Naher Osten Angriff auf Haifa
Zwei Raketen sind in der israelischen Hafenstadt eingeschlagen. Deutschland und die USA haben das militärische Vorgehen Israels gegen den Libanon unterdessen verteidigt.
Muss sich der Nahe Osten vor einem neuen Krieg fürchten? In der israelischen Hafenstadt Haifa schlugen am Donnerstagabend zwei Katjuscha-Raketen ein. Das teilte die israelische Armee mit. Die radikal-islamische libanesische Hisbollah-Miliz hatte erst kurz zuvor mit Raketenangriffen auf Haifa gedroht. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Haifa liegt rund 50 Kilometer südlich der israelisch-libanesischen Grenze, und ist mit rund 250 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Israels. Nach israelischen Angaben sind vom Libanon aus noch nie so weit südlich gelegene Ziele mit Raketen beschossen worden. Unterdessen flohen Tausende Libanesen nach massiven israelischen Luftangriffen aus dem Libanon Richtung Syrien. Angesichts der sich verschärfenden Situation wird der Weltsicherheitsrat in New York am Freitagvormittag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.
Der amerikanische Präsident George W. Bush und Kanzlerin Angela Merkel hatten das militärische Vorgehen Israels im Libanon am Donnerstag verteidigt, zugleich aber vor einer Schwächung der demokratischen Regierung in Beirut gewarnt. "Israel hat das Recht, sich zu verteidigen. Jede Nation muss sich verteidigen gegen terroristische Angriffe", sagte Bush am Donnerstag in Stralsund. Was immer aber Israel auch tue, dürfe nicht dazu führen, dass die Regierung im Libanon geschwächt werde. Das sei seine "größte Sorge". Die Demokratie im Libanon, für die die Staatengemeinschaft hart gearbeitet habe, sei eine wichtige Grundlage dafür, dass der Frieden in dieser Region möglich sei.
Merkel warnte davor, bei dem Konflikt Ursache und Wirkung zu verwechseln. Ausgangspunkt sei die Entführung israelischer Soldaten und das Verhalten der schiitischen Hisbollah-Milizen gewesen. Die Kanzlerin forderte alle beteiligten Seiten auf, mit Augenmaß vorzugehen. Vordringlich sei die Freilassung der Soldaten und ein Ende des Raketenbeschusses auf Israel.
Bush machte auch die syrische Regierung verantwortlich für eine Eskalation im Nahen Osten. Syrien beheimate den militärischen Flügel der radikalislamischen Hamas. "(Syriens Präsident Baschir) Assad muss Führung zeigen und zwar in Richtung Frieden", forderte Bush. Wenn man wolle, dass sich die Situation beruhige, dann müssten die israelischen Soldaten zurückkehren.
Der US-Präsident sprach von einer "sehr traurigen Lage". Allerdings gebe es nach wie vor gute Chancen für eine Zweistaaten-Lösung. Außenministerin Condoleezza Rice und er arbeiteten derzeit aktiv daran, die Situation zu beruhigen.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warnt seinerseits vor einem neuen Krieg. Nach einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi in Ramallah am Donnerstag sagte Abbas: "Die Eskalation der militärischen Aktivitäten in Libanon erfüllt uns und die internationale Gemeinschaft mit Sorge vor dem möglichen Ausbruch eines regionalen Krieges."
- Datum 13.07.2006 - 11:07 Uhr
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Hezbollah greift Israel an, tötet 3 Soldaten und entführt 2 weitere. Israel währt sich. In einer gerechten Welt würde man Libanon aufs schärfste verurteilen und Israel jede erdenkliche Hilfe anbieten. In einer nicht so gerechten Welt würde man Libanon verurteilen und gleichzeitig Israel zur Zurückhaltung aufrufen. Was macht aber der UNO-Generalsekretär?
"UN Secretary General Kofi Annan both condemned the Israeli offensive and called for the soldiers' release."
Ist das zu fassen??? Israel wird verurteilt, aber nicht Hizbollah!!! Das ist nicht mal die so ungerechte "Ekvidistanz", bei der man den Täter und das Opfer gleichermaßen verurteilt; das ist schlichte Perversion jeglicher Gerechtigkeit!
Manche Leute lieben es, "Frieden" zu schreien, nachdem sie einen bewaffneten Konflikt anfangen. Die Hamas ist eine anti-israelische Terrororganisation und nichts anderes - vor allem ist sie keine "gewaehlte Regierung". Wenn demokratische Abstimmmungen eine Hamas waehlen, die Israel von der Landkarte ausradieren will, und wenn die Hamas und diejenigen, die sie gewaehlt haben, Israelis zu toeten versuchen, bekommen sie die Antwort in derselben Sprache. Die Palaestinenser greifen Israel wieder und wieder an.
Israel schuetzt sein Territorium und seine Bevoelkerung. Und arabischer Terror, egal ob Hamas oder Hezbollah, wird mit angemessenen Mitteln bekaempft.
Europa hat mit der praktischen Nichtanerkennung der Hamas genau das richtige getan.
Und fuer Israel ist Aza ein Risikofaktor. Dieses Risiko wird nun durch militaerische Praesenz eingedaemmt.
Und solange es keinen palaestinensischen Willen zum Frieden gibt, solange wird Israel seine Gebiete (Aza eingeschlossen) durch Praesenz des IDF kontrollieren. Und solange arabischer Terror gegen Israels Zivilbevoelkerung veruebt wird, solange wird das IDF die Drahtzieher aus dem Verkehr ziehen. Klipp und klar. Es geht hier naemlich um die nackte Existenz des juedischen Staates.
Es geht nur um die Sicherheit Israels. Um nichts anderes.
Es ist unglaublich, aber wahr!
Die Islamisten von der Hamas und Hizbollah wären blöde wenn sie Israel nicht angreifen würden!
So kann es in Nah-Ost keinen Frieden geben und die Israelis sind gut beraten sich auf ihre militärische Stärke statt auf etwas anderes zu verlassen. J.S.
Das wäre jedenfalls vernünftig, wenn man einen Krieg angefangen hat den man nicht gewinnen kann.
Es wäre auch zum Wohl der Zivilbevölkerung. J.S.
Nun zeigt Israel einmal wieder, welch Kind es ist! Und scheinbar niemand kann dem Einhalt gebieten. Dieses arme, ach so sehr geschundene Land hat jegliche Legitimation in meinen Augen zumindest verloren. Frieden ist für dieses Land aus ihrem eigenen Selbstverständnis heraus ein Fremdwort!
Israel soll so gezwungen werden, genau die Gebiete wieder zu besetzten die es geräumt hatte.
Allerdings dürfte jetzt klar sein das Teheran dahinter steckt, denn die Hisbollah wird von den Ayathollas im Iran gesteuert.
Das sind auch die Hauptgewinner, denn Nah-Ost lenkt von deren Atombombenplänen ab. Deren erneute Weigerung auf die Angebote der EU einzugehen, wäre ohne die Nah-Ost-Eskalation ganz sicher das wichtigste Thema gewesen. J.S.
Bald ist Israel für die Europäer und die USA nur noch eine Handelsware um überhaupt noch mit relevanten Kräften sprechen zu dürfen. Die armen Länder des Westens , ohne ausreichend eigene Rohstoffe und fossiler Energie werden bald als Bittsteller auftreten müssen, um überhaupt noch die Produktion des zum Leben allernotwendigsten fähig zu sein. Zu lange dauert der Tanz auf dem Strohfeuer des Ölbooms schon, nun heisst es teilen, nicht zuletzt mit den Förderländern selbst und Indien und China. Deshalb sollten sich Israel und Europa rechtzeitig von ihren Gewalt und Machtansprüchen verabschieden, und wieder zurück auf den Boden des Rechts und der Kooperation kommen, denn wer zuspät kommt, den bestraft das Leben.
Es hat nicht jeder die Möglichkeit/ das Privileg, Israel als Land kennenzulernen und gewiss können wir die Umstände, die dort herrschen nur in sehr geringen Maßen, vielleicht sogar gar nicht, nachvollziehen. Da gebe ich Ihnen Recht.
Aber ich bin auch der Meinung, dass man über jedes Land und insbesondere eines jeden Landes seine eigene Meinung bilden darf. Wenn nun Israel kritisert wird, so kritisiert man nicht das Land an sich, sondern konkret die Maßnahmen, die ergriffen worden sind. Ich empfinde keine Antipathie dem Land Israel gegenüber, wenn ich den Vergeltungsanschlag in Gaza, bei dem unschuldige Zivilisten sterben, kritisere. Aber wie sollte ich diese Maßnahme nicht kritiseren, wenn eine ganze Familie, unschuldig, einfach so, von einem Tag auf den Nächsten ausgelöscht wird?
Wir wissen alle, dass diese Angelegenheit bei Weitem komplizierter ist, das Opfer- Täter-Verhältnis ist variabel- je nach dem, welche Partie auf welchen Anschlag reagiert...
Ich wünschte mir, dass dieser Teufelskreis endlich gebrochen würde- dafür müssen aber auf beiden Seiten die Extremen weg von der Macht.
Aber ich habe gut reden, ich lebe ja nciht dort und bekomme die Umstände nicht am eigenen Leib zu spüren.
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