Menschenrechte Ermittler im NiemandslandSeite 3/3
In Sklars Büro rief eine arabisch-stämmige Frau an und beschwerte sich. Sie habe die größten Anwaltskanzleien der Stadt kontaktiert, erzählte sie, doch niemand wolle ihr helfen. Zu kompliziert, zu brisant, zu aussichtslos sei ihr Fall. Seit Monaten schon wurde der Bruder der Frau, ein US-Amerikaner saudischer Abstammung, unter Terrorverdacht in einem Geistergefängnis in Saudi-Arabien festgehalten. Amerikaner hätten ihn dahin ausgeliefert, weil er angeblich einen Anschlag auf den US-Präsidenten geplant hätte. In Saudi-Arabien sollte der Mann nun ein wenig härter angefasst werden, als dies in den Vereinigten Staaten erlaubt wäre. Sklars Mitarbeiter zeigten Interesse.
Ein Amerikaner, von Amerikanern an saudische Behörden ausgeliefert - zwecks Folter? Für die jungen Juristen ins Sklars Straßenbüro war der Fall ein Fressen. Das Team verfügt zwar nur über rund 100.000 Euro im Jahr, ein Betrag, den die großen Anwaltskanzleien wohl an einem Tag verdienen, aber sie kannten all die Websites der kleinen Menschenrechtsorganisationen, die in den letzten Jahren so viel Aktenmaterial über das Outsourcing von Folter ( The New Yorker ) zusammengetragen hatten. Und so recherchierten sie über die extralegalen Auslieferungen, sammelten vergleichbare Fälle, luden Akten herunter, stöberten in Fallsammlungen von Human Rights Watch und Amnesty International und sie gewannen den, wie die Washingon Post schrieb, bahnbrechenden Menschenrechtsfall. Wo der Rechtsstaat suspendiert wird, sagt Morton Sklar heute sichtlich stolz, muss man eben neue Wege finden, um zum Recht zu kommen.
Langsam entdecken nun auch die großen amerikanischen Anwaltskanzleien das Geschäft. Jedenfalls tummeln sich deren Verteter nun auch bei den Treffen der Menschenrechtsaktivisten etwa vergangenen November in London. Joshua Colangelo-Bryan ist das genaue Gegenteil von Sklar. Er trägt Maßhemd, genagelte Schuhe, und ständig brummt der Blackberry in seiner Hand. Der kleine Computer ist seine Waffe im Kampf gegen die Geistergefangenen. Auf ihm hat Colangelo-Bryan Akten gespeichert, die er kürzlich aus Guantánamo herausklagte. Sein Mandant, ein Mann aus Bahrain, wollte sich im kubanischen US-Lager das Leben nehmen, weil er die jahrelange Isolationshaft nicht mehr ertrug. Er hing schon an der Decke, die Pulsadern aufgeschnitten, als ihn Wärter in letzter Sekunde retteten. Colangelo-Bryan verklagte die US-Regierung. Und diese übermittelte ihm eine Stellungnahme, die aus Kafkas Schloss stammen könnte. Der Gefangene, schreibt die US-Administration, sei doch gar nicht isoliert gewesen, da er ständig in Kontakt mit seinen Verhörbeamten gestanden habe. Mit ihnen habe er sogar Western Food und Pizza gegessen.
Solche Statements, sagt Colangelo Bryan und mailt die Akte mit einem Tastendruck auf seinem Blackberry zu einem Journalisten in Bahrain, sind vor allem für arabische Medien ein Fressen. Sie bringen die dortigen Regierungen, die oft mit den USA kooperieren, mit erstklassigem Recherchematerial unter enormen Druck. Das ist unsere einzige Chance, in solchen Fällen etwas zu erreichen. Denn auf dem normalen Rechtsweg sind wir chancenlos.
Globale Akteneinsicht, penible Dokumentationen von Fällen, öffentliche Foren der Hinterbliebenen und vor allem exzellente und praktisch kostenlose internationale Vernetzung. Es sind vielleicht nur Nadelstiche, die kleine Menschenrechtsbüros und engagierte Aktivisten der Regierung in Washington versetzen. Doch sie schmerzen die US-Regierung. Denn sie schaffen etwas, das folterähnlichen Praktiken besonders abträglich ist: weltweite Öffentlichkeit.
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- Datum 22.09.2006 - 05:26 Uhr
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Wer soll das Anstoßen und wie soll das gehen, schau Dich um!
Ist unsere Regierung wirklich besser?
Die Begeisterung an einem Abenteuer beteiligt zu sein, mit der Aussage zu Weihnachten sind sie wieder zu Haus! diese Aussage viel zu Begin des letzten Jahrhunderts schon mal.
Erinnere Dich, 1914
Gruß ARON
Ich gebe zu, dass ich Angst habe, die Zeit koennte mich wieder sperren und von den Kommentaren ausschliessen!
Dennoch:
erste Aufgabe muss es sein, die hier lebenden Muslime zu integrieren!
Erst dann koennte man weitere aufnehmen!
Es gibt keinen Grund, nicht erheblich mehr Menschen aus Suedamerika, Indien, Afrika suedlich der Sahara usw. aufzunehmen!
Ich stimme dem Kommentator "saalpeter", obwohl der sich auch manchmal wie ich im Ton vergreift, voellig zu!
Klar ist, dass der gesamte islamische Raum auch zum Teil das Rückzugsgebiet von Terroristen ist - Sympathisanten und Netzwerke der Islamisten gibt es von Marokko bis Indonesien. Das wird auch nie voll zu kontrollieren sein, schon gar nicht vom Westen aus, sondern nur durch Kooperation.
Die arabische Welt müsste eigentlich komplett für den Westen geöffnet werden - aber von innen, von den Moslems aus.
Es müsste dort genauso westlichen Einfluss, auch christlichen, buddistischen oder sonstige kulturelle Einflüsse geben, wie die Molsems den ihren zur Zeit in Europa immer stärker ausüben und verfestigen. Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit müssten im Islam herrschen, diese Rechte hängen aber auch mit dem Bildungsstandard zuammen - diese Entwicklungen dauern aber eben jahrzehntelang.
Da dies also nicht schnell passieren wird, sollte man zur Zeit die Einwanderung aus dem islamischen Kulturkreis nach Europa strengstens reglementieren und eindämmen.
Ansonsten kippt das Gleichgewicht immer mehr und um zukünftige Konflikte nicht völlig eskalieren zu lassen, wäre ein Schutz gegen innere Feinde unserer offenen Gesellschaft dringend nötig.
CIA-Leute schließen Rechtschutzversicherungen ab, und die großen Verbrecher regieren weiter. Das Völkerrecht wurde mit dem Irakkrieg gebrochen, die Verschleppungen und Misshandlungen in Guantánamo und anderswo sind lange bekannt. Wann endlich wird der Internationale Gerichtshof angerufen? Wieso stehen in den Ländern selbst die Regierungsvertreter nicht vor Gericht?
dieses ganze feige terroristenpack, und es sind hunderttausende, aus allen arabischen ländern, schreckt vor keiner noch so bestialischen greueltat zurück. weltweit.und ich habe noch nie während der vergangenen 10-15 jahre von irgendeiner arabischen organisation gehört, geschweige denn von einer arabischen regierung, daß es ihnen leid tut, oder daß sie dagegen auch nur einen kleinen finger rühren. im gegenteil: der haß und das predigen des sog. djihad wird uns in unserem eigenen lande
in ihren moscheen auch noch um die ohren gefegt.
wie ohnmächtig und verblödet sollen die europäer denn noch werden, bis diesen arabischen verbrechern mal ein riegel vorgeschoben wird. und im zuge dieser terrorismus-bekämpfung passiert eben mal der eine oder andere irrtum.
da muß man gr nicht groß herumschreien. 90 % aller inhaftierten (und das ist ja noch nicht mal die spitze des eisberges dieser verbrecherbande) sitzen zurecht in gefängnissen und verdienen eigentlich die todestrafe für ihre greueltaten, anstatt von jahrelangen prozessen.
Menchen?Rechte?fur wehr und wann?. Im Europa schlisst Mann immer noch die Augen.Die EU Politiker, dieser angsthase, bringen das EU volk, mit diese immer nachgehbenmentalitäet gegenüber die Islamischerbehdroueng ,mehr im gehfahr,als wenn Mann dieser Fanatiker Selbstmorder mit offner Konfrontationparole bitet.Solche Menchen(?)kapieren nur die kraft der Waffen .Mit Fanatiker spricht Mann nicht .Die muss Mann aus der weg schaffen wenn sein muss auch fur immer .Und das je früher desto besser ,denn sonst machen die mit uns kurz Prozes.Es ist num mal so das langsam aber sicher (nach der motto)dass Mann gehtzungen wird, harte entscheidung zu treffen,am ende gebe nur einer frage WIR oder DIE.
liebe(r) gudyfellkugel, wenn wir uns das so einfach machen würden gäbe es zwischen uns und dem "Terroristenpack" keinen Unterschied. Sind wir uns das Wert?
Terror mit Terror bekämpfen heißt für beide Seiten auf der Achse des Bösen zu reiten.
Die Legitimation von Folter und Töten schafft, wie das Umfeld der Terroristen eindrucksvoll verdeutlicht, Vorbilder, deren Geister wir dann nicht mehr los werden.
Dann kann miemand mehr sagen aber mit mir bitte nicht.
Soll das unser Leben sein?
Es ist schlimm genug, dass in Länder, die Freiheit und Demokratie sich auf ihre Fahnen schreiben und mit denen wir im Bündniss stehen ihre eigenen Bürger umbringen.
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