Der Irak lässt Präsident Bush nicht los: US-Schlüsselpositionen im Irak sollen neu besetzt werden

USA-Irak

US-Medienberichten zufolge plant US-Präsident George W. Bush plant wenige Tage vor Bekanntgabe seiner neuen Irak-Strategie die Neubesetzung von Schlüsselpositionen im Irak. So sei der bisherige US-Botschafter im Irak, Zalmay Khalilzad, als neuer Botschafter bei den Vereinten Nationen im Gespräch. Als Nachfolger in Bagdad werde der bisherige Botschafter in Pakistan, Ryan Crocker, gehandelt.

Admiral William Fallon soll den Angaben zufolge unterdessen General John Abizaid als Oberbefehlshaber der US-Armee im Nahen Osten ablösen. Der bisherige US-Oberkommandierende im Irak, General George Casey, gebe seinen Posten voraussichtlich an Generalleutnant David Petraeus ab.

Bush kündigte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Washington an, nächste Woche seine neue Irak-Strategie bekannt zu geben. Einen genauen Tag nannte der Präsident jedoch nicht. Derzeit berate er sich aber noch, sagte Bush.

Der Posten des UN-Botschafters war im Dezember von John Bolton, einem umstrittenen Diplomaten und ehemals hochrangigen Mitarbeiter des US-Außenministeriums, freigemacht worden. Sein Nachfolger Zalmay Khalilzad würde nach Informationen des US-Fernsehsenders ABC unmittelbar nach seiner Berufung nach New York aufbrechen. Er hatte die US-Botschaft in Bagdad seit Juni 2005 geleitet und ist der ranghöchste Muslim in der US-Regierung. Kritiker warfen ihm vor, sich als Sunnit häufig auf die Seite von Iraks Sunniten geschlagen zu haben.

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Bush: Kritik an Saddam-Hinrichtung

US-Präsident Bush kritisierte derweil zum ersten Mal die Umstände der Hinrichtung des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein. »Ich wünschte, die Vorgehensweise wäre würdevoller gewesen«, sagte Bush am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Washington. Allerdings sei ihm Gerechtigkeit widerfahren. Tausenden von Menschen, die Saddam getötet habe, sei es nicht so ergangen.

Zuvor hatte sich Bush mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki über die Hinrichtung beraten. Bush habe ihm dabei per Videokonferenz versichert, eine Untersuchung der umstrittenen Exekution zu unterstützen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow. Auf einer Videoaufnahme der Hinrichtung waren Verunglimpfungen Saddams und Hochrufe auf den radikalen Schiiten-Prediger Muktada al- Sadr, einen der Hauptfeinde Saddams, zu hören.

Bush habe dem irakischen Regierungschef gesagt, dass es in den USA und rund um die Welt Besorgnis wegen der Umstände der Exekution gebe und dass Al-Maliki mit der Untersuchung richtig handele, sagte Snow. Saddam war am Samstag für den Befehl der Ermordung von 148 Schiiten im Jahr 1982 am Galgen hingerichtet worden.

 
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