Russischer Ex-Spion Radioaktive Vergiftung

Ex-Spion Litwinenko ist offenbar mit radioaktivem Material vergiftet worden. Man habe hohe Konzentrationen von Polonium gefunden, so die Polizei

Alexander Litvinenko in einem britischen Krankenhaus

Alexander Litvinenko in einem britischen Krankenhaus

Eine Vergiftung mit radioaktivem Material ist offenbar der Grund für den  Tod des russischen Ex-Spions Alexander Litwinenko. Im Urin Litwinenkos seien tags zuvor »hohe Konzentrationen« der radioaktiven Substanz Polonium entdeckt worden, teilte die britische Behörde für Gesundheitsschutz am Freitag mit.

Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Tod des früheren russischen Geheimagenten Alexander Litwinenko in London unterdessen als »Provokation«. Vor Journalisten in Helsinki wies er nach einem Gipfeltreffen mit EU-Vertretern Spekulationen zurück, er stehe hinter der wahrscheinlichen Ermordung Litwinenkos.

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»Der Tod eines Menschen ist immer eine Tragödie«, sagte Putin. »Ich bedauere den Tod, und spreche der Familie mein Bedauern aus.« »Ich bin nicht Gott, und Litwinenko ist nicht Lazarus«, sagte Putin. »Leider werden tragische Ereignisse wie dieser Tod für Provokationen ausgenutzt.« »Ich hoffe, dass die britischen Behörden nichts tun, um politische Skandale anzuheizen«. Putin sagte: »Das hat nichts mit der Realität zu tun.«

Er gehe davon aus, dass auch die britischen Behörden sich ihrer Pflicht bewusst seien, »für den Schutz russischer Staatsbürger unabhängig von deren politischen Ansichten zu sorgen«. »Russland ist bereit, bei Ermittlungen der britischen Behörden jede nur mögliche Hilfe zu leisten.«

Putin sagte, auch in vielen anderen europäischen Ländern gebe es politische Morde, die bisher nicht geklärt worden seien. »Schauen wir doch nur mal die Lage der Mafia innerhalb der EU an«, sagte er. »Es wäre nicht in Ordnung, diese Fragen zu politisieren und sich auf diesen Aspekt des Lebens in Russland zu konzentrieren. Solche Dinge passieren auch in anderen Ländern.«

Bisher gebe es jedoch keinen Hinweis darauf, dass es sich überhaupt um ein Verbrechen handele, sagte er kurz vor Bekanntwerden der Erkenntnis britischer Ermittler über eine Vergiftung mit radioaktivem Stoff: »Es gibt also keinerlei Grund zu solchen Spekulationen.« 

 
Leser-Kommentare
    • OttoN
    • 24.11.2006 um 17:28 Uhr

    ... kauft man nicht in der Apotheke. Da müssen staatliche Stellen (auch beim Schmuggel nach UK) beteiligt sein...

    Was für Methoden den kalten Krieges. Und von diesen Verbrechern kaufen wir Gas und Öl. Gute Nacht Europa!

  1. monsieur putin scheißt auf jedes leben, solange er nur die macht behält.
    man denke nur an seine absolute untätigkeit in sachen des untergeangenen
    u-bootes. keinen finger hat er gerührt, bis alle 132 besatzungsmitglieder
    tot waren. das ist der wahre herr putin, dem wir einfach alles zutrauen können.

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