Schach Sieg der MaschineSeite 2/2
Auch Schach als Spiel ist noch lange nicht erledigt. Möglich, dass es keine Wettkämpfe Mensch gegen Maschine mehr geben wird. Aber die Menschen werden weiter gegeneinander spielen und sich dabei von den Computern helfen lassen. Tatsächlich hat der Computer, der zahllose Stellungen im Voraus berechnet, die Grenzen des Spiels erweitert. Er hat den Schachspielern gezeigt, was alles möglich ist. Und seit die Computer stärker geworden sind, ist das Schach vielschichtiger, faszinierender und spannender geworden.
Möglich auch, dass bei künftigen solcher Wettkämpfe der Mensch Vorgaben erhält, die die Rechenstärke des Computers kompensieren. Kramniks Privileg, sich die Eröffnungsbibliothek anschauen zu dürfen, war bereits ein Schritt in diese Richtung.
Doch auch wenn die Pessimisten Recht behalten sollten, und Schach „erledigt“ ist, kann man das bei der Entwicklung von Schachcomputern gewonnene Wissen in andere Bereiche übertragen. So hat Matthias Wüllenweber, einer der Gründer der Firma ChessBase, aus deren Hause Deep Fritz stammt, ein Programm namens Ludwig entwickelt, das Musik komponiert und mit dem man Komponieren lernen kann. Wer weiß, was wir von Ludwig 10 hören werden?
- Datum 06.12.2006 - 05:49 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 6.12.2006 -16:29 Uhr
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