Nordkorea Hilfloser Westen?
Die deutsche Bundesregierung bestellt wegen des Atomwaffentests den Botschafter Nordkoreas ein. Was sich noch unternehmen lässt, hat Katharina Schuler in Berlin erfragt
Die Bundesregierung hat den nordkoreanischen Atomwaffentest scharf kritisiert. "Der heutige Nukleartest gefährdet Frieden und Sicherheit in der Region und darüber hinaus", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag in Berlin. Die nordkoreanische Regierung setze "ihren Irrweg in die Selbstisolation fort".
Steinmeier forderte das Land auf, sein Nuklearwaffen- und Raketenprogramm unverzüglich einzustellen und weitere Tests zu unterlassen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sei gefordert, dieser "nordkoreanischen Provokation eine entschlossene Reaktion entgegenzusetzen", sagte der Minister.
Steinmeier kündigte an, Deutschland werde alle Bemühungen unternehmen, um zu einer friedlichen Lösung der angespannten Situation und zur Sicherung von Frieden und Stabilität beizutragen. Ziel müsse eine nuklearwaffenfreie koreanische Halbinsel sein.
Der Sprecher des Auswärtigen Amtes teilte mit, man werde den Botschafter Nordkoreas einbestellen. Damit wolle man Nordkorea ganz deutlich machen, dass sein Verhalten nicht akzeptabel sei.
Abgesehen von dieser deutlichen Reaktion kann Deutschland auf Nordkorea nur wenig Druck ausüben. Die Bundesrepublik gehört nicht zu den ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates, derzeit gehört sie auch nicht zu den zehn rotierenden Mitgliedern. Auch an den Sechser-Gesprächen, in denen die USA, Russland, China, Japan und Südkorea mit Nordkorea über den Verzicht auf Atomwaffen verhandelten, ist Deutschland – anders als an den Verhandlungen mit Iran - nicht beteiligt.
Die Regierung hofft nach Angaben ihres Sprechers gleichwohl, dass die Sechser-Gespräche, die Nordkorea 2004 verlassen hatte, bald wieder aufgenommen würden. Der Sprecher kündigte an, dass Deutschland Sanktionen gegen Nordkorea unterstützen werde, wenn es eine entsprechende UN-Resolution gäbe.
Der Proliferationsexperte der einflussreichen Stiftung Wissenschaft und Politik, Oliver Thränert, gab sich im Hinblick auf Sanktionen allerdings skeptisch.
„Es gibt schon eine Vielzahl von Sanktionen gegenüber Nordkorea und die Bevölkerung ist sowieso restlos verarmt“, sagte er
ZEIT online
. Sinnvoll seien deswegen nur Schritte, mit denen man direkt die Führungsclique treffen könnte. Dabei gehe es vor allem um Geldtransfers, die man komplett unterbinden müsse.
- Datum 10.10.2006 - 04:15 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 9.10.2006
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Zu einer tragfähigen und erfolgreichen Diplomatie gehört es, ein geeignetes Gefahrenszenario aufzubauen. Eine Katze ist sehr erfolgreich, da es intelligent, gewieft, schlau bei der Jagd vorgeht, ohne Krallen und scharfen Zähnen, ist eine Katze aber nur ein Schmusetiger, mehr nicht, genauso verhält es sich mit Diplomatie. Viele der Krisen in den letzten Jahren sind sicherlich dem unilateralen Verhaltens der USA zuzuschreiben, aber auch dem Brutos Verhalten anderer Staaten, die den USA öffentlich und damit für jeden Despoten sichtbar, einen Dolch in den Rücken gerammt haben. Das ist nämlich diplomatischer Irrsinn.
Den USA die Schuld für den 9/11 zuzuschreiben, empfinde ich als Frechheit, grotesk und abstossend. Die Erklärungen der al'quaida dafür sind vermessen: die USA haben sich nicht genug im Friedensprozess im Nahen Osten engagiert. Ich glaub es hackt! Klar, das war die Schuld der USA. Bis auf den Iran und den Irak pflegten die USA zu allen arabischen Staaten diplomatische Beziehungen, erst nach dem 9/11 hat sich die LAge zugespitzt, aber egal.
Die USA und Südkorea hatten einen Schmusekurs mit NK, alles lief auch einigermassen, bis, ja bis NK zugegeben hat, dass die ein geheimes Atomwaffenprogramm am laufen hatten und aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgestiegen sind. Richtig, das war die Schuld der amerikanischen Diplomatie, genau, ganz vergessen. Die Hilfsleiferung seitens der USA waren auch blöde. Jaja, einfach weiter so, für alles den USA die Schuld geben, wir können dann zurück in unsere Krippe und am Finger nuckeln.
Die Kunstdie Details zwischen den Zeilen zu lesen geht immer mehr verloren. Das vordergründige dominiert.
1. Was ändert der NK Atomtest? Gar nichts. Er erklärt damit nun auch dem letzten, das NK die neunte Nuklearmacht auf Erden ist. Ein Umstand den in der Tat keiner gut finden kann.
Dass ich die NK Regierung toll finde soll nun mal wirklich keiner behaupten.
2. Dass der Test insofern auch gut ist, da damit schon mal ein Geschoss aus dem Arsenal entfernt ist ist eine These bei der ich bleibe. Die relativ geringe Menge des Materials das dabei verwendet wurde (weniger als eine Hiroshima Bombe - das gilt heutzutage, und das auch seit Jahrzehnten, als höchst geringfügig) belegt die knappheit von Waffenfähigen spaltbarem Material in NK und ist insofern in einem gewissen Ausmass beruhigend.
3. Dass die NK Regierung sich bemüht hat per Test der Welt einen formalen Beleg seiner Nuklearen Fägigkeiten zu geben zeugt auch davon, dass dort nicht Leute am Werk sind die schweigen und sich letztendlich an einem Weltuntergansszenario ergötzen wollen. Das ist auch irgendwie beruhigend. Ob Seoul letztendes innerhalb von Minuten konventionell in Schutt und Asche gelegt wird (was den seit Jahrzehnten bestehden Möglichkeiten entspricht - hier auch mal Landkarte angucken), oder mit nuklearen Mitteln ist für die Opfer irrelevant.
4. Dass ich dies als erneutes Symptom dafür betrachte, dass die USA Diplomatie als Mittel der Politik nicht mehr anerkennen mag sehr überspitzt formuliert sein, bleibt aber mit allen Konsequenzen im Prinzip richtig.
5. "Diplomatie" ist ein Konzept, welches sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte sehr erfolgreich entwickelt hat und im Prinzip darauf ausgerichtet ist Krieg zu verhindern, da dieser in der Regel immer sehr kostspielig ist (unabhängig von jedwelchen "Kollateralschäden", welche grundsätzlich immer billigend in Kauf genommen werden).
6. Der richtige Ansatz im diplomatischen Umgang mit NK wäre die Umarmungstechnik gewesen. Dies wurde teilweise auch angewandt, allerdings recht inkomplett mit der Erwartung rascher Erfolge. Im Umgang mit systemen welche eine eingebaute Erbfolge in der Führung haben gibt es aber grundsätzlich keine schnellen Resultate.
7. In den Anfangs-1970ern war ich ein erbitterter Gegner der Brandtschen Ostpolitik - in welcher nach meiner seinerzeitigen Lesart rund ein Drittel des Vaterlandes (mit so traditionsreichen Orten wie Breslau, Stettin, Königsberg, etc.) für nur wenig mehr als lauwarmes Gelaber verscherbelt wurden.
Heute weiss ich mehr über Geschichte und ihre Psychologie. Das Konzept von "Wandel durch Annäherung" mag aufgrund der Langsamkeit ihres wirkens, das zumal wenig Stärke seitens der Führenden vermittelt, einen gewissen Mangel an Attraktivität haben - aber es funktioniert auf so vielen, auch unvorherbedachten, Ebenen äusserst gut. Man kann das sogar oft auf den Alltag übertragen. Es funktioniert!
8. Die kollossale Anzahl der scharfen Niederlagen der USA im letzten Halbjahrzehnt, welche wohl nächstes Jahr noch mit einem Waffengang gegen Iran ergänzt wird, ist in jener Dichte bei führenden Imperien in ihrer Zeit eine eklatante Ausnahme.
9. "Bush der Jüngere" muss wohl dafür historisch seinen Hals hinhalten. Er hat "sein" Imperium in einem Status übernommen, als es sich finanziell erholte, die Haushalte waren ausgeglichen, etc. Es war ganz oben, und ohne Konkurrenz.
Dank der Missachtung einfachster Regeln der Kriegskunst gingen Afghanistan und Irak in die Hose. Dank Missachtung, wenngleich relativ neuer, diplomatische Konzepte entwickeln sich neue, quasi unangreifbare Sekundärmächte.
Natürlich kann ich mir hier und jetzt nicht die Finger wund tippen und das alles mit Details füllen, der Rahmen ist hier nicht dafür geeignet.
Die Feststellung bleibt: Arroganz wir von der Geschichte grundsätzlich schärftstens bestraft, ebenso wird auch bestraft, wenn sich die Führung ungeniert die Taschen vollstopft (wofür ja die Bush d. J. Mannschaft auch einen sehr guten Fundus an Argumentation bereitstellt).
Es ist die Dekadenz der politischen Klasse unserer Tage, der Pfründeverschusterer, die uns alle schon bald, noch innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahrzehnte fragen lassen wird warum und wieso alles so furchtbar schief ging.
Hier, und heute findet alles statt. Und sind wir in Deutschland wesentlich besser? Wahrscheinlich nicht. Wir haben uns ja auch Angie Merkel zur Kanzlerin erkoren. Nett, und bar jeglicher Fähigkeiten. Schröder war ja schon arg ...
Zunächst einmal möchte ich festellen, dass ich den Kommentar meines Vorgängers ("Kanalbauer") äußerst abstoßend finde. Selbstverständlich sind wir in Europa im Moment nicht unmittelbar bedroht, 10 Millionen Bewohner von Seoul in unmittelbarer Nähe zur Nord-Koreanischen Grenze sind es aber sehr wohl.
Im Reich des Steinzeit-Kommunismus paart sich nun russiches Know-How, russische Technik und nord-koreanischer narzistischer Größenwahn. Zu behaupten, es sei doch gut, dass diese Wahnsinnigen es (wahrscheinlich) endlich geschafft haben, die Bombe zu zünden um ihr Pulver zu verschießen ist, mit Verlaub, genauso verrückt.
Sehr bedauerlich ist es weiterhin, dass der große chinesische Bruder es nicht geschafft hat, Nord-Korea die fixe Idee von der Bombe auszureden und das Regime dazu zu bewegen, sich endlich um sein Volk zu kümmern, anstatt alle verfügbaren Mittel in die Nuklear- und Raketenrüstung zu stecken. Dies ist die zweite, genauso traurige Seite der Medaille.
Ich rate also jedem, der heute so voller Inbrunst das amerikanische Imperium verurteilt und von einer neuen, schönen multipolaren Welt träumt, einmal für zehn Sekunden die Luft anzuhalten. Und darüber nachzudenken, ob der Wohlstand und die Sicherheit in Europa und der Welt unter chinesischer oder russischer Führung besser dran wäre. Und dass die Europäer leider nicht in der Lage sind, selbst zu führen, kann dieser Tage im Iran deutlich beobachtet werden.
Von drto - @ Kanalbauer
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In Ihrem Beitrag vom 11.10.2006 18:02:05 schreiben Sie: "Wandel durch Annäherung (......) hat Gorbatschow erst ermöglicht," um dann fortzufahren, "Ein Sovietführer vom Schlage Stalins wäre möglicherweise in der Lage gewesen den Kostendruck des Wettrüstens, zumindest für ein weiteres Jahrzeht oder zwei, mit anderen Mitteln, z.B. mehr Zwangsarbeit und Vernichtung "unnützter Esser" etwas aufzufangen."
Sie bestreiten damit erstens selbst, dass Brandts Umarmungsstrategie zielführend gewesen ist und Ihre aktualisierte Umarmungsstrategie gegen den "geliebten Führer" zielführend sein könnte.
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Ich wiederlege hier nicht meine eigene These. Vielleicht wollen sie beispielsweise Gorbatchovs Autobiographie lesen, in welcher er den Einfluss der Gemässigten im Westen, der "Habt-euch-lieb-Gilde", auf das Sovietinterne Weltbild beschreibt. Gorbachov selbst war ein Kind der Detente, nicht seine Ursache. Eine Abwesenheit von Entspannungspolitik hätte wohl einen anderen Mann statt Gorbachov ins Amt gebracht.
Dergleichen kann übrigens auch heutzutage noch weltweit beobachtet werden. Die Abwesenheit einer auf ausgleich bedachten Politik bevorteilt grundsätzlich Hardliner.
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Sie behaupten aber auch, dass an der gesamten weltpolitischen Situation sich durch den Test (von was auch immer) nichts geändert hat und rechnen offensichtlich nur mit zwei Akteuren auf der weltpolitischen Bühne. So rechnen blinde Milchmädchen.
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Ihrem ersten Halbsatz stimme ich zu, der zweite ist eine abwegige Interpretation ihrerseits. Die kostengünstige Milchmädchen-Polemik nehme ich zur Kenntnis.
@ Kanalbauer
In Ihrem Beitrag vom 11.10.2006 18:02:05 schreiben Sie: "Wandel durch Annäherung (......) hat Gorbatschow erst ermöglicht," um dann fortzufahren, "Ein Sovietführer vom Schlage Stalins wäre möglicherweise in der Lage gewesen den Kostendruck des Wettrüstens, zumindest für ein weiteres Jahrzeht oder zwei, mit anderen Mitteln, z.B. mehr Zwangsarbeit und Vernichtung "unnützter Esser" etwas aufzufangen."
Sie bestreiten damit erstens selbst, dass Brandts Umarmungsstrategie zielführend gewesen ist und Ihre aktualisierte Umarmungsstrategie gegen den "geliebten Führer" zielführend sein könnte.
Sie behaupten aber auch, dass an der gesamten weltpolitischen Situation sich durch den Test (von was auch immer) nichts geändert hat und rechnen offensichtlich nur mit zwei Akteuren auf der weltpolitischen Bühne. So rechnen blinde Milchmädchen.
Da ich mir auch nicht die Finger wund tippen möchte aber trotzdem ihre Erwiderung auch nicht kommentarlos stehen lassen mag, hier ein paar wenige abschließende Bemerkungen.
1. Dass Sie am nord-koreanischen Verhalten so vieles beruhingend finden, finde ich äußerst beunruhingend.
2.Ihre Einschätzung, diese Leute scheuten mit Sicherheit von einem "Weltuntergangsszenario" zurück, hat sich mit den heutigen Kommentaren und Drohungen aus NK als falsch erwiesen.
3. Sie implizieren zwar, sie wüßten bestens über die "einfachsten Regeln der Kriegskunst" bescheid, behaupten aber gleichzeitig, die Bedrohung durch konventionelle Artellerie (und sei es noch so viele) und Nuklearwaffen mache keinen Unterschied. Das ist vollkommen grotesk und nimmt Ihnen einiges an Glaubwürdigkeit.
4. Ich behaupte, dass Sowjetreich ist nicht durch die Umarmungen Willy Brandts zerfallen, sondern durch das konsequente Wettrüsten gegen eine letzlich viel stärkere weil leistungsfähigere Volkswirtschaft. Damit möchte ich überhaupt nichts an der Entspannunspolitik in Abrede stellen. Der reine Habt-Euch-doch-Lieb-Ansatz ist aber eindeutig nicht zielführend. Man könnte es auch Appeasement nennen.
Die von ihnen vorgetragene Umkehrung von Ursache und Wirkung in diesem nicht zu unterschätzenden Konflikt stört mich schon erheblich und ist für mich nicht nachzuvollziehen. Von der billigen allgemeinen Politikerschelte mal ganz zu schweigen.
Dank des Testes hat Nordkorea schon mal eine Atombombe weniger. Hätten die Nordkoreaner besser nicht getestet sondern nur gehabt um uns in sicherer Unsicherheit zu wiegen, oder so etwas?
Die Fehler wurden schon lange vorher gemacht. Es ist ein erneutes Versagen der US Diplomatie, oder was als noch solches gilt.
Je nach zählwise ist dies die zweite bis vierte katastrophale Fehlentwicklung der die der Bush-Administration zuzuschreiben ist.
1.a. Der anschlag an jenem 9.11.
2a. die militärische Intervention und wahrscheinliche Niederlage in Afghanistan
2. die militärische Intervention und wahrscheinliche Niederlage im Irak
3. Das freundliche zugucken in Nordkorea nach dem Motto "mit Schurkenstaaten reden wir nicht".
Das Problem der Amerikaner ist, die glauben wirklich, den kalten Krieg gewonnen zu haben, was denen einen gewissen Grössenwahn verschafft hat.
Der "kalte Krieg" war zum einen kein wirklicher Krieg, und zum anderen ein harscherer Sowietführer hätte beileibe noch kein Ende gesehen an der Stelle wor Gorbatschow meinte es sei aus.
Zurück zum Thema: Nordkorea spielt im Prinzip keine Rolle. Es konnte vorher bereits Südkorea auf der Stelle vernichten. Ob es ihnen mittelfristig - dezeit sind deren Langsteckenraketen bestenfalls gut anzusehen - gelingen könnte eine Atombombe irgendwo in den USA zu landen ist mir relativ egal: das ist ein bilaterales Problem, und ich wohne nicht in den USA. Japan? Ibidem.
Eines ist heute jedoch schon gewiss: die Geschichte wird ein vernichtendes Urteil über Bush den Jüngeren fällen.
In Abwesenheit jeglicher Intelligenz hat er so gut wie alle Probleme unserer Zeit und seiner Nation verpennt und altbacken erscheinende Axiome verletzt wo es nur so ging. Ein entscheidendes hier ist, Macht nur dann einzusetzen wenn es sonst wirklich nicht anders geht.
Die Geschichte bestraft wenig anderes so harsch wie Arroganz.
300 Milliarden oder mehr hat er im Irak versandet, nur um dort eine Hölle auf Erden zu erschaffen. Was man mit dem Geld alles hätte machen können, inklusive ein funktionierendes Nordkorea aufzubauen ...
"Ich glaube kaum, dass Gorbatschow seine Karriere mit Ihrer Theorie erklärt. Außerdem stellt sich ja wohl die Frage, weshalb die DDR nicht an Straussens Milliardenkredite zu Grunde ging, sondern trotz dieser Kredite."
Dann würde ich mal bei Gorbatchov nachlesen. Er beschreibt eindeutig, dass die Rahmenbedingungen wichtig waren - am Ende auch für die Enscheidungen die ersaelbst traf. FJS' Mrd. Kredit war wohl im Gesamtpaket "Vertrauensbildende Massnahmen" eine Teilmenge; wie wichtig diese Teilmenge war werden dereinst Detail-Historiker zu erörtern haben, wenn dazu Zeit und verlangen bestehen.
"Anscheinend gilt Ihre Theorie auch nur einseitig. Denn wie erklären Sie sich dann die Präsidentschaften Reagans, Bush Sr. und Bush jr., die Sie ja sicherlich als "Hardliner" einstufen."
Ich habe allgemein von "begünstigen" etc. gesprochen. Äussere widridige Umstände sind keine Grundbedingung für "Despoten" aller Art, wenngleich hilfreich. Reagan, den ich übrigens durchaus nicht verachte - obwohl er ja dem m.E. gefährlichen Theismus in den USA wieder zu Chique verholfen hat - war eine Antwort auf Carter, in erselben form wie Putin eine Antwort auf den ungezügelten Niedergang der Yeltzin Jahre ist, und wohl Hitler eine Antwort auf das Chaos von Weimar war.
Der stärkere bis starke Mann kann eine Antwort auf Ursachen von zu Hause sein, oder aber auch auf die Einbildung dass die anderen Nationen einem ans Bein pinkeln.
Dass ich Grundsätzlich eine neigung habe den von mir geäusserten Meinungen zuzustimmen sollte mir eigentlich nicht verübelt werden.
@luiszeitprojekt
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"Zu einer tragfähigen und erfolgreichen Diplomatie gehört es, ein geeignetes Gefahrenszenario aufzubauen."
Ist wohl richtig - in der US PBS "Newshour" mit Jim Lehrer meinte ein Kommentator kürzlich, dass es die USA wohl mit dem Knüppel übertrieben hätten und nicht genug Karotte im Angebot war. Das entspricht in etwa meiner Meinung.
(Dann kommte die wenig ausführlich dokumentierte Dolchstosslegende AD 2006 - die ignoriere ich aber)
"Den USA die Schuld für den 9/11 zuzuschreiben, empfinde ich als Frechheit, grotesk und abstossend."
Dazu habe ich mich überhaupt nicht geäussert.
"Die USA und Südkorea hatten einen Schmusekurs mit NK, alles lief auch einigermassen, bis, ja bis NK zugegeben hat, dass die ein geheimes Atomwaffenprogramm am laufen hatten und aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgestiegen sind. Richtig, das war die Schuld der amerikanischen Diplomatie, genau, ganz vergessen. Die Hilfsleiferung seitens der USA waren auch blöde. Jaja, einfach weiter so, für alles den USA die Schuld geben, wir können dann zurück in unsere Krippe und am Finger nuckeln. "
Das ganze ist im grossen und ganzen Unsinn. Tatsache ist, dass die USA kurz nach dem Amtsantritt Bush's d.J. einige Zusagen einseitig aufgehoben haben. Danach eskalierte die Chose.
Der Rest von "luiszeitprojekt" tollt weiter im vagen, emotionalen Raum umher un kulminiert im Appell, dass ich wahrscheinlich einige VW Golfs senden soll. Zum einen meine ich hier, dass ich nichts abschicke, da ich nebst nicht ausreichendem Cash ein nichtausreuichendes Bedrohungspotential vorfinde.
Einstweilen verbleibe ich bei meiner ursprünglichen Meinung, dass NK derzeit eines der geringsten Probleme der Menschheit ist. Sudan, und einige andere Länder bedanken sich dafür, dass damit aber wohl einer der Gründe füÜr Aktion wg. Darfour entfällt: keiner interessiert sich mehr dafür.
Ich befinde mich derzeit ca. 20 km westlich von Sydney in Australien. Es ist Mitternacht und ca. 30C. im Oktober (April in der nördlichen Hemisphäre). Ost und Westaustralien befinden sich gleichzeitig in einer anhaltenden Dürre - zum ersten mal seit Menschengedenken.
Bananen kosten ca. $14 pro kg. Glaucobrotus blüht bereits im August und nicht erst im Oktober, Frangipanis bekommen neue Blätter bereits im September. Hier sprechen wir über ein wirkliches Problem. Dieses heist "Global Warming". In Tasmanien finden die vernichtendsten Waldbrände aller Zeiten statt - das ist der Nordrand der Antarktis sozusagen.
In etwa zehn Jahren versiegen Gletscherströme aus dem Himalaya der Wasser das Land von hunderten Millionen Indern bewässern.
Ich kann da fortsetzen - es ist aber etwas Themenfern. Was ich aber sagen will: Nordkorea ist irrelevant, ein Pseudothema. Der Untergang der Menschheit - so wie wir sie kennen - ist bereits heute eigeleitet. Milliarden werden sterben.
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