Jahresrückblik

Gefallene Helden

© Giulio Napolitano/AFP/Getty Images

Sie scheiterten bei Wahlen, im Sport und an der Spitze großer Konzerne. Nicht selten an sich selbst. Die Verlierer des Jahres. Eine Auswahl Als es so weit war, macht er den Schröder und weigerte sich zunächst, seine Niederlage einzugestehen. Über Jahre hatte Silvio Berlusconi, Großunternehmer und reichster Mann Italiens, mit seiner Rechtsregierung das Land nach eigenem Nutzen und Frommen umgestaltet. Alle Fernsehkanäle und viele Zeitungen waren in seiner Hand, die Justiz ihm so willfährig wie das Parlament. Und dennoch konnte er am Ende nicht verhindern, dass ihn die vereinte Linke unter Führung seines alten Widersachers Romano Prodi zum zweiten Mal, wenn auch denkbar knapp, aus dem Amt jagte. Es dürfte das Ende einer eigenartigen politischen Karriere sein, die zeitweise ganz Europa in Schrecken versetzte. Nun muss sich Berlusconi für eine Reihe von Korruptionsfällen in seinem Firmenimperium vor Gericht verantworten. -
Leser-Kommentare
    • mcbue
    • 03.01.2007 um 18:39 Uhr

    Falls Ihr Artikel den Anspruch erheben sollte, vollständig zu sein, so möchte ich gerne noch einen ganz wesentlichen Verlierer des letzten Jahres 2006 hinzufügen:
    Axel Schulz
    Sein missglücktes Comeback hat in der Tat teilweise peinliche Züge angenommen.

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