Weltmännertag MännerproblemeSeite 2/2

Männer ernähren sich auch schlechter, rauchen und trinken mehr. Sie sind gestresster und leben riskanter: sowohl beim Auto fahren, beim Sport oder bei der Berufswahl gehen Männer häufiger Gefahren ein als Frauen. Nimmt man diese Faktoren weg, so werden Männer und Frauen fast gleich alt. Das hat zumindest eine Studie von Marc Luy ergeben, die die Lebenserwartung von Mönchen und Nonnen verglichen hat. Mönche sind nicht so gestresst, sie fahren nicht Auto und üben keinen Extremsport aus, sie dürfen nicht völlern, rauchen und saufen. Die Folge: Sie leben fast gleich lange wie ihre Kolleginnen.

Nun scheint sich das Problem auf andere Weise von alleine lösen, Mitte der achtziger Jahre lebten Frauen im Durchschnitt statt heute sechs noch sieben Jahre länger. Der Trend geht somit dahin, dass sich die Lebenserwartung der Geschlechter annähert. Nicht deshalb, weil Männer leben wie die Mönche, sondern weil Frauen inzwischen ähnlich viel arbeiten und entsprechend gestresster sind sowie ein ähnliches Rauch- und Trinkverhalten an den Tag legen wie Männer.

Braucht man also den Weltmännertag überhaupt noch? Geforscht wird über Männer offensichtlich genug. Wahrscheinlich wird der Tag wie in den vergangenen Jahren eher unbemerkt an uns vorbeirauschen.

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Leser-Kommentare
  1. ...müssen im Gegensatz zu Frauen zum Bund und dann im Kriegsfall ihr Leben für's Vaterland riskieren
    ...haben bei Scheidungs- und Sorgerechtsprozessen grundsätzlich die Arschkarte gezogen
    ...werden als opfer häuslicher Gewalt ausgelacht statt bemitleidet
    ...werden in der Schule weniger gefördert
    ...üben fast alle "Todesberufe" und die Mehrzahl der "niederen" Jobs aus
    ...verlieren um ein Vielfaches häufiger ihren Job als Frauen
    ...haben keine "Männerhäuser", "Männerbeauftragte", "Männerparkplätze", "Ministerien für Männer" etc.
    ...werden bei der Erforschung geschlechtsspezifischer Krankheiten sieben mal seltener untersucht, obwohl sie durchschnittlich x Jahre früher sterben
    ...verdienen statisch gesehen zwar mehr Geld, können aber trotzdem nur weniger Geld verkonsumieren
    ...haben durch Frauenquoten in der Politik eine viel geringe Chance auf Abgeordnetensitze etc.
    ...haben im Gegensatz zur Frau keinerlei Recht über Leben und Tod ihrer ungeborenen Kinder zu entscheiden
    und und und...

    Aber wenn ich mir dann anschaue, wieviel Macht ich als durchschnittlicher Mann offenbar mehr habe als die durchschnittliche Frau, dann bin ich wieder heilfroh ein furchtbar privilegierter Mann statt einer schrecklich diskriminierten Frau zu sein!

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  2. 2. \N

    Wenn Mönche beinahe genau so alt werden wie Nonnen, während die Lebenserwartung der übrigen Männer hinter der der übrigen Frauen sechs Jahre (in Deutschland) zurückbleibt, dann ließe sich daraus doch die Arbeitshypothese ableiten, dass die unterschiedliche Lebenserwartung nur zu einem Teil auf einer unterschiedlichen biologischen Konstitution beruhe.

    Dieser Teil ist sicherlich größer, als es die geringe Differenz der Lebenserwartungen von Nonnen und Mönchen erwarten lässt, denn die Sterblichkeit bei Männern ist ja auch in den frühen Jahren schon höher, bevor sie überhaupt Mönch werden können; auch werden vielleicht eher die ruhigeren Vertreter beiderlei Geschlecht ein Leben im Orden wählen. Trotzdem bliebe doch die Frage, ob nicht ein Teil dieser sechs Jahre auf gesellschaftliche Gründe zurückzuführen ist - etwa auf die unterschiedlichen Rollenerwartungen, die trotz aller gegenteiliger Bekundungen immer noch ebenso Realität sind wie das offiziell abgeschaffte Kastensystem in weiten Teilen Indiens.

    Verkürzt also unsere Gesellschaft das Leben der Hälfte ihrer Mitglieder um mehrere Jahre? Entgegen dem Artikel bin ich durchaus der Meinung, dass diese Frage es wert wäre, einmal untersucht zu werden.

  3. Fuer einen Maennertag etc. ist es ja eigentlich schon zu spaet, zumindest fuer die Maenner, die sich nicht ueber ihr Motorrad, ihre Rolex, ihren Doktortitel , ihre Managerposition mit Geld, Status und Sekretaerin definieren koennen. Eine ueberwiegend grosse Anzahl sog. Maenner hat sich vom "System" verabschiedet und sucht ihr Glueck im Schwulensein.
    Ach ja, dann gibt es noch die Familienvaeter, mit und ohne (Ehe)Frau, die einfach leben, arbeiten und sorgen. Uns sollte man einfach in Ruhe lassen!

    • Tertil
    • 07.11.2006 um 22:15 Uhr

    Es ist alles andere als irrational, wenn Männer sich gegen Kinder entscheiden. Die Bedrohung, mit der ersten Vaterschaft zum Hampelmann im Namen des Kindes Mutter gemacht zu werden, ist absolut real. Ausnahme: Ich habe und bin nichts oder habe mindestens einen gerichtsfesten Hartz-IV-Plan.

    Mit letzterem lebte ich aber nicht länger. Länger leben hieße, mich auch als Mann definieren und - in menschlich fairen Grenzen - entfalten zu dürfen. Ohne Enteignung. Mit eigenständiger Vater-Kind-Beziehung.

    Am Tag des Mannes würde zu bilanzieren sein. Kritisch, sachbezogen. Und Zufriedenheit gewährend, denn nicht alles war schlecht. Für das weitere, immer auch persönliche Wachstum. Dann lebte ich vielleicht länger.

    Ein Tag des Mannes, in dem die ignoranten und aggressiven Frauentagsrituale nur gespiegelt würden, machte mich nicht gesünder. Genausowenig, wie die verhöhnende Selbstgerechtigkeit die Leere und Plattheit der Phrasen des deutschen Feminismus zu kaschieren vermag.

  4. Chance der Männer besteht darin, die Frauen nicht weiter zu beachten, sie in allen Belangen zu boykottieren, denn sie können nur gegenüber Männern ihre "Dominanz" aufbauen.
    Unter Frauen verkommt die Frauenpower zu Geschwätz, Getratsch und Zickenzoff.
    Aber man muss verhindern, dass sie an die Macht kommen, daher sollten Männer nur Männer wählen. "Frausein" gilt ja besonders bei linken Damen schon als Argument, warum also nicht auch Mannsein.
    Männer sollten sich wie gesagt konsequent von den Frauen fernhalten und sie bestenfalls nur "benutzen".
    Nur so können wir überleben!!

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  5. Vorstehende Kommentare erweisen eindeutig, dass der Mann das schwache Geschlecht ist. Es ist mithin unfair, den Mann weiterhin gesetzlich zu benachteiligen. Es empfiehlt sich daher, im BGB durchgehend das Wort Mann durch "Frau" und das Wort Frau durch "Mann" zu ersetzen, um die legale Balance wiederherzustellen.

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  6. Und bedeutet im Grunde nichts anderes, dass viele Menschen nichts zu tun haben, sondern kramphaft nach irgendeiner
    Beschaeftigung suchen. Dann kommen eben solche Artikel heraus. Sicher, ich nehme das Ganze auch nicht ernst und freue mich, hin wieder recht gesegneten Bloedsinn zu lesen, aber was soll das ?

  7. Allein von der klosterstudie zu folgern, dass genug über
    männer geforscht wird, ist gelinde gesagt kühn. Schliesslich
    ist die mortalität von männlichen personen in der gesamten
    lebensspanne vom fötus bis zum greis höher.

    Vielleicht haben mönche weniger testosteron im blut. Damit
    wäre man auch schon bei der frage, was eine biologische
    ursache ist. Sicher kann man sagen, dass die männer selbst
    schuld sind - warum werden sie nicht mönch? Oder ist der
    wunsch, nicht mönch zu werden, bei den meisten männern
    angelegt und damit biologisch?

    Männer sind gestresster und leben riskanter. Ist das immer
    freiwillig? Die wehrpflicht ist stress. Scheidung ist stress.
    Die erhöhte erwerbsobliegenheit nach einer scheidung ist
    purer stress. Neben den biologischen und den selbstverschuldeten
    ursachen gibt es auch juristische und gesellschaftliche
    ursachen, auf die ein mann keinen einfluss hat.

    Ich möchte auch nicht den männertag auf das gesundheitliche
    reduziert sehen. So ist er nur initiiert worden. Der artikel
    fängt ja an mit der frage

    "Es gibt Frauenstudien, Frauenärzte, Frauenbeauftragte, den Weltfrauentag, die Walpurgisnacht und den Muttertag. Brauchen Männer das auch alles?"

    Die frage wird nicht beantwortet, obwohl zwischen den zeilen
    immer ein nein mitschwingt. Dann sollte man aber auch fragen,
    ob wir frauenstudien, frauenbeauftragte und den weltfrauentag
    brauchen.
    Und darauf gebe ich eine klare antwort: nein.

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