Sechs Wochen ist es her, dass der britische Physiker Stephen Hawking eine Debatte eröffnete mit einer Frage in einem Internet-Forum von Yahoo: »In einer Welt, die politisch, sozial und ökologisch im Chaos ist: Wie kann die Menschheit die nächsten 100 Jahre überleben?« Es antworteten 25.395 Menschen, bis sich Stephen Hawking wieder meldete: Er sagte, er habe die Frage gestellt, weil er selbst die Antwort darauf nicht wisse. Jedoch: »Langfristig wird das Überleben der Menschheit nur sicher sein, wenn wir in das Weltall ausschwärmen und dann zu anderen Sternen.« Außerdem hoffe er darauf, dass die Menschen durch einen Eingriff in ihr genetisches Material weiser werden und weniger aggressiv. Wir setzen die Debatte fort und haben zehn deutsche Wissenschaftler um ihre Antwort gebeten.

Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher
Ich glaube, dass die Menschheit mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit die nächsten hundert Jahre überleben wird. Dies klingt optimistischer, als es wirklich ist. Denn es bedeutet, dass wir es mit einer Chance von 1 : 10 nicht schaffen werden. Selbstverursachte und natürliche Ereignisse könnten uns vernichten. Ein Asteroid könnte auf uns stürzen, eine Supernova unseren Planeten verbrennen – beides sehr, sehr unwahrscheinliche Ereignisse außerhalb unserer Kontrolle. Schon wahrscheinlicher ist es, dass wir uns selbst auslöschen. Zu der Möglichkeit eines vernichtenden Atomkrieges ist meiner Auffassung nach durch den »Krieg gegen den Terrorismus« eine weitere hinzugekommen: Ich könnte mir vorstellen, dass ein Supervirus, ein bio lo gi scher Kampfstoff, aus irgendeinem Labor dieser Welt entweicht und die Menschheit dahinrafft. Deshalb sollten wir unbedingt jede Form dieser Forschung unterlassen und natürlich auch alle vorhandenen Atomwaffen endlich beseitigen.
Die realistischste Gefahr für die Menschheit geht jedoch von der globalen Erwärmung aus. Ich glaube zwar nicht, dass sie unsere Spezies vernichten wird, auch nicht in tausend Jahren, denn an den Polkappen würden immer noch Menschen überleben. Aber der anthropogene Klimawandel kann die Qualität unseres Lebens erheblich vermindern. Im schlimmsten Fall verursachen und erleben wir einen so genannten galoppierenden Treibhauseffekt, bei dem sich die Folgen des Klimawandels gegenseitig aufschaukeln. Beispielsweise könnte das Grönlandeis schmelzen und dadurch wiederum Meeresströmungen zum Erliegen bringen; die Ozeane würden daraufhin weniger Kohlendioxid aufnehmen, und der Treibhauseffekt würde sich weiter verstärken. Bei diesem Öko-GAU könnte sich die Temperatur der Erde in 100 Jahren um 10 oder sogar 12 Grad Celsius erhöhen. Dann wäre unsere Welt eine völlig andere: Europa würde zur Sahara, Wirtschaftssysteme brächen zusammen, es gäbe Kriege um bewohnbaren Boden.
Ich halte diesen schlimmsten Fall zwar für nicht wahrscheinlich, aber für grundsätzlich möglich. Das Risiko liegt vielleicht bei 1 : 1000. Wir brauch ten deshalb dringend eine Art »ManhattanProjekt«, bei dem die 100 bis 200 weltbesten Wissenschaftler einige Jahre in einem virtuellen Kolleg zusammenarbeiten, um zu erforschen, ob dieser Worst Case tatsächlich eintreten kann. Und wenn die Antwort Ja lautete, müssten wir schnellstmöglich eine neue Weltgesellschaft erfinden, klimafreundliche Städte bauen, die Landwirtschaft auf Energieproduktion umstellen, riesige Solarfelder und CO 2 -Speicher errichten. Wir haben die Potenziale, die globale Erwärmung zu bremsen, da bin ich optimistisch. Nur was unsere Fähigkeit anbelangt, diese Potenziale zu nutzen, bin ich schon skeptischer. Wenn wir hier versagen, dann könnte der Klimawandel indirekt doch noch zur Auslöschung der Menschheit führen: Ein Gemisch aus Kernwaffengebrauch, Terrorismus und Umweltkonflikten um Boden, Energie und Wasser könnte uns am Ende ausradieren.

Prof. Hans Joachim Schellnhuber, 56 Jahre, leitet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Gerhard Thiele, Astronaut
Sicherlich werden wir nicht in den nächsten hundert Jahren gezwungen sein, die Erde zu verlassen. Aber ich schätze, in tausend oder zehntausend Jahren wird es so weit sein, insofern gebe ich Stephen Hawking Recht. Die Zahl der Menschen auf der Erde wird weiter stark zunehmen, vor allem in den Ländern, in denen heute der Energieverbrauch pro Kopf noch relativ gering ist. Wenn die Menschen dort ihre Lebensweise an unsere heutige anpassen, wird der Energiebedarf astronomisch ansteigen, die Erde wird ihn irgendwann nicht mehr decken können. Wir müssen dann die Erde verlassen, um zu überleben. Deshalb müssen sich schon heute die Staaten, die sich das leisten können, auf das Verlassen der Erde vorbereiten, indem sie stärker in die Raumfahrt investieren. Mit Hilfe neuer Techniken werden wir eines Tages zum Mars aufbrechen können. Wir sollten dort meiner Meinung nach keine künstliche Atmosphäre schaffen, sondern den Mars so lassen, wie er ist. Später werden wir womöglich mit autarken Raumstationen zu Planeten fliegen, die um andere Sonnen kreisen. Solche Flüge würden Jahre dauern. Wir würden uns in Minigesellschaften zusammenschließen, vielleicht einige hundert bis tausend Menschen, die gemeinsam auf die Reise gehen. Der Mensch wäre kein Homo sapiens mehr, sondern ein Homo spaciens.

Gerhard Thiele, 52, ist Leiter der Astronauten-Division des European Astronaut Centre. Vor sechs Jahren war er mit der »Endeavour«-Mission im All

Ernst Ulrich von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler
Jede Einzelantwort wäre anmaßender Unsinn. Die Menschheit braucht ein Paket von Antworten. Dazu müssen nach meiner Meinung mindestens gehören:

1. Rechtsstaatsprinzipien , und das weltweit;
2. UN-geleitete Rüstungskontrolle ;
3. Religionen , die sich nicht über das Recht und den Frieden stellen;
4. nachhaltige Technologie , nachhaltige Wirtschaft, nachhaltiger Konsum.

Im Einzelnen:

1. Der Markt ist heute global, das Recht blieb weitgehend national. Der Markt erdrückt den sozialen Ausgleich und vielerorts die Justiz. Das »Recht des Stärkeren« obsiegt. Damit gerät die freiheitliche Marktwirtschaft in eine Glaubwürdigkeitskrise. Sie muss um ihrer selbst willen weltweit geltende rechtsförmige Regeln ersinnen oder akzeptieren. Diese müssen auch dem sozialen Ausgleich dienen und von Respekt vor Kulturen und Religionen getragen sein.

2. Die militärische Souveränität von Einzelstaaten ist ein Relikt früherer Jahrhunderte und früherer Militärtechnologie. Sie ist heute nicht mehr zu rechtfertigen, auch dann, wenn sie in Verfassungen mancher Staaten noch verankert ist. Sie muss durch übernationale Regeln und Institutionen, möglichst die (reformierten) UN eingeschränkt werden. Auch Rüstung und Rüstungsforschung müssen internationale Kontrollen dulden.

3. Die Religionen der Welt stammen aus Jahrhunderten, in denen schwierige Überlebenskämpfe vorherrschten. Sie sicherten Durchhaltevermögen, Moral, Demut, Solidarität, oft auch Stammesidentität. Ob sich die Religion über dasRecht und den Frieden stellte, war früher nachrangig. Heute ist das durch keine theologische Weisheit mehr zu rechtfertigen. Der »Heilige Krieg« ist zum Verbrechen geworden – aber natürlich nicht der entschlossene Einsatz für Gerechtigkeit und für das Recht der Schwächeren.

4. Die Technikentwicklung war seit Jahrhunderten durch Expansion, Raubbau und die Überwindung moralischer Schranken gekennzeichnet. Der Markt belohnt zudem Geschwindigkeit, also Bedenkenlosigkeit. Natur und Klima sind heute stark gefährdet. Es ist möglich, und es wird zwingend, Techniken zu entwickeln, die mit den knappen natürlichen Ressourcen gut zehnmal so effizient umgehen wie die heutigen. Die Anreizsysteme und die Kultur müssen sich so ändern, dass dies auch geschieht.

Ernst Ulrich von Weizsäcker, 67, ist Dekan der Donald-Bren-Umwelthochschule, University of California, Santa Barbara

Peter Sloterdijk, Philosoph
Stephen Hawking ist einer der Gelehrten, die sich Sorgen ums große Ganze machen. Er steht in einer noblen Tradition von Physikern des 20. Jahrhunderts, die die Gesellschaft vor der Gesellschaft warnen und naturgemäß auch vor den Physikern. Beide Warnungen gefallen mir, sie zeigen den Realitätssinn der großen Naturwissenschaftler.
Ich teile Hawkings Besorgnisse völlig. Mit seiner Frage bekennt er sich zu der Beobachtung, dass es manifeste Selbstzerstörungstendenzen in der Welt gibt. Er reagiert mit seinen Mitteln auf einen Befund, der manche seiner Kollegen seit Hiroshima umtreibt. Er tut dies nicht moralisierend wie seinerzeit Existenzphilosophen, die behaupteten, der Mensch stehe nur vor einem echten Problem, dem Selbstmord. Er wählt einen juristischen und ökologischen Ansatz, indem er den Begriff »Nebenfolgen« ernst nimmt. Er scheint sich zu fragen: Wie kann man bei unternehmerischen Menschen den Gedanken der Produkthaftung populär machen? Bei Herstellern von Waschmaschinen und anderen Gütern, die länger halten sollen, ist das ja nicht mehr ganz ungewöhnlich. Nur wenn es ums Ganze geht, hat sich der Haftungsgedanke unter den Aktiven noch nicht durchgesetzt.
Im Zusammenhang mit der Ausrottung der Indianer in Nordamerika habe ich einmal notiert: Die einzige tröstliche Vorstellung dabei ist, dass die Weltgeschichte ein Verbrechen ist, das man nur einmal begehen kann. Heute sind wir alle Indianer vor der Ausrottung – die absehbare Geschichte unseres Verschwindens birgt wenig Trost. Hawking hält uns für eine gefährdete Art, seine Empfehlungen fallen drastisch aus. Sie sind von einer technophilen Grundstimmung geprägt, wenn er sagt: Wir müssen auf andere Sterne auswandern.
Seltsam, man darf nicht den Israelis empfehlen, Israel aufzugeben, aber der Menschheit darf man nahe legen, sich einen anderen Planeten zu suchen. Niemand fühlt sich durch einen solchen Vorschlag provoziert, als ob die Menschheit kein beleidigungsfähiges Kollektiv wäre. Der Rat zum Auswandern drückt die Überzeugung aus, unsere Probleme seien am Boden unlösbar. Hier sind Prozesse in Gang gesetzt worden, die nach der Ansicht des Gelehrten nicht mehr durch Maßnahmen höherer Ordnung zu korrigieren sind.
Wären unsere Schwierigkeiten allein durch moralische oder kulturelle Haltungsänderungen zu bewältigen, könnte man den Standort Erde verteidigen, doch nach Hawking sollen wir darauf gefasst sein, die Erde demnächst aufzugeben – das sagt einiges über seine Meinung bezüglich der menschlichen Lernfähigkeit. Hielten wir auf der Erde durch, hätten wir nur als genetisch veränderte Menschen eine Chance, uns »weiser und weniger aggressiv« zu verhalten.
Ich meine, in aller Bescheidenheit, bevor man die Eugenik und den Exodus ins All bemüht, sollten die bekannten irdischen Alternativen ausgeschöpft werden. Man könnte unter anderem auf die klassische Vorstellung zurückgreifen, dass Politik ein Mechanismus sei, Intelligenz in die Steuerung sozialer Systeme zu implantieren. Im Augenblick hat man nicht das Gefühl, dieser Forderung werde Genüge getan, denn die Akteure von heute spielen ein gefährliches Spiel mit dem menschlichen Zeitgefühl. Man lässt es auf die Katastrophe ankommen, weil man überzeugt ist, nur sie hätte die Autorität, eine Kehre zu bewirken.
Wie bekannt, rasen wir mit Höchstgeschwindigkeit frontal auf eine Betonmauer zu, doch weil der Moment des Aufpralls eine Weile entfernt ist, bleibt man auf dem Gaspedal. Unsere größte Gefahr steckt in der Unfähigkeit, dreißig, fünfzig, hundert Jahre konkret vorauszufühlen. Darum verbraucht die Gesellschaft der letzten Menschen ihre Zukunftschancen mit dem besten Gewissen. Man tut es in der Annahme, die Lösungen wüchsen so schnell wie die Probleme. Um ein anderes Bild zu verwenden: Wir verhalten uns, als seien wir aus dem hundertsten Stock eines Hochhauses gesprungen und postulieren, man werde dort unten bis zum Aufschlag schon etwas erfinden.
Manche halten das für realistischen Optimismus – man könnte es aber auch Offene Meisterschaften im Selbstbetrug nennen.
Was passiert zum Beispiel mit den fossilen Energien? Die gefährliche Massenfrivolität im Kapitalismus ist ja unverkennbar ein Nebeneffekt der fossilenergetischen Technik. Eine ernsthafte Wende müsste den leichtsinnigen Habitus der Verbraucher korrigieren. In einer Philosophen-Republik würde das Verbrennen fossiler Energieträger einfach verboten – Philosophen sind ja, wenn nötig, rigoros. Nun werden wir die Philosophenherrschaft nicht erleben.
Was weiter? Man könnte den Chinesen nahe legen, ihren Kohle- und Ölverbrauch zu drosseln. Das Ergebnis lässt sich vorhersehen. Man hat in China förmlich erklärt, eine große Nation habe ein Recht auf Umweltverschmutzung – eine bemerkenswerte Äußerung, durch die auch das Verhalten des Westens explizit gemacht wird. Wer etwas gilt, lebt nach dem Motto: Wir sind zu bedeutend, um keinen Müll zu hinterlassen.
Am realistischen Ende der Skala werden die Vorschläge pragmatischer. Irgendwann sind wir so weit, dass wir eine unverbindliche Empfehlung aussprechen, die CO 2 -Emissionen zu reduzieren, Kyoto-Protokoll und Co. Das kann man unterschreibenoder nicht. Und hat man unterschrieben, kann man sich dran halten oder nicht.
Von hier an kennen wir die Szene. Wir finden uns wieder in unserem fahrerlosen Bus, der mit steigender Geschwindigkeit auf die Wand zurast. Dabei kommt eine letzte erbauliche Vorstellung auf: Die Verzweiflung, die man braucht, um sich ins Weltall abzusetzen, sollte auch dazu ausreichen, den Bus zu bremsen.

Peter Sloterdijk, 59, ist Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe

Michael Brzoska, Politikwissenschaftler
Die Kriege im Libanon und in Darfur, die in London vereitelten Terroranschläge, der Streit um das iranische Atomprogramm – die Nachrichtenlage schürt unsere Ängste vor zunehmender organisierter Gewalt bis hin zur mutwilligen Auslöschung durch Massenvernichtungswaffen. Mit einem Gefühl der Ohnmacht schauen wir zu.
Aber Krieg, Terrorismus und nukleare Aufrüstung sind keine Naturphänomene. »Krieg beginnt in den Köpfen der Menschen«, heißt es in der Präambel der Charta der Unesco.
Wenn heute in der westlichen Welt von Kriegsgefahr die Rede ist, entsteht oft der Eindruck, sie ginge von irrationalen Einzelnen aus. Dabei ist in der Kriegsursachenforschung unumstritten, dass Armut der wichtigste Faktor für Kriege ist. Armut steht als Indikator für wirtschaftliche als auch für soziale Benachteiligung, bis hin zum Mangel an Möglichkeiten, das eigene Leben in Würde zu gestalten. Die Kriege der Zukunft werden immer häufiger Kriege um Wohlstand und Würde sein – und zumindest jenen, die sie betreiben, rational erscheinen. Kriege sind Beschäftigung für junge Menschen, vor allem junge Männer, die keine Perspektive haben. Armutskriege, mit einfachen Waffen und gegen noch Ärmere geführt, flammen vor allem in Afrika auf. Aber es gibt sie auch, ohne dass dafür die Bezeichnung Krieg üblich wäre, in Megastädten wie Rio de Janeiro.
Armut, wirtschaftliche Benachteiligung und das Gefühl mangelnden Respekts sind wesentliche Bedingungsfaktoren des Terrorismus. Terroristen sind selten selber arm, sie sehen sich als heroische Vorkämpfer von Benachteiligten. Die »Rationalität« der Handlungen von Terroristen wird so deutlich: Die Aktionen sind Ausdruck einer Sicht auf die Welt, in der die Reichen, zu denen vor allem Europäer und Nordamerikaner gehören, ihre Interessen durchsetzen und deshalb mit Gewalt bekämpft werden dürfen. Unterschiedliche Weltsichten gründen sich auf unterschiedlichen In te res sen – aber auch auf Defiziten in der Wahrnehmung der Realität. Die Forschung zu Konfliktlösung lehrt, dass Streitbeilegung das Verständnis der Handlungen und Ansichten des jeweilig anderen voraussetzt. Daran mangelt es vor allem in der arabischen Welt, aber auch in den westlichen Industrieländern.
Der Schlüsselbegriff für künftigen Frieden ist weltweite gemeinsame Sicherheit. Sicherheit ist dabei Überlebenssicherheit, mit der Abschaffung der Armut als wichtigstem Ziel. Gemeinsamkeit heißt die Interessen aller, einschließlich der vermeintlichen Gegner, zu kennen, ernst zu nehmen und bei den eigenen Entscheidungen zu berücksichtigen. Diese Grundgedanken des Konzeptes der Gemeinsamen Sicherheit, in den 1980er Jahren von Egon Bahr und Olof Palme entwickelt, müssen im neuen Jahrhundert auf die ganze Welt ausgedehnt werden. So wie sie entscheidend zur Beendigung des Kalten Krieges beigetragen haben, können sie, in erweiterter Fassung, auch der Sicherung der Zukunft dienen.

Prof. Michael Brzoska, 53, ist Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg