Unverwüstlich Pearl Jam entfesseln BerlinSeite 3/3
Nach 80 Minuten ist erst mal kurz Pause. Die erste Zugabe wird eröffnet von Given To Fly, Vedder schüttelt seine Lockenmähne, Come Back widmet er dem verstorbenen Joey Ramone, seinem guten Freund, mit dem er oft uber Doitschlaand gesprocken habe. Die deutsche Ansage liest er von einem Zettel ab, bedankt sich fürs Zuhören und den schönen Abend. Es folgen ein paar Cover-Versionen, zu Crazy Mary klettert er ins Publikum und lässt die Flasche kreisen, take a bottle drink it down. Pass it around. Das hat bei so einer traditionellen Rockshow mit spärlichem Bühnenaufbau dann schon Ereigniswert, wird bejubelt wie jeder Sprung von einem Lautsprecher, jedes Hinfallenlassen, jede neue Flasche Wein.
Nach Alive, ihrem ersten großen Hit, verlässt die Band zum zweiten Mal die Bühne, und die ersten Zuschauer streben dem Ausgang zu. Sie verpassen das ruhige Footsteps, das wird selten gespielt. Trotzdem kennen die Anhänger den Text und brüllen ihn so laut mit, wie sie können. Vedder verleitet das zu dem Lob, the Germans seien die besten Sänger der Welt. Das habe er vor zwei Wochen zwar schon den Italienern gesagt, aber nun müsse er sich korrigieren. Ha, ha, vielen Dank.
Beflügelt wird Why Go mitgesungen, enthusiastisch, möge dieser Abend doch nie enden! Zu Baba O'Riley von The Who müssen etliche Tambourine dran glauben, Vedder zerschlägt eines nach dem anderen und wirft sie dann ins gierige Publikum. The Who haben immer ihre gesamte Ausrüstung zerstört, Pearl Jam halten sich da etwas zurück. Nach Yellow Ledbetter ist Schluss, das Publikum schreit noch kurz gegen das Flutlicht an, doch selbst die besten Sänger der Welt bekommen nach drei Flaschen Wein, fast 30 Stücken und 140 Minuten keine dritte Zugabe mehr.
Sehen Sie hier unsere Bildergalerie vom Pearl-Jam-Konzert in der Wuhlheide
- Datum 26.09.2006 - 05:52 Uhr
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ein riesen kompliment an den verfasser des artikels, besser hätte man den abend nicht beschreiben können!
wir haben die anreise aus hamburg definitiv nicht bereut & einen unglaublichen abend in einer wirklich tollen atmosphere in berlin geniessen dürfen. die performance von pearl jam war so pur & natürlich, dass sich selbst ein robbie w. davon eine scheibe abschneiden sollte: mehr music & weniger show kommt bei den leuten richtig gut an !
nur sehr schade, dass den fünf gig´s in italien nur einer in deutschland folgte. nach dem abend - glaube ich - wird es bei der nächsten tour eher andersrum...
Danke an Pearl Jam für einen töllen Abend.Wir durften sie in Prag sehen und haben uns damit einen mittelgrossen Traum erfült! Ein unvergesslicher Abend mit ausschliesslich netten und gutgelaunten Leuten aus ganz Europa.Fans aus Schottland,Ireland, Slowakei,Polen und nätürlich aus Tschechien, hatten genau wie wir viel Spass bei genialer Musik.
Eddie Vedder hat eine besondere Ausstrahlung, kann politisch werden ohne grosse reden zu schwingen.Es reicht manchmal einfach aus, während einem Song, einer Bush-Maske den Mund zu zuhalten.Das ist eine Geste die ausreicht!
Pearl Jam ist alive und das ist auch gut so!
Für mich war ein Highlight,Neil Youngs Song, Keep on rockin`in a free world, gefehlt hat mir Black.Dafür beneide ich Berlin!
Der Konzertbericht gefällt mir. Mich nervt eigentlich nur, dass bei den einleitenden Worten zur Grunge-Szene der 90er mal wieder Alice in Chains vergessen wurden. Natürlich kann man nicht jede kleine Grunge-Band erwähnen, aber AiC hatten auch Millionen Platten verkauft und gehörten zu den ganz Großen. In der Regel spricht man eigentlich von den 4 großen Bands Nirvana, Pearl Jam, Alice in Chains und Soundgarden, das hat mittlerweile ja schon fast was von einer Legende. Das aber AiC vor allem von Mainstream-Journalisten häufig ignoriert werden ist mir schleierhaft. Gerade jetzt im Zuge der AiC-Reunion wäre eine Randbemerkung ganz nett gewesen. Immerhin haben sie dieses Jahr auch bei Rock am Ring gespielt. Pearl Jam sind also nicht mehr die einzigen Überlebenden der erfolgreichen Seattle-Bands. Unabhängig davon existierten weniger erfolgreiche Bands wie die Melvins und Sonic Youth ohne Unterbrechung bis heute, das aber nur am Rande. Sorry für meinen Einwand, aber als AiC-Fan muss ich das natürlich schreiben. ;) Die waren keine "Reste"- oder "Nachahmer"- Band sondern waren eigenständig, erfolgreich und haben sehr viele Bands beeinflusst!
schöner bericht und schön ausführlich, jedoch ist der konzertopener der anfang des titels 'once', bzw. das ende des albums 'ten' und damit der schluss des titels 'release'.
trotzdem danke!
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