Robert Gernhardt Abschied von Robert GernhardtSeite 2/2

Im 1987 uraufgeführten Bühnenstück "Die Toscana-Therapie" schilderte er, wie die Träume der gehobenen Mittelschicht vom angenehmen Leben in Italien zum Albtraum werden können. Gernhardt selbst hatte seit langem ein Haus in der Toskana, wo er mehrere Monate im Jahr verbrachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Almut im Jahr 1989, mit der er Kinderbücher publizierte, hatte Gernhardt zum zweiten Mal geheiratet.

In den 90er Jahren wurde Gernhardt mit seinen humorigen, aber oft auch sehr ernsten Gedichten zunehmend als Lyriker bekannt. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1983 mit dem Deutschen Jugendpreis und 1998 mit dem Bertolt-Brecht-Literaturpreis. Zuletzt wurde Gernhardt 2004 mit dem Heinrich-Heine- Preis der Stadt Düsseldorf als "kritischer Beobachter, Dichter und Karikaturist der deutschen Zustände" gewürdigt. Im Dezember vergangenen Jahres wurde er Gastprofessor an der Universität Düsseldorf und hielt dort Vorlesungen.

 
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