9/11 Alltag ohneSeite 2/2
Sie ahnen, worauf ich hinaus will, und meinen, ich dramatisiere? Sie finden Schwarzmaler hysterisch, die immerfort behaupten, unsere Demokratie sei von innen heraus in Gefahr? Dann kennen Sie jene kindliche Enttäuschung nicht, die man auch im Erwachsenenalter noch erleiden kann. Dann wissen Sie nicht, dass auch in diesem Land echte Patrioten lebten, die ohne lautes Tam-Tam und Fahneschwenken stolz waren - nicht auf ihr Deutschsein, sondern auf ihre demokratischen Überzeugungen. Mild verblendete Idioten also, die, gefangen in infantilen Wunschträumen, durchs Leben stolperten und ständig nach dem Guten strebten. Weicheier, Dünnbrettbohrer, Islamversteher, die den Schuss nicht hören und einfach nicht kapieren wollen, wann es Zeit ist, in den nächsten Kulturkampf zu ziehen.
Ohne den historischen Septembertag im Jahr 2001 würde ich noch immer meinen, im Besitz einer geteilten Überzeugung zu sein. Ich würde mir einbilden, dass der Staat, den ich unterstütze, im Großen und Ganzen jene oben genannten Auffassungen teilt, die er mir im Verlauf der achtziger Jahre beigebracht hat. Ich würde es für eine Selbstverständlichkeit halten, dass europäische Länder nicht in völkerrechtswidrige Kriege ziehen. Ich hätte noch immer nicht kapiert, dass die Demokratie genauso verheuchelt, ideologisch verbrämt und bigott ist wie alle anderen staatstragenden Ideen auch. Ich würde mich in dem Irrglauben sonnen, Teil eines staatlich vermittelten Wertesystems zu sein. Ich würde es mir erlauben, mich weniger allein zu fühlen - und wäre folglich weiterhin in jener selbstverschuldeten Unmündigkeit befangen, die den rasiermesserscharfen Gebrauch der Vernunft trübt. Das wäre doch schrecklich. Oder?
Nicht? Was sagen Sie? Es scheint Ihnen geschmacklos, einen Terroranschlag als aufklärerisches Ereignis zu betrachten? Sie möchten nicht hören, dass es immer wieder Luzifer, der "Lichtbringer" ist, der uns die Welt im grellen Spot der Erkenntnis zeigt? Und es interessiert Sie nicht, dass Erkenntnisgewinn schon im biblischen Paradies gleichbedeutend mit dem Eintritt einer Katastrophe war? Zudem nervt Sie die bittere Ironie, mit der sich Späterwachte wie ich von den Idealen ihrer Jugend verabschieden, um dann zu zynischen Einzeldenkern zu werden? Ich sag Ihnen was: Mich nervt das genauso. Gönnen wir uns also die Vision, dass die Welt ohne den elften September im Sinne von Friede-Freude-Eierkuchen ein großes Stück besser wäre. Lesen wir einfach die anderen Beiträge zu diesem Thema und vergessen das hier Gesagte. Sollte sich dabei kein angenehmes Gefühl einstellen, so liegt das an einem ebenso simplen wie verhängnisvollen Zusammenhang: Manch ein Weg führt zur Erkenntnis - aber keiner zurück.
Terror, Krieg und Politik:
Die Ereigniskette nach dem 11. September 2001 mit Artikeln aus der ZEIT und vielen Bildern
Ihre Meinung:
Wie erlebten Sie den 11. September 2001 und was hat sich für Sie dadurch geändert?
- Datum 21.09.2009 - 16:39 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 11.08.2006
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Liebe Leser, was der Autor des Artikels ebenfalls zum Ausdruck bringen möchte, ist die Einschränkung von persönlichen Rechten in der Gesellschaft. Aufgrund der Vorkomnisse des 11/9 wurden in unserem demokratischen Staat immer mehr Gesetze verabschiedet, womit die Freiheit eines jeden eingeängt wird. Mit der Begründung, es diene zu unserer Sicherheit wurden wir immer mehr zum gläsernen Menschen der Politik. Ich glaube schon seit geraumer Zeit nicht mehr an unsere heutige Demokratie. Es gibt genug alltags Beispiele, in denen aufgelistet werden kann, dass es in unserem Land, nicht so ist, dass alle Menschen von gleicher Natur herbehandelt werden. Die Wirtschaft nimmt immer mehr Einfluss auf die hiesige Politik und bestimmt es auch. Doch ist nicht der Grundgedanke der Demokratie, dass das Volk entscheiden soll?! Ich frage sie, wie kann es sein, dass man Informationen über seine Bürger sammelt, wie in dem Personalausweis mit genetischem Fingerabdruck, und diese dann zu kapitalistischen Zwecken an Firmen verkaufen will. Eine demokratische Regierung sollte doch alles darauf setzen, dass es den, in ihrem Land lebenden Bürgern, gut geht. Doch ich möchte ihnen ein kleines Beispiel aus dem Fußball erbringen. Sie müssen, dass ich zu der Sorte von Fußballfans gehöre, die jedes Wochenende zu spielen fahren, weil sie ihren Verein überalles lieben. Doch leider muss sich die Subkultur der Fußballfans in den letzten Jahren immer mehr willkürlichen und brutalen Repressionen der Exekutive aussetzen. So ist es zum Beispiel normal, dass man ohne jeglichen Vorwand festgenommen wird, es kommt zu Leibesvisitationen, die eigentlich nicht sein müssten. Es kommt zu, von der Polizei ausgelösten, Ausschreitungen. Zum Beispiel bei der WM wurden neue Gesetze verabschiedet gegen Hooligans, die ja massiv die persönlichen Rechte einschnitten. Durch die hysterischen und zum Teil staatlich Beeinflussten Medien, kam das Bild vom gemeinen Fußballfan rüber. Doch wurden diese Gesetze nicht dazu benutzt um Hooligans aus dem verkehr zu räumen, sondern die freidneken, und kapitlakritischen Fans, die einer Subkultur angehören aus den Stadien in Deutschland zu verbannen. Es entsteht ein, von außen, neu gelenktes Publikum in deutschen Fußballstadien, aufgrund der Preiserhöhungen, können es sich viele nicht mehr Leisten in die Stadien zu gehen, die vorher Jahrzehnte ihre Mannschaft unterstützt haben. Den Großkonzernen, kommt dies recht, da sie nichts anderes tun, als Kapital aus diesen oben genannten Punkten erwirtschaften. In Österreich, ist es soweit gekommen, dass ein Verein von einem Konzern aufgekauft wurde, die vereinsfarben, der name und das Logo wurden geändert. Die Fans die sich dagegen widersetzten wurden mit Stadionverboten belegt und sie durften die Stadien nicht mehr mit ihren alten Vereinsfarben betreten. Was ich damit sagen will, ist, dass doch eigentlich eine demokratische Regierung dafür sorgen sollte, dass nicht eine Gruppe von skrupellosen Wirtschafkapitalisten, Einfluss nimmt und so die Vorgehensweisen in einem Land diktiert. Doch leider muss ich von Woche zu Woche immer stärker feststellen, dass es unserer jetzigen "demokratischen" Regierung nicht gelingt, die guten Vorsätze zu vollziehen.
Gruß eines Fußballfan's, der seit seinem 6ten Lebensjahr, 94, zum Fußball fährt!
Herr Sternkamp, lassen sie die Finger vom Alkohol, da kommt ja wirklich nichts gutes beiraus.Wobei, wenn ich ihre Artikel so lesen, glaube ich dass sie ständig unter Alkoholeinfluss stehen. Wir hatten ja schon das vergüngen zu Diskutieren.
Liebe Leser, was der Autor des Artikels ebenfalls zum Ausdruck bringen möchte, ist die Einschränkung von persönlichen Rechten in der Gesellschaft. Aufgrund der Vorkomnisse des 11/9 wurden in unserem demokratischen Staat immer mehr Gesetze verabschiedet, womit die Freiheit eines jeden eingeängt wird. Mit der Begründung, es diene zu unserer Sicherheit wurden wir immer mehr zum gläsernen Menschen der Politik. Ich glaube schon seit geraumer Zeit nicht mehr an unsere heutige Demokratie. Es gibt genug alltags Beispiele, in denen aufgelistet werden kann, dass es in unserem Land, nicht so ist, dass alle Menschen von gleicher Natur herbehandelt werden. Die Wirtschaft nimmt immer mehr Einfluss auf die hiesige Politik und bestimmt es auch. Doch ist nicht der Grundgedanke der Demokratie, dass das Volk entscheiden soll?! Ich frage sie, wie kann es sein, dass man Informationen über seine Bürger sammelt, wie in dem Personalausweis mit genetischem Fingerabdruck, und diese dann zu kapitalistischen Zwecken an Firmen verkaufen will. Eine demokratische Regierung sollte doch alles darauf setzen, dass es den, in ihrem Land lebenden Bürgern, gut geht. Doch ich möchte ihnen ein kleines Beispiel aus dem Fußball erbringen. Sie müssen, dass ich zu der Sorte von Fußballfans gehöre, die jedes Wochenende zu spielen fahren, weil sie ihren Verein überalles lieben. Doch leider muss sich die Subkultur der Fußballfans in den letzten Jahren immer mehr willkürlichen und brutalen Repressionen der Exekutive aussetzen. So ist es zum Beispiel normal, dass man ohne jeglichen Vorwand festgenommen wird, es kommt zu Leibesvisitationen, die eigentlich nicht sein müssten. Es kommt zu, von der Polizei ausgelösten, Ausschreitungen. Zum Beispiel bei der WM wurden neue Gesetze verabschiedet gegen Hooligans, die ja massiv die persönlichen Rechte einschnitten. Durch die hysterischen und zum Teil staatlich Beeinflussten Medien, kam das Bild vom gemeinen Fußballfan rüber. Doch wurden diese Gesetze nicht dazu benutzt um Hooligans aus dem verkehr zu räumen, sondern die freidneken, und kapitlakritischen Fans, die einer Subkultur angehören aus den Stadien in Deutschland zu verbannen. Es entsteht ein, von außen, neu gelenktes Publikum in deutschen Fußballstadien, aufgrund der Preiserhöhungen, können es sich viele nicht mehr Leisten in die Stadien zu gehen, die vorher Jahrzehnte ihre Mannschaft unterstützt haben. Den Großkonzernen, kommt dies recht, da sie nichts anderes tun, als Kapital aus diesen oben genannten Punkten erwirtschaften. In Österreich, ist es soweit gekommen, dass ein Verein von einem Konzern aufgekauft wurde, die vereinsfarben, der name und das Logo wurden geändert. Die Fans die sich dagegen widersetzten wurden mit Stadionverboten belegt und sie durften die Stadien nicht mehr mit ihren alten Vereinsfarben betreten. Was ich damit sagen will, ist, dass doch eigentlich eine demokratische Regierung dafür sorgen sollte, dass nicht eine Gruppe von skrupellosen Wirtschafkapitalisten, Einfluss nimmt und so die Vorgehensweisen in einem Land diktiert. Doch leider muss ich von Woche zu Woche immer stärker feststellen, dass es unserer jetzigen "demokratischen" Regierung nicht gelingt, die guten Vorsätze zu vollziehen.
Gruß eines Fußballfan's, der seit seinem 6ten Lebensjahr, 94, zum Fußball fährt!
Herr Sternkamp, lassen sie die Finger vom Alkohol, da kommt ja wirklich nichts gutes beiraus.Wobei, wenn ich ihre Artikel so lesen, glaube ich dass sie ständig unter Alkoholeinfluss stehen. Wir hatten ja schon das vergüngen zu Diskutieren.
nämlich nicht etwa ein Fortschritt - das zeigen all die Staaten, die sehr wohl demokratisch wählen und trotzdem nicht das werden, was wir als "freie demokratische Gesellschaft" bis dahin gelehrt bekommen haben.
Was wir in Westeuropa, Nordamerika, Australien ff seit einigen Jahrzehnten (ca. ab 1970) leben ist etwas Anderes - es ist zwar demokratisch entstanden, aber es ist deswegen nicht "demokratisch" zu bezeichnen.
Denn mit Demokratie wird nur das bestätigt, was vorher bereits vorhanden war,
in islamisch geprägten Gesellschaften ist am deutlichsten zu sehen, dass dort auf demokratischem Wege (wo er stattfindet) nur genau die Strukturen gewählt und bestätigt und damit gefestigt werden, die diese Gesellschaften bereits vorher prägten
- es sind die Clans, die demokratisch ihre Mafiabandenterritorien verteilen, mehr nicht.
Schönes Beispiel gerade aktuell: Der Libanon: 17 Minister mit je einer Mafiabande plus Einflussbereich.
Der große Unterschied ist völlig anders zu finden,
DAS wurde nach dem 11.9. deutlich:
der Unterschied liegt in den gesellschaftlichen Strukturen,
und der Unterschied ist ganz krass:
Im Westen (s.o.) sind sein langer Zeit HORIZONTALE Strukturen angestrebt und in großen Bereichen entstanden ,
- prinzipielle Gleichheit für Jeden und Jede,
vor dem Gesetz natürlich, aber auch in jedem Detail des alltäglichen Lebens.
Das lernen bereits Kleinkinder im Kindergarten, das wird jedem Bundesbürger in Schule und sonstiger Ausbildung, das wird am Arbeitsplatz praktiziert, das ist schlicht+ergreifend das DENKEN, das Alle bestimmt.
Wie gesagt: Prinzipiell - natürlich gibt es Unterschiede und punktuell Hierarchien, aber diese sind prinzipiell sozial durchlässig (siehe dazu mehr ganz unten).
Der große Clash läuft seit langer Zeit (lange vor dem 11/9) gegenüber den Gesellschaften mit VERTIKALEN Strukturen,
in denen eben NICHT jeder+jede gleich ist, sondern jeder Mensch in einer Hierarchie seinen Platz zugewisen bekommt,
- angefangen in den archaisch organisierten Familien,
- weiter mit den ebenso klar und vertikal strukturierten Großfamilien,
- bis hin zum Clan oder Stamm, der Pfründe erobert hierarchisch Unterpfründe an die Clanzellen verteilt.
Solche vertikal struktrierten Gesellschaften LEBEN von den sozialen Ungleichheiten bis hin zur religiösen Arroganz.
Ein großes Thema - hier nur ansatzweise vorgestellt.
Es wird Zeit, dass wir uns im "Westen" darauf besinnen, WAS wir eigentlich erreicht haben.
"Demokratie" ist es jeden Falls nicht.
Vor Allem sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass wir der Umwälzung unserer Gesellschaften unseren wirtschaftlichen und intellektuellen Vorsprung gegenüber den immer noch in vertikalen Strukturen verharrenden anderen Gesellschaften verdanken.
Andernfalls werden wir diesen Vorsprung sehr bald einbußen.
Es ist zwar unsere Volkswirtschaft (ja! die kapitalistische!), die prinzipiell horizontale Strukturen braucht.
Was nicht heißt, dass in Einzelbereichen durchaus vertikale Strukturen eingesetzt werden KÖNNEN, wenn es dort wirtschaftlicher und erfolgreicher ist, aber als BASIS sind horizontale Strukturen eben weit kreativer, fördern und belohnen Intelligenz ganz konkret und sofort sichtbar.
Aber es nicht nur der wirtschaftliche Erfolg, der das Leben im "Westen" so beneidenswert macht - es ist die ganze Lebensbejahung, die Feiheit des Individuums, die entstehende Empathie (emotionale Intelligenz), die überschäumende Kreativität usw.
Der Hass auf den "Westen" ist im Grunde das Resultat der Unterschiedlichkeit:
Vertikale Strukturen behindern wirtschaftlich, geistig und überall.
Gerade gestern wurde deutlich, dass Mitglieder einer horizontal strukturierten Gesellschaft (Großbritannien), die trotz Allem als Subkultur ihre vertikalen Strukturen leben wollen, typische Reaktionen von Verlierern entwickeln.
lef
An KingBuzzo: Selbstverständlich hatte der Irak Massenvernichtungswaffen ! Der Westen hatte dem Irak diese ja geliefert, da er den Irak nach dem Sturz des Schahs im Iran militärisch unterstützte. Allerdings waren diese Waffen (Giftgas) zum Ärger der Amerikaner bei deren Einmarsch schon aufgebraucht.
Wundern tut mich allerdings, daß US-Amerikaner eine Verbindung des Irak zu Al-Kaida sehen. Eigentlich war es doch bis vor wenigen Jahren noch umgekehrt - die Iraker waren Verbündete der USA gegen die Radikal-Fundamentalisten.
"Es ist wirklich lustig, wie festgefahren ein Mal gelernte Glaubenssätze gebetsmühlenartig wiederholt werden"
Nein, lef, lustig ist was Anderes. Dem Menschen als symbolischem Wesen sind nun einmal seine Meinungen sehr wichtig. Mir auch, darum sage ich: egal wie sehr Sie darauf bestehen, dass es sich hier um einen Kulturkampf zwischen "dem Islam" (vertikal) und "dem Westen" (horizontal) handelt, sie haben Unrecht.
"es ist NICHT "Demokratie", was im "Westen" verloren zu gehen droht, Demokratie ist nur ein System, Mehrheiten zu ermitteln."
Demokratie bedeutet "Herrschaft des Volkes", und das ist schon ein wenig mehr als ein System um Mehrheiten zu ermitteln. Warum sollte man das Wort nicht auch als Synomym für eine freiheitliche, horizontal organisierte Gesellschaft verwenden? Wenn Antidemokraten gewählt werden und die Demokratie abschaffen, ist die Freiheitlichkeit gefährdet, wenn wie in den USA die Methode der Mehrheitsermittlung durch manipulierte Wahlzettel und Wählerlisten korrumpiert wird, ebenso. Auch wenn gewählte Volksvertreter wie Bundesminister a.D. Herr Otto Schily nicht dem Volk, sondern lediglich dem eigenen Geldbeutel dienen.
Aber das nur am Rande. Ihr Problem ist, dass Sie eine sehr vage beschriebene islamische "Kultur" hinter dem Terrorproblem am Werk sehen. Dass aber eine Kultur auf einer materiellen Basis entsteht und von dieser Basis eventuell beeinflusst wird, ignorieren Sie. "Der Westen" hat zur selben Zeit, als innerhalb seiner Grenzen die von ihnen beschriebenen flache(re)n Hierarchien entstanden, überall dort, wo seine wirtschaftlichen Interessen auf dem Spiel standen, vertikale Strukturen gefördert, und zwar mittels Geheimdiensten (vertikal!!!) und Militär (veeeeertikaaal!!!!). Jetzt schreien die dafür Verantwortlichen: "Kulturkampff! Wir müssen unsere Werte gegen die Barbaren verteidigen!" Das ist überhaupt nicht lustig!
Der Islam an sich ist nicht "vertikaler orientiert" als das Christen- oder Judentum, und auch Muslime wissen Freiheitlichkeit zu schätzen. Gewalt entsteht aus Wut und Verzweiflung. Niemand, der sich gerecht behandelt fühlt, wird sich als Selbstmordattentäter rekrutieren lassen. Das ist eine Binsenweisheit. Macht eine halbwegs gerechte Politik im nahen und mittleren Osten, und das Terrorproblem wird sich in Luft auflösen.
Wer das behauptet, läuft natürlich Gefahr, von den Kulturkämpfern als "Terroristenversteher" diffamiert zu werden. Denn "wir" befinden uns ja im Kampf für die "Freiheit", in Afghanistan, im Irak, bald im Iran. Leider ist das genauso Propaganda wie auf der anderen Seite die zionistisch amerikanische Weltverschwörung gegen die Muslime. Der einzige Weg heraus aus diesem Dilemma ist: Keiner Propaganda glauben, sondern selber denken. Dazu gehört dann auch, kleiner Tipp, ein wenig geschichtliche Bildung.
Noch was: der CIA war vieeeel früher da als die heutigen Islamisten. Er hat ihre Strukturen geistig und finanziell mitgeformt. Das ist ein geschichtliches Faktum. Er kann sich also kaum als eine Antwort darauf verstehen.
v.
Wie hat Frau Zeh denn das Jahr 1999 verbracht? Ganz sicher nicht mit dem Verfolgen des Weltgeschehens bzw. der Handlungen der glorreichen Demokratien des Westens.
Zur Erinnerung - das war das Jahr, in dem die heldenhaften NATO-Piloten den nicht existenten Hufeisenplan verhinderten.
Zu diesem Zweck musste zwar ein wochenlanger Bombenkrieg gegen ganz Serbien geflogen werden - unter nonchalanter Inkaufnahme reichlicher Kollateralschäden und Zerstörung der Wirtschaft und Infrastruktur. Aber der nicht stattfindende Völkermord an den Albanern im Kosovo konnte abgewendet werden.
Aber da Frau Zeh ja in der Schule gelernt hat, dass Demokratien keine Angriffskriege führen, müssen die Serben das irgendwie missverstanden haben. Die hatten ja auch keine freiheitlich-demokratische Grundordnung und mussten demzufolge ohne die schlichten Glaubenssätze der Frau Zeh aufwachsen.
colca
Gute Nacht,
habe ein wenig getrunken,
vom Sinn her bereue ich die Kommentare nicht!
Gerhard
...nämlich, Ihnen das Zitat eines gewissen Winston Churchill (zur Erinnerung: der Staatsmann, der in Europa am entschiedensten den aufkommenden Nationalsozialismus bekämpft hat; der nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland mit dafür gesorgt hat, dass das Land nicht völlig den Bach herunterging, sondern wieder auf die Beine kam), der über das Wesen der Demokratie folgendes bemerkte:
"Die parlamentarische Demokratie ist die miserabelste Staatsform - mit Ausnahme sämtlicher anderer Staatsformen."
Aber alle diese Staaten und Regierungsformen werden von MENSCHEN gemacht, nicht von Engeln...
(Abgesehen davon endete die splendid isolation, die Sie in Ihrem Aufsatz beschreiben, doch eigentlich schon beim Fall der Berliner Mauer oder spätestens mit der Wiederkehr des Krieges in Europa durch das ehemalige Jugoslawien. Was hat der 11. September damit zu tun?)
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