Zugbomber Weitere Verdächtige gesucht
Nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Kofferbombern fahndet der Generalbundesanwalt nach sieben weiteren Männern. Aber bildeten die Verdächtigen wirklich eine Terrorgruppe?
Wie die
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-Zeitung berichtet, ist das BKA auf der Suche nach sieben weiteren Verdächtigen. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit den versuchten Anschlägen auf Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn.
Am Donnerstag stellte sich einer der mutmaßlichen Kofferbomber
nach Angaben der Bundesanwaltschaft im nordlibanesischen Tripoli der dortigen Polizei. Schon am vergangenen Wochenende wurde der erste Hauptverdächtige in Kiel festgenommen.
Von den sieben noch nicht Gefassten sind zwei namentlich bekannt. Sie sollen aus dem Ruhrgebiet kommen. Von den fünf anderen hätte man bisher keine Namen. Den insgesamt neun Verdächtigen werde die Mitgliedschaft oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.
Der SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy hingegen bezweifelt die Vermutungen des BKA, dass es sich bei den mutmaßlichen Bombenlegern um Mitglieder einer Terrorgruppe handelt. "Die Täter hatten sich keinen ICE ausgesucht, sind unprofessionell vorgegangen, einer der Täter meldete sich auch noch bei seiner Familie nach dem Fahndungsaufruf - all dies legt die Mutmaßung nahe, dass es sich möglicherweise nicht um eine Verbindung zum Terrornetz al-Qaida handelt, sondern um Einzeltäter."
Edathy sagte, er gehe davon aus, dass der im Libanon festgenommene Verdächtige nach Deutschland ausgeliefert wird. Die Beweislage sei ausreichend. Zwar gebe es mit dem Libanon kein Auslieferungsabkommen, er vermute aber, dass die dortigen Behörden in der Frage kooperativ sein werden.
Die beiden bisher festgenommenen Hauptverdächtigen sollen am 31. Juli in zwei Regionalzügen in Nordrhein-Westfalen Kofferbomben deponiert haben. Nur wegen technischen Versagens kam es nicht zur Explosion.
- Datum 25.08.2006 - 12:01 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
- Kommentare 4
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Wohin auch sonst? Wenn Krieg gegen Syrien geführt worden wäre, würde die Spur wahrscheinlich nach Syrien führen. Warum Libanesen die deutsche Zivilbevölkerung, deren Sympathien ganz klar beim Libanon lagen, in die Luft sprengen sollten und sich damit als Übeltäter brandmarken, will wohl mir allein nicht einleuchten...
Doch die versammelte Medienlandschaft druckt schön brav, was das BKA und die Bundesanwaltschaft so von sich geben. Skepsis ist verboten...
Liebe Zeit-Redaktion, wo bleibt Ihr Scharfsinn, oder sind Sie hier Komplize?
Viel Spass beim Zensieren...
...Prinz Bernhard von Paranoia: Wenn Sie tatsächlich eine Erklärung (oder wenigstens einen Ansatz) suchen, dann lesen Sie Samuel Huntington.
Da die deutsche Regierung Israel-freundlich ist, wollen die Islamisten Deutschland aus der Friedens-Truppe heraus halten. Mit dem versuchten Terroranschlag haben die Islamisten uns klar gemacht, das wir uns aus dem Libanon heraus halten sollen. Deutschland hat ja nun auch gleich brav gekuscht und die Beteiligung an der Friedenstruppe auf ein Minimum reduziert. Ich darf daran erinnern, das die Islamisten bereits 1983 die damalige Friedenstruppe mittels schwerer Terroranschläge mit hunderten Toten aus dem Libanon gejagt haben. Die Partei Allahs will sich schlicht nicht entwaffnen lassen. J.S.
@PrinzBernhard
Seit wann sind die Islamisten an der Sympathie der deutschen Bevölkerung interessiert? Jeder der sich auch nur bis zum Djerba-Attentat zurück erinnern kann, dürfte wissen das dies nicht der Fall ist! Also wie kommen Sie auf die abstruse Idee die Islamisten seien neuerdings an der Sympathie der deutschen Bevölkerung interessiert?
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