Al-Dschasira "Osama-TV"?Seite 2/2

Nicht allen wird esal-Dschasira Englisch recht machen können. Den Plan, reihum jeweils sechs Stunden aus seinen vier Zentren zu senden, hat der Kanal bereits aufgegeben. Spötter vermuten, das sei ohnehin nur ein Marketing-Trick gewesen. Somit wird ein Großteil aus Doha gesendet – doch die größte TV-Kompetenz soll sich inzwischen in den Büros in London und Washington angesammelt haben.

Viele fürchten um die nahöstliche Identität des neuen Senders – al-Dschasira will nicht einfach ein neues BBC World oder CNN International sein. Erst kurz vor dem Start wurde der Sender noch einmal umbenannt: eigentlich sollte er al-Dschasira International heißen. Doch dann fiel auf, dass auch der arabische Sender internationalen Anspruch hat. „Wir wollen die weltweite Kluft überwinden und die Zivilisationen einander neu vorstellen“, beschreibt ein Redakteur den hehren Anspruch von al-Dschasira Englisch.

Doch der wird kaum Wirklichkeit werden. In den USA stößt der Sender bei einem Teil des Publikums auf offene Feindseligkeit. Organisationen wie das United American Committee, das Amerika gegen islamischen Extremismus verteidigen will, kündigten für den Start von al-Dschasira Englisch Kundgebungen gegen den Sender an. Der wird auf vielen konservativen Blogs nur noch „Osama TV“ betitelt.

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Leser-Kommentare
    • keox
    • 16.11.2006 um 10:36 Uhr

    konkurrenz belebt das geschäft, und der markt regelt alles - von arbeitslosenzahlen bis zur zahnspange. soweit das credo. damit ist alles gerechtfertigt, die ausplünderung der so genannten dritten welt, waffenexporte, prekärer schichtkäse und anderer quark.

    nur eines führt natürlich zu weit - geht es um die deutungshoheit des westens ist schluß mit den liberalistischen attitüden. propaganda kann kriegsentscheidend sein.

    al - dschasira English ist gerade gestartet, schon spricht der bush-funk von osama-tv.

  1. Wieso komme ich immer auf die Anmelde-Seite, wenn ich einen Kommentar lesen will?

  2. Wieso komme ich immer auf die Anmelde-Seite, wenn ich einen Kommentar lesen will?

    • ageo01
    • 18.11.2006 um 11:09 Uhr

    /# Sarkasmus on/
    darf ich Sie zum neuen Kommentarsystem beglückwünschen? Die Farben sind wohl ausgewählt und hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
    Sie haben es erfolgreich geschafft die Komplexität des Systems aufzublähen, die Handhabung durch kleiner Schaltflächen nur noch dem geschulten PC User Zugang zu gewähren. Nicht das es schön ist das man sich gleich anmelden muß, nur es irritiert mich ein wenig warum ich zum lesen eines Kommentares meine Identität hier lassen muß.

    Können wir das alte Sytem zurückhaben?

    • keox
    • 18.11.2006 um 13:34 Uhr

    kann jemand erklären, warum hier nix mehr geht? von der ZEIT gibt es keine antwort, bei einigen lesern scheint es jedoch offenbar zu funktionieren. wer also kann, der helfe. bitte.

    danke schön

  3. Ich kenne kaum islamisches Land welches nicht zutiefst arm und korrupt ist. Aber schon klar, das der Sender über Brasilien und Afganistan berichten will. ist ja auch nicht gefährlich dort die Korruption anzuprangern.

    Wäre ja auch zu dumm wenn man über die Geldverschwendung des saudischen Königshauses, die Korruption in den indonesischen Ministerien oder das zuschieben von Posten im Gazastreifen berichten müßte.

    • keox
    • 20.11.2006 um 23:47 Uhr

    ich denke, das alte, bewährte system der kommentierung hat für alle beteiligten sehr gut funktioniert.

    eine änderung muß also einen zusatznutzen bringen. wie sieht der aus? ermöglicht das neue system eine identifikation der kommentatoren? wer hängt drin im neuen infopool.

    es hacke nun wer hacken kann - da stinkt etwas.

    • keox
    • 20.11.2006 um 23:48 Uhr

    ich denke, das alte, bewährte system der kommentierung hat für alle beteiligten sehr gut funktioniert.

    eine änderung muß also einen zusatznutzen bringen. wie sieht der aus? ermöglicht das neue system eine identifikation der kommentatoren? wer hängt drin im neuen infopool.

    es hacke nun wer hacken kann - da stinkt etwas.

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