CSU Stoiber will bleiben
Vor der Sitzung des CSU-Präsidiums in Wildbad Kreuth hat Parteichef Edmund Stoiber seinen Führungsanspruch bekräftigt
"Ich stelle mich der Führungsverantwortung, weil ich in der Sache noch etwas vorhabe", sagte er der Zeitung laut Vorab-Bericht aus der Montag-Ausgabe. Er wolle Bayern als eines der erfolgreichsten Länder in Deutschland und Europa "sichern und genauso die CSU als einzigartige 50 plus X-Partei". Stoiber habe seinen Führungsanspruch dabei ausdrücklich sowohl auf das Amt des Parteichefs als auch auf das des Ministerpräsidenten bezogen, berichtete die Zeitung.
Das CSU-Parteipräsidium kommt am Montag ebenso zusammen wie die CSU-Landesgruppe im Bundestag zu ihrer traditionellen Winterklausur im oberbayerischen Wildbad Kreuth. Im Mittelpunkt der dreitägigen Beratungen in Kreuth sollen die geplanten Reformvorhaben der großen Koalition etwa im Gesundheitssystem, auf dem Arbeitsmarkt und in der Energiepolitik stehen. Eine Woche nach der Sitzung des Parteipräsidiums soll Stoiber vorzeitig von der CSU-Landtagsfraktion zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 gekürt werden. Der CSU-Vorsitzende hatte am Wochenende seine Partei zu Geschlossenheit aufgerufen und erklärt, er erwarte er sich von den Tagungen der Landesgruppe und der Landtagsfraktion in Kreuth ein Signal der Geschlossenheit und einen Schulterschluss der CSU.
Stoiber hatte zuvor in dem Streit um seine erneute Kandidatur 2008 der "Bild am Sonntag" gesagt, er werde seiner parteiinternen Kritikerin Gabriele Pauli ein Gespräch anbieten. Pauli hat bekräftigt, beim Kleinen Parteitag im Frühjahr eine Mitgliederbefragung über eine erneute Kandidatur Stoibers zu beantragen. Die Fürther CSU-Landrätin war nach eigener Darstellung von einem Stoiber-Vertrauten ausgespitzelt worden. Im Zuge der Affäre musste Stoibers Büroleiter in der Staatskanzlei, Michael Höhenberger, zurücktreten.
Unterdessen sprach sich der stellvertretende CSU-Chef Horst Seehofer gegen eine Trennung der Ämter von Partei- und Regierungschef aus, wie dies von CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer ins Gespräch gebracht worden sei. "Da steht jetzt nichts an", sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung" laut Vorab-Bericht aus der Montagausgabe. "Wir stehen zu Edmund Stoiber in beiden Funktionen." Seehofer sei damit Spekulationen entgegen getreten, er selbst könne bereits im Herbst auf dem CSU-Parteitag das Amt des CSU-Chefs übernehmen.
CSU-Generalsekretär Markus Söder sagte der "Passauer Neuen Presse", die von Ramsauer als "denkbar" bezeichnete Trennung von Parteichef und Ministerpräsident sei höchstens für die Zeit nach Stoiber denkbar. Das habe Ramsauer selbst gesagt. Zudem seien Berichte falsch, wonach Landtagspräsident Alois Glück eine Nachfolgeregelung angemahnt habe. "Alois Glück dementiert mir und anderen gegenüber, das er das so gesagt hat", sagte Söder.
- Datum 12.05.2009 - 16:52 Uhr
- Quelle ZEIT online, Reuters
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Anstatt weiter auf seinen div. Sesseln zu kleben, könnte Stoiber nach seiner Karriere mal das '50 plus' Programm ausprobieren.
Sicherlich würde er einen Arbeitgeber finden, der ihn damit einstellt.
Nach seinen altersbedingten Ausfällen bei manchen Reden, ist er eigentlich nicht mehr geeignet das Amt 'mit Würde' zu erfüllen.
Bloß nicht zu spät kommen, kann die einzige Maxime von Edmund S. in diesen Tagen sein. Sonst droht 'Der Sturz' nach Friedrich Dürrenmatt. Ob Gabi P. zu den Erben oder den Opfern der Palastrevolte gehört, wen kümmert das? Zu den Kindern der Ära Stoiber gehört sie qua Alter, ihres Amtes kann sie nach dem 'Wiesbadener Modell' nicht mehr sicher sein. Ob Rote Zora der CSU oder weibliche Variante des Daniel Küblböck, die Zukunft wird die Richtung weisen.
korfstroem
Diese politischen Patriarchen zu denen auch Stoiber gehört, neigen zur Selbstüberschätzung und verpassen dabei den Zeitpunkt eines würdigen
Abgangs. Stoiber und seine Vasallen schauen dem Volk nicht mehr aufs Maul. Die sachliche Kritik an seinem Berlin-Abenteuer durch die Landrätin Pauli
ist mehr als berechtigt und zeugt von Demokratieverständnis die Herrn Stoiber abhanden gekommen ist. Wilhelm Bartl Bahnhofstr.23 82418 Sehausen am Staffelsee.
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