USA / Irak Mangelnde Würde

Präsident Bush kritisiert zum ersten Mal die Hinrichtung Saddam Husseins. US-Positionen im Irak und bei der UN werden neu besetzt.

Kritik und neues Personal: Präsident Bush in Washington BILD

US-Präsident George W. Bush hat die Umstände der Hinrichtung des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein kritisiert. »Ich wünschte, die Vorgehensweise wäre würdevoller gewesen«, sagte Bush am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Washington. Allerdings sei ihm Gerechtigkeit widerfahren. Tausenden von Menschen, die Saddam getötet habe, sei es nicht so ergangen.

Bush hatte sich zuvor mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki über die Hinrichtung beraten. Bush habe ihm dabei per Videokonferenz versichert, eine Untersuchung der umstrittenen Exekution zu unterstützen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow. Bush habe dem irakischen Regierungschef gesagt, dass es in den USA und rund um die Welt Besorgnis wegen der Umstände der Exekution gebe und dass Al-Maliki mit der Untersuchung richtig handele.

Saddam war am Samstag für den Befehl der Ermordung von 148 Schiiten im Jahr 1982 am Galgen hingerichtet worden. Auf einer Videoaufnahme der Hinrichtung waren Verunglimpfungen Saddams und Hochrufe auf den radikalen Schiiten-Prediger Muktada al- Sadr, einen der Hauptfeinde Saddams, zu hören.

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Neubesetzung von US-Schlüsselpositionen im Irak

US-Medienberichten zufolge plant US-Präsident George W. Bush wenige Tage vor Bekanntgabe seiner neuen Irak-Strategie die Neubesetzung von Schlüsselpositionen im Irak und bei der UN. So sei der bisherige US-Botschafter im Irak, Zalmay Khalilzad, als neuer Botschafter bei den Vereinten Nationen im Gespräch. Als Nachfolger in Bagdad werde der bisherige Botschafter in Pakistan, Ryan Crocker, gehandelt.

Der Posten des UN-Botschafters war im Dezember von John Bolton, einem umstrittenen Diplomaten und ehemals hochrangigen Mitarbeiter des US-Außenministeriums, freigemacht worden. Sein Nachfolger Zalmay Khalilzad würde nach Informationen des US-Fernsehsenders ABC unmittelbar nach seiner Berufung nach New York aufbrechen. Er hatte die US-Botschaft in Bagdad seit Juni 2005 geleitet und ist der ranghöchste Muslim in der US-Regierung. Kritiker warfen ihm vor, sich als Sunnit häufig auf die Seite von Iraks Sunniten geschlagen zu haben.

Admiral William Fallon soll den Angaben zufolge unterdessen General John Abizaid als Oberbefehlshaber der US-Armee im Nahen Osten ablösen. Der bisherige US-Oberkommandierende im Irak, General George Casey, gebe seinen Posten voraussichtlich an Generalleutnant David Petraeus ab.

Bush kündigte an, nächste Woche seine neue Irak-Strategie bekannt zu geben. Einen genauen Tag nannte der Präsident jedoch nicht. Derzeit berate er sich aber noch, sagte Bush.

 
Leser-Kommentare
  1. das ist der stärksten Nation dier aktuellen Welt sehr unwürdig und stellt sie auf eine niedrigere Stufe als die Terroristen, die die Twin-Tower attackiert haben; es ist dies ist auch die ganz persönliche Schuld von George Walker Bush, der hierfür in der Umnachtung seiner Selbstgerechtigkeit und seiner Bigotterie leben muss. Mag ihn für seine Schuild irdische Gerchtigkeit nicht erreichen, gleich ob würdig oder unwürdig, sein Denken und Fühlen ist seine ganz persönliche Unwürde. Ich möchte mit ihm nicht tauschen müssen. Ihm gehört mein Mitleid.

  2. Wenn Räuber und Massenmörder erwischt werden ist kratzt das schon an der Ganovenehre wenn sie beim Beseitigen von Zeugen Quasi gefilmt werden, genauso wie beim Einschüchtern und Foltern von Zufallsgefangenen und Geiseln. Ob Bush und seine Helfershelfer, sollten sie einmal Verantwortung übernehmen müssen soviel Würde und einen aufrechten letzten Gang wie Saddam das erkennbar hatte angesichts der Schergen mit denen er konfrontiert war haben werden darf getrost bezweifelt werden. Man möge dem amerikanischen Volk wünschen dass es sich vom Mißbrauch der Demokratie und des REchts erholt, und Gerechtigkeit schafft, das wäre eine Friedensbotschaft an die gesamte besorgte Menschheit, die sich der derzeitigen Gewalt erwehren werden muß, sollten die westlichen Staaten sich nicht ihrer Verderber mit rechtmäßigen Prozeduren entledigen können. Die Besetzung des Postens des stellvertretetenden Aussenministers mit einer Person der die Verwicklung in schwere Menschenrechtsverletzungen bereits in Südamerika vorgeworfen wird läßt weitere unerträgliche internationale Verhältnisse befürchten, weiteren Unfrieden , und weiteren Anstrengungen dem entgegenzutreten. Wenn solche Figuren Oberwasser haben steht der Westen schon mit dem Rücken an der Wand. Deshalb muß die Wiederherstellung und der Schutz des Rechts jedem Bürger der sich gegen den Mißbrauch der Demokratie und für ein zivilisiertes Menschliches Zusammenleben einsetzt höchste Priorität haben.

  3. Es ist schon merkwürdig, wenn jemand mit solcher Dreistigkeit lügt, um einen völkerrechtswidrigen mörderischen Krieg zu beginnen, und dann noch in einer halbwegs seriösen Zeitung von Würde reden kann, ohne dass Anstoss daran genommen wird.

  4. Irgendwie tut er doch an den verstorbenen Gerald Ford erinnern, immer diese Tolpatschigkeit. Auf dem Foto ist er alt, Alter bringt manchmal Reife. Im Falle eines Freundes Englands und der USA zwar nicht, Pinochet, aber hoffen kann man ja, kostet nichts.
    Nun weiss keiner mehr wer was im Irak zu sagen hat, an die Demokratie glaubt da keiner mehr, schon eher an eine Schiitische Diktatur. Diese zu kontern werden wohl die USA, die Israelis, sowie die Saudis wohl oder übel die Sunniten bewaffnen und mit Al Quaida gemeinsame Sache machen ?
    Bush hat sich selbst aufgehangen, zuerst in seinen Lügen verstrickt, jetzt in seiner Aussicht. Sein Krieg gegen den Terrorismus hat ja mal all die Erdölfördernde Länder bereichert, und man kann nur staunen wie tief ein rares Produkt im Preis senken kann obwohl man uns ja von gegenteil überzeugte. Er hat seinen Freunden von der NRA Schützenhilfe gegeben, den Waffenhandel um 34 % steigen lassen, und meint noch immer er wäre ein Christ.
    Nun wird es einmal Geschichtsbücher in den USA geben, auch die Geschichte von GW Bush, dessen Kriege...und das darausenstandene. Aber er ist nicht alleine verblendet, nein er hat noch immer Anhänger.
    Al Sadr lacht sich krumm, so leicht hätte er nie gedacht den Irak zu erobern und seine schreckliche Vision der Welt zur Schau zu stellen. Al Sadr, ein Geistlicher für die Todesstrafe...ein Mann der dieses zuliess und keine Scham empfand, ebensowenig wie GW Bush.
    Nun wissen ja mal die Sunniten am Golf, all diese Herrscherhäuser die uns gut gesinnt waren, dass unsere und deren Stunde geschlagen hatte als GW Bush zum Präsidenten der USA wurde.
    Es wird Zeit sich am Riemen zu reissen, in den USA und in Europa, und mal wieder zu denken, anstatt Geschäfte zu veranstalten und nur Business als usual als eine Philosophie anzusehen.
    Zum Denken gehört mehr als nur Geschäftemachen, ein Empire ist schlichtweg was Anders. In England schrillen die Alarmglocken, das Empire und her Majesty beginnen umzudenken.
    Irgendwie ist etwas im Neoliberalismus total daneben gelaufen und es wäre an der Zeit die Nulpen von der Bildfläche zu entfernen. Hoffentlich schaffen die Demokkraten in den USA es, dieses Missdenken einzudämmen, und der Welt wieder eine Licht zu geben, ein Licht der Freiheit, des Menschtums !

  5. Wer über Missdenken Kommentare schreibt, sollte in der Lage sein, selber zu denken! Und die Lichter der Freiheit und des Menschentums, von denen Sie so schwärmen, können sicher nicht aus dem Dunkel Ihrer Gedanken kommen!

  6. nicht mit Waffengängen, Lügen, Manipulation, Mord, Hinrichtungen, usw. Warum waren die USA nach dem Krieg ein Lichtblick in der dunkelen Welt: weil sie ein Märchen wahrmachten. Nun hat sich aber IKE's warnung wahrgemacht und die Zauberlehrlinge sind am Werke.
    Sind sie etwa auch blind, sehen sie nicht dass der Strick bereits verkauft wurde mit dem wir vermeintlich gehängt werden sollen.
    Der mit Waffen kämpft, kommt durch Waffen um. Dies hat sich jetzt wieder im Irak erwiesen, und wird sich auch in Afghanistan erweisen. Dieses system was wir Kapitalismus nennen und was wegen seiner Makel aus den Fugen geraten ist, wird, wenn wir nicht gegensteuern zerbrechen. Das geht ganz schnell. In Frankreich wusste 1785 noch keiner tewas von einer Revolution und 1942 dachten 99.9 % der Deutschen an den Endsieg. So schnell vergeht die Gegenwart und wird
    zum Alptraum.
    Der mordet wird ermordet, der hinrichtet wird hingerichtet, das nennt man Karma. Auch wenn es im Augenblick nicht so ausschaut. Sehen sie denn den Unfug nicht der angerichtet wurde.
    Muss er noch ausgeprägter werden, ich bedauere die Israelis die sich dieser Politik anschlossen, denn die Einzigen die dort als Weisse leben sind sie, wogegen der Führer der Bibeltreuen sich in seiner Ranch inTexas verschanzen wird, dass nur keiner mehr ihn ausbuhen kann.
    Glauben sie denn die Chinesen, die Russen, die Inder, die Indios, die Araber, usw wären uns gut gesinnt, und hätten kein Gedächtnis, dann haben sie an dieser Menschheit nie etwas verstanden.
    Grössenwahn war noch immer der erste Schritt zum Stolpern, das haben alle Weltfüher erlebt, sogar Pinochet hat jeden Tag frisch in die Hosen gemacht. Die Menschheit ist so ein komisches Ding mit so einem Gefühl im Bauch für Gerechtigkeit. Das hatten die USA seit einiger Zeit vergessen, dass in Tiermeuten das Alphatier immer auf die Beta, gamma, usw angewiesen ist.
    Nur der intellektualisierte Egoismus einer Clique hat uns vergessen gemacht wie wenig wir eigentlich sind. Wenn die Andern jetzt aufstehen und sagen : Wir sind das Volk...ist es mit Ihnen und mit mir vorbei, danach werden sie an meine Wörter denken. Nur ist es dann zu spät, die Natur hält uns sowieso in unserem Egoismus nicht mehr aus, die weint uns keine Träne nach.

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