Terror Bahnattentäter gesteht
Einer der mutmaßlichen Zug-Bombenleger hat ein Teilgeständnis abgelegt. Vage Verbindungen soll es zum Terrornetzwerk al-Qaida geben
Nach Angaben des libanesischen Innenministers Ahmed Fatfat gab
der Verdächtige Jihad Hamad beim Verhör in Beirut zu, einen Koffer in einen der
beiden Regionalzüge getragen zu haben, die durch die darin enthaltenen Bomben
gesprengt werden sollten. Er habe nach eigener Aussage aber nicht gewusst, was
sich in dem Koffer befinde. In Hamads Computer hätten die Ermittler außerdem etwas
gefunden, das mit dem Terrornetzwerk al-Qaida in Verbindung gebracht werden
könne.
Die Festnahme von zwei weiteren Verdächtigen in Konstanz und im Libanon stärkte aus Sicht der deutschen Ermittlungsbehörden die Vermutung, dass die beiden zuerst verhafteten Libanesen Komplizen hatten. BKA-Präsident Jörg Ziercke geht von einem breiten Netz von Tätern aus. Es sei wahrscheinlich, »dass es in Deutschland Mitwisser und Helfer gegeben hat.« Nach bisherigem Ermittlungsstand gehe das Bundeskriminalamt deshalb von einer terroristischen Zelle in Deutschland aus. Ob es einen Zusammenhang mit der libanesischen Organisation Hizb ut-Tahrir gibt, sei noch nicht klar.
Innenminister Fatfat sagte, die Vernehmung des Verdächtigen Hamad (20), der
sich am Vortag der Polizei im Nordlibanon gestellt hatte, werde fortgesetzt.
Die Befragung konzentriere sich darauf, ob die Tatverdächtigen einer bekannten
Extremisten-Organisation angehörten. Nach Angaben aus libanesischen
Sicherheitskreisen gilt Hamad als Hauptverdächtiger. An dem Verhör nehmen auch
deutsche Beamte teil.
Hamad war in den Libanon gereist, kurz nachdem die nicht detonierten
Sprengsätze entdeckt worden waren. Der Vater Hamads hatte erklärt, sein Sohn
habe keine Kontakte zu politischen Aktivisten gehabt und auch keine Verbindungen
zu der radikalen Islamisten-Organisation Hizb ut-Tahrir. Die beiden Sprengstoffkoffer waren am 31. Juli in zwei
Regionalzügen in Nordrhein-Westfahlen deponiert worden, jedoch wegen
technischer Fehler nicht explodiert.
Der am Freitag in Konstanz festgenommenen Student stammt laut
Bundesanwaltschaft aus dem Umfeld des in Kiel verhafteten mutmaßlichen
Attentäters Youssef Mohamad El Hajdib. Bei ihm soll es sich ebenfalls um einen
Libanesen handeln. Angeblich kannte er El Hajdib aus Kiel und war erst vor
kurzem nach Konstanz gezogen. Über einen Haftbefehl gegen ihn soll am Wochenende
entschieden werden. Das Zimmer des Mannes in einem Studentenwohnheim am
Bodensee wurde durchsucht.
Die libanesische Polizei vernahm zudem einen Angehörigen des in Kiel
verhafteten El Hajdib als Zeugen. Da sich der 24 Jahre alte Mann in
Widersprüche verstrickt habe, wurde er in Polizeigewahrsam genommen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel rief die muslimischen Organisationen in
Deutschland auf, den Terrorismus offensiv zu verurteilen. Sie hätten das Bild
der Menschen vom Islam auch »ein Stück weit selbst in der Hand, indem sie sich
ganz klar von Terroristen distanzieren«, sagte sie am Abend beim offiziellen
Auftakt des Landtagswahlkampfs der CDU Mecklenburg-Vorpommerns in Waren an der
Müritz.
Mehrere muslimische Verbände in Deutschland distanzierten sich von Terror und
Gewalt. »Mit Entsetzen und tiefer Abscheu« verurteile man die versuchten
Bombenattentate, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die in Köln
veröffentlicht wurde.
- Datum 26.08.2006 - 11:22 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Ich bin es leid immer zu hoeren wie unzufrieden gewisse Mulime in Deutschland sind.Dass sie sich beleidigt fuehlen ueber die Lebensweise in Europa,dass man sie nicht respektiert und alle verdaechtigt Attentaeter zu sein.Das Image der Muslime ist wie es ist da sie es selber geschaffen haben entweder durch Mittaeterschaft oder Passivitaet.Wenn sie ihr Image aufpolieren wollen muessen sie in ihren Kreisen dran arbeiten und nicht andere Leute beschuldigen.
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