Klimawandel
Was uns droht
Gletscher schmelzen, Permafrostböden tauen auf, Jahreszeiten verschieben sich, der Meeresspiegel steigt. Ein Überblick über die Wissenschaft vom Klima in Grafiken und Bildern
sagen die Forscher. Doch wie lässt sich diese
Erkenntnis belegen? Nimmt Zahl und Stärke von Hurrikans zu, weil die
Welt wärmer wird - oder ist das ein Einzelphänomen? Sind 20 Grad warme
Tage im Oktober ein Ausweis des Wandels, oder ein zufälliger Ausschlag?
Ständig werden mehr oder weniger seriöse Szenarien davon entworfen, was die
Menschheit in der Zukunft zu erwarten hat. Einiges lässt sich dennoch
sagen. Lesen Sie einen kurzen Überblick über den akuellen Forschungsstand. Bilder und Grafiken sind dem Buch
von Al Gore entnommen.
- Datum 12.10.2007 - 03:29 Uhr
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Die Zeit schafft es, einen Mercedes 500 SL durch den Chefredakteuer testen zu lassen und Tage darauf einen Artikel über den CO²-induzierten Klimawandel zu veröffentlichen.
Das ist nicht okay.
Man sollte in dieser Zeitung keine Klimakiller promoten und dann den Klimawandel beklagen.
Nur eine kleine Anmerkung: In Bild drei geht es doch garnicht um die Ausdehnung der Arktis, sondern um die des Permafrostbodens. Dieser befindet sich in Sibirien natürlich auf anderen Breitengraden als in Westeuropa (Kontinentalklima).
Man kann Bild drei mithin schlecht als Beweis dafür nehmen, dass versucht wurde, die arktische Zone auszudehnen.
Wahrheit im Heuhaufen zorc
Ich verstehe Ihre Ausführungen so :
Sie Metadiskutieren, welch schönes Wort, was heißt : ich (zorc) diskutiere gar nicht mit, ich habe mir aber darüber bereits ein Urteil gebildet, weil die Quelle, von der die Informationen stammen, mir als nicht vertrauenswürdig scheinen. Und ich masse mir an, den Artikel entsprechend negativ zu qualifizieren, mit welcher Absicht sei hier nicht erwähnt.
Dies mein Urteil steht fest, obwohl ich den Inhalt des Berichtes gar nicht kenne, auch nicht kennen will, da : Man wird für jede beliebige Position zu jeder Frage einen Dummen finden, der was drüber schreibt; sich solche Berichte um die Ohren zu hauen, bringt ganz genau gar nichts.
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Mein Kommentar
Also keine weitere Information, entscheidend ist die Motivation des Verfassers und des Herausgebers. Der Inhalt spielt keine Rolle mehr, selbst dann, wenn wie in der Kritik zu Gores Film, alle Argumente wissenschaftlich korrekt zitiert und kommentiert werden. Aber woher soll man das wissen, da man ja den Artikel nicht gelesen hat.
Mir scheint der Unterschied in der Behandlung des Index-Romanum durch den Vatikan und einer Haltung wie Sie sie hier darlegen der zu sein, dass die katholische Kirche den Index für die Gläubigen zwangsweise vorschrieb, Sie aber hin zu einer freiwillige Tendenz zu einer selbstverschuldete Unmündigkeit neigen.
Nehmen Sie meine sicherlich etwas spitz formulierten Ausführungen nicht persönlich, aber irgendwie drängt sich doch so manche Parallele auf.
Und mit Schimpfen hat das nichts zu tun.
Bevor Sie hier weiterhin Ihre Verdächtigungen vorbringen, empfehle ich Ihnen, den Bericht einmal herunterzuladen und die einzelnen Kapitel sorgfältig zu lesen.
Der Bericht analysiert das Buch Al Gores, indem es die jeweiligen Äußerungen Al Gores zitiert und dann eine wissenschaftlich fundierte Entgegnung bringt mit den jeweiligen Quellenangaben.
Ich gebe ja zu, dass es nicht leicht fällt, die ganze Analyse zu studieren, immerhin sind es 120 Seiten. Aber wenn Sie hier mitdiskutieren, dann sollten Sie über das, worüber Sie hier Aussagen machen, wenigstens einmal gelesen haben.
Eigentlich sollten wir inzwischen in der Diskussionskultur soweit sein, dass wir das Gewicht von Argumenten nicht nach dem beurteilen, wer sie vorbringt, sondern nach dem, was sie beinhalten.
Dies scheint heute in vielen Fällen schon nicht mehr der Fall zu sein. Wenn wir in der Diskussion wieder soweit sind, dass bestimmte Artikel nicht gelesen werden dürfen oder sollten, dann sind wir wieder sehr nahe an einer Praxis, die von der katholischen Kirche, aber wohl nicht nur von ihr, jahrhundertlang in der Form des Indexes praktiziert wurde.
Komisch, lieber Faustus34, schon wieder stammt ihre kritische Quelle vom Competitive Enterprise Institute - wie immer, wenn Sie Berichte ueber den Klimawandel bagatellisieren wollen.
Wenn Al Gore ein einsamer Streiter waere, koennte man ihn ignorieren. Da die internationale Klimaforschung jedoch weitgehend ins selbe Horn stoesst (siehe z.B. die Berichte des Intergovernmental Panel on Climate Change), verschiebt sich die Gewichte schon ein wenig. Zumal, wenn Ihr Gegengewicht bloss ein notorischer Lobby-Thinktank ist, der jede Forderung nach regulatorischen Eingriffe in die Freiheit der Wirtschaft scheut wie der Teufel das Weihwasser, und der Al Gore herunterputzen muss, wenn er dem Auftrag seiner Herren und Meister nachkommen will.
Gratulation zur gelungenen Aufbereitung. So könnten die Vorteile
des Mediums öfter genutzt werden. Bitte bleiben Sie weiterhin konsequent bei knappen Bildstrecken und guter Auswahl, drängen Sie darauf, den Standard mit Bildzählung und Vorschau-Thumbnails durchzusetzen und legen Sie auf Präzision wert.
Ein kleiner Hinweis: Die Grafik zur Ausbreitung wärmeliebender Arten verschleiert eher die ökologische Problematik, weil sie ein Mehr an Artenvielfalt vorgaukelt. - Tatsächlich vermehren sich im Wald die Schädlinge für Nadel- und Laubwälder, verdrängen wärmeliebende Allerweltspflanzen solche mit Kälteanpassung, gehen Arten verloren, die milde Bodenfröste zur Auskeimung im Frühjahr brauchen, etc. pp.
Auch beim Obst (Streuobst) und anderen Nutzpflanzen ergeben sich deutliche Verschiebungen, nicht unbedingt zugunsten der Vielfalt. So stirbt derzeit der anspruchsvolle Cox-Apfel und auch
Berlepsch und alte Saftapfelsorten kommen in Not.
In der Bodenseeregion ist dazu schon viel wissenschaftliche Forschung betrieben worden.
Es gibt zu dem Buch und Film von Al Gore einen wissenschaftlichen Bericht von 100 Seiten. Jedem, daran interessiert ist sollte sich diesen Bericht einmal ansehen.
(Da Zeit-Online keine Links erlaubt, können Sie den Bericht bei Google finden, wenn Sie eingeben :
A Skeptics Guide to An Inconvenient Truth.
Es ist ein pdf. Dokument und es dauert recht lange, bis der Bericht vollständig geladen ist.
Sie werden dann sehen, welchen Wahrheitswert Al Gores Buch und die zugehörigen Bilder haben.
Auf Seite 2 bis 4 sind insgesamt 25 Punkte unter den Kategorien :
One Sided - Misleading - Speculativ
Aufgeführt. Diese Punkte werden in der Arbeit ausführlich behandelt.
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Zu den Bildern der Redaktion :
Al Gores Bilder (nur die drei ersten, sonst wird es zu viel)
Nr. 1 (inkl. Nr. 3)Arctic Climate Impact Assessment.:
Der mit großem Anspruch angekündigte Bericht über die Arktis hatte einen kleinen Schönheitsfehler. In dem Gebiet, der gemeinhin als Arktis definiert wird, war eine wesentliche Erwärmung nicht nachzuweisen.
Wie hat man sich geholfen? Man hat ein ganzes Gebiet Sibiriens plötzlich als Arktis zusätzlich erklärt. Man sieht das sehr schön aus der Abbildung Nr. 3. Dort ist Sibirien in roter Farbe großflächig vertreten. Zieht man nun die Abgrenzung nach Mitteleuropa, dann ist nicht nur Skandinavien, sondern sogar die norddeutsche Küste Polargebiet.
Nr. 2 Der Columbia-Gletscher in Alaska schmilzt. Die roten Linien zeigen den Rückgang seit 1980
In Alaska gab es 1976 innerhalb von 3 Monaten einen durch warme Strömungen im Pazifik verursachten Temperatursprung : Man nennt das The Great Pacific Climate Shift . Das Meer erwärmte sich innerhalb von 3 Monaten um 0,7 °C, das Land sogar um 1,7°C. Seitdem gehen die Temperaturen langsam wieder zurück auf Durchschnittstemperaturen.
Dieser Climate Shift ist sehr wohl bekannt, nur Al Gore nicht. Sonst hätte er wohl den Gletscher nicht als Beweis seiner Wahrheit vorgestellt.
Aber für ein Publikum sind die Bilder natürlich sehr eingängige Wahrheiten. Und zumindest für einen ZEIT- Redakteur wohl auch.
Faustus34 schimpft: "Aber wenn Sie hier mitdiskutieren, dann sollten Sie über das, worüber Sie hier Aussagen machen, wenigstens einmal gelesen haben." -- Ihr tatkraeftiges Verstaendnis von Diskussionskultur in Ehren, lieber Faustus34, aber ein bisschen naiv ist es schon. In der Tat diskutiere ich gar nicht mit: Ich metadiskutiere lediglich Ihre Diskussionsbeitraege; und da faellt halt auf, dass Ihre Informationen eine Quelle haben, von der man nicht annehmen kann, dass die reine Sachlichkeit heraussprudelt.
The thing is (wie unsere englischen Freunde sagen): Einen Bericht zu lesen oder nicht zu lesen, ist eine Sache. Damit hat man die Frage aber noch nicht beantwortet. Heutigentags ist die Menge an verfuegbaren, in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlichem Interesse zusammengestellten und aufbereiteten Informationen so gross, dass die Auswahl zum eigentlichen Problem wird. Man wird fuer jede beliebige Position zu jeder Frage einen Dummen finden, der was drueber schreibt; sich solche Berichte um die Ohren zu hauen, bringt ganz genau gar nichts. Ohne eine Idee davon, wer warum welche Informationen und welche Interpretation davon an die Frau und den Mann zu bringen versucht, muss man gar nicht erst anfangen. Und da sieht es bei Ihnen halt ziemlich truebe aus.
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