Wissen Krank ohne RhythmusSeite 2/2

"Wir wissen, dass Schichtarbeiter ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für die Koronare Herzkrankheit haben", sagt der Mediziner Russell Foster vom Imperial College in London. Auch das Krebsrisiko sei erhöht. Forster selbst hat die Schlafrhythmen von Schizophreniepatienten untersucht und festgestellt, dass sie quasi komplett von der inneren Uhr entkoppelt sind: Seine Patienten gingen im Morgengrauen ins Bett und schliefen bis zum Nachmittag. Seine Untersuchungen legen nahe, dass auch der soziale Jetlag Folgen für die Psyche haben kann.

Verschärft werde das Problem laut Roenneberg noch dadurch, dass wir unser Leben hauptsächlich innerhalb von Gebäuden verbrächten - fern von natürlichem Licht, und arm an Impulsen für unsere biologische Uhr, die zusätzlich aus dem Ruder geworfen wird. Zwar gibt es auch in Büros künstliche Lichtquellen, doch: "Der Unterschied in der Lichtintensität ist unfassbar groß. Da haben sie 100 Lux, vielleicht, und draußen wären es selbst an einem Regentag noch 10.000 Lux", sagt Roenneberg.

Doch was tun gegen die schädliche Zeitverschiebung? An einfachen Ideen mangelt es den Forschern nicht: "Es wäre zum Beispiel sehr sinnvoll, wenn Kinder erst um zehn Uhr morgens zur Schule gingen", sagt Martha Merrow. Gerade in jungen Jahren seien die meisten Menschen Nachteulen, die erst später am Morgen in der Lage sind, ihre volle Aktivität zu entfalten. In Betrieben sei Roenneberg zufolge leicht feststellbar, welcher Mitarbeiter zu welcher Uhrzeit am besten arbeiten könne - und entsprechend sollte er dann auch arbeiten. Martha Merrow nennt diese Welt des persönlichen Optimums allerdings nicht umsonst eine "Utopie".

 
Leser-Kommentare
  1. Ein interessanter Artikel. Was mir fehlt ist der Link zu einer Publikation/Website, die mir hilft herauszufinden, wo meine persönliche Hochzeit ist.

    Wäre es möglich, so etwas nachzureichen?
    Danke.

  2. Reduktion der Arbeit....
    Slow Food statt Fast Food....
    Fahren mit der Bahn statt mit dem Auto....
    Warum über den Atlantik?....
    Ein Zimmer in der WG statt im Penthouse alleine....
    Herzlichkeit statt Unfreundlichkeit....
    Verweilen statt hektisch vorbeizurasen.....
    .
    Liebe Grüße
    D. Borrmann

  3. Was in dem Artikel noch fehlt ist wie soltle die optimal Schlaf und Wachzeit denn sein?

    • KRL
    • 18.07.2006 um 10:01 Uhr
    4. \N

    Eine ungefähre Vorstellung von seinem Rhytmus kann man auch schon in 1-2 Wochen Urlaub entwickeln (unter Vermeidung weiter Reisen). Wann wird man müde? Wann wacht man ohne Wecker auf? An welchen Tagen (sprich: nach wieviel Schlaf um welche Uhrzeit) fühlt man sich am besten?

    Ich gehöre zu den Menschen deren Rhytmus leider mit der Gesellschaft schwer vereinbar ist (optimaler Tagesbeginn ca. 10.00 Uhr, gesunder Nachtschlaf ab 2.00 Uhr) und muss dann meine Defizite wochenends ausgleichen. Das führt zum Teil zu Depressionen (Sonntags 19.00 Uhr aufstehen ist nicht schön). Menschen wie ich, die einen Großteil der Gesellschaft darstellen, sind benachteiligt in dieser Welt der Frühaufsteher, die ja skurriler weise in einer Welt der Spätaufsteher keine so gravierenden Nachteile hätten.

    Ich plädiere dafür, die Schule später beginnen zu lassen und, wo möglich, in der Arbeitswelt flexibel mit Arbeitszeiten umzugehen. Das ist nicht so utopisch, finde ich.

    • Numen
    • 19.07.2006 um 13:25 Uhr

    Die optimale Laenge und die zeitliche Lage der Schlafperiode sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Oder nochmal einfacher: Wann und wieviel man am besten schlaeft, muss jeder fuer sich selber herausfinden. Manche Menschen kommen mit 5 Stunden Schlaf zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens hin, andere schlafen besser von 4.00 Uhr morgens bis zum Mittag.

    @ KRL:
    In einer Spaetaufstehergesellschaft haetten die Fruehaufsteher auch ihre sozialen Probleme - und sei es "nur", dass sie von allem, was nach Feierabend geschieht, ausgeschlossen waeren. Aber da ich selbst auch zu den "Eulen" gehoere, stimme ich dem Vorschlag, die Arbeits- und for allem die Schulzeiten nach hinten zu verlegen, trotzdem von Herzen zu ;-) !

    • Numen
    • 18.07.2006 um 5:31 Uhr

    Ich bezweifle, dass sowas mit einem einfachen (kostenlosen) Online-Test wirklich herauszubekommen ist. Zirkadiane Rhytmik scheint ein ziemlich vertracktes Thema zu sein. Schon, _wie_ bestimmend die "innere Uhr" ueberhaupt ist, scheint von der individuellen Physiologie abzuhaengen; genauso die Frage, wie schnell man sich auf einen neuen Rhytmus umstellen kann, oder ob man grundsaetzlich Schwierigkeiten mit einem "falschen" Rhytmus hat.

    Den eigenen Rhytmus findet man, denke ich, in der Praxis am ehesten, wenn man die Chance hat, "es sich mal laenger gutgehen zu lassen", d.h. dem Koerper die Freiheit zu geben, den Tageslauf ohne auessere Zwaenge zu bestimmen. Nach zwei bis drei Wochen duerfte sich dann der eigene Rhytmus eingependelt haben; bei Leuten mit bestimmendem Rhytmus wird es sogar deutlich schneller gehen. Fragt sich nur, wann und wo man heutzutage noch die Chance dazu bekommt, sowas mal auszuprobieren...

    Perfekt erfaehrt man den Eigenrhytmus unter Laborbedingungen in Langzeitversuchen, aber an sowas ist eher schwer dranzukommen :-) . Da kann man dann Mediziner ueberwachen lassen, was passiert, wenn man von jeder "externen" Rhytmik abgekoppelt wird, d.h. man sieht kein Tageslicht, hat keine "Einkaufszeiten" usw. Ich meine mich zu erinnern, dass da eine Person mal auf einen circadianen Rhytmus von fast 48 Stunden gekommen ist, waehrend der Schnitt eher so bei 23 Stunden liegt.

  4. @metropol.
    Wenn man etwas mehr über die natürlichen Rhythmen lesen möchte, so findet man in dem Buch "Wach und fit" von Zulley und Knab einige gute Tipps.
    Schwierig wird es dann die eigenen Rhythmen mit der Arbeitswelt zu synchronisieren.
    Beispielsweise sollten (derzeit Stand der Wissenschaft, Beermann 2000)maximal drei Nachtschichten hintereinander stattfinden, damit der Organismus sich nicht umstellen muß. Allerdings kann dies manchmal nicht in den Schichtplänen berücksichtigt werden. Manchmal wünscht auch die Belegschaft Schichtlängen von einer Woche, da dies besser mit dem sozialen Umfeld zu planen ist.

    @Rothaus: Im Durchschnitt schlafen dei Menschen 7 bis 8 Stunden. Allerdings hat jeder Mensch seinen eigenen Rhythmus und den kann jeder für sich selbst in gewissem Maße beeinflussen.

  5. Wir sind ein Priv. Institut, dass sich seit 20 Jahren mit der Gesundheit &

    Analysen der Wohnung und des Arbeitsplatzes befaßt. Auf diesem Weg wollen

    wir Ihnen ein Teil unsere Erfahrungen und Problemlöser kostenfrei

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    Lassen Sie uns kurz auf das Problem der Schimmelpilze eingehen:

    Moderne med. Forschung beweist: Über rissige Haut und die gereizte Atemwege

    gelangen Pilze ins Blut und übers Blut in die verschiedenen Organe.

    Schimmelpilze verursachen Kopfschmerzen, Übelkeit, Verdauungsprobleme,

    Schlafstörungen, und Hormonprobleme mit Süchten & Eßzwängen.

    Schimmelpilze sind "Allergie" erzeugend, sogar "Krebs" erregend!

    Was nur wenige Wissen: Staubsauger erzeugen Schimmelpilze. Sie und Ihre

    Mitmenschen sollten nicht mehr zu diesen Menschen gehören müssen.

    Im Filter kleben Haare, Hautschuppen, Essenskrümmel, Pflanzenteile sogar

    Kleintierkadaver. Diese organische Abfall wird immer wieder erwärmt. Der

    verwest, verschimmelt und vergammelt. Saugstauber blasen diese Schimmelpilze

    in die Atemluft. Das muss nicht sein.

    Alles Gute vom Priv. Institut aus Rheine

    Dipl. Ing. Baubiologe Jürgen P.J. Gödde

    Mitglied: Verband Baubiologie & Arbeitskreis Elektrobiologie

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