer. Der will das System schon seit langem richtig umbauen, möglichst nach skandinavischem Vorbild. Eine neue Bundessteuer für Gesundheit , von der die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf SPD-Quellen in dieser Woche berichtete, käme Steinbrück da sehr gelegen. Von diesem Geld müsste er den Ländern nichts abgeben, sein Haushalt bliebe von neuen Ansprüchen unberührt.

Auf Seite der Union muss Wolfgang Zöller neben der Kanzlerin dem Ansturm der sozialdemokratischen Ideen Stand halten. Er ist gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion, seit der frühere Gesundheitsminister Horst Seehofer das Amt 2004 im Streit mit dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber niederlegte. Zöller, langjähriges CSU-Mitglied, hat in der Runde der Beratenden wohl die schwerste Aufgabe. Er muss mit dem Koalitionspartner verhandeln und die Ergebnisse gleichzeitig zwei Parteien vermitteln, die beileibe nicht immer der gleichen Meinung sind. Dem Fondsmodell stand Zöller, im Gegensatz zu Merkel, Stoiber und Seehofer, weit skeptischer gegenüber. Seine größte Befürchtung ist, das Modell könnte die privaten Kassen schädigen und den Wettbewerb stören, von dem es ihm deutlich zu wenig gibt. Gleichzeitig steht er aber einer teilweisen Steuerfinanzierung nicht so ablehnend gegenüber wie beispielsweise die Ministerpräsidenten von Hessen, Roland Koch , und Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers , die höchstens eine Abgabe für die Versicherung der Kinder akzeptieren wollen. Zum Ärger seiner eigenen Partei hat Zöller sich auch an einem anderen Punkt festgelegt: Am Donnerstag sagte er im Bundestag: "Am Sonntag werden, wie vorgesehen, die Eckpunkte festgelegt."

Wirklich viel erfuhr die Öffentlichkeit nach dem Ende der Koalitionsrunde von deren Ergebnissen nicht. Lediglich einige Rahmenabmachungen wurden bekannt. Für Montag und Dienstag sind Fraktionssitzungen anberaumt, danach will man sich erklären. Dann werden auch jene Lobbyisten über das Konzept herfallen, die stets um die politischen Akteure kreisen und, offen wie verdeckt, versuchen, Einfluss zu nehmen: Ärztevertreter, Krankenkassen, Pharmaindustrie. Direkt betreffen wird eine neue Finanzarchitektur zunächst die Krankenkassen . Deren Vertreter sind gegen den Gesundheitsfonds, sehen darin ein bürokratisches Monster und wollen vor allem, dass ihre Beziehungen zu Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten liberalisiert werden.

 
Leser-Kommentare
  1. Es ist mir schleierhaft, warum alle Politiker erst fordern, dass arbeitsplatzvernichtenden die Sozialabgaben sinken müssen, um dann genau das Gegenteil zu tun: Rentenversicherung: +0,5 %-Punkte, Krankenversicherung + 0,5-Punkte %. Und demnächst kommt wohl wieder ein Kinderlosenzuschlag von 0,5 %-Punkten für die Rentenkasse.

    Von der versprochenen Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge um 2 %-Punkte blieben dann noch ganze 0,5 % übrig.

    Ein Gutteil der Kosten der deutschen Einheit lastet nach wie vor auf den Sozialkassen. So beziehen 6 Millionen Ost-Rentner eine Rente, für die sie nicht eingezahlt haben. Die müsste folgerichtig komplett aus Steuern finanziert werden. Gleiches gilt für die Krankenversicherung der Ostrentner.

    Warum also werden nicht endlich Zuschläge zur Einkommensteuer erhoben, um die Sozialkassen zu entlasten? Weil dann Beamte und Selbständige mit konstant hohem Nettoeinkommen sich auch endlich an der "Solidarität" beteiligen müssten? (Die "ungewollte" Entlastung von Rentnern gegenüber dem heutigen status quo ließe sich dabei einfach vermeiden, das wissen auch unsere Politiker).

    Warum wird die GKV nicht umgebaut zum Beihilfesystem nach Beamtenvorbild - das ist doch angeblich billiger, als Arbeitgeberbeiträge. Dann hätten wir alle Anspruch auf Chefarztbehandlung und Heilpraktiker. Ärzte würden uns auch wieder Termine geben, und endlich neuartige Medikamente verschreiben, weil wir aus der Budgetierung raus sind. Und erst die üppigen Leistungen bei Pflegebedürftigkeit...
    Der Kontrahierungszwang für die ergänzenden Privatversicherungen wäre noch eine der leichtesten Übungen...Man muss nur wollen, liebe Politiker!

    Mir ist es egal, ob die Belastung meines Gehaltes nun Steuer oder "Sozialabgabe" heißt. Aber wenigstens werden Steuern immer vom Brutto gezahlt und nicht wie Sozialabgaben teilweise aus meinem Netto! Und ich zahle Sozialabgaben für ein ständig sinkendes Leistungsniveau - wo bleibt da das Äquivalenzprinzip?

  2. Die Gesundheitsreform ist ein sehr schönes Beispiel dafür, warum eine große Koalition die aktuellen Probleme nicht lösen kann. Sie soll zusammenhalten, was nicht zusammen gehört.

    Es geht offenbar gar nicht darum, substanzielle PRAKRISCHE Verbesserungen zu bewirken. Die ursprünglich thematisierte Kostendämpfung im Gesundheitswesen beispielsweise ist spätestens seit Merkels Es-wird-keinesfalls-billiger-Rede als Ziel vom Tisch. Die Diskussion kreist nun wieder (wie bereits seit Jahrzehnten) um die Frage, in welche Richtung man sich bewegen soll: Mehr Wettbewerb oder weniger? Mehr staatliche (Vor-)Sorge oder mehr privates Engagement? Die kuriose Antwort der Regierung lautet: BEIDES!

    Leider wird von den Protagonisten in Berlin geflissentlich übersehen, dass ein einheitliches Gesundheitswesen (noch haben wir es) unmöglich beides auf einmal bewerkstelligen kann. Das Staat-Prinzip der Pflichtversicherung für alle Wenig- oder Nichtverdiener und das Nicht-Staat-Prinzip der Privatversicherung für alle Bessergestellten lassen sich nicht zwangsvereinigen. Denkbar ist (mit Blick auf andere Staaten) sicherlich beides, aber eben nur einzeln und nicht im Duett. Die große Koalition, scheinte es, versucht hier so etwas wie die Erfindung des Perpetuum Mobile. Als Physikerin sollte sich Frau Merkel was schämen!

    So lange für einen Privatpatienten mit Grippe noch das Dreifache dessen abgerechnet werden darf, was für einen Pflichtversicherten mit gleicher Krankheit berechnet wird, ist das Geschwafel vom fairen Wettbewerb nichts weiter als eine Farce. Denn jeder Arzt, der sich mit einem Drittel des verfügbaren Geldes begnügt, nur damit die Konkurrenz den Rest bekommt, wäre ein Trottel. Was drin ist, wird nicht nur vom Harz-IV-Empfänger auch rausgeholt. Den Arzt muss man mir zeigen, der seiner Kasse sagt: „Für 1/3 wär’s bei mir aber auch gegangen!“, und das Gleiche gilt zweifellos für die Pharmaindustrie und die Medizintechnik-Produzenten.

    Im Spagat wird das Gesundheitssystem kein einziges seiner Probleme lösen. Weder werden die erbrachten Leistungen weniger, noch werden sie besser oder billiger. Nicht einmal die Kontrolle wird effektiver. Der Kassenpatient beispielsweise kann auch künftig mangels Pflicht zum Gegenzeichnen beim besten Willen nicht überprüfen, ob sein Arzt die Krankenkasse belügt (und wie anders kämen wohl bestimmte Mediziner auf eine arbeitslebenslängliche Zahl von je 80 Wochenstunden?), oder ob er "sauber" abrechnet. Der Patient ist und bleibt also in der Mehrheit weiter passiv. Aktiv werden (abgesehen von den Politikern natürlich) im deutschen Gesundheitssystem auch in Zukunft vermutlich allein die, die sich etwas davon versprechen.

    Vor diesem Hintergrund und bei (aus wirtschaftlichen und statistischen Gründen) stagnierenden bzw. rückläufigen Kasseneinnahmen bedeutet das großkoalitionäre Gezerre um maximale (ideelle und materielle) Besitzstandswahrung lediglich, dass das Loch im Fass immer größer wird und das Tempo des Leerlaufens zunimmt – egal, wie viel Geld irgendwer nachschüttet. Es ist also vollkommen müßig, sich darüber zu zanken, wer das Portemonnaie auf machen soll. Das heißt: natürlich nicht ganz. Manche Leute glauben, sie wüssten mit ihrem Geld etwas besseres anzufangen, als es zum Fenster hinauszuwerfen. Die große Mehrheit unserer Bundespolitiker gehört ganz bestimmt dazu.

  3. Bis 1989 gab es im Osten Deutschlands einen Staat, der durch mangelnde Reformfähigkeit der ewig Gestrigen,
    sich schlußendlich so weit abgewirtschaftet hatte, das nur die Kapitulation übrig blieb und die Bürger froh sein konnten von den reichen Brüdern und Schwestern im Westen aufgenommen zu werden. Leider hatten Diese es in den
    darauffolgenden Jahren es nicht verstanden die neuen Geschwister ausreichend zu fördern sondern glaubten es sei genug mit Kamellen um sich zu werfen. (Konsumfähigkeit!)
    Die Versäumnisse der damals Herumregierenden, insbesondere die Plünderung der Sozialkassen, zur Finanzierung dieses Betruges am Volke währen bis in die heutige Zeit fort. Anstatt die Fehler des kohlschen Systems zu beseitigen und endlich beherzt einen Aufbruch zu wagen, wird dieses unleidliche System der Schuldenmacherei und Steuererhöhungen weiter perfektioniert, die Lasten denjenigen aufgebürdet die kein Kapital in Steueroasen exportieren können.

    Wenn nur die hinterzogenen Steuern zur Senkung der Arbeitskosten verwendet würden, könnten die Arbeitnehmer um ein Vielfaches an 0,5 Prozenten entlastet werden.

    Wenn Mütter und Väter die Früchte Ihrer Erziehungsleistungen (erwerbsfähige Bürger) zu einem fairen Anteil für Ihre eigene Altersversorgung verwenden könnten, anstatt mit deren Einkommen die Renten, Pensionen und Zinseinkünfte der Kinderlosen und Geldverleiher zahlen zu müssen, wäre mehr erreicht als wir jemals von einer Regierung koalierender Lobbyisten erwarten können. Der Staat ist nicht dazu da seinen Bürgern die Lebensgrundlagen wegzusteuern sondern um Ihnen ein Leben in Würde und Anstand zu ermöglichen.
    Die Hoffnung, Bürokratieabbau, Steuergerechtigkeit und Liberalisierung könne von einer Regierung Merkel in Wirtschaftswachstum umgesetzt werden, wird mit den Auswirkungen der Steuererhöhungen verfliegen.

    Schröder hat der zu langsamem Umsetzung von Reformen, durch die Blockadehaltung der Opposition befördert, das
    Kanzleramt ohne Not geopfert. Das Wahlkampfcredo "Mehr Freiheit wagen" könnte eines Tages eine neue Ausdeutung erlangen. Neuwahlen! Denn: "Wer zu spät kommt, den straft das Leben"
    Weltmeister aber sind wir in jedem Fall geworden: 70.000 Steuergesetze und Verordnungen gibt es nur im Deutschland!
    Delta-BravoWhisky

  4. Was ist denn ein "konstant hohes Nettoeinkommen"? Wo beginnt dieses, wo endet es? Warum werden nicht die Konzerne, die Gewinne in Milliarden verbuchen, in die Steuerpflicht genommen? Diese Konzerne zahlen teilweise gar nix. Im Gegenteil, die lassen sich sogar noch vom Staat subventionieren. Würde hier die bestehende gesetzliche Steuerlast tatsächlich greifen, hätten wir sicher die Staatskasse gefüllt.
    Aber ne, Du plädierst lieber dafür, dass die Steuern bei Beamten und Selbstständigen per "Solidaritätszuschlag" erhöht werden. Haben aber nicht alle Beamten und Selbstständige ein "konstant hohes Nettoeinkommen"! Wie ist es denn um die Solidarität der Riesen-Konzerne bestellt. Fordere da doch mal Solidarität ein! Und deine Forderung ist ja nun auch nix Neues. Steuern bei der Bevölkerung rauf, dat haben wir doch nu wirklich fast jährlich.
    Und wenn du die GKV in so 'ne Art Beihilfe-Kasse umwandeln willst, muss du auch dazu sagen, dass der Mensch sich dazu noch mit 50% privat versichern muss. Da geht vom "konstant hohem Nettoeinkommen" einiges verloren.

    MfG MorkvomOrk

  5. Gesundheitsreform.....zuerst habe ich schallend gelacht.

    Ungläubig ob dieser dreisten Unverfrorenheit hat es mir die Sprache verschlagen, wie diese Pappkameraden den ach so mündigen Bürger für dumm verkaufen.....und so bleibt mir nur noch mich krank zu lachen......aber ob ich mir das noch leisten kann.......

  6. Die skandalösen Verwirrspiele derjenigen, die sich um Gesundheit und Gerechtigkeit kümmern sollen, dabei aber wie die Kanzlerin in erster Linie nur einem Verein von Entsolidarisierungsapologeten vorsitzen, die sich nun schon seit mehr als 10 Jahren wider besseres Wissen hinstellen und verkünden, es müsse nur am richtigen Ende gespart werden, damit das System wieder gesundet, lassen innerlich immer mehr vor Zorn erbeben.

    Gegen diese methodische, krankmachende Ver.....ung hilft wahrscheinlich wirklich nur noch eins. Gesund bleiben!

    • self22
    • 02.07.2006 um 16:35 Uhr

    sehr anschauliche Erklärung für das, was auch ich mit meinem ersten Satz sagen wollte, nämlich dass die Frage nach der Geldbeschaffung nur zweitrangig ist...

    • self22
    • 02.07.2006 um 14:33 Uhr

    Die Frage nach dem zweitrangig!
    Erst muss ganz grundsätzlich geklärt werden:

    Will man nachhaltige Krankenversicherungen, die endlich und mittelfristig einen Kapitalstock aufbauen und nicht alles "der Zukunft" überlassen. Die PKV sind die einzigen, die bisher die künftigen Generation nicht mit Schulden belasten.
    Will man eine gute Grundsicherung und Zusatzversicherungen.
    Will man den Patienten endlich Einblick in ihre Kosten verschaffen oder soll die Black-Box bestehenbleiben.
    Will man effiziente Strukturen, die ein relativ teures System endlich auch relativ gut werden lassen. usw. usf.
    Diesem ganzen veralteten Strukturmist will doch keiner mehr hinterherfinanzieren. Der Topf hat ein Loch. Schließt erst das Loch und schüttet dann wieder neues Wasser hinein.

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