Darfur Afrikanischer Flächenbrand
Der Konflikt in der sudanesischen Provinz Darfur wächst sich zum Regionalkrieg aus, der die Nachbarländer Tschad und Zentralafrikanische Republik erfasst. Eine Schlüsselrolle spielt auch Frankreich.
Soldaten im Osten des Tschad: Auch im Nachbarland des Sudan kämpfen inzwischen Regierungstruppen gegen Rebellen
Es ist wieder soweit; Hollywood hat Weihnachtsferien. George Clooney reiste nach Ägypten und besuchte dort Außenminister Ahmed Abul Gheit. Er drängte ihn zu stärkerem Verhandlungsdruck auf das Regime im Nachbarland Sudan. Artig lobte Gheit Clooneys „noblen Ziele und Bemühungen“.
Auch Kofi Annan meldete sich, per Videobotschaft. Der scheidende UN-Generalsekretär rief dazu auf, in Darfur „nicht noch mehr Zeit zu verlieren“ und sofort „ein unabhängiges Expertenteam in die Region zu entsenden“, um die Lage zu erkunden. Doch könnten die Experten nur von Schrecken berichten, die ohnehin bekannt sind.
Derweil tagte der Bundestag und verlängerte das Mandat für die bis zu 200 Bundeswehrsoldaten, die in Darfur den Truppen der Afrikanischen Union (AU) logistisch zur Seite stehen dürfen. Momentan steht dort aber kein einziger deutscher Soldat.
Auch andere Länder halten sich trotz des anhaltenden Mordens und Vertreibens in Darfur zurück: Tony Blair habe bei einem Treffen mit George Bush vor wenigen Tagen über eine Flugverbotszone für Darfur beraten, berichtete die Financial Times. Sean McCormack, Sprecher des US-Außenamts, ruderte eilfertig zurück: Man setze vorerst weiter auf Diplomatie.
Dabei ist es allerhöchste Zeit zum Handeln. Denn es wird immer deutlicher, dass Darfur längst Teil eines Regionalkriegs ist, der in ähnlicher Intensität auch im Nachbarland Tschad tobt und seit Anfang des Jahres auch in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR); beide Regime sind Günstlinge ihrer ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. Immer heftigere Gegenschläge tschadischer Truppen im Darfur machen die Situation umso verworrener. Die Bevölkerung ist dem Elend völlig ausgeliefert. Kürzlich wurden 250 der letzten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und UNO abgezogen, die dort noch ausharrten.
Im ölreichen Tschad herrscht bereits seit 2005 Bürgerkrieg. Verschiedene Rebellengruppen, unter ihnen eine Truppe des ehemaligen Verteidigungsministers, versuchen dort, den Präsidenten Idriss Déby zu stürzen. Déby gehört zur Ethnie der Zaghawa, die auch im Darfur ansässig ist. Zaghawa dominieren in Darfur die Sudan Liberation Army (SLA), eine der stärksten Rebellenbewegungen.
In der ZAR operieren Rebellen, die ihre Stützpunkte in Süddarfur haben. Der Krieg wird auch dort mit größter Brutalität geführt, auf beiden Seiten. Laut amnesty international verfolgt die dortige Regierung systematisch Oppositionelle, Zivilisten und sogar eigene Soldaten, wenn sie nur der gleichen Ethnie angehören wie die zentralafrikanischen Rebellenführer.
Seit die tschadische Armee im Kampf gegen Rebellen gebunden ist, konnten die gefürchteten Dschandschawid-Milizen von Darfur aus auch in den Osten des Tschad vorstoßen, der ethnisch und geografisch Darfur gleicht. So mussten in diesem Jahr knapp 100.000 Tschader aus ihren Dörfern fliehen. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR vergleicht die Situation im Osttschad inzwischen mit der in Darfur.
- Datum 22.12.2006 - 05:17 Uhr
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Die Söldner die an den Grenzen des Sudan als sogenannte Freiheitskämpfer für Unruhe sorgen, solche gibt es in ganz Afrika, meist bezahlt durch westliche Interessengruppen. Die Menschen die unter der Knute dieser Schergen im Elend gehalten werden haben keine Wahl in westliche Kameras das zu sagen was von ihnen verlangt wird, sonst sind sie gleich tot. Sie werden gebraucht für die westliche Propaaganda um den neuen Kolonialismus der bei der Verteilung der Ressourcen die Sicherung der Einflusszonen zwischen den westlichen kanibalistischen Gesellschaften und den aufstrebenden Rohstoffländern die ihre Rohstoffe und Energieträger künftig selbst brauchen könnten gewaltsam in der Steinzeit zu halten oder zurückzubomben.
Besser bewaffnet ist der Westen zwar noch, aber selbst hier gibt es sich ändernde Kräfteverhältnisse zum Nachteil des Westen, und gute Aussichten dass Kriminelle und Verbrecher die heute noch im Westen Oberwasser haben vor einem Gericht enden werden, und diese kanibalistischenen Gesellschaften die sich ihre Atzung weltweit aus dem Fleisch der Ärmsten reissen wieder resozialisiert und rezivilisiert werden.
erst Elend Bürgerkrieg und Konflikte schüren und dann Feuerwehr spielen wollen.
Wie soll ein Brandgelöscht werden wenn ständig Öl ins Feuer gegossen wird, von westlichen subversiven Elementen.
In Darfur gäbe es keine Probleme , würden nicht bezahlte Söldner, im Zeitjargon Rebellen genannt dieses Chaos auftragsgemäß anrichten. Warum wird immer die rechtmässige Regierung zu Frieden aufgefordert, und nicht die Rebellen, axo, weil es dann keinen Konflikt gäbe , den man als Brechstange nützen kann, aufstrebende Länder kleinzuhalten um westliche Vormacht aufrechtzuerhalten, und über die Globalisierung ohne Rücksicht auf die gottgegebenen Rechte der Menschen diese Länder in Rückständigkeit zu halten, oder gar in die Steinzeit zurückzubomben. Aber der Mensch wäre kein Mensch wenn das gelingen könnte.
Die Menschen in Dafur haben das Pech zur Schwarzafrikanischen Minderheit im Sudan zu gehören. Bis vor kurzem wurden noch die Schwarzafrikaner im Süd-Sudan von den Arabern drangsaliert. Im Übrigen habe ich den Verdacht das wir bei den Arabern kaum beleibter sind, als die Schwarzafrikaner. Wir sind nur besser bewaffnet. J.S.
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