Türkei "Schöne Tradition"
Die Kanzlerin war zum Fastenbrechen in der Türkei. Wer gehofft hatte, mit Merkel und der deutschen Ratspräsidentschaft würde das Ende der Verhandlungen zum EU-Beitritt nahen, könnte sich irren. Ein Kommentar
Istanbul
Angela Merkel und die Türkei – das waren bis Anfang dieser Woche zwei Welten, die nicht zusammenpassen wollten. Oft genug hatte Merkel als CDU-Chefin die Türken wissen lassen, dass sie nicht für die Mitgliedschaft in der EU, sondern nur für eine „privilegierte Partnerschaft“ taugten. Die Türkei war für die CDU und ihre Chefin bis voriges Jahr ein Land, über das man nicht viel wusste und über das man deshalb umso beherzter herziehen konnte - immer in der Hoffnung, dem Wahlvolk könnte es gefallen.
Doch Vorsicht vor Vorurteilen. Der Bundeskanzlerin hat es bei ihrem Besuch in der Türkei am Donnerstag und Freitag dieser Woche besser gefallen, als mancher Merkel-Kenner vermuten würde. Es sieht alles danach aus, als gäbe es zwei Gesichter der Merkelschen Türkei-Politik: das der CDU-Chefin mit Wirkung bis 2005, und das der Bundeskanzlerin von heute. Was ist in der Türkei passiert?
Der türkische Premier hat die Bundeskanzlerin – nicht ungeschickt – zu eben jenem Ereignis eingeladen, auf dem er im vergangenen Jahr seinen Freund Gerhard Schröder unter Ovationen verabschiedet hat: zum Fastenbrechen. Zufällig ist wieder Ramadan, der Fastenmonat der Muslime, so saß Angela Merkel pünktlich zum Sonnenuntergang neben Tayyip Erdogan an einer reich gedeckten Tafel, um das Fasten für diesen Tag zu brechen. An den Wänden hingen Plakate mit jugendlich hellen Gesichtern von Merkel und Erdogan, dazwischen türkische und die deutsche Flagge, und wie könnte sie fehlen, die europäische.
Europa ist denn auch eines der heiklen Themen gewesen. Die Türkei soll nach dem Willen der EU das Ankara-Protokoll in Kraft setzen, nach dem die Türkei mit allen Ländern der EU offene Handelsbeziehungen unterhält. Die Türkei weigert sich jedoch, griechisch-zyprische Schiffe in ihre Häfen zu lassen, so lange Zypern versprochene EU-Hilfen für das türkische Nordzypern blockiert. Die Europäer wiederum pochen auf die Zusage der Türkei, das Protokoll umzusetzen. Es ist also Streit im Anzug, den manche Gegner der Türkei in der EU nutzen wollen, um die Beitrittsverhandlungen zu stoppen. Merkels Besuch fand einen Monat vor der Veröffentlichung des EU-Fortschrittsberichts statt, in dem die Umsetzung der Beitrittsauflagen in der Türkei streng geprüft wird. Zypern gehört nicht zu den Kriterien, wohl aber zu den Gesten guten Willens.
Die Bundeskanzlerin ließ keinen Zweifel daran, dass die Türkei das Protokoll umsetzen müsse. Aber sie begriff sehr wohl, in welcher aufgeheizten Stimmung vor dem Wahljahr 2007 Premier Erdogan taktieren muss. Die Nationalisten warten nur darauf, dass er bei Zypern „einknickt“. Deshalb lobteten Erdogan und Merkel allerlei Kompromissvorschläge aus, unter anderem einen der finnischen EU-Ratspräsidentschaft. Der sieht dem Vernehmen nach vor, den türkischen Zyprern einen offenen Freihafen und einen Flughafen unter internationaler Aufsicht zuzugestehen, wofür im Gegenzug türkische Häfen und Flughäfen für die griechischen Zyprer geöffnet würden. Dieser Kompromiss braucht wohl mehr Zeit als das Ultimatum bis Ende Dezember, das die EU der Türkei gesetzt hat. Aber wenn sich eine Lösung abzeichnet, würde es wohl kaum zum Abbruch der Beitrittsverhandlungen kommen. Das Fastenbrechen übrigens hielt Merkel nach dem Essen für „eine sehr schöne Tradition“.
Irgendwie hatte sich Erdogans Werben um die Kanzlerin überhaupt ausgezahlt. Nach einer nicht unromantischen abendlichen Bootsfahrt auf dem Bosporus verstand Angela Merkel jedenfalls die Nöte des Premiers: „Lassen Sie uns nicht denen den Vorzug geben, die die Dinge emotionalisieren“, rief sie Türken wie EU-Politikern gleichermaßen zu.
Gesprochen wurde auf dem Boot auch über Iran und den Nahen Osten. Erdogan ist ein Premier, der mit Merkel, mit Bush und Ahmadineschad gleichzeitig spricht. Merkel hat das Schätzen gelernt, mehrfach betonte sie, wie wichtig die vermittelnde Rolle der Türkei sei. Und wie wichtig es sei, dass Vertreter verschiedener Religionen und verschiedener Kulturen oft miteinander sprechen.
Sie versäumte die Gelegenheit nicht. So traf sie sich mit den führenden Muftis der Türkei, mit dem Patriarchen der griechisch-orthodoxen Kirche und führte jenen Dialog auf andere Weise fort, den in Deutschland Wolfgang Schäuble mit der Islamkonferenz angestoßen hat. In einer Zeit der aufgeheizten religiösen Gefühle interessiert sich die Bundeskanzlerin wie ihr Innenminister für die Besonderheiten der islamischen Kultur und den Islam, den Schäuble vergangene Woche als einen festen Teil Deutschlands bezeichnete.
Die distanzierte „Privilegierte Partnerschaft“ mit der Türkei, von der die CDU-Chefin so lange gesprochen hatte, war in Istanbul kein Thema mehr. Wer gehofft hatte, mit Merkel und der deutschen Ratspräsidentschaft ab Januar 2007 würde das Ende der Beitrittsverhandlungen nahen, könnte sich irren. Angela Merkel sagt: „pacta sunt servanda“. Die Verhandlungen müssen in guten Geiste fortgeführt werden. Neben ihr nickte vor der Kulisse des Bosporus Tayyip Erdogan, den Merkel als „Realpolitiker“ bezeichnete.
Und es sieht ganz so aus, als würde sich die Realpolitikerin Angela Merkel in dieser Frage mit ihm gut verstehen.
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- Datum 06.10.2006 - 12:31 Uhr
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Hallo Teiresias, ich konnte mir ein Kommentar zu Ihrem Beitrag nicht verkneifen. Wie fast immer, wenn irgendwo etwas über die Türkei geschrieben steht, kommt irgendjemand wie Sie hervor (Sie sind wahrscheinlich kurdischer Abstammung?) und wettert mit alten Klischees gegen die Türkei, die mit einer konstruktiven Argumentation nichts zu tun hat. Sie befriedigt nur die niederen Instinkte der vourteilsbehafteten Leserklientel (in erster Linie die des Schreibers).
1. Seit wann praktiziert die Türkei einen permanenten Völkermord gegen die Kurden? Durch die einseitige Berichterstattung der deutschen Medien dachte ich früher tatsächlich, die Türken würden die Kurden in ihrem Land unterdrücken und versuchen auszurotten. Sie wissen gar nicht, wie viele Kurden ich hier kennengelernt habe, die als größtes Problem der Kurden in der jetzigen Türkei die PKK und ihre immer noch repressive Haltung gegenüber der Zivilbevölkerung anführen. Die meisten Kurden haben erkannt, dass die Rückständigkeit und Unterentwicklung ihrer Region im Terror der in den letzten 22 Jahren wütenden PKK begründet liegt. Der Terror hat (selbst kurdischstämmige) Privatinvestoren abgeschreckt, in diese Regionen zu investieren. In den letzten Jahren ist die jetzige türkische Regierung auf die Belange der Kurden weit mehr eingegangen als alle vorherigen Regierungen zusammen. Die meisten Kurden scheinen dies bereits begriffen zu haben, anderen hingegen scheint aber gerade diese Annäherung nicht ins "Konzept" zu passen. Ich denke, die PKK hat bis auf wenige Ausnahmen ihren Rückhalt in der Bevölkerung längst verloren, was ich persönlich als postiv einstufen möchte.
2. Das stimmt, die Türkei sollte in diesem Fall die Meinungsfreiheit wahren und jedem erlauben, das zu sagen, was er denkt-auch wenn das nicht ganz der Wahrheit entspricht. Der Mythos vom armenischen Genozid ist wohl die wichtigste von den Türkei-Gegnern ersponnene Trumpfkarte gegen die Mitgliedschaft der Türkei. Während EU-Mitgliedsstaaten wie Frankreich mit erhobenem Zeigefinger auf die Türkei zeigen, und nun auch noch die Anerkennung des Völkermordes zur Bedingung für die türkische Mitgliedschaft stellen, lehnen sie selbst die Verantwortung für die Massenmorde an den Algeriern während des Algerischen Unabhängigkeitskampfes ab. Der Bundestag gedachte im Jahre 2005 den vor 90 Jahren von den Türken umgebrachten Armeniern, deren Tun ich nicht kritisiere. Der Grund dafür scheint mir allerdings suspekt, wenn man bedenkt, dass Merkel und ihre Regierung der Türkei den Weg in die EU mit allen Mitteln verwehren möchte. Mir geht es hier nicht um die Klärung eines vermeintlichen Genozids, der durch die Kollaboration der Armenier mit den damaligen Kriegsgegnern sowieso schwer aufrecht zu erhalten wäre, sondern viel mehr um die Haltung der EU-Staaten gegenüber der Türkei und ihren angewandten Doppelstandards. Es wäre wichtig zu erwähnen, dass die Bundesregierung solche Sensibilität nie den deutschen Opfern gegenüber zeigte, welche vor 60 Jahren in Osteuropa einer ethnischen Säuberung zum Opfer fielen. Die Bensch-Dekrete waren nach Ende des zweiten Krieges nur der Anfang für die Vertreibung der Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei. Weitere Vertreibungen folgten aus anderen osteuropäischen Staaten wie Polen, Ungarn, Rumänien etc. Knapp 15 Mio Deutsche wurden aus ihrer Heimat vertrieben, davon fielen ca. zwei Mio Deutsche Übergriffen der dortigen Bevölkerung zum Opfer und ließen ihr Leben-und das alles geschah in der "friedlichen" Nachkriegszeit. Komisch ist, dass die Bundesregierung niemals diesen osteuropäischen Staaten die Verantwortung für diese Übergriffe und Vertreibungen abverlangte. Die Anerkennung dieser Ungerechtigkeiten waren niemals Bedingungen für die Aufnahme dieser Beitrittsländer in die EU, für die Türken wird es das aber sein. 90 Jahre hat man sich über die Armenierfrage ausgeschwiegen und jetzt wird sie auf einmal aktuell. Warum also das plötzliche Interesse?
Mit anderen Worten: Die EU-Staaten tun schon ihr menschenmöglichstes, die Türkei zu diskreditieren, um sie nicht in die EU aufnehmen zu müssen. Damit decken sich die Meinungen der Regierungen sehr gut mit denen ihrer Bevölkerung.
Übrigens: Als heute wohl wichtigste Quelle für den "Nachweis" eines Genozids an den Armeniern dienen die Schriftsammlungen von Johannes Lepsius, der aber damals mehr als ein Drittel dieser Dokumente unberücksichtigt ließ. Bei den restlichen zwei Drittel der Schriftstücke ließ man bewußt einige Passagen herausstreichen, die die Türken entlasten konnten. Trotz dieser "objektiven" Arbeit von Lepsius sticht eins deutlich aus den gesammelten Schriftstücken hervor: Die Kurden schneiden in den Dokumenten weitaus schlechter ab als die Türken, tragen demnach eine größere Verantwortung als sie sich selbst eingestehen wollen.
3.Das mit den "Andersdenkenden" sollten sie mal dem türkischen Premier Erdogan erzählen. Er hat für das Vorlesen eines Gedichts vier Monate Haft auferlegt bekommen. Dabei war es ein über sechzig Jahre altes bekanntes Gedicht von einem berühmten und republiktreuen Dichter.
Ich denke, gerade diesem Premier liegt die Verfechtung der Meinungsfreiheit weit mehr am Herzen als seinen Vorgängern.
Was aber Sie unter "Meinungsfreiheit" verstehen wollen, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Herr oder Frau Teiresias, Ihnen geht es in Ihrem Beitrag gar nicht um die Zukunft der EU.
Sie wollen nur nicht, dass ihrem alten Feinbild Türkei mit einer EU-Mitgliedschaft evtl. etwas Gutes widerfahren und ihre Bevölkerung davon profitieren könnte (Was mit der heutigen EU sowieso nicht mehr möglich wäre). Wenn die Türkei wirklich so abgrundtief "böse" ist, wie Sie meinen, dann sollten doch gerade Sie dafür plädieren, dass die Türkei in die EU aufgenommen wird. In den letzten Jahren hat die Türkei unter dieser Regierung auf demokratischem Wege vieles getan, um sich Europa anzunähern. In den kurdischen Gebieten wurde der gesetzliche Ausnahmezustand aufgehoben, so viele Rechte wie bisher hatte die kurdische Bevölkerung noch nie zuerkannt bekommen, in Istanbul wurde vor einigen Wochen die erste staatliche Kirche eröffnet etc. (Komisch, warum berichten unsere Medien eigentlich nie über solche positiven Entwicklungen in der Türkei?) Natürlich ist das alles noch nicht ausreichend, aber es ist schon einmal ein guter Anfang. Es wäre wünschenswerter gewesen, wenn die Türkei dies alles von sich aus gemacht hätte, ohne den Druck von der EU. Es zeigt aber auch, wie wichtig und einflussreich die EU für den demokratischen Entwicklungsprozess der Türkei ist.
Gerade jemand wie Sie, der die "undemokratische" Türkei anprangert, muss doch demnach ein Interesse dafür haben, dass sich die Türkei weiterhin demokratisch entwickelt und ihren Anschluss an Europa nicht verliert. Da dies aber nicht der Fall zu sein scheint, sind Sie entweder ein bornierter Mensch oder Sie verfolgen hier ganz andere Interessen.
Für die Nichtaufnahme der Türkei gibt es nur einen einzigen Grund, den Kanzlerin Merkel bestimmt auch in Zukunft nicht vergessen wird, egal wie sehr sie auch die Türkei schätzen wird: Die EU ist mit ihren 25 Mitgliedsstaaten (davon sind mindestens 15 Staaten bereits eher Ballast als eine Stütze) nicht in der Lage, ein Land wie die Türkei politisch, wirtschaftlich, geographisch, kulturell (da Europa selbst keine eigene Identität besitzt) oder sonstwie zu tragen.
Andere Argumente über den Beitritt erübrigen sich und sind nur Augenwischerei.
Apropos "emotional": Ich wäre der Redaktion der Zeit sehr verbunden, wenn sie "emotionale" Beiträge, die jeglicher Vernunft und einer konstruktiven Auseinandersetzung entbehren, sofort löschen würde. Manche sich permanent wiederholenden Phrasen gehören eher an den Stammtisch in der Bierkneipe als in die Leser-Kommentare der Zeit. Und das vor allem, wenn diese Kommentare nur so von Rechtschreib- und Grammatikfehlern strotzen (sorry Teiresias).
schon mal einer daran gedacht, Russland die EU-Mitgliedschaft anzubieten ? Mensch, bei denen ist Musik drin, die haben was unter der Haube, grosse Oel -und Gasreserven, riesen Waelder, starke Industrien, alle Mineralien, Arbeitskraefte noch und noch. Das ist was anderes als diese Murks-Staaten wie Rumaenien und Bulgarien, von denen wir im Hoechstfall billigeres Gemuese, Kuerbiskerne, Joghurt oder Wurstprodukte bekaemen.
Als "Realpolitikerin" wäre die Frau Kanzlerin Merkel gut beraten, die diversen aktuellen Umfragewerte zu berücksichtigen.
Sie mag ja die SPD mit deren linken Türkei freundlichen Flügel im Nacken haben. Ihre bzw, die CDU Wähler werden es ihr nicht verzeihen, wenn sie ihren früheren Kurs (previligierte Partnerschaft) verleugnet.
Gerade hörte ich ein aktuelles Umfrageergebnis vom Sender NTV. Darin sprachen sich 98 % der Anrufer gegen die Mitgliedschaft der Türkei aus.
Wo ist das Problem, es gibt nur Probleme wo man sie sehen will. Ich hatte noch nie Probleme mit Muslims weil ich einfach ein respektvoller Mensch bin, und mich noch nie für den Nabel der Welt gehalten habe, und nicht genug an Alzheimer leide unsere Geschichte vergessen zu machen.
Die Muslime sind eben anders, wenn sie sich etabliert haben und Geld besitzen werden sie so wie wir.
Das ergeht allen Immiganten Bevölkerungen. Gehen sie mal ruhig nach Luxemburg...und studieren sie das Herkommen der Leute, dannwerden sie erkennen dass das Muslimproblem auch mal anders hiess.
Alles was uns fremd ist scheint uns fern, doch sind es Menschen mit Seele und so weiter. Muslime eignen sich im Westen hauptsächlich für Politik, die Russen aber sind vergessen, und ich weiss nicht unter wessen Fuchtel es angenehmer zu leben ist.
Also ich muss leider feststellen, dass keiner von den beteiligten Personen sich ich ernsthaft mit den "ehrlichen Ursachen" der heutigen Probleme der Einwanderung von Bevölkerungsgruppen aus dem islamischen Kulturraum und der damit verbundenen unterschwelligen Angst der europäischen Mehrheitsbevölkerung einer Islamisierung Europas beschäftigt hat.
DIE HEUTIGEN SOZIALEN ZUSTÄNDE UND UNERWÜNSCHTEN SOZIALEN
ENTWICKLUNGEN MIT ÜBERWIEGEND IMMIGRANTEN AUS DEM ISLAMISCHEN KULTURKREIS IN EUROPÄISCHEN LÄNDERN UND STÄDTEN NENNT MAN IN DER GESCHICHTSWISSENSCHAFT "VÖLKERWANDERUNG".
Im Namen von Demokratie,Freiheit und Toleranz haben die westeuropäischen Gesellschaften keine Verantwortung übernommen, wie diese LEGAL eingewanderten Menschenmengen mit Ihren mitgebrachten Kulturwerten und Lebensweisen mit der freiheitlich-demokratischen Lebensart und den damit verbundenen Verhaltensnormen zurechtkommen.
Diese "unvorhergesehne" und eigentlich "ungewollte" Konfrontation mit dem islamischen Gedankengut und Lebensweise auf jeder sozialen und politischen Ebene, der meiner Meinung nach nicht vereinbar ist mit der Lebensmentalität der Europäer, wird jeden einzelnen europäischen Bürger mittelfristig im Alltag beschäftigen.
Immer wieder werden in Bezug auf die Türkei Unterschiede in den Vordergrund geschoben; insbes. die religiösen. Gemeinsamkeiten werden von Türkei-Gegnern dagegen in populistischer Manier unter den Teppich gekehrt. Doch auch die heuteigen EU-Staaten haben ihre Differenzen und Unterschiede. In Politik, Sprache, RELIGION, Kultur, Charakter und so weiter und so fort...
Während England, bzw. GB (Übrigens vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mehrmals wegen ihrer Missetaten in Nord-Irland angeprangert) heiter den innerueropäischen US-Handlanger spielt, versuchen die Franzosen die EU für ihre seit NApoleon Bonaparté unaufhörlich nationalistische Aufstrebungspolitik zur Weltmacht auszunutzen. Deutschland bangt um seine Exporte, während es durch die EU-BILLIGPRODUKTIONSLÄNDER (z.B. Polen, Ungarn etc.) immer mehr Arbeitslose zu beklagen hat. Die Kaufkraft im Inland sinkt, also fördert man die EU um die Profite der Unternehmen zu sichern.
Italien dagegen ist zwischen reichem Norden und armen Süden gespalten. Spanien, in seiner "Nationenvielfalt" reicher als die Türkei, hat immernoch kein nationales "Wir"-Gefühl, geschweige denn ein EU-Klima entwickeln können (Wenn sie doch nur mal Weltmeister werden würden, könnten sie unserem Beispiel i.d. BRD folgen). Griechenland, bis kurz vor seine Aufnahme noch Militärdiktatur hat belegterweise Terrororganisationen unterstützt (PKK, PLO etc.) Zypern ist nach Holland Europas Drogenumschlagplatz Nr. 2. Dank der EU-Mitgliedschaft kommen wir nun besser an das Opium heran.
Polen hast Deutschland, aber noch mehr Rußland. Außerdem sind Deutsche Unternehmen in PL im kommen. Rumänien und Bulgarien im Suff der Korruption werden unsere EU auch um zwei Tatorte erweitern.
Skandinavien will nichts von uns wissen, da wir ihr rosarotes WEltbild stören. Portugal will nur seine Früchte loswerden und Touristen im Land haben
etc etc
Und hier sind politische MEinungsverschiedenheiten im Detail garnicht aufgezählt. Nehmen sie meine Auflistung nur als Denkanstoß. Wessen Meinung vertritt die EU eigentlich? Eine Wirtschaftsunion? Ja.... eine politische oder gar kulturelle Union? Eher doch ein Riese mit vielen Körperteilen, Armen und Beinen... aber ohne Gehirn. Und wenn es mal im Gehirn (z.B. in Brüssel)zu Aktivitäten kommen soll, versinken wir in einer Flut diplomatischer Wirren.
Wenn mein Beitrag Ihnen das Lachen besorgt hat, bitte sehr, ich goenne jeden Mensch seinen/ihren Spass.
Nur zwischendurch: Ihre Beitrag gibt mir aehnliche Reaktionen.
Nur geduld bitte. Bald werden Sie herausfinden weswegen (falls es Ihnen bis jetzt wirklich noch nicht klar ist).
Wenn Sie finden, das die Zeit meinen Beitrag loeschen sollte, nur weil sie Ihnen nicht gefaellt, haben Sie damit schon bewiesen, wie Sie denken (Achtung, Ich sage hier "wie". Mir ist es egal "was" Sie denken, darum geht es hier nicht).
Dann ueber "Rechtschreiberei".
Wie gut waere es Ihnen gelungen, eine (nicht direkt-verwandte) Fremdsprache "recht" zu schreiben, mit denen Sie zum ersten Mal ab den 41en Lebensjahr konfrontiert worden sind, und denen Sie niemals in der Schule gelernt haetten?
Nein, Kurdischer Abstammung bin ich nicht.
Dass die PKK nicht immer ganz unschuldig ist, ist mir aber auch klar.
Wie koennte dieses auch so sein, wenn diese doch Jahrelang in einen Verteidigungskrieg gezwungen worden ist.
Aber zu behaupte, es haette "keinen" systematischen Voelkermord gegen die Kurden gegeben, ist schon grob.
Und, falls es Ihnen interessieren wuerde: ich selbst bin in der damaligen Sowjet-Union aufgewachsen, und habe neben Russische und Ukrainische auch Griechische und (ja, herr "Keylord") Armenische direkte Verwandte.
Die Aelteste unter ihnen, denen ich noch gekannt habe, haben den "Mythos" (so wie Sie sich ausdruecken) aus eigener Erfahrung, und damals am eigen Leib erfahren.
Auch meine Griechische Verwandte haben fuer Tuerkische uebergriffe fluechten muessen, und fanden eine neue Heimat im Christlichen Russland.
(Leider wurde dieses neue Heim bald danach auch zerstoert vom Kommunismus, aber das ist eine andere Geschichte, die hier nicht relevant ist).
Es geht mir aber nicht darum, der heutige Tuerkei die Verbrechen von damals anzuprangern.
Fast jedes groessere Land hat schwarze Seiten im eigenen Geschichtsbuch aufzuweisen, und da steht die Tuerkie also nicht alleine da.
Wenn Sie meinen Beitrag gut gelesen haetten, haetten Sie verstanden, das es die Tatsache ist, dass die Tuerkische Regierung HEUTZUTAGE noch diese Verbrechen leugnet, und sogar Leute verfolgt, die dieses aussprechen.
Auch den Massen-Mord and den Kurden wird immer noch geleugnet, auch wenn die heutige Situation dort jetzt endlich ein Bisschen "besser" wird (es wurde auch Zeit).
Frankreich hat Ihre Verbrechen in Algerien nie geleugnet, und es ist eine grosse menge kritische Werke - sowohl wissenschaftliche als literarische - im Umlauf, geschrieben von Franzoesichen Denker, die sich sehr (selbst)-kritisch mit den Algerien-Krieg auseinandergesetzt haben.
Dieses gillt auch fuer Deutschland ueber den NS-Verbrechen, die USA ueber Vietnam, Sklavenhandel und Massen-Mord an den Indianer, Russland ueber Stalin's Verbrechen usw.
Wo bleibt aber die (Zulassung zur) Publikation von Tuerkische Equivalenten ueber Armenien, Kurdistan usw.?
HEUTZUTASGE, darum gehst es!
Und, zum schluss, werden Sie richtig grotesk, wenn sie finden, dass Sie die Vertreibung der Deutschen aus dem damaligen Polen und der Tscheichei - wie schlimm dieses auch gewesen ist - in dieser Diskussion ausnuetzen koennen.
Mit diesem haben Sie verraten, entweder - bei Mangel an Argumenten - Ihren Zufluecht nehmen zu muessen in einem populistischen Taktik (die meiste Leser sind ja selbstverstaendlich Deutsche), oder einfach selbst die volkstuemliche Geborniertheit zu besitzen, denen Sie mir - falschlich - unterstellen.
Auch die Vertriebene Deutsche haben Recht darauf, dass ihren Leid anerkant wird.
Aber, wen Sie ihren vaterlaendische Geschichte gut gelernt haetten, wuerden Sie auch wissen, welche noch viel groessere verbrechen diese Verbrechen ausgeloest haben.
Den Kurden, Griechen und Armeniern indirekt NS-aehnliche Verbrechen den Tuerken gegenueber zu unterstellen, zeugt schon vom schlechtem Geschmack (ich untertreibe hier absichtlich)
Und wenn Sie die Neuzeits-Geschichte gefolgt haetten, wuerden Sie wissen das Havel in der Tschechei und Kwasniewski in Polen sich schon aufrichtig dafuer entschuldigt haben.
Und dieses schon lange, bevor EU-Mitgliedschaft zum realistischen Moeglichkeit dieser Laender gehoerte.
die Propagandamaschine in vollem Gange, die Extremrechte, und der Islamismus ist ein Segen für diese Leute. Sie kümmern sich nie um Umweltschutz, oder Giftmülldeponie Dritte Welt, aber reden sich tot über die anderen die Bösen, all die Anderen sind böse, nur Deutschland ist gut und perfekt.
Die Franzosen haben ihre Sache in der EU gemacht, es ist ihre EU, sie haben zwar zu 57% gegen den Verfassungsentwurf gewählt, aber es ist ihre EU. In Deutschland traute keiner sich abstimmen zu lassen...
Nur Deutschland alleine ist Stark und die DM wird alles richten, nur war Herr Schmidt der ja so gerne zitiert wird ein Mitbegründer des Euro, nachdem der ECU fehlschlug.
Deutschland, ein land wo die Alterspyramide Kopf steht, ein Land wo der Kinderwunsch bei 0 und Zerquetschte liegt, dieses Land gibt Lektionen und merkt mal icht dass es schwindet.
Mir gefällt der Beitritt der Türkei weil wir dann keinen hegemonialen Christenclub mehr sind, und der nächste Religionskrieg dadurch vermieden würde.
Das populistische Gebraddel ist wieder in Mode, aber wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinke pinke ?
Wir befinden uns in einer Welt, und China und die USA gehören dazu, und es sind ganz andere Massstäbe als dieses schwindende Deutschland, enorme Wirtschaftsmächte welche es nicht piekt nicht Weltmeister zu sein, und das umher zu posaunen.
Exportweltmeister, und zu Hause ? Keinen Cent in die Einkaufswirtschaft, die einzige welche aber Arbeitsplätze schafft.
Aber reden wir von der Türkei, das bringt auf jeden fall der NPD mal Stimmen, als ob jeder in Deutschland Alzheimer hätte. Wieviel Leid brach der Populismus, 1945 als Frauen geschändet wurden als Revanche und die stolzen Krieger sich verkrochen.
Wieviele Frauen und Kinder haben sich durch Populismus eine elende Zeit anpassen müssen.
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