Homosexualität Ein schwuler Kanzler?Seite 2/2
Doch die ist ein anderes politisches Pflaster. Im Bund gelten schwule Politiker immer noch als wenig präsentabel, auch in der SPD, aber vor allem in den bürgerlichen Parteien. Die Vorbehalte sind in der Bundespolitik größer, der Ton rauer. Schon fragt die
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-Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe bundesweit auf der ersten Seite „Wird Wowi der 1. schwule Kanzler?“, und dazu zeigt das Boulevardblatt ein Foto, auf dem sich Wowereits Lebensgefährte liebevoll an der Brust des Wahlsiegers anschmiegt. Ein solches Bild gefällt nicht jedem, und manche Sozialdemokarten erörtern bereits besorgt, wie eine schwuler Kandidat wohl in traditionelleren sozialdemokratischen Milieus ankommen würde, bei der malochenden Kernwählerschaft im Ruhrgebiet etwa, auf dem Gewerkschaftsflügel oder auf dem Lande. Sind die Wähler dort genauso tolerant wie in Berlin?
Wohl kaum. Außerhalb der großen Städte ist Schwulsein immer noch ein Malus, vor allem bei älteren Wählern. Sehr fraglich ist auch, ob ein schwuler Kandidat in den katholisch oder pietistisch geprägten Regionen Süddeutschlands eine Chance hätte. Kein Wunder also, dass nur wenige homosexuelle deutsche Spitzenpolitiker dem Beispiel Wowereits gefolgt sind, und wenn, dann auch nur sehr zögerlich. Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust etwa redet öffentlich nicht über seine Homosexualität, der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle präsentiert seinen Lebensgefährten nur sehr selten in der Öffentlichkeit. Wie mit homophoben Andeutungen Politik gemacht wird, musste Westerwelle im vergangenen Jahr erleben, als ihn der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber im Bundestagswahlkampf im Team mit der „ostdeutschen Protestantin“ Merkel als „Leichtmatrosen“ verspottete. Auch wenn er sich das „schwul“ verkniff, an den Stammtischen wurde Stoiber verstanden.
Klaus Wowereit kennt dies alles und er ahnt deshalb wohl: Bis zu einem schwulen Kanzlerkandidaten ist es noch ein weiter Weg. Vielleicht ahnt er auch, dass nicht jeder Sozialdemokrat, der ihn nun als Kanzlerkandidat ins Spiel bringt, dem schwulen Parteifreund wohl gesonnen ist. Schon manch ein Politiker mit bundespolitischen Ambitionen wurde durch die falsche Debatte zum falschen Zeitpunkt machtpolitisch mattgestellt.
Zum Thema
Liebling Wowereit - Der Wahlsieger hat höhere Pläne »
- Datum 19.09.2006 - 06:37 Uhr
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Herr Wowereit leidet nicht an den 60 Milliarden Schulden, die allein in Berlin aufgetuermt!
Alle oeffentlichen Koeperschaften sind ueberschuldet, saugen Kapital auf, bremsen wirtschaftliches Wachstum!
Herr Wowereit verwaltet die Schulden, bei gutem Gehalt, statt den Mut zu haben, Insolvenz anzumelden!
Bankrott!
Das heisst: die Schulden sollen nicht zurueckbezahlt werden!
Desgleichen koennen Pensionen nicht in voller Hoehe bezahlt werden da:
Bankrott!
Die Kinder brauchen die Schulden der letzten vierzig Jahre nicht zu bezahlen!
Schulden kann man nicht vererben!
Herr Wowereit hat das aber noch nicht begriffen, deswegen darf er auch nicht Kanzler werden!
Wehe sage ich nur, aber leider wissen die meisten ja nicht mehr, wie die franzoesische Revolution entstanden ist!
Parties gab es uebrigens auch damals jede Menge!
Der Berliner Bürgermeister, ob schwul oder nicht, ist bestimmt nicht die beste Lösung für das Kanzleramt.
Aber auf jeden Fall das geringere Übel im Vergleich zu Merkel!
Laut des Magazins Wirtschaftswoche Nr. 33 vom 14.08.2006 sind die Schulden Berlins seit dem Jahr 2001 von 42 Milliarden auf nunmehr fast 62 Milliarden Euro angewachsen.
Das, so vermuten oder wissen wir, ist eine ganz beachtliche Zahl. Und dennoch ist sie für die meisten von uns im täglichen Leben eher nicht gebräuchlich, und unser wirkliches Vorstellungsvermögen darüber, was die Zahl denn wirklich bedeutet, ist relativ begrenzt.
Versuchen wir es mal mit einem Vergleich:
Angenommen wir würden 62 Milliarden in Ein-Euro-Münzen vor uns liegen haben und hätten die Aufgabe, diese ganzen Münzen aufeinander zu stapeln. Abgesehen davon, dass wir vor lauter Münzen im wahrsten Sinne des Wortes kein Land geschweige denn Berlin mehr vor uns sehen würden, und wir etwa 1966 Jahre damit zubrächten, gehen wir von einem Zeitaufwand von nur einer Sekunde pro Münze aus, die wir zum Stapeln benötigten, würde sich eine sehr lange Kette von Ein-Euro-Münzen ergeben. (Wir bräuchten etwa 25 Helfer bei einer mittleren Lebenserwartung von 78 Jahren). Aber dann hätten wir weder gegessen noch geschlafen, noch sonst etwas anderes getan als nur Münzen gestapelt. Wir hätten noch nicht einmal Zeit, uns um die Sorgen der Frauen zu kümmern. (Das einzig Positive an der ganzen Sache.)
Die Kette wäre dann etwa 155.000 km lang. Damit wir die Kette gut zusammenhielten, führten wir, durch kleine Löcher, die wir vorher in die Münzen gebohrt hätten (dazu bräuchten wir allerdings wieder 25 Helfer, da wiederum unser Lebensalter gar nicht ausreichte), eine ebenso lange Schnur, die wir am Ende zusammenbänden.
Jetzt wäre eine riesengroße, schöne Halskette entstanden. Übrigens die teuerste, die es auf der Welt gäbe. Aber woher würden wir die 62 Milliarden nehmen? Von Berlin sicher nicht, denn gerade denen fehlen sie ja! Nun gut, ihr seht, es handelt sich hierbei um eine fiktive Kette die Zahl allerdings ist reell!
Fiktiv wäre demnach auch die- oder derjenige, der oder dem man die Kette anlegen könnte. Wie wäre es hierbei mit unserer Mutter Erde?
Fast 3,7-mal könnten wir diese Euro-Kette um die Erde wickeln. Wie sieht es jetzt mit unserem Vorstellungsvermögen aus? Sicher schon ein ganz beachtliches Stück besser. Die Erde ist keine Scheibe, das wissen wir inzwischen. Wir wissen auch, dass sie nicht klein ist. Wobei dies, würde man wieder allzu spitzfindig argumentieren, relativ und von der Betrachtungsweise abhängig wäre. Aber das lassen wir besser.
In unseren alltäglichen Größendimensionen können wir also unsere Erdkugel, oder genauer, eine durch ihre Rotationsbewegung an Nord- und Südpol etwas eingedrückte Kugel, als groß, als sehr groß, und als eine für uns nachvollziehbare (große) Größe bezeichnen.
Berlin da habt ihr uns was aufgebunden!
Wie schön wäre es, hättet ihr uns, wie meist in der Politik üblich, nur einen (wenn es auch sein müsste euren eigenen) Bären aufgebunden!
Also der Mann kann schwul sein wie er will - koennen ja sehr charmant sein, schwule Maenner, und Frauen so schwierig, in schwachen Momenten meines Lebens genoss ich das: herrlich! - was aber aendert das an der voelligen Inkompetenz Herrn Wowereits, die noetigen Schluesse aus der Ueberschuldung Berlins zu ziehen!
Soll er schwul sein und bleiben, aber nicht als Kanzler!
Denn zum Kanzlerjob finde ich Schwulsein eine nicht ausreichende Qualifikation!
Niemand sollte einen Job bekommen aufgrund seiner sexuellen Qualifikationen (obwohl ich zugeben muss, dass ich es bisher noch garnicht probiert)!
ein guter Politiker soll auch schwul sein dürfen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn aber die gleichgeschlechtliche Fixierung als Qualifikationsmerkmal herhalten soll, ist dies doch ein wenig dürftig. Es interessiert mich nicht mit wem ein Kanzler ins Bett geht. Hauptsache er leistet gute Arbeit. Das sollte das alleinige Kriterium sein. Ist Wowereit besser als andere qualifiziert? Leistet er bessere Arbeit als andere? Bringt er seine Stadt erfolgreich auf Vordermann? Kann er Menschen für seine Vorhaben begeistern und diese mit Erfolg zu Ende bringen? Das sind die Fragen die den Bürger interessieren sollten. Nicht die sexuelle Orientierung eines möglichen Kandidaten.
Die hier eingegangenen Kommentare zeigen bereits en miniature, was Wowereit als Kanzlerkandidat erwartet. Offensichtlich ist Deutschland noch immer nicht bereit, einen Kandidaten lediglich nach seiner Eignung zu beurteilen.
Wowereit hat deswegen versagt, weil er nicht bankrott erklaert, was er muesste!
Sie haben mich ganz richtig verstanden: die Schulden werden nicht zurueckgezahlt!
Wenn eine AG, in der sie ihre Aktien haben, insolvent ist, bekommen Sie ihr Geld auch nicht zurueck!
Wollen Sie etwa behaupten, dass Berlin nicht bankrott ist?
Wollen Sie etwa behaupten, dass Steuerzahler der naechsten dreihundert Jahre diese Schulden zurueckbezahlen muessen!
No!
Pech gehabt, haetten sich besser keine Lebensversicherung der Allianz gekauft oder Staatspapiere!
Der Staat ist bankrott und das muss auch irgendwann erklaert werden, alles andere ist illegal und Raub, Diebstahl an den Steuerzahlern der Zukunft!
Bekanntlich aber gehoeren Diebe hinter Schloss und Riegel, also ueberlegen Sie nochmal, was Sie da zu meinem Kommentar schreiben!
Wenn Sie das Thema interessiert - ich habe wirklich nichts gegen Sie und freue mich ueber ihren Kommentar - dann sollten Sie sich einmal die Barwerte der Pensionen oeffentlich Beamteter ansehen:
das Ergebnis ist durchschlagend: solche Pensionen, wie ausgelobt, beschleunigen den finanziellen Niedergang saemtlicher oeffentlicher Koerperschaften!
Noch einmal: dafuer koennen die Kinder nix, die das alles mal bezahlen sollen!
Ich tue nichts weiter, als so manchen Gutglaeubigen vorzubereiten auf eine Abrechnung zwischen Jung und Alt, die kommen wird!
Schuldenstreichung, daran fuehrt kein Weg mehr vorbei!
(Anlagetip: keine Versicherungsaktien mehr kaufen, die haben dem Staat das Geld hinterhergeworfen, statt in aufstrebende Menschen wie mich zu investieren)!
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