EU-Beitritt Türkei lenkt ein
Im Streit um Zypern scheint sich die Türkei nun doch zu öffnen: Für Transporte aus Südzypern will das Land nun jeweils einen Hafen und Flughafen zur Verfügung stellen. Noch gibt es aber Unklarheiten
In einem Istanbuler Hafen warten Passagiere auf ihre Fähre. Griechisch-zypriotische Schiffe waren bislang im Land nicht erwünscht - das will die Türkei nun ändern.Die Türkei ist anscheinend zum Einlenken im Streit mit der EU um Zypern bereit. Eine entsprechende Mitteilung der finnischen EU-Ratspräsidentschaft vom Donnerstag in Helsinki, wonach die Türkei einen Hafen und einen Flughafen für Transporte aus Zypern öffnen will, wurde allerdings in Ankara zunächst weder bestätigt noch dementiert. EU-Diplomaten in Brüssel schlossen trotz bestehender Unklarheiten über Details der türkischen Öffnung nicht aus, dass die geplante Verlangsamung der EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara in letzter Minute abgewendet werden könnte.
Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) begrüßte die Nachricht. "Es scheint eine vorsichtige
Bereitschaft der Türkei zum Entgegenkommen zu geben", sagte er. Wenn diese
Vorschläge konstruktiv seien, gebe es "positive Elemente" für die
Gespräche der EU-Außenminister und der Staats- und Regierungschefs über
die Verhandlungen mit der Türkei über einen EU- Beitritt in der
kommenden Woche in Brüssel.
Im türkischen Außenministerium hieß es am Donnerstag, es werde derzeit über die Öffnung gesprochen. Türkische Nachrichtensender berichteten, Ankara erwarte im Gegenzug, dass dem seit 1974 von türkischen Soldaten besetzten Nordzypern direkter Handel über den Hafen Famagusta und den Flughafen Ercan ermöglicht werde. Ein EU-Diplomat sagte in Brüssel, die Gespräche schienen derzeit "in die richtige Richtung" zu laufen. Ob dies allerdings ausreiche, um eine Verzögerung der Beitrittsgespräche in letzter Minute abzuwenden, bleibe bis zum Bekanntwerden der Details abzuwarten.
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- Datum 07.12.2006 - 12:23 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
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...die EU sieht ein, dass sie sich nicht merh länger von Süd-Zypern, mit dem sie sich selber in den Fuss geschossen hat, sich an der Nase herumführen lassen kann und Ihre harte Haltung aufgeben muss.
Klarer Punktgewinn für die Türkei, die langsam das falsche Spiel der Christlichen Gemeinde durchschaut!
... eine Türkei, die Zypern besetzte und eine Türkei, die (wenn auch nur bedingt) in die EU eintreten wollte. Die Türkei, die Zypern besetzte geht nach wie vor davon aus, dass außenpolitische Entscheidungen, die vor 40 Jahren getroffen wurden, pragmatisch und paternalistisch bis ins 21. Jrh. fort-unterstützt werden müssen.
Die Türkei, die in die EU will, rückt ab von diesem pragmatischen Denken und ist letztlich der souveränere Teil der Türkei. Warum? Weil eine Annäherung an die EU ein Zugewinn bedeutet, eine Platzkarte auf dem internationalen Parkett für ein Land, das weitgehend isoliert ist.
Beide 'Türkeien' verstehen sich nicht mehr. Das ist schade, denn an dieser Haltung gewinnt kein Türke, aber jeder andere.
Liebe Türken, ich als Deutscher kann - und werde - es nicht nachvollziehen, wieso man einem Fleckchen Land hinterhertreuert, welches sich nicht einmal seit der ottomanischen Staatsgründung wirklich unter türkischer Souveränität befand. Völkerrechtlich ist der türkische Anspruch in keinster Weise konsolidiert. Dieser international geächtete Anspruch auf Zypern steht doch eigentlich krass im Widerspruch zu einem derartig vielseitigem und aufstrebenden Land wie der Türkei?
Immerhin wird ja die Position der türkischen Regierung mittlerweile zumindest in ein paar Medien erwähnt.
Nach einer Selbstkritik über die Isolierung und Nichtanerkennung Nordzyperns, welches eigentlich schon ein Teil der EU sein sollte (wenn die griech. Südzyprioten mit ihrem Votum die EU nicht brüskiert hätten), kann man jedoch lange suchen.
Ähhmm ich hätte da noch ein Paat fragen:
1.Warum besetzte die Türkei Zypern?
2.Welche Halbwertszeit haben die Entscheidungen, die von Europa getroffen werden. Dabei meine ich nicht die Haltbarkeit und den Wert des, von beispielweise von Deutschland, gegebenen Wortes. Denn seit Herrn Kohl wissen wir wieviel das Deutsche Ehrenwort Wert ist. Nämlich nur 100.000.
3.Warum soll die Türkei isoliert sein und von wem? Etwa von denen die Sie gerne zerschlagen sehen möchten.
4.Türken verstehen sich nicht mehr? Spricht etwa ein Teil von Ihnen inder Zwischenzeit Kongolesisch?
5. Wer sind bitte die Gewinner, wenn die Türken sich nicht mehr verstehen?
6. Tükei trauert einem Fleckchen Land hinterher? Warum, und was macht Griechenland?
Also wie Sie sehen haben sie es hier mit einem zu tun, der keine Ahnung von der Sache hat und Sie um Hilfe bittet, dass sie ihm die Augen öffnen.
Eines ist aber ausser Frage: dass Ihr Horizont, beurteilt nach dem Inhalt Ihres Kommentars, dafür niemals ausreicht um so etwas zu nachvollziehen.
PS: Jede Reise beginnt mit einer Frage. Na los bitte, reisen Sie einfach mal in diese Regionen und hören sie sich die Geschihte von den Menschen direkt vor Ort. Machen sie sich keine Sorgen. Hier sind genug möchtegern Türkei Experten, die Märchen wie Ihre schreiben. Vor allem hier in der Zeit tummeln sich ganze Heere.
Es war einmal ein jemand, der sich für unglaublich schlau hielt. Er wollte zeigen, dass er ohne die geringste Ahnung bereit war, sich über andere zu erheben. Dabei hätte er doch beispielsweise bei Wikipedia nachsehen können, wieso die Türkei (nach Völkerrecht berechtigt) die türkischstämmigen Zyprioten vor der griech. Militärdiktatur beschützen musste. Das tun aber nur schlaue.
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