Irak Saddam hingerichtet
Der frühere irakische Diktator Saddam Hussein ist am frühen Samstagmorgen gehängt worden.

Damals war er noch mächtig: Saddam Hussein 1997
Die Hinrichtung des 69-Jährigen fand kurz vor 06.00 Uhr Ortszeit (04.00 MEZ) statt. Saddam sei mit einem Koran in den gefesselten Händen im Hinrichtungsraum erschienen, sagte der Sicherheitsberater der irakischen Regierung, Muwaffak al-Rubai, der an der Hinrichtung teilgenommen hatte. Den Koran habe er an jemanden übersenden wollen, dies sei ihm auch versprochen worden. Kurz vor Vollstreckung des Urteils sei ihm nochmals das Todesurteil und dessen Bestätigung durch ein Berufungsgericht verlesen worden. Saddam habe wie ein »gebrochener Mann gewirkt«, habe aber keine Reue gezeigt, berichtete al-Rubai. Er habe es abgelehnt, mit verhülltem Kopf zu sterben.
Die Hinrichtung habe internationalem, irakischem und muslimischem Recht entsprochen, sagte al-Rubai. »Von A bis Z« sei alles gefilmt und auf Fotos festgehalten worden. Rund sechs Stunden nach Hinrichtung zeigte das Staatsfernsehen »al-Irakija« am Samstag Videobilder von der Exekution. Zu sehen waren zwei mit Henkersmützen maskierte Männer, wie sie dem 69-Jährigen ein schwarzes Tuch um den Hals binden und ihn dann mit auf dem Rücken gefesselten Händen in einen Raum zum Galgen führen. Die Scharfrichter, die ihm offensichtlich die Prozedur erläutern, legen ihm dann die Schlinge um den Hals und ziehen sie an. Danach wurde die Ausstrahlung abgebrochen. Saddam, der in einen schwarzen Mantel gekleidet war, wirkte gefasst und nachdenklich. Einige Male schluckte er.
Der Richter Munir Haddad berichtete anschließend, Saddam Hussein sei aufgefordert worden, nochmals das moslemische Glaubensbekenntnis zu sprechen. Dies habe er auch getan. Seine letzten Worte aber habe er an das irakische Volk gerichtet. "Ich hoffe, dass Ihr geeint bleiben werdet und ich warne Euch, vertraut der iranischen Koalition (der schiitischen Regierung) nicht, diese Leute sind gefährlich", sagte der Todeskandidat demnach. Und dann: "Ich habe vor niemandem Angst."
Der Anwalt Saddams, Curtis Doebbler, sagte dem US-Sender CNN, die irakische Regierung wolle den Leichnam Saddams nicht der Familie übergeben, sondern in einem anonymen Grab beisetzen. Dagegen forderte eine Tochter Saddams die vorübergehende Beisetzung im Jemen. Wenn es die politischen Verhältnisse erlauben, solle ihr Vater dann später im Irak seine letzte Ruhe finden.
Am Samstag forderten mehrere hundert Demonstranten in Tikrit die Überführung des Leichnams in den Heimatort des Ex-Diktators. Kurz zuvor hatten die Scheichs des Tikriti-Stammes und der Rat der rund 175 Kilometer nördlich Bagdads gelegenen Stadt gefordert, der Leichnam solle mit einem US-Flugzeug nach Tikrit gebracht werden. Sie befürchten offenbar, die Leiche könnte von Exremisten - etwa schiitischen Milizionären - entführt und geschändet werden.
Im Islam sollte ein Mensch, der vor zwölf Uhr mittags gestorben ist, möglichst noch am selben Tag beerdigt werden. Dies ist aber nicht bindend.
- Datum 30.12.2006 - 06:46 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa
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Mag ja sein, dass das Aufhaengen eines Ex-Diktators ein wichtiger Schritt ist, aber doch wohl kein richtiger!
Humanitaet, Fortschritt und Demokratie sind mit der Todesstrafe unvereinbar!
Wer einen Krieg in dieser Form auslöst und diese Vielzahl von Opfern zu verantworten hat, wird mit seinem Versuch, durch ein Todesurteil sein eigenes Verhalten zu verschleiern, notwendigerweise scheitern.
Saddams Verbrechen, die nicht zu bestreiten sind, werden 'gesühnt'. Herr Bush und Co dagegen bleiben unbehelligt. Das nennt man Siegerjustiz. Nur ein internationales Gericht hätte dies verhindern können.
Als Saddam Hussein das Verbrechen in Dudschail verübte (1982) gab es nicht mal diplomatische Beziehungen zwischen den USA und dem Irak!
Pinochet war gegen Saddam übrigens eine kleine Nummer und wurde durchaus nicht von den USA ins Amt gehievt, sondern solange von Salvador Allende befördert, bis er die Macht an sich reißen konnte. J.S.
Frl/Herr Luigilamoroso hat sich entschlossen, die US nie zu betreten. Mehr koennte niemand von ihr verlangen. Hoffentlich kommen andere, die wie sie denken, von denen es viele in Deutschland gibt, auf den selben Gedanken.
Jedenfalls: Wir danken Ihnen fuer Ihren Entschluss, Frl/Herr Luigilamoroso!
Wir arbeiten fuer die Aufloesung der NATO [... wollen Sie uns nicht helfen?....], und wollen auch Amerikaner ueberzeugen, Deutschland nicht zu besuchen und es zu vergessen. Andere Laender sind uns viel wichtiger. Die meisten liegen ueber dem anderen Ozean.
Koennten wir nicht anfangen (zusammen), das Ruesselheim Werk zu schliessen?
Es verliert GM zuviel Geld. Viel zu viel! Geld, dass Detroit Hq braucht, so dass nicht soviele Krankenversicherungen gekuerzt werden muessen fuer die US Arbeiter, die Gewerkschaften angehoeren.
Und wichtiger noch, warum schuften (nicht nur arbeiten!) wir nicht zusammen, dass VAT, die in den Export Guetern steckt, nicht mehr (fuer uns Fremde) den deutschen Firmen zurueckgezahlt wird, so dass die Preise fuer Exporte kleiner sind als was Sie bezahlen?
Uns gegenseitig loszuwerden, ist wohl in der Interesse von mir und von Ihnen, die Deutschland wie viele Leser der ZEIT es bestaetigen, so gut vertreten.
Das sind Juden, die geben nix ab.
Herr SteinMain, Ihre schnelle Antwort and mich, erklaert alles.
Wir verstehen es. Sie haetten es nicht klarer machen koennen.
Mit besten Gruessen,
Dorothy
PS. Im Spaetsommer waren wir in Europa. Warum scheint es immer mehr, dass man so auf die Gedanken kommt, die letzten 20iger Jahre wiederholen sich.
Man braucht nur eine Wirtschaftspleite groesser als Schroeder's? Und der Krawall, wie einst, auf der Strasse faengt an im Ernst? Wir alle wissen, was damals hinterher kam........ Vielleicht sehnen sich einige/viele darauf, und hoffen, dass es das naechste Mal mit den Wunderwaffen besser geht.
Endlich ist es Bush- junior durch die Hinrichtung Saddams die Rache für ein geplantes Attentat auf Bush senior gelungen. Interessant wäre zu wissen, welche Geheimnisse Saddam über amerikanische Außenpolitik der 80er mit ins Grab nimmt.
Allen einen guten Übergang!
Macht es besser als Saddam!
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