Die zwanziger Jahre Die Dresden Dolls verstehen sich auf ein grelles musikalisches Kabarett. Sie mischen Elemente des Theaters der zwanziger Jahre mit Punk. Das macht auf der Bühne mehr her als im CD-Spieler.

Nichts mit DresdenDie Dresden Dolls sind Amanda Palmer und Brian Viglione. Sie spielt Klavier und singt, er spielt Schlagzeug und Gitarre. Mit der Stadt Dresden haben die beiden Amerikaner nichts zu tun. Allenfalls ihre Begeisterung für das Theater von Bertolt Brecht und Kurt Weill legt eine Spur nach Deutschland.

Stummfilm mit MusikEr kommt, weiß im Gesicht, Melone auf dem Kopf, wie ein Pantomime auf die Bühne. Sie trägt zerrissene Netzstrumpfhosen und ein Negligee, die Haare zurückgeklammert, eine Stummfilm-Schönheit

Ein Leserbrief von 1897„Dear Editor, I am 8 years old. Some of my little friends say there is no Santa Claus. Papa says, “If you see it in The Sun, it's so.” Please tell me the truth, is there a Santa Claus? Virginia O'Hanlon“

Im Jahr 1897 schrieb die achtjährige Virginia diesen Brief an die New York Sun. Mehr als ein Jahrhundert später diente er den Dresden Dolls als Inspiration zu ihrem neuen Album Yes, Virginia. Die Sun antwortete damals:

„No Santa Claus? Thank God! He lives and lives forever. A thousand years from now, Virginia, many 10 times 10,000 years from now, he will continue to make glad the heart of childhood.“

Ein Lied für Günter Grass Das ruhige Stück Mrs. O handelt von einer alten Frau, die den Holocaust leugnet.

„There's No Hitler and No Holocaust, No Winter and No Santa Claus, And Yes, Virginia, All Because, The Truth Won't Save You Now...”

Sie widmen das Stück Günter Grass – "aus tiefem Respekt"

SchlagenBrian Viglione, Berserker am Schlagzeug