Klassengesellschaft Rutsche in die Armut

Acht Prozent der Deutschen gehören laut einer Studie zur neuen Unterschicht. Was tun? Und: Wer hat Schuld? Adrian Pohr kommentiert das aktuelle Meinungsbild

Die Aufregung ist groß. Nach einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung leben acht Prozent der Bevölkerung in Armut, ohne Job oder in unsicheren Arbeitsverhältnissen, bildungs- und kulturfern und in sozialer Lethargie. Im Osten soll es sogar jeder Fünfte sein. Klar, dass diese brisanten Ergebnisse eine heftige politische Debatte auslösten. Und schon geht der Streit los: Darf man, wie SPD-Chef Kurt Beck, die schlechter Gestellten zur „Unterschicht“ ausrufen? Wie kann man gegen dieses Problem angehen? Und – diese Frage geht der SPD sehr nahe: Ist die frühere rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder mit ihren Hartz-Reformen womöglich mitverantwortlich für die Situation? Bis auf die unnötige Debatte um Begrifflichkeiten gehen die Zeitungen an diesem Montag breit auf diese Fragen ein.

Die Süddeutsche Zeitung wähnt das Projekt sozialer Aufstieg als beendet. Die deutsche Gesellschaft verändere sich wieder hin zu einer Klassengesellschaft. „Es gibt eine Rutsche in die Armut, genannt Hartz IV, und es gibt eine gewaltige Angst davor, dass man sich auf einmal selbst darauf befinden könnte.“ Selbst in der Mittelschicht seien heutzutage Existenzängste verbreitet.

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Am schlimmsten ist die Lage offenbar in Ostdeutschland. Dort sind am meisten Menschen von Arbeitslosigkeit, sozialem Abstieg und fehlenden Perspektiven betroffen. Von „enormem Sprengstoff“ dort spricht die Rhein-Zeitung . Denn aus Hoffnungslosigkeit erwachse die Gefahr, politischen Verführern auf den Leim zu gehen – die jüngsten Wahlergebnisse der Rechten in Mecklenburg-Vorpommern sprechen für sich.

Eine ganz eigene Lösung leitet die Frankfurter Rundschau aus den Problemen des Ostens mit seiner wachsenden Armut und Rechtsradikalismus ab: Wie wäre es mit einem Integrationsgipfel im Kanzleramt, der die Gesellschaft als Ganzes betrachtet (und nicht nur die Ausländer und Immigranten)? Die Westdeutsche Zeitung spricht sich für praktisches Handeln aus: „Wer den Trend zur Drei-Klassen-Gesellschaft bremsen will, der muss in Bildung und Qualifizierung investieren.“ Das Vererben von Sozialhilfekarrieren könne mit kostenlosen Kindergärten, flächendeckenden Ganztagsschulen und einem erhöhten Lehrstellenangebot durchbrochen werden.

Andere Zeitungen befassen sich nicht mit den Lösungen, sondern mit der Schuldfrage: War es Schröders SPD, die die Arm-Reich-Schere zu verantworten hat? Die Märkische Allgemeine vermutet, dass die parteinahen Autoren der Studie diese Frage bejahen würden. Ein „interner Flügelkampf“ der SPD sei daraus zu lesen, eine „Abrechnung des weiland via ‚basta’ kaltgestellten linken Lagers mit den Hartz-Reformen“. Die Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung schließt sich dem Urteil an: „Armut ist nicht das Ergebnis der Politik Gerhard Schröders, wie Parteifreund Ottmar Schreiner meint. Die Unterschicht gab es schon vorher, natürlich ebenso einen Niedriglohnsektor. Man nannte es Schwarzarbeit.“

Leser-Kommentare
  1. das die Parteien, vornemlich hier die SPD nicht mehr in Deutschland beheimatet sind. Das was in der Studie ausgesagt wird ist seit Jahren bekannt, und jeder der durch die Strassen geht, jeder der die Zeitungen liest kann das schon lange wissen!
    Das jetzt geheuchelt wird, man hätte das ja nicht gewußt, das zeugt nur noch von der Heuchelmentalität der Parteien, bis hin zur Selbstverleugnung eines H. Müntef. .. der sowas ja schon lange nicht mehr sieht, hat doch sein Busenparteifreund H. Schröder das ganze letztlich noch auf die Spitze getrieben!

    Diese Armut ist gemacht - und keinesfalls die "normale" Armut die es sicherlich immer gab. Es ist die Armut die erzwungen wurde durch die blinde Gefolgschaft den Unternehmen hinterher, der blinden Gefolgschaft einer "Globalisierung" die ja die Unternehmen stärkt (nur eben die Menschen arbeitslos macht! ).
    Macht über alles - und Deutschland ist ja so groß - und muß die Welt am Hindukusch verteidigen - nur das man damit auch die Armut in Deutschland fördert, das wird bei alle dem nicht mehr gesehen, man hat sich ja ein Statusymbol für Milliarden in Berlin bauen lassen!

    Inzwischen sind alle bedroht - weil die "Globalisierung" nun mal eben heißt, Arbeit gibts nur noch da wo Minimalstlöhne bezahlt werden, und Arbeit geht uns aus - weil immer mehr Maschinen diese Übernehmen!

    Haben die angeblich 600.000 Mitglieder der SPD das alles überlesen seit Jahren? - Kaum glaubhaft, entweder hat diese Partei schon lange kaum noch Mitglieder, oder die vertrauen darauf das sie noch schnell ein Pöstchen bei Gasprom kriegen, so wie einer der ihren!

    Und dieses Herumdrucksen um Worte - ob man es Unterschicht oder Armut nennt, es sind Harz IV - Niedriglöhne - Sklavenarbeit und dauernde Angst um seinen Arbeitsplatz für die Bevölkerung. Nur scheinbar die Parteien glauben wirklich noch das es mit flexibilität, und mobilität, und Eifer, und Zaubersprüchen Arbeit gibt.
    Nur es gibt 3,5 Mio Arbeitslose denen kein Arbeitsplatz gegenübersteht, es gibt 2,5 Mio Kinder die unterhalb der Armutsgrenze liegen - aber dafür Parteien die Millionen dafür bekommen das sie wegschauen - und ganz erstaunt sind wenn dann ihr eigenes!!!! Institut ihnen sagt das es nicht so rosig ist wie sie es immer ausmahlen!

    Nein, die CDU/CSU ist da nicht besser, auch sie frönen dem Hobby jeden Tag sich neue Zwangsmaßnahmen für die ach so faulen Arbeitslosen auszudenken - als wenn die Arbeitsplätze nur so rumliegen würden!
    Aber man betreibt eine BA - die Milliarden verschleudert - um Menschen die Arbeit suchen auszusondieren - so mit Zwang dazu zu bringen sich noch schlechter zu fühlen als es die Arbeitslosigkeit sowieso mit sich bringt!

    Wer noch Arbeit hat, der sollte umdenken, nämlich das diese Parteien ihm höchsten auch noch den Arbeitsplatz klauen, damit Fr. Merkel mit H.Bush über "Internationale Beziehungen " Smalltalk halten kann! Sie sollten sich überlegen das die "Unterschicht" bald auch sie treffen wird, wenn diese Parteinen weiter machen, weil sie sitzen so weit weg von den Menschen das sie nichts mehr berührt, ausser ihre Diäten und eigenen Renten!

    Nach Jeremy Rifkin [url=http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_seite=1]Langfristig wird die Arbeit verschwinden[/url] werden in 20 Jahren überhaupt keine Arbeitsplätze mehr im Produzierenden Gewerbe existieren, nach anderen Ökonomen ist es die Abwanderung der "Arbeit" in Niedriglohnländer. Egal wie - Arbeit wird es so immer weniger werden, und auch die Mittelschicht wird darunter leiden - sie wird auch zur Unterschicht werden!

    Warum glaubt man Politikern noch so viel? Weil es so praktisch ist, weil man sich nicht rühren muß und die alles Besser wissen? Wohl kaum - sie haben ja anscheinend schon die letzten Jahre nichts mehr mitbekommen!

    Abwählen ist da das Thema - ihnen die Mitgliedbeiträge nicht mehr zahlen und austreten, dann merkt man vielleicht auch da wieder das ohne Geld nichts mehr geht - aber sie sich in Saus und Braus in einer Eitelkeit präsentieren, als wenn sie etwas "geleistet hätten" - aber haben sie?

    Mfg
    Silverhair
    (Wer reich werden will braucht viele Arme die er ausbeuten kann, wer wirklich reich sein will, der braucht noch viel mehr Reiche dafür!)(C) Silverhair

  2. .. Ihr Beispiel gefällt mir sehr!

  3. "Deutschland wird nicht durch den einfachen Menschen kaputt gemacht, sondern durch Manager, die das Land seit inzwischen Jahrzehnten auspressen:"

    Aber auch Manager haben das Land bisher mit reichgemacht, und sorgen auch heute noch für den Reichtum dieses Landes - sicher z.T. nur durch Mehrung des eigenen Reichtums.

    "ich muss Arbeitsplaetze abbauen, sonst gehe ich ins Ausland!"

    Irgendwann, wenn die Ausländer genug Produkte haben, ist aber auch dort Schluss mit dem Wachstum, auch dort wird man an einen Punkt wie in Deutschland und in Westeuropa kommen, das ist auch beim Umweltschutz so, und eben auch im Sozialbereich.

    "Deutschland wird durch die Reichen kaputt gemacht, die sich auf ihrem Bankkonto ausruhen, dass nicht mehr durch eine gesunde Wirtschaft bedient, sondern durch den Staat, der sich bei ihnen verschuldet!"

    Ich denke, dass ein jeder und auch der Staat wirklich gut aufpassen muss, dass Leute, die hier etwas hochgezogen haben, die Ernte auch hier verteilen, das ist wahr, und da läuft leider auch so manches, ja allzuviel, falsch. Wenn man sich bedenkt, wie wir mit der Schweiz so befreundet sein können, wo dieses Land doch so eine schöne Steueroase für Reiche ist, dann ist das schon skandalös, oder mit Österreich, wo man keine Erbschaftssteuer zahlen muss. Schlimm, schlimm schlimm und inkonsequent, soetwas.

    "Ach ja: die Politiker: ich kenne keinen, der sich ernsthalt aufgelehnt gegen das Establissment und ihnen ernsthaft gedroht, dass Sie alle rausfliegen wuerden, wenn sie weiterhin das Vaterland verrieten!"

    Wer hat diese, und nur diese, aber nur gewählt, wer nur findet nicht die Kraft, bessere zu wählen? Das können doch wohl nicht nur die paar Manager sein - oder?!

    Viele Grüße und Gute Nacht!

  4. Herr Germanow,

    alle Menschen dieser Welt haben das Recht auf ein ertraegliches finanzielles Auskommen!

    Nicht nur Deutsche!

    Dass das in Deutschland nicht funktioniert, da gebe ich ihnen recht, ist schuld von mit Grundgesetzen der Nationaloekonomie unbeleckten Politikern!

    Also nicht ihre Schuld, aber lassen Sie die "Auslaender" doch raus bei solchen Debatten!

    Ich werde jetzt anfangen, mich diesbezueglich ausfuehrlcher zu aeussern!

  5. Suchen Sie doch mal nach einer exakten Studie über die Eigentumsverhältnisse – Sie werden keine finden. Der Armutsbericht der Regierung – eine Lachnummer für jeden Kenner der Materie.

    Glauben Sie etwa noch, wir hätten eine Demokratie? Die Herren Schröder und Müntefering haben jeden denkenden Menschen von dem Gegenteil überzeugt. Lobbyisten- und Beratertätigkeit – früher Korruption genannt – ist das Zubrot für dienstbare Politiker jeder Partei.

    Und jetzt brauchen die Vermögenden weniger Arbeitnehmer zur Mehrwertgenerierung. Die nun Überflüssigen sind bestens geeignet zwecks Lohndrückung und Panikmache. Dumm nur, dass mit gesenkten Löhnen und gesenkten Sozialtransfers auch die Nachfrage sinkt.

    Jedes nichtexportierende Unternehmen bedankt sich herzlich. Das Wirtschaftswachstum ist geringer als in Staaten mit Mindestlöhnen, Lohnsteigerungen für die breite Masse sowie angemessener Besteuerung der Vermögenden und Bestverdienenden (= mehr Geld für Bildung, Kinderbetreuung und Sozialtransfers).

    Huch, die Überflüssigen sind ungebildet. Bäh, wie unfein! Also mal wieder die Propagandakompanien loshetzen lassen mit der x-ten Fassung der „Eigenverantwortung“.

    Der Steuersenker (Unternehmenssteuern) und Steuerschenker (Erbschaftssteuer) Steinbrück mahnt in Richtung Beschenkte:

    "Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) appellierte an die wohlhabenden Menschen in Deutschland, vor der wachsenden Armut nicht die Augen zu verschließen. "Ignorieren Sie diese Probleme nicht. Sie werden spätestens dann aufmerksam, wenn dieses Problem an ihrer Türe pocht, wenn vor ihrer Haustür das erste Mal ein Auto angesteckt wird". Steinbrück sagte, ein wachsender Teil der deutschen Gesellschaft sei "abgekoppelt" und fühle sich gedemütigt und deklassiert."

    Vielleicht fühlen sich die Leute ja von dem Wahlbetrug (Arbeitslosenhilfe wird nicht abgeschafft, mit der SPD gibt es keine Mehrwertsteuererhöhung und keine Rente mit 67) und den Faulenzer- und Spargelstechdebatten nicht nur der SPD-Politiker gedemütigt?

    Die Politikerkaste wird dem SED-Politbüro in der Ignoranz immer ähnlicher. Joachim C. Fest konstatierte als deutsche Eigenschaft die Neigung zur Realitätsverleugnung. Der Nationalsozialismus wurde und der Neoliberalismus wird mit strammdummdeutscher Gründlichkeit von einer bornierten Elite bis zum bitteren Ende durchexerziert.

    John Kenneth Galbraith brachte es auf den Punkt: Diejenigen, welche das Geld haben, geben es nicht aus. Und diejenigen, welche es ausgeben würden, haben es nicht.

  6. Ja ich gebe ihnen recht!

    Ein erstes Heilmittel ist, dass die Steuerzahler erklaeren, dass sie nur noch fuer zukuenftige Aufwaende, Kosten ihr Geld hergeben werden: bestimmt nicht mehr fuer sogenannte "Staatsschuldverschreibungen", denn derer sind leider zuviele ausgeteilt worden!

    Schluss, aus, oder das Volk revoltiert!

    Wer will Revolution?

    Ihr habr gelogen und betrogen, Politiker:

    tragt die Konsequenzen!

    Bestimmt keine Pensionen, wie ihr euch selbst beschlossen, denn sonst wird es sicher knallen!

  7. Es ist klar, dass hier, in Deutschland, da die Nazi-Keule kommt, wie auch bei der Euthanasie in ganz besonders schlimmen Fällen und in anderen Bereichen auch.
    Zum einen, habe ich dies hier nur zur Diskussion gestellt, bin ich hier auch eine demokratische Entscheidung. Zum anderen kann ich auch auf gute Argumente anderer hören, bin ich da schon auch beeinflussbar – wenn sie wirklich gut und stimmig sind. Einfach Anti-Nazi-Keulen sind aber eben keine Argumente, für diese Klarstellung möchte ich rjukan danken. Dabei bin ich ja nicht mal der, der abstreitet, dass in einem jedem von uns auch die Fähigkeit zum Nazi, zum Verbrecher sogar schlummert, ja, auch in mir – man sollte diese aber eben bei keinem übermäßig wecken, hervorkommen lassen. (Beim friedlich-wohlorganisierten Aussterben könnte man dies als bei allen gleichermaßen sich realisierend ansehen.) Man sollte ja auch nicht den - wohlgefälligen - Fehler machen, die Nazis zu dämonisieren!

    Nehmen wir doch mal die oder einige "Erfolge" die (auch!) die Geburtsstimulierung in Ostdeutschland hervorgebracht hat – es gibt hier nun nicht etwa viele Linke, sondern auch viele - kerngesunde - Neonazis, die bzw. deren Geburt, wurde schon auch von uns, von diesem Staat, von den Linken dieses Staates gerade auch, gefördert. Und wenn sich hier eines Tages nur noch kerngesunde wohlerzogene Neo-Nazis vermehren sollten, ja dann hätten wir hernach wohl wirklich einen neuen Faschismus, und das (und anderes) will ich eigentlich, mit allen Mitteln, verhindern – vielleicht sollte man dies aber doch eher anders tun (z.B. durch die Propagierung des Konzeptes vom friedlich-wohlorganisierten Aussterben der Menschheit...!).
    Wenn ich ein richtiger - nichtrassistischer - Nazi wäre, dann würde ich die Fertilitätskontrolle, alle anderen diskriminierend, herbeikämpfen. Ich sage aber eben auch, und das empfinde ich auch wirklich so, dass ich dies zwar als erforderlich, als Not-abwendend, ansehe, dass mich dies aber schon auch traurig macht.

    Zudem geht es hier sehr stark auch um die Signalwirkung. Wenn das erst mal im öffentlichen Gespräch und verabschiedet ist – ja dann könnte dies schon auch allein dadurch bei manchen Menschen präventiv wirken. Das sprichts sich genauso rum, wie wenn man Kinder in die Welt setzen kann, und allein dafür garantiert einiges Geld und anderes bekommt.

    Kann oder muss man eine solche Infertilitätskontroll-gekoppelte Lebensunterstützung von Menschen – wobei hier eben die Problemvermehrung schon auf der biologischer Seite verhindert wird, in Fällen aber nur, wo dies sozial und anders nicht möglich erscheint, bei Manchen nicht als Hilfe zur Selbsthilfe ansehen? Sind diese Mitbürger, wenn sie die Kinder, nach einem mehr oder weniger großem, Martyrium weggeben müssen, denn nicht reine Geburtsmaschinen? Verlangt man hier so nicht auch nur das, was man selbst auch tut?

    Mit der Freiheit ist das hier ja so eine Sache. Wenn man die Kinder alleine gut großziehen kann, dann braucht man keinerlei Kontrolle, Bill Gates könnte sich von mir aus tausend Kinder anschaffen – was er ja dennoch nicht tut - stattdessen spendet er sein Geld für die Kinder und Eltern anderer. Wenn aber jemand, der selbst schon nicht für sich sorgen kann, sich dann auch noch Kinder anschafft, denen er mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mal eine soziale Perspektive und gute Kindheit bieten kann, dann ist das sehr bedenklich, dann schränkt dies die Freiheit der Leute ein, die hier helfen sollen oder müssen oder zu wollen meinen. Die Alternative ist hier dann ja nur die Einschränkung der Lebensfreiheiten des Kindes - was wir ja aber eben erst recht nicht wollen! (Das wäre m.E. das amerikansiche Modell!). Und wenn hierzulande, wie Unicef gerade festgestellt hat, zwei Kinder/Woche an den Misshandlungen durch die eigenen Eltern(!) sterben(!), dann kann man sich ja wohl relativ leicht vorstellen, wie häufig hier sonstige Misshandlungen und Vernachlässigungen sind. Wenn man die Selbstständigkeit der Bürger fördern will und haben will, dann muss man Eltern, die man nicht in die Lage versetzen kann, dass sie selbständig halbwegs gut für ihre Kinder sorgen können, aber eben auch nur diese – auf humanistische Weise - m.E. an der Vermehrung hindern – auch um sich nicht selbst jeglicher Restfreiheit zu berauben – und damit dann den Staat zu gefährden. Und wenn hier ein verantwortlicher kluger Vater wie rjukan schon über zu wenig Geld klagt – ja warum soll dann denn solchen Leuten das Geld für weitere Kinder gegönnt und ohne Kontrolle garantiert angeboten werden? Und sicher muss man hier diffizil vorgehen, jeden Einzelfall sehr genau und gewissenhaft prüfen – natürlich kann und muss hier, nach Besserung, auch wieder eine „Freigabe" erfolgen. Ich finde es unerhört, wenn Kinder so missbraucht und vernachlässigt werden, kann nicht verstehen, warum diese dann erst - vor relativ kurzer Zeit ja auch noch - gezeugt worden sind. Genauso unerhört finde ich aber, was sich hier und heute so manche Reiche herausnehmen – auch hier muss man alle möglichen Register ziehen, auch heute noch gern geschnittene! (Und auch da bin ich durchaus dabei!)

  8. Deutschland wird nicht durch den einfachen Menschen kaputt gemacht, sondern durch Manager, die das Land seit inzwischen Jahrzehnten auspressen:

    ich muss Arbeitsplaetze abbauen, sonst gehe ich ins Ausland!

    Deutschland wird durch die Reichen kaputt gemacht, die sich auf ihrem Bankkonto ausruhen, dass nicht mehr durch eine gesunde Wirtschaft bedient, sondern durch den Staat, der sich bei ihnen verschuldet!

    Ach ja: die Politiker: ich kenne keinen, der sich ernsthalt aufgelehnt gegen das Establissment und ihnen ernsthaft gedroht, dass Sie alle rausfliegen wuerden, wenn sie weiterhin das Vaterland verrieten!

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