Iran Sanktionen wirken
Ahmadineschad packt seine Koffer: Er geht auf Reisen, um die Isolierung des Landes zu vermeiden. Eine Nachrichtenanalyse
Zeigt der Beschluss des Weltsicherheitsrats, Iran mit (moderaten) Sanktionen zur Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags zu zwingen, jetzt erste Wirkungen? Dieser Gedanke drängt sich auf, liest man iranische Websites. Nachdem Mahmud Ahmadineschad die Resolution als illegal abgewiesen hatte, kritisierte Hossein Mousavian, ein ehemaliger Atomdiplomat und Parteigänger des moderat konservativen Drahtziehers Rafsandschani, diese Wortwahl und nannte den Sicherheitsrat die höchste rechtsetzende internationale Körperschaft. Die sich in Teheran abzeichnenden Fraktionierungen zeigten sich darin und auch in dem Umstand, dass das Interview von der Fars News Agency gebracht wurde, einer halbstaatlichen, eigentlich dem Präsidenten nahestehenden Organisation.
Es kann gut sein, dass innerhalb des polyzentrischen Regimes die Befürchtung wächst, international isoliert zu werden. Die UN-Sanktionen sind da nur der Einstieg; über weitere Zwangsmaßnahmen wird dieser Tage intensiv in der EU beraten, während die USA sich darum bemühen, China vom Abschluss großer Ölgeschäfte mit Iran abzuhalten. Isolierung wäre für das Land insbesondere deswegen problematisch, weil es auf internationale Kooperation in der Modernisierung seiner Öl- und Gasanlagen angewiesen ist. Die Kapazitäten sind dermaßen knapp, dass der Ölstaat im Frühjahr wieder das Benzin rationieren wird.
In einem Interview drohte jetzt der stellvertretende Kommandeur der Basidsch, einer iranischen Freiwilligenmiliz, im Konfliktfall die Straße von Hormuz zu sperren und damit vierzig Prozent der Weltenergieversorgung. Das ist verständlich, man muss eben immer sehen, welche Hebel einem zur Verfügung stehen. Viel Zuspruch unter den arabischen Nationen gewinnt man dadurch freilich nicht. Weshalb die iranische Diplomatie zugleich eine Charme-Offensive in der Region begonnen hat.
Und nicht nur dort. Am Samstagmorgen will der iranische Präsident in Caracas seinen venezolanischen Amtsbruder treffen, Tags darauf den neuen nicaraguanischen Präsidenten Ortega, zur Gelegenheit der Amtseinführung des Ex-Revolutionärs. Anschließend gehts nach Quito. In der Hauptstadt Ekuadors wartet nicht nur der Präsident Rafael Correa auf den derzeit rührigsten Antiamerikaner des Morgenlands, sondern auch Boliviens Evo Morales, der zur Zeit seine Karten sortiert und unschlüssig zu sein scheint, wie weit er die verbale und vielleicht auch reale Konfliktstrategie mit den USA treiben will. Am Dienstag schließlich will Ahmadineschad wieder zurück sein. Es warten pakistanische und russische Verbindungen auf Pflege.
Alles dies geschieht gewissermaßen im Windschatten des Irak-Konflikts, der die US-Regierung hinreichend beschäftigt. Um so wichtiger wird daher das Geschehen in Brüssel. Die deutsche Ratspräsidentschaft lässt zwar nicht eine Verschärfung des europäischen Kurses erwarten, aber doch erhöhte Aufmerksamkeit für diesen Konflikt,
der stets die Gefahr einer höllischen Eskalation birgt.
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- Datum 12.05.2009 - 16:52 Uhr
- Quelle ZEIT online
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hinter 'konkurrenz' gehört ein komma und dann gehört ein 'in' dahinter
... was man nur als reinen Quatsch/den Artikel bezeichnen kann. Wie kann man so einen Schreibling dulden?
Man wundert sich, niemand hat ihm schon Ohrfeigen angeboten, ob Sinn in sein Gehern zu schuetteln.
Man mag es nicht mehr hören: Die USA (und Israel) ernennen Schurkenstaaten bzw. Vorposten der TYrannei und die EU schreit ' fangt den stoppt den Ketzer'. Die USA (und Israel) pflegen beste Beziehungen mit übelsten, orientalischen Despoten und die EU hat weicheiert mit (Beispiele seien hier Lybien, Pakistan, Turkmenistan, etc.).
Wie verlogen und kritiklos weite Teile der Medien dieses Schmierenschauspiel übernehmen, zeigt das angebliche Zitat des iran. 'Superteufels' Ahmadinedschad 'Israel von der Landkarte zu tilgen'. Das ist eine schlichte Propagandalüge. In Wahrheit hat er gesagt :
'This regime that is occupying Qods [Jerusalem] must be eliminated from the pages of history.' Auf deutsch: 'Dieses Regime, das Jerusalem besetzt hält, muß von den Seiten der Geschichte [aus den Geschichtsbüchern] entfernt werden.'
Das Wort 'Landkarte' kommt überhaupt nicht vor.
Tausendfach wurde dieses verbogene Statement in den Staaten des Westen wiederholt. Immer und immer wieder. Wenn unsere Medien - leider inkl. der intelligenten Blätter a la ZEIT - nicht fähig (oder willens ??) sind solche ungaubliche platte Propaganda aufzudecken, wer dann? Was kann man noch glauben?
Es ist wie bei George Orwell: Die Lüge wird zur Wahrheit und wieder zur Lüge.
Detaillierte Fakten nachzulesen unter:
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Bei auf 10 Cent pro Liter heruntersubventioniertem Benzin wäre in der EU das Benzin bald auch knapp. Deshalb fällt die iranische Ölindustrie noch lange nicht auseinander. Zwar werden bis 2020 ca 80 Mrd USD zur Erschliessung neuer Ölfelder und zur Modernisierung der Anlagen gebraucht, aber das macht gerade mal 6 Mrd USD im Jahr. Soviel verballert die US-Militärmaschinerie in 3 Tagen. Und das Geld dafür ist im auch Ausland geliehen. Und zwar ohne Gegenleistung! Ansonsten: der russische Reaktor wird weitergebaut, jeden Tag werden neue Gaszentrifugen angeschlossen, die russische Raketenabwehr und die chienesischen Flugzeuge werden vertragsgemäss geliefert usw. usw.
Alles andere sind Tragtraüme und absurde Verdrehungen eines in die Jahre gekommenen Alt-Transatlantikers!
was der iranische präsident da tut ergab sich bereits aus dem treffen der sogenannten ehemaligen blockfreien - und das war im september - dort wurde iran bereits von über 100 ländern gestützt -- es ist klar, dass man da mal hin fährt --
-- kritik am iran. präsidenten gibt es schon immer, nämlich von der konkurrenz jener islamischen, die persönlichkeitsrechte schützenden demokratie (das ist alles frei, sofern man nicht aktiv politik damit btreibt, erst dann gilt das, was hier auch unter den verfassungsschutz fällt - mit dem unterschied, dass iran eine u a auch geistliche verfassung hat - eben nicht säkular ist - so wenig wie der vatikan) -- auch von der zeit als präsidentennahe zeitungen eingestufte (was nicht stimmt) bringen stets andere auffassungen, z b exakt dem ex-präsidenten, der ein von den geistlichen unterdrückter reformer war (aber das atomprogramm mit plante - war der westen da taub, wenn es ein reformer tut und man geschäfte wittern konnte ???) ...
die anlaysen des herrn chefredakteurs gehen daneben - solche analyen gibt es aber auch in iranischen zeitungen, die dann im westen aber als linie oder haltung des iran gern gelsen werden, es sind nicht einmal die linien der zeitungen insgesamt - sondern vergleichbar mit dem, was randow hier schreibt -- dort aber, es tut mir leid einbildungen zu dekonstruieren, korrigiert das sogar oftmals dann ein gegenkommentar eines ayatollahs - der nach westlichem klischee gar nicht so liberal argumentieren dürfte
der wächterrat der schiiten hat gegenüber den sunnitiuschen religiösen zudem einen vorteil, qua verfassung ist das berechenbar und unterliegt viel weniger freier interpretation, da der islam eine auslegungsreligion ist, die jeder gelehrte frei bis freier interpretieren darf - jener wächterrat hat damit auch vorteile - nämlich auch radikale aussen vor zu lassen (dann sind natürlich dann die für den westen die radikalen, die grad noch drin sind)
sowas wie von randow muss man eigentlich nicht kommentieren - es lesen aber genug leute die zeit, die von sowas noch keine ahnung haben - die müssen dann die kommentare lesen -------------- in den iranischen zeitungen gibt es zu sowa wie von randow, sowas bringen die auch, spätestens idr drei tage später eine andere sicht, die je nachdem liberaler oder konservativer ausfällt -- was man im westen idr professionellen journalismus nennt - bei dem von randow hier die bordsteine nicht verschont
Es ist schon erschreckend, welchen Ausbund von Hass hier manche Schreiberlinge gegenüber dem freien Westen (inkl. Israel) offenbaren. Allein die geifernde Sprache wirkt mitunter ekelerregend, nicht weniger die völlige Verweigerung, Fakten zur Kenntnis zu nehmen.
Ein prägnantes Beispiel ist der obige Kommentar von Tom030, der behauptet, Achmadinedschad habe nie behauptet, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen - 'Das Wort 'Landkarte' kommt überhaupt nicht vor', so Tom030. Als Beleg dient ihm eine Seite von der Universität Kassel.
Und wenn man dorthin surft, was findet man dann? 'Our dear Imam said that the occupying regime must be wiped off the map and this was a very wise statement.' Treffer und versenkt!
Diese Hasser des Westens und seiner Werte und Ideale sind oftmals so verblendet, dass sie nicht einmal einen Text durchlesen können bzw. wollen. Was nicht ins eigene vorgefertigte Weltbild passt, wird ausgeblendet.
Ein typisches Muster für totalitäre Gehirnwäsche-Ideologien - ob Faschismus, Kommunismus, Islamismus. Aber wie die ersten beiden, wird auch letzterer auf Dauer keine Chance gegen Freiheit und Vernunft haben.
Wieso ist es nicht möglich, den letzten Kommentar zu bewerten? Auch ich sehe immer häufiger antiamerikanische Hetze in Artikeln und Kommentaren und auch Antisemitismus. Es ist schon erschreckend.
Das Ahmadineschad aufgrund innenpolitischen Versagens bezüglich seiner Wahlversprechen einen außenpolitisch moderateren Kurs einschlägt, liegt in der Natur der Sache.
Allerdings ist es schon eine dilettantische Annahme des Verfassers, dass der Iran auf den Bau von Atomwaffen verzichten wird. Denn nur solche Waffen bewahren vor nachweislich geplanten Atomwaffenangriffen durch Israel. Ahmadineschad, so unbeliebt er sogar bei seinen Landsleuten sogar ist, wird in dieser Frage das Iranische Volk hinter sich wissen. Neben der israelischen Bedrohung ist ja auch im Nachbarland zu ersehen, welche Mittel die USA zur Sicherung eines der USA genehmen Ömarktes einsetzen bereit sind, und welches Leid ein Volk durchleben muss, dass sich nicht gegen solche Angriffe zu wehren vermag.
Ob man will oder nicht, man zwängt den Iranern sogar die Atombombe auf. Wer für tatsächliche Pläne von Israel, Iran atomar anzugreifen, nicht den Hauch von Kritik äußert, und den Iran für auf Lügenpropaganda beruhende Angriffslust (in Wikipedia wird das unter 'Ahmadineschad' erläutert) verurteilen und isolieren möchte, wie auch der Autor dieses Artikels im Auftrag der ZEIT (in der bisher keine Kritik an der atomaren Angriffslust Israels&USA geäußert wird) , den braucht man intellektuell sicher nicht ernst zu nehmen. Auf anderer Ebene, bezüglich der propagandistischen Wirkung solcher parteiischer Analysen und der Missinformation, die dieses Thema in der Presse überschattet, ist es aber nicht uninteressant.
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