EU Negligés dürfen brennen
Ein Sieg über die Bürokratie - auf Kosten der Sicherheit im Schlafzimmer?
Die Bürokratie in Europa wird immer laxer: Lange hat das europäische Komitee für Normung um EU-weite Regeln zum »Brennverhalten von Nachtwäsche« gerungen, jetzt aber soll auf die neuen Vorschriften überraschend verzichtet werden. Das meldet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen, die sich als Sieger in einem »flammenden Kampf« gegen die Brüsseler Regulierungswut sieht.
Hintergrund für die EU-Pläne ist nicht etwa die sprichwörtliche
Zigarette danach, sondern es sind Erkenntnisse über »risikoreiche
Traggewohnheiten« in einigen Mitgliedsländern. Engländerinnen zum
Beispiel trügen gern Polyester-Negligés, die »bei der morgendlichen
Zubereitung von Teewasser am Gasherd« Feuer fingen, wie die IHK
Reutlingen aufklärt. In Deutschland dagegen werde für die Nachtwäsche
Baumwolle favorisiert. Diese ließe sich aber nur mit ökologisch
bedenklichen Mitteln vor Entflammbarkeit schützen.
Außerdem hätte durch die EU-Vorschriften auch der Mode Ungemach gedroht, heißt es weiter. So sollten Pyjamahosen nach den geplanten Normen am unteren Saum nicht weiter geschnitten sein dürfen als am Knie. All das wird dank der Industrie- und Handelskammer Reutlingen nun voraussichtlich nicht kommen – und das Treiben in Europas Schlafzimmern wild und gefährlich bleiben.
- Datum 18.08.2006 - 13:09 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Sind die Korrektoren der Zeit jetzt nach Shanghai outgesourced worden?
Und das in der Überschrift, das tut so weh, das quietscht schon!
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