Windkraft Riskante Wellenbrecher

An Land ist der Boom der Windenergie in Deutschland fast vorbei. Jetzt setzt die Branche auf Windräder weit draußen im Meer. Doch solche Offshore-Anlagen bergen große Risiken.

Windräder der größten britischen Offshore-Anlage vor der Küste von Norfolk

Windräder der größten britischen Offshore-Anlage vor der Küste von Norfolk

Nach jahrelangem Hin und Her hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) jetzt grünes Licht zum Bau des ersten deutschen Offshore-Windparks gegeben. Zwölf gigantische Windräder sollen sich ab 2008 in der tosenden Nordsee weit draußen vor Borkum drehen. Die Fünf-Megawatt-Windräder sind die leistungsstärksten und größten Anlagen, die es zurzeit auf der Welt gibt. Jede von ihnen ist inklusive des Fundaments fast so hoch wie der Kölner Dom. Allein die Rotorblätter haben einen Durchmesser von mehr als hundert Metern.

Der Windpark "Borkum-West" ist der Härtetest für die Branche. Die Nordsee ist hier bis zu 30 Meter tief, was die Bauarbeiten extrem kompliziert macht. 65 Kilometer Stromkabel müssen unter dem Seeboden verlegt werden. "Endlich haben wir ein kleines Projekt, an dem wir Erfahrungen sammeln können", sagt Knud Rehfeldt, Vorstand der Stiftung Offshore Windenergie.

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Obwohl sämtliche Genehmigungen vorlagen, war bis zuletzt unklar, wie der Strom von hoher See, 45 Kilometer vor Borkum, zum Verbraucher kommt. Jahrelang konnten sich die vielen Planer und Behörden nicht über eine Trassenführung für das Seekabel einigen. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, kam es 2005 zu einem ungewöhnlichen Schulterschluss: Die sonst konkurrierenden Anlagenbauer Enercon, Repower und Multibrid taten sich unter anderem mit den Energiekonzernen E.on, EWE (Norddeutschland) und Vattenfall zusammen und gründeten die Offshore Stiftung. Nach endlosen Diskussionen mit Behörden ist jetzt klar: Das Seekabel wird in einer Trasse über Norderney verlegt. Gesamtinvestition: 180 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit 30 Millionen.

300 Offshore-Anlagen drehen sich bereits in der Nordsee – doch in deutschen Gewässern stehen gerade einmal zwei: ein Testrad vor Emden und eins vor Rostock. Dabei hat die Bundesregierung anspruchsvolle Ziele: Bis 2030 will sie den Anteil der Windenergie an der gesamten Stromerzeugung von derzeit 4,3 Prozent auf 25 Prozent steigern. 40 Prozent sollen die Windräder auf dem Festland liefern, 60 Prozent Offshore-Anlagen. So will die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen und sich unabhängiger von ausländischen Öl- und Gasimporten machen.

Unter den erneuerbaren Energien ist die Windkraft in Deutschland die etablierteste. Sie hat - im Vergleich zu Wasserkraft, Solar und Biomasse – mit 26,5 Milliarden Kilowattstunden im Jahr den größten Anteil an der Stromerzeugung. Das reicht, um 7,6 Millionen Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Für den Ausbau der Windkraft sorgte vor allem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde erhält ein Windpark-Betreiber garantiert 8,4 Cent. Inzwischen drehen sich zwischen Nordseeküste und Alpenrand bereits 18.000 Windräder – das ist Weltrekord und entspricht einem Drittel der weltweit installierten Leistung.

Die Branche hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Der Anlagenbauer Enercon aus Ostfriesland hat einen weltweiten Marktanteil von 13,2 Prozent, hat die dänische Beratungsgesellschaft BTM Consult ermittelt. Für die Auricher bedeutet das Platz 3 nach Vestas (Dänemark) und GE Wind (USA). Die norddeutschen Windspezialisten von Multibrid aus Bremerhaven, Repower aus Hamburg und Enercon sind sogar die einzigen Firmen, die aktuell die Fünf-Megawatt-Anlagen bauen, die sich auch vor Borkum-West drehen sollen.

Die Windindustrie schafft vor allem in den strukturschwachen Küstenregionen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins Arbeitsplätze. Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie beschäftigt sie 61.000 Menschen, die einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro erwirtschaften. Das große Geschäft macht die Industrie allerdings mittlerweile im Ausland, die Exportquote lag vergangenes Jahr bei 71 Prozent.

Hierzulande stagniert dagegen der Markt. Im Vergleich zum Vorjahr sank 2005 die Zahl der jährlich neu installierten Anlagen um 13 Prozent, ein Jahr zuvor lag das Minus sogar bei 30 Prozent. Zum ersten Mal überholten im vergangenen Jahr die USA Deutschland und installierten mehr neue Windräder. "Die Top-Standorte sind inzwischen vergeben", erklärt Matthias Hochstätter vom BWE einen der wesentlichen Gründe. "Außerdem sind die Genehmigungen für neue Parks immer schwerer zu bekommen." Weil die Anlagen im Ausland so begehrt sind, sind die Preise zudem um mehr als ein Drittel gestiegen. Das setzt die Margen hoch, ab denen ein neues Windrad lohnt.

Auf der Suche nach attraktiven Standorten rücken Offshore-Anlagen jetzt ins Visier. Im Erfolgsfall sind sie ein lohnendes Geschäft: Der Wind weht je nach Standort doppelt so stark wie an Land – das garantiert eine bessere Ausbeute. Für jede auf See produzierte Kilowattstunde zahlen die Netzbetreiber 9,1 Cent Vergütung. Bei solchen Anreizen wundert es nicht, dass 31 Windparks in der Nordsee und neun in der Ostsee geplant sind. Die bekanntesten sind der Bürgerwindpark "Butendiek" vor Sylt oder "Krieger´s Flak" in der Ostsee. Für 15 hat das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrologie bereits sein Okay gegeben, bei drei Parks ist auch die Verlegung des Seekabels genehmigt. Das gesamte Investitionsvolumen schätzt der BWE auf insgesamt 50 Milliarden Euro.

Vor zwei Wochen einigte sich die Große Koalition zudem auf die "Steckdose auf See": Das bedeutet, dass die Netzbetreiber die Kosten für das Seekabel und den Anschluss ans Stromnetz übernehmen müssen. Die Investitionssummen sinken so im Schnitt um ein Drittel. "Diese veränderte Rahmenbedingung wird zu einer deutlichen Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Projekte führen und das Finanzierungsinteresse von Investoren und Banken erhöhen", sagt Heiko Stohlmeyer, Windenergieexperte bei PricewaterhouseCoopers in Hamburg.

Doch auch wenn die ersten Hürden genommen sind - die technischen Risiken sind enorm. "Es gibt kaum Erfahrungen, in Wassertiefen von mehr als 30 Metern diese Anlagen zu bauen – das ist extrem kompliziert", sagt Peter Dalhoff, Leiter der Windenergie-Abteilung des Germanischen Lloyds. Das Unternehmen gehört weltweit zu den wichtigsten Zertifizierern, eine Art Schiffs- und Windmühlen-TÜV. Bis zu 20 Jahre sollen die Türme auf rauer See aushalten – Wind, Wellen und Salzwasser bedeuten Höchststrapazen fürs Material. Ist der Seeboden zu schlammig, halten die Fundamente nicht. In der Ostsee könnten auch Eisschollen der Konstruktion zusetzen. Und was passiert, wenn ein manövrierunfähiger Frachter die Anlage rammt? "Viele Probleme kennt man aus den Erfahrungen mit Ölplattformen", sagt Dalhoff, "aber nicht unbedingt, wie man so weit draußen auf See Strom erzeugt und abführt."

Vor allem ein Faktor bleibt fast unkalkulierbar - das Wetter. Das mussten die kanadische Firma "Talisman Energy" und ihr Partner "Scottisch and Southern Energy" einsehen. Die Energiekonzerne koordinieren "Beatrice", ein Vorzeige- und Pilotprojekt der EU, bei dem erstmals zwei Fünf-Megawatt-Anlagen vor der schottischen Küste gebaut werden. Doch ein Spezialschiff konnte im August wegen schlechten Wetters nur die erste Repower-Anlage aufstellen. Nach wochenlangem Warten auf Besserung zog das Schiff Anfang September unverrichteter Dinge ab. Nur das Vorhalten hatte bereits mehrere tausend Euro am Tag gekostet.

Aus solchen Gründen sind sogar erfahrene Unternehmen wie Enercon skeptisch und halten sich bei "Offshore" vornehm zurück. Zwar ist Enercon Mitglied im Kuratorium der Offshore-Stiftung. Aber beim Windpark "Borkum West" macht es trotzdem nicht mit. Angesichts der durchschnittlichen Preise kein Wunder. Weil das Aufstellen mit Spezialschiffen so teuer ist, kostet eine auf See installierte 1-Megawatt-Anlage etwa 2,5 Millionen Euro. Das ist doppelt so teuer wie an Land. Die Branche fordert deswegen bereits ein 3000-Megawatt-Förderprogramm: Zusätzlich zur EEG-Vergütung solle der Bund sechs Cent pro Kilowattstunde als "Technologie-Bonus" zahlen.

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Leser-Kommentare
  1. Das HWWA in Hamburg beziffert die Kosten zur Vermeidung einer CO2 durch Off-Shore-Windanlagen auf 400 Euro pro To.

    Den gleichen Effekt würde man zu 25 bis 30 Euro pro to erzielen bei Programmen zur Effizienzsteigerungen in elektrische Anlagen .

    Man muss einmal einem Laien erklären, was hier wirklich gespielt wird.

    Wahrscheinlich spricht Professor Tol, international bekannter Umweltökonom an der Uni Hamburg, in einem Interview in der Wirtschaftwoche vom 11. 11. 2006, die Wahrheit aus:

    Frage Wiwo : Sollten die Regierungen bestimmte Techniken finanziell fördern?

    Tol: „Wir sollten es auf keinen Fall Beamten überlassen, zu bestimmen, was gut oder schlecht ist. Die Politik sollte sich darauf beschränken, Ziele vorzugeben, so wie es etwa Kalifornien bei den Schadstoffemissionen der Autos getan hat. Das beflügelt die Forschung und Entwicklung am effektivsten.“

    Frage Wiwo :Die deutsche Regierung forciert den Einsatz erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne. Würde ein zügiger Ausbau der Atomenergie das Weltklima nicht wesentlich besser schützen?

    Tol: „Das viele Geld, das in Deutschland in die Windenergie fließt, ist ein abschreckendes Beispiel dafür, was passiert, wenn Regierungen die Technologie auswählen. Die Leute, die jetzt mit Windrädern gut verdienen, hatten beste Beziehungen ins frühere grüne Umweltministerium. Das viele Geld fließt, obwohl Windenergie sehr unzuverlässig ist und nie mehr als zehn Prozent des Gesamtbedarfs an Energie abdecken wird. Zudem ist sie teuer, und der technische Fortschritt scheint schon heute weitgehend ausgeschöpft zu sein. Atomkraft kann eine Lösung sein. Auf jeden Fall ist sie zuverlässiger und höchstwahrscheinlich auf lange Sicht auch billiger.“

  2. Langsam kotzt mich dieser grüne Wind-Wahnsinn so richtig an. Nicht nur, das die lieben Windmühlenbetreiber ihren Strom mehr als doppelt so teuer an die Netzbetreiber verkaufen dürfen wie andere Produzenten, nicht nur, das sie sich um die extrem teure und schwierige Netzanbindung (zumindest auf See) nicht zu kümmern brauchen - zahlt alles der Netzbetreiber und damit der Stromkunde. Als Krönung wollen sie nun eine Technologiezulage von 8ct/kWh. Wofür denn? Für das extrem unzuverlässige Produkt Windenergie, das je nach Wetterlage innerhalb von wenigen Minuten von Vollast auf nulllast schaltet (z.b. beim Übergang zu einem Orkan)? Wenn wenigstens mit den Abermilliarden ein wenn auch geringer Rückgang der CO2-Emissionen verbunden wäre! Aber da diese 68er-Fanatiker ja die Kernenergie beseitigen wollen, wird der CO2 Ausstoß stark zunehmen (deren Leistung kann selbst die bestausgebaute Windenergie nicht aufbringen).

    Als Fazit bleibt ein reiner Scherbenhaufen dieser durchideologisierten Weltanschaungsgeneration:

    - deutliche Verteuerung des Stroms
    - deutliche Verschlechterung der Zuverlässigkeit
    - deutliche Steigerung der CO2-Emissionen

    Wirklich wütend wird man, wenn man bedenkt das die Hauptschuldigen allesamt Profiteure sind. Die Windkraftbetreiber streichen garantierte saftige Gewinne ein, die verantwortlichen Politiker haben sich mit hübschen Pensionen ohnehin gegen jedes Risiko abgesichert. Zahlen darf dafür der Stromkunde und der Steuerzahler.

    • r0ll0
    • 14.11.2006 um 17:15 Uhr

    finde ich das...

  3. Keine (neue) Energieerzeugungsform ist in der Vergangenheit ohne eine Anschubförderung ausgekommen! Im Gegenteil, Milliardenbeträge flossen und fließen nach wie vor in die heimischen Energieträger Braunkohle, Steinkohle und Atomkraft (s. Subventionsbericht der Bundesregierung). Ausgerechnet von den umweltfreundlichen Erneuerbaren Energien wird aber immer wieder von bestimmten Kreisen gefordert, dass diese sich sofort am Markt behaupten müssen. Mal abgesehen davon, dass es einen wirklichen Energiemarkt gar nicht gibt, muss beim Betrachter hier der Eindruck entstehen, dass die Cassandra-Rufe andere Absichten verfolgen.
    Für 2007 wird der Terminkontrakt für Spitzenstrom mit über 8,5 cent / kWh Strom gehandelt. Neu errichtete Windenergieanlagen an Land (onshore) werden dann nur noch eine Vergütung von 8,19 cent / kWh Strom erhalten und das ohne die sonst üblichen Folgekosten und negativen Umweltauswirkungen. Strom aus Windenergie hat sich seit Bestehen des EEG damit um 10 Prozent verbilligt, während sich der Preis für den Strommix aus konventionellen Energieträgern im gleichen Zeitraum quasi verdoppelt hat!

    Es ist einfach Unsinn zu behaupten, dass die CO²-Vermeidungskosten bei Offshore-Anlagen 300 Euro / t CO² betragen. Dieser Rechnung liegt die Annahme zugrunde, dass Strom aus Windenergie keinen Wert besitzt, was offenkundig absurd ist. Inzwischen haben alle großen Stromversorger eingestanden, dass Strom aus Windenergie in der Vergangenheit tendenziell zu Preissenkungeffekten an der Strombörse geführt haben. Windenergie onshore ist mittlerweile billiger als der Börsenpreis für Spitzenlaststrom, die CO²-Vermeidungskosten gehen gegen null! Bei einer angenommenen Stromvergütung von 12 cent / kWh Strom für Offshore-Anlagen ergibt sich ein Aufpreis auf den Börsenpreis von 3,5 cent / kWh. Je nach Annahme, welcher Energieträger (Braunkohle oder Erdgas) damit substituiert wird, ergeben sich daraus CO²-Vermeidungskosten von 35 bis 100 Euro je Tonne CO². Aber es besteht auch hier die berechtigte Hoffnung, dass sich die Kosten (ähnlich wie bei onshore) reduzieren werden.
    Gleichzeitig wird der Preis für CO²-Verschmutzungsrechte (Termin 2007: 15 Euro / t) in den nächsten Jahren stark ansteigen, da die Zuteilungen in der zweiten Phase knapper ausfallen werden.
    Gleichwohl gebe ich natürlich allen denen recht, die gleichzeitig auf Effizienzverbesserungen und Einsparungen im Energiebereich setzen. Ebenso ist es wichtig, andere Erneuerbare Energieträger weiter zu fördern. Windenergie ist dabei ein Teil der Lösung, aber nur ein Teil!
    Falsch ist hingegen zu behaupten, Wind- oder auch Sonnenenergie vergrößern die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts im Stromnetz. Im Gegenteil, sie tragen sogar zur Stabilität der Netze bei. Während Frankreich vom Stromausfall vor 2 Wochen besonders stark betroffen war (u.a. wegen der unflexibel regelbaren Atomkraftwerke), war Dänemark überhaupt nicht davon betroffen. Der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung ist dort mehr als 5-mal so hoch wie in Deutschland und beträgt über 30 Prozent!

    • Manmar
    • 15.11.2006 um 10:46 Uhr

    aus Tagesschau.de
    'Private Haushalte in Deutschland gehen weiterhin verschwenderisch mit Energie und Fläche um. Das geht aus der umweltökonomischen Gesamtrechnung hervor, die das Umweltbundesamt und das Statistische Bundesamt in Berlin vorgelegten.Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es allerdings eine zweigeteilte Verbrauchsentwicklung. Von 1995 bis 2000 stieg der Energieverbrauch der Privathaushalte um elf Prozent. Er sank dann aber bis 2005 vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise um rund sieben Prozent.'
    ...so scheint es nur der preis fördert sparpotenziale

  4. @hugohasi: Es ist Quatsch, den Anteil der Windkraft am Primärenergieaufkommen zu nennen, da WKAs nur Strom erzeugen (im Gegensatz zu Kohle=Strom+Wärme).
    Der Anteil der Windenergie am Nettostromverbrauch 2005 war 4,3%, indexbereinigt sogar 6,7%.

    @zeitleser80: Das Niveau, mit dem immer aus weit aufgerissenen Propagandaschnauzen gegen angeblichen "Wind-Wahnsinn" gehetzt wird, zeigt vor allem eines: wie wenig sachliche Argumente es in Wirklichkeit gegen erneuerbare Energien gibt.
    Da müssen dann die üblichen Lügenmärchen herhalten, aber die Realität sieht ganz anders aus: weder wird Strom "deutlich" teuerer (das würde er, wenn wir jetzt schon die Kosten für AKW-Versicherung und atomare Endlagerung im Strompreis hätten), noch ist sie "unzuverlässig" (es gibt sog. "Wettervorhersagen", auch wenn manche noch nie etwas davon gehört haben).

    Auch für die Lüge vom höheren CO2-Ausstoß habe ich bis jetzt nirgendwo einen Beweis gesehen. Windenergie ist nicht die einzige regenerative Energiequelle, und es gibt etliche Studien, die zeigen, dass eine Vollversorgung mit einer Kombination aller dieser Energiequellen möglich ist.

    Die Behauptung, Windkraft würde zu weniger Versorgungssicherheit führen, ist ebenfalls unbelegt und damit als Lüge zu bezeichnen.
    Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist eher das Gegenteil der Fall, siehe z.B. "Windkraft leistet Beitrag zur Versorgungssicherheit" (energieportal24.de).

    Ach ja, und "Faustus34" ist auch wieder unterwegs und zitiert einen Professor-Umweltökonom:
    "... obwohl Windenergie sehr unzuverlässig ist und nie mehr als zehn Prozent des Gesamtbedarfs an Energie abdecken wird. [...], und der technische Fortschritt scheint schon heute weitgehend ausgeschöpft zu sein."
    Dass ein Professor, der noch nie etwas von Wettervorhersagen und Energiespeicherung gehört hat, den technischen Fortschritt kurzerhand für beendet erklärt und völlig unlogische Festlegungen für die Zukunft trifft, womöglich sein Gehalt vom Steuerzahler gezahlt kriegt, DAS ist ein Skandal, den man mal diskutieren sollte!

  5. Sie verwechselt einmal mehr die installierte Leistung mit der tatsächlich gelieferten Energiemenge. Ein Blick ins statistische Jahrbuch hilt da weiter! Im Jahr 2004 z. Beispiel ist der Anteil der Windenergie an den "erneuerberen" Energien: nur 17,5%. Der Anteil der Windenergie am Primärenergieaufkommen nur lächerliche 0,6%.
    Fazit: Windenergie ist eine einzige hochsubventionierte Luftnummer! Wer Anderes behauptet hat keine Ahnung oder verdient sein Geld mit "Wind zu Geld machen". Mit den Offshore Parks wird der Wahnsinn auf die Spitze getrieben. Damit sind wir wieder einmal Weltmeister! Wir erzeugen die teuerste Elektroenergie der Welt. Gratulation!!!

  6. Es mag sein, dass allein die Windenergie nicht die Lösung auf alle unsere Probleme darstellt, doch es lässt sich nicht abstreiten, dass die Atomenergie exorbitante externe Kosten mit sich bringt, die bei der Windenergie nicht in dem Maße gegeben sind.
    Wer maßt sich an zu behaupten die Probleme der Atommüllentsorgung, der gesundheitsschädlichen Strahlung in der Umgebung von Atomkraftwerken, des Sicherheitsrisikos,...für immer im Griff zu haben? Diese Aspekte bergen bereits jetzt auf uns zukommende Kosten, die die Kosten der Windenergie um Potenzen übersteigen.

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