UmweltEinsame Ökosau

Als Single macht man sich offenbar nicht nur der Kinderlosigkeit schuldig - wer allein lebt, raubt der Gesellschaft auch noch Wohnraum, Energie und Waschmaschinen von Kathrin Zinkant

Bei "Sabine Christiansen" geht es eigentlich immer um Zukunft. Meistens natürlich um die deutsche. Hin und wieder werden dabei sogar neue Begriffe geprägt. Aktuelles Beispiel: der Begriff der "Single-sierung". Es ging in der Sendung zwar gar nicht um Singles als solche, aber es ging um Vermögen und Verantwortung. Die Singlesierung unserer Gesellschaft wird zum Problem, weil vermögende Einzelwesen angeblich kaum noch Verantwortung für andere Menschen übernehmen wollen. Die Nebenwirkung der Singlesierung ist also Verantwortungslosigkeit. Eine Bedrohung für unsere Zukunft. Zumindest klang das bei Christiansen so.

Zu ganz ähnlichen Schlüssen kommt jetzt eine Veröffentlichung des University College in London. Nein, es geht nicht schon wieder um kinderlose Akademikerinnen, und es geht auch nicht direkt um Vermögen. Es geht um Alleinlebende, die mit ihrem vielen Geld nichts besseres anfangen, als eine ökologische Katastrophe heraufzubeschwören. Klingt übertrieben? Die Pressemitteilung des Colleges legt noch einen drauf und macht aus dem Single eine "potentielle Zeitbombe für die Umwelt". Und die schwärzesten der schwarzen Schafe? Sind in dieser Geschichte ausnahmsweise einmal männlich.

Anzeige

Männer also, im besten Alter zwischen 35 und 45 Jahren, vermutlich allein stehend, auf jeden Fall aber allein lebend. Ob sie mal ein Kind gezeugt haben, spielt keine Rolle. Denn es geht um Raum, Energie, Ressourcen, nicht um Nachwuchs. Singles, das zeigt die Studie, machen sich am breitesten, verbrauchen über alle Verhältnisse Strom und produzieren obendrein ein Übermaß an Müll. 1600 Kilo im Vergleich zu jenen 1000 Kilo, die ein Mensch im ökologisch korrekten Vierpersonenhaushalt jährlich fabriziert.

Das hat zweifellos Folgen. Jedes Kilo zusätzlicher Müll lässt mehr CO 2 gen Himmel wabern, bereit, der Klimkatastrophe Vorschub zu leisten. Ihre halb befüllten Wasch- und Spülmaschinen verplempern kostbares Trinkwasser in die Kanalisation. Und jeder Single, der sich trotz höchster Steuerklasse noch eine Dreizimmerwohnung mieten kann, klaut einer jungen Familie Lebensraum. Besagte Männer zwischen 35 und 45 Jahren belegen dabei noch bis zu sechs Prozent mehr Raum als 60-jährige Witwen oder Witwer - welche als Singles ja auch schon ein Problem darstellen.

Und das Singlesein ist insbesondere unter den jungen Menschen auf dem Vormarsch. Die düstere Prognose der Forscher aus London lautet für Großbritannien: in zwanzig Jahren werden 38 Prozent aller britischen Haushalte von einer Einzelperson geführt - also mehr als ein Drittel. Nun könnte man sich damit trösten, dass das Ganze ein britisches, und damit ein Inselproblem ist. Die haben nicht viel Platz zu verschenken, und auch nicht viel Energie.

Doch in Deutschland ist es nicht besser, im Gegenteil: Der Mikrozensus 2005 brachte es vor zwei Monaten ans Licht: Wir haben die 38 Prozent Singleanteil bereits geknackt. Deutschland schlägt Großbritannien um zwei Jahrzehnte. Die demografische Bombe ist hochgegangen - und keiner hat etwas davon mitbekommen!

Leserkommentare
  1. .. man kann sie immer zu dem drehen, was man herausbekommen möchte, der Artikel hat den passenden Unterton dazu.
    Und eigentlich werden solche Erkenntnisse immer nur miss-braucht, etwa in diesem Fall: 38% Singles! Und die in Dreizimmerwohnungen! Das sind ja ganz üble Zeitgenossen ohne jedes soziale Denken!
    Dabei wäre es viel interessanter, welcher Anteil wirklich so lebt, und ob nicht vielleicht gerade der mehr gesellschaftlichen (Langzeit-)Nutzen bringt, als so manche Durchschnittsfamilie. Oder ob nicht der Single von nebenan viel zu arm ist, um übermäßig Müll zu produzieren.
    In falschen Händen sind solche Ergebnisse Propaganda, "Sozialsteuer"...

  2. Zunaechst mal geht aus dem Artikel nicht hervor, WER am University College London denn diese Studie veroeffentlicht hat. Das UCL als solches veroeffentlicht ja keine Studien, sondern dessen Forscher und Forscherinnen. Und wie in jeder Hochschule wird es auch dort eine Vielzahl an Meinungen zum selben Thema geben. Eine genaue Quellenangabe oder zumindest eine Namensnennung waere deshalb wuenschenswert (und wuerde den Artikel auch journalistisch gut stehen ... etwas professioneller eben).

    Nun zu meinem eigentlichen Kommentar. Der Grundton des Artikels is sehr gut. Das zitierte Argument, der reiche Single naehme der Famile Wohnraum weg und verbraucht zu viel Wasser ist einfach laecherlich, und zwar weil sowas in einer freien Marktwirtschaft einfach irrelevant ist. Es ueberrascht mich doch immer wieder, wie wenig Vertrauen manche Menschen (in diesem Falle die unbekannten Autoren der Studie) in Marktmechanismen haben. Will heissen: Fuer Dinge wie Wohnraum, Wasser, etc. bezahlen wir ja einen Marktpreis, der Angebot und Nachfrage dieser knappen Gueter ausgleicht. Bekanntlich (oder auch nicht) sorgt eben dieser Preismechanismus fuer die effiziente Verteilung unserer Resourcen. Das sagte im 18. Jahrhundert schon Adam Smith (Stichwort "invisible hand"). Etwas weniger lange in der Vergangenheit, aber doch schon mehr als drei Jahrzehnte, liegt der Wirtschafts-Nobelpreis fuer Kennett Arrow (1972, mit John Hicks) und seinen mathematischen Beweis des "first welfare theorem."

    Was soll dannalso das Gejammer ueber die halbvolle Spuelmaschine? Irgendwann steigt eben der Preis fuer's Wasser so stark an dass auch der reiche Single noch einen weiteren Tag wartet bis die Maschine ganz gefuellt ist. Diese im Prinzip einfache Logik ist aus irgend einem Grund nicht einfach vermittelbar. Das gilt insbesondere fuer an wohlmeinende Buerokraten, mit dementsprechend verkorksten Resultaten. Hierzu ein Beispiel:

    Wo ich lebe (in den USA) schreibt mir derzeit wegen anhaltender Duerre der Landkreis vor, dass der Garten nur noch zu stark eingeschraenkten Zeiten bewaessert werden darf. Sonst wuerde uns das knappe Wasser ausgehen. Das Perverse ist jetzt dass es aehnliche Einschraenkungen nicht fuer's Duschen oder Autowaschen gibt. Was, wenn ich mich jetzt (in the land of the free!) dafuer entscheiden sollte, mich morgens nur noch kurz zu waschen und das Auto erst im Herbst wieder zu waschen? Als Gegenleistung wuerde ich mir erlauben, etwas oefters die Pflanzen giessen? Unfair waere das ja nicht ... geht aber leider nicht. Die einfachste Loesung waere, den Wasserpreis so stark anzuheben dass die nachgefragte Menge dem verfuegbaren Angebot entspricht. In Duerrezeiten (wenn das Angebot geringer ist) waere der Preis dann eben hoeher, und jeder koennte immer noch selbst entscheiden ob er lieber duscht oder den Rasen sprengt. Stattdessen muss man woechentlich am Telefon die neuen Bewaesserungszeiten erfragen und lebt staendig in Angst vor der water police ... wo ein Preismechanismus doch so einfach waere. WARUM NUR, frage ich mich, wird das nicht gemacht??? Geht doch auch bei Gas, Strom (eingeschraenkt, siehe "rolling blackouts"), und Benzin (dessen Preis sich in zwei Jahren verdoppelt hat und, was Wunder!, nun auch hierzulande fuer ein gesteigertes Interesse an benzinsparenden Fahrzeugen geweckt hat). Ich verstehe es wirklich nicht.

    Schoene Gruesse von der kapitalistischen Oeko-Sau (= gutverdienender, unverantwortlicher Single in 7.5 vollklimatisierten Zimmern ... aber bleibt ruhig: die Spuelmaschine laueft bei mir nur jeden zweiten Tag!)

    • Jozef
    • 05. August 2006 10:36 Uhr

    Jetzt reicht's mir wirklich!!!
    Schon wieder so eine groteske, pseudo-wissenschaftliche "Untersuchung", worin kategorisch generalisiert wird, und zwar im auesserst negativem Sinne, ueber uns sgn. "Singles".
    Als ob diese Einzelfaelle von tatsaechliche Egoisten, die da "untersucht" worden sind, also diejenigen, die einen guten Job haben und sich deswegen sehr viel leisten koennen, fuer uns im Ganzem representativ waere.
    Welche Bloedsinn, und dazu noch eine ziemlich gemeine!!!
    Die meisten unter uns sind nicht Single aus freiem Wahl, sondern weil uns einfach ein(e) gute(r) Partner(in) fehlt.
    Und einer der (oft uebersehene) Hauptgrunde hierfuer wiederum ist (jedenfalls fuer die maennliche Teil unter uns) das Fehlen einer guten Arbeit, und deswegen das Fehlen der wirtschaftlichen Voraussetzung fuer einen guten Partnerschaft bzw. Familiegruendung.
    Und dieses kan einem heutzutage, in diesem harten, einseitig "marktorientierten" wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Klimat, oft auch nicht mehr als "selbtsverschuldet" angerechnet werden.
    Es scheint mir, dass die Pseudo-wissenschaft, mit Hilfe der Mass-medien, immer wieder das Beduerfnis nach Suendenbocke zu befriedigen sucht. Weil aber die sgn. "political correctness" der heutigen Zeit die "herkommliche Auswahl" dazu ziemlich beschraenken, gibt es nur noch die Moeglichkeit "neue Potenziale" dazu anzubohren.
    Und dazu kommt dieser bloeden Raport auch noch mal vom Britishen Insel, wo so-wie-so ein fieses wirtschaftliches System herrscht, das den Egoismus hochfeiert, und ein grober Mangel an Umweltbewusstsein (und das nicht nur unter "Singles") dazu.
    Jetzt wird also von dort aus versucht, um uns kategorisch eine gelbe Sterne aufzukleben.

  3. Die Werbung für die Familie, wie sie in den letzten Monaten wirklich durch sämtliche Medien geistert, wäre wirklich zum brüllen komisch- wenn denn nur irgendeiner die Verarschung für Millionen mitbekommen würde. Geburtenserie auf ZDF, Familienzeit im WDR, We are family irgendwo sonst- überall wird sie angepriesen, die schier unglaubliche Schönheit des kinderkriegens und des heiratens und überall wird es angeprangert: Das traurige, in diesem Falle hochgradig- gefährliche Single- Leben. Zuerst wirbt die Kirche, jetzt die Familie. Scheint ja wirklich nur noch wenige Argumente für sie zu geben...!

  4. Ich hätte gerne den Originaltext gelesen, denn mir gefallen solche "Kinder"-Propagandastücke sehr. Das umständliche ökologische Argument kann man aber wirklich einfacher fassen:

    Singles, hört sofort auf, Geld zu verdienen! Denn Geldverdienen verleitet zum Geldausgeben, mit katastrophalen Auswirkungen auf Rohstoffschätze, Energievorkommen und Natur-der-Natur-willen. Oder es verleitet zum Geldanlegen, wodurch man scheinheilig Dritte ermächtigt, diesen Raub an der Gesellschaft für einen zu begehen.

    Ja, jeder Euro, der so unbedacht in Umlauf kommt, verwandelt reine Natur in Konsumgüter von 2 kWh gespeicherter Energie!! Wenn man als Single die produktive Tätigkeit gar nicht lassen kann, so nehme man wenigstens keinen Gegenwert, oder nehme ihn in Bar und verbrenne ihn (verantwortbar, da positive CO2 Bilanz.)

    Aber im Ernst: Diese Studie hat durch Mülltonnenstöbern und Abflussschnüffeln nur Konsumpreferenzen im Haushalt festgestellt. Das ist langweilig und hat mit der gesamten ökologischen Bilanz nicht viel zu tun.

  5. @tilmank: Das Problem bei der einfachen Steigerung des Marktpreises von so grundlegenden Gütern wie Wasser ist, dass manche Menschen ihren Konsum schon auf ein Minimum beschränken, was ihnen eine Einsparung unmöglich macht, während andere sich bei einem steigenden Preis nur überlegen müssen, ob sie ihre Zierblumen nun ein oder zwei mal die Woche gießen.
    Wenn man nun bei jeder Düreperiode den Preis für Wasser in die höhe schraubt, bedeutet das eine reale Mehrbelastung für jeden, der nich zuvor Wasser verschwendet hat und somit höchstens auf die Dusche täglich verzichten kann, was bei einer Hitzewelle natürlich nicht anzuraten ist. Auch gibt es durchaus Betriebe die nicht von heute auf morgen ihren Wasserverbrauch senken können.
    Eine brauchbare Lösung sehe ich da ehr in einer Zuteilung von Kontingenten, die einen Grundverbrauch enthalten, der günstig zu erwerben ist. Ist dieser Grundverbrauch überschritten, so steigt der Preis für jeden weitern Liter in einem noch nähr zu bestimmenden Mass. Wer dann seine Zierblumen gießen oder den Pool nutzen will, der muss für diese Übermäßige Nutzung halt auch "übermäßig" bezahlen.
    Bei Betrieben könnten die Kontingente auch gehandelt werden, was einen Anreiz für eine effizientere Wassernutzung geben würde.

  6. Dieser ganze Artikel ist unnötig und unter jedem Niveau. Was hat das denn für einen Sinn Zahlen ohne Hintergründe zur Statistik zu verarbeiten? Über das tatsächliche Leben sagt das gar nichts.
    Es gibt Singles, die ihre Spülmaschine vollstopfen, bevor man sie anstellt. Die sogar Bioprodukte kaufen, aber nirgendwo ermäßigten Eintritt bekommen.
    Und natürlich sind nicht alle singles reiche, karriereorientierte Yuppies.
    Die "demografische" Krise wird immer wieder aufgeführt, und wie immer vollkommen übertrieben bzw. falsch interpretiert. Natürlich sind dann noch mehr steuerliche Belastung für Alleinstehende, die anscheinend troz ständig steigenden Kosten, über genug Geld verfügen, dringend notwendig und nutzbringend!
    Als Sündenbock für die finanzielle und in Zukunft noch schlimmere, da von Singles verursachte, Misere der Gesellschaft ist es nur gerecht, wenn Egoisten - Single dann im Kollegenkreis auch immer schön den Kürzeren zieht, wenn es um Abend- Arbeitszeiten , Wochenend -Feiertagdienste, Urlaubzeiten geht ( " Du bist ja flexibel").
    Damit man nämlich gar keine Chance hat aus seinem Singleleben rauszukommen: Potentielle Partner sind in den meisten Fällen ja ebenfalls Single, die sich, aber das sind ja nur Ausnahmen, ihr Geld auch ohne steuerliche Belastung einteilen müssen, und auch um ihren Arbeitsplatz Angst haben ( Kollegen mit Familie zu entlassen ist ja unsozial, und ein single könnte ja viel leichter auch mal umziehen, wenn es sein muß).
    Nur dumm, daß ausgerechnet gerade junge Leute, logischerweise, noch singles sind, die man dann ja aus Gründen des Umweltschutzes zur Familie animieren muß, bzw. wenn schon keine Kinder, dann hat man nur das recht in einer WG zu leben.
    Egal, ob dann, anders als im individuellen Haushalt, die ganze Nacht das Licht im WG- Zmmer brennt, oder die Waschmaschine uralt ist, anstatt modern und stromsparend? Wenn in einer Familie/WG, die Ölzentralheizung fünfmal am Tag aufgedreht und dann wieder abgedreht wird, weil die MItglieder unterschiedlicher Meinung sind, ist das keine Ökosauerei?
    Eine Ökostudie zu erstellen, vor allen Dingen eine so oberflächliche und lückenhafte, und sich darüber breit auszulassen, um für Familie zu werben, ist wirklich Verdummung der Bevölkerung.
    Sollte eigentlich unerwähnt untergehen.

  7. Ich würde gern einmal die statistischen Basisdaten und Analysemethoden der britischen Studie sehen. Die Ergebnisse kommen mir so vor, als hätte man die Fragen so gestellt, dass keine anderen Antworten möglich gewesen wären.

    Meine Meinung zur Situation in Deutschland:

    1) Wasserverbrauch:
    Beispiel Berlin: Laut den Berliner Wasserbetrieben geht der Wasserverbrauch (trotz "Singlesierung") seit Jahren stetig zurück. Da aber die Investitions- und Unterhaltskosten des Wassernetzes nun auf weniger "Produkteinheiten", also Liter Wasser, umgelegt werden müssen, steigt der Wasserpreis. Also, liebe Singles, dreht kräftig den Hahn auf und helft allen damit beim Geldsparen!

    2) Energieverbrauch:
    Meines Erachtens gibt es in Deutschland für Gas, Strom und sämtliche Kraftstoffe die Ökosteuer. Die ist gut für die Rentenkasse. Also, heizen Sie kräftig, liebe Singles und lassen das Licht an, damit Omi auch zukünftig ihr Geld bekommt. Unser Strom wird in ca. 15 Jahren sowieso nur noch aus importiertem Atomstrom stammen, der zumindest CO2-frei erzeugt wird.

    3) Autos und Benzinverbrauch
    Zeigen Sie mir eine Familie, die ohne Auto einkaufen, ihre Kinder zum Kindergarten oder am Wochenende an den See fährt.
    Singles können dies sehr wohl, und insbesondere in unseren versingelten Großstädten haben viele "böse" Alleinlebende kein Auto - im Gegensatz zu Familien.

    4) Müll
    Der Gelbe Sack ist ökologischer Unsinn (wie auch Umweltschützer inoffiziell eingestehen). Wenn sortenreine, pvc-freie Kunststoffe vorliegen und Farb- und Hilfsstoffe umweltfreundlich sind, kann das Zeug schlichtweg verbrannt werden (ok, ok, CO2 entsteht dabei). Aber meines Erachtens jammern die Stadtkämmerer eher über überdimensionierte als überlastete Verbrennungsanlagen - weswegen die Müllgebühren so hoch sind.
    Also: Schön viele Plastikverpackungen kaufen und was für die Fernwärme und die Müllgebührenzahler (Familien!) tun.

    5) Wohnungsklau
    Dieses Argument scheint zumindest für Ballungsräume zuzutreffen. Dort ist es tatsächlich nicht dem Mietspiegel förderlich, wenn Alleinlebende 4-Zimmerwohnungen "besetzen". Allerdings wird man dieses Problem nicht so einfach lösen können, außer es kommt zu einer sozialistischen Zwangswohnraumbewirtschaftung.

    Fazit: Die Argumente der britischen Studie scheinen nur marginal stichhaltig zu sein. Evtl. zielen die "Single-WGs" aber auf ein anderes langfristiges Problem an: Wer wird Singles pflegen, wenn sie alt sind, wer wird dafür aufkommen, wenn kein Ehepartner/Angehöriger dies fast kostenlos machen kann? Single-Alten-WGs sind da tatsächlich eine Option - aber dann sollte man diese Intention auch beim Namen nennen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service