Irak Solidarisches Endspiel
Die Risiken von Bushs Irak-Strategie sind enorm hoch - nicht nur für Washington, sondern auch für seinen britischen Verbündeten.
Bagdad kommt nicht zur Ruhe. Noch immer gibt es Anschläge wie hier am 9. Juni vergangenen Jahres
Eines kann man George Bush nicht absprechen. Er hält an seinen Überzeugungen fest. Es kümmert ihn nicht, allein auf weiter Flur dazustehen mit seinem Entschluss, im Irak noch einmal auf militärische Stärke zu setzen und sich der Counter Insurgency -Strategie anzuvertrauen, die der Akademiker Frederick Kagan in einem umfänglichen Papier ausgearbeitet hat.
Bush lässt sich auch nicht durch äußerst widrige Umstände vom Kurs abbringen. Dem Autoren Bob Woodward vertraute er einmal an, dass er sich nicht zum vorzeitigen Rückzug aus dem Irak bewegen lassen werde, selbst wenn nur noch Ehefrau Laura und sein Hund zu ihm stünden.
Ganz so weit ist es noch nicht. Aber der Widerstand im Kongress wächst, der Chor seiner Kritiker ist massiv angeschwollen und umfasst mittlerweile auch prominente Mitglieder der Republikaner. Die Zahl seiner Verbündeten ist dagegen zu einem kleinen Häuflein zusammengeschmolzen. Man darf getrost davon ausgehen, dass auch Tony Blair zu dieser rar gewordenen Spezies zählt.
London hatte von Beginn an stets nur begrenzten Einfluss auf die amerikanische Irakstrategie. Aber der Schwanz wedelt nun mal nicht mit dem Hund. Die Briten sind der Juniorpartner. Von Kritikern der Politik Blairs wird dies verkündet, als handele es sich um eine ungeheure Offenbarung. Dabei ist es eine blanke Selbstverständlichkeit. Keine Nation stünde im Verhältnis zur einzigen Supermacht der Erde anders da. Großbritannien besitzt auf Grund der Special Relationship einzig access , privilegierten Zugang, zum Weißen Haus. Die Frage kann nur lauten, ob Blair aus dem Zugang zum Präsidenten etwas gemacht hat oder nicht.
Er kann durchaus Resultate vorweisen. Clinton konnte er davon überzeugen, in Kosovo zu intervenieren. Bush rang er das Zugeständnis ab, als erster amerikanischer Präsident eine Zwei-Staaten-Lösung für den Konflikt zwischen Palästina und Israel zu favorisieren und der (inzwischen obsoleten)- roadmap für den Friedensprozess im Nahen Osten zuzustimmen. Schließlich war es Blair, der den Präsidenten dazu brachte, vor dem Irakkrieg zunächst den Weg über die UN zu wählen.
Wer das Hauptgewicht einer militärischen Operation trägt, lässt sich selten reinreden. Britische Politiker und Diplomaten haben sich angesichts amerikanischer Entscheidungen im Irak oft genug die Haare gerauft. Nach außen hat Blair stets solidarische Miene zum unguten Spiel gemacht und konsequent darauf verzichtet, auch nur einen Hauch von Widerspruch öffentlich anklingen zu lassen.
Das hatte hinter verschlossenen Türen zu geschehen. Blairs Verzicht, die antiamerikanischen Reflexe in seiner eigenen Partei, in den Medien und unter den Wählern zu bedienen, hat ihm das Leben zweifelos schwerer gemacht. Die letzten Monate seiner Amtszeit wird er dem geballten Zorn seiner Kritiker ausgesetzt sein.
- Datum 14.01.2007 - 02:37 Uhr
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ist der beste Freund, dieserwelche sich traut zu kritisieren. Und das wissen die USA auch, vielleicht nicht die NeoCons und ihre Kohorten, aber viele US Bürger waren sehr froh dass Villepin damals den Mund aufriss in einer Rede welche eingentlich nur darauf zielen tat, die USA daran zu erinnern wie es eben demselben Frankreich im Algerienkrieg erging. Nur, es war 2003, der Strudel des letzten Börsenkrachs war noch nicht verschwunden. Viele US Unternehmen lagen nahe am Bankrott. Sie dürfen das alles nachblättern.
Das neue Handbuch des GI's, 2006 frisch verfasst, hat denn endlich die Lehren vom Algerienkrieg gezogen, denn sagen die US generäle: wir haben den Krieg verloren weil wir folterten.
Die tiefe Ursache des Krieges war aber noch eine Andere: Israel, Land weswegen die Ultrareligiösen in den USA alles hergeben würden, und für viele in der Hoffnung dass Juden sich zum Christentum bekennen täten.
Und dann hat Saddam das schlimmste angedeutet was es geben könnte: das Öl in Euro zu handeln anstatt in $.
Saddam war März 2003 dabei abzutreten, das wollten aber die USA nicht, also die NeoCons. Ein Minister seiner Regierung stand sogar anscheinend auf der Französichen Besoldungsliste des Aussenministeriums. Es scheint als ob das Ziel gewesen wäre den Irak zu spalten. Es kann ja keiner so dumm sein und meinen das hätte nicht geschehen können, diese faktische Dreiteilung. So dumm schätze ich Uni Abgänger in den USA gar nicht ein, nur manchmal töricht. Aber sind wir das nicht alle.
Als Old Europ damals nein sagte, hat es auch die damalige Schmach von der Société des Nations wettmachen wollen. Aber es musste ja so kommen. Nun, sicher leben wir wie die Maden im Speck, nur muss Öl mit Blut getränkt sein ? Kann es nicht einfach mal Öl sein. Wir haben alle gearbeitet um wie die Maden im Speck zu sitzen. Unserer Grossväter haben einen bis zwei Kriege mitgemacht, haben 54 Stunden die Woche geschuftet, in Hütten, in Gruben. Soll dies gewesen sein dass ihre Kinder es danach schlechter haben?
Das Leben ist nicht so einfach, schwarz weiss, nein es ist eine sehr komplizierte Angelegenheit. GW Bush hat damals die Wahlen für sich entscheiden können, obwohl 500.000 Wähler mehr für Gore stimmten. Gore hätte Saddam nicht angegriffen sondern das ganze Geld in Alternativ Energein gesteckt, so dass wir heute dem ganzen Spuck los wären, das war der Weg, aber das war nicht der Weg der Öl Branche die unbedingt ihren letzten Kampf vor Dämmerung wollte.
Der Independant schrieb vor 14 Tagen nun wären die Verträge fürs Öl im Irak unter Dach und Fach...für wen denn?
Während hier polemisiert wird fressen sich die Chinsen quer durch Afrika, kaufen sich jeden Monat US Staatsanleihen ein...und warten bis der Apfel endlich reif ist. Chinesen haben Geduld, sie waren schon mal ein Imperium, lange Zeit, bis die Europäer kamen, das haben die nicht vergessen. Die Inder leiden auch nicht an Alzheimer. Es wäre an der Zeit dasss wir uns alle in Demut üben täten. Und uns die Frage stellen was denn Morgen sei. 30.000.000 Männer Überschuss in China, das heisst auf kurz oder lange Zeit : Krieg! So war es seit anbeginn der Zeit, zuviele Männer bedeuteten immer die Zeit ist reif einige auszurotten.
Das sind die Herausforderungen von Morgen, also geniesen wir noch den Speck, solange wir ihn haben.
Das ist neu, ich dachte sie wären in Europa stationiert, eventuell in der US Botschaft, oder in der Israelischen ?
Was mich und viele Leute auf der Welt interessiert hätte, war wer das Gas lieferte, jetzt bleiben nur noch 39 Zeugen zu eliminieren durch den Strang.
Es fällt ja auf wie schnell die Urteile jetzt nacheinander vollstreckt werden, hat der Richter überhaupt noch Zeit sein Schuldspruch zu sprechen?
Dass der Irak unabhängige Urteile aussprechen darf, das gehört in die Bücher der Gebrüder Grimm, aber nicht in Erwachsenen Runden.
Was Blair anbetrifft, soll man ja schmunzelnd dazu sagen dass es im Empire zwei Ölkonzerne gibt...und das Offshore Öl. Das das letzte sich rentiert muss das Andere umso teurer werden, und wenn alles verbraucht ist graben die Briten rund um die Falklands den Meeresboden ab.
Es fällt auch auf dass die meisten Krisenherde der Erde sich im Nachlass des Britischen Empire befinden. Ein letztes Geschenk an die Welt? Darf die den Augias Stall ausmisten?
Sie wissen ja fast alles, für sie dürfte es doch ein Kinderspiel sein zu beweisen dass es nicht so ist ! Die Kriminellen waren diese welche die Weltkarte im 19ten Jahrhundert zeichneten, nach ihrem eigenem Gutdünken, zu ihrem eigenem Profit.
Wie sähe es aus wenn die Länder Europas nur durch gerade Linien getrennt wären, so ein Quadratsystem aneinander geschmiedet, mit Erzvorkommen hier, Häfen da, usw
Die ganzen Konflikte sind von den Briten konzipierte Ursachen. Entweder es war böse Absicht oder einfach Überheblichkeit. Ich wäre auch mal gespannt wie es um Europa stände...wenn Britania die Anker lichten würde. sagen wir mal es bliebe nur Schottland, Wales und Iralnd. Wäre es da um die Einheit Europas nicht besser gestellt ?
Denn sehen sie, der Britische Kastensystem wurde dank der Monarchie überall exportiert. Einige Briten kämpfenheute noch im Untergrung gegen die Französiche Revolution, und die US Unabhängigkeit, und es wird kein Zufall sein dass beide Hand in Hand die Welt bekämpfen.
Nur die Welt, das waren frühere Kolonien, die haben sich emanzipiert und schlagen zurück. So nimmt China, wie es der Spiegel heute noch berichtete, immer mehr Platz in Afrika ein, und weil wir so fein waren mit den Schwarzen und sie als Untermenschen ansahen, finden sie doch die Chinesen cool.
Die Chinesen sagte der Spiegel haben keine Hemmungen. Die USA auch nicht, denn wissend dass gante Hunger mit einem $ / Tag auskommen müssen erlauben sie einfach dass Söhne von Präsidenten sich in Malibu Villen kaufen können im Wert von 35 Millionen $.
Es ist diese Dopplemoral die nervend ist, wenn man tatsächlich das Gute sein will, dann spielt man kaum mit dem Feuer. Mit Religionen war noch immer leicht Geld zu verdienen, und sich als religiös zu geben war noch nie ein Nachteil für einen Staatschef.
Schon im 4 Jahrhundert schrieben Bischöfe das unter sich, das Volk mag die Wahrheit nicht, es liebt Märchen.
Der Dauergrinser Blair ist vielleicht auch ein unverbesserlicher Optimist ; die Geschichtsbücher -sofern er überhaupt eingeht - werden ihn aber eher als unverbesserlichen Opportunisten aufführen: von den Lügenmärchen bei der Kriegsvorbereitung bis zu Bush 'neuer ' Weiter-so-Strategie - steht er immer treu an der Seite seines Oberherren. Er ist insofern ja fein raus, als er wohl vor Bush die politische Bühne verlassen wird .
Er selber wird für die vielen Toten, die seine Politik zu verantworten hat, gar nicht , seine Partei höchstens bei den nächsten Wahlen zur Rechenschaft gezogen.
Mich würde brennend interessieren, was all die - ich bitte um Verzeihung - Klugscheißer, die hier Artikel verfassen und kommentieren, für Alternativen vorzuschlagen haben, außer freilich, nichts zu tun und Diktatoren in Amt und Würden zu lassen. Die überwiegende Mehrheit hierzulande besteht aus Experten, die alle wissen, was gut und richtig ist und was Amerika alles falsch macht, im Irak und anderswo. Nur eines vermisst man, ein überzeugendes Konzept, wie der Irak befriedet werden könnte und wie allgemein mit diktatorischen Regimen künftig umzugehen ist. Hier kommt wieder einmal gar nichts. Sobald der aktive Beitrag Deutschlands und Europas gefragt ist, herrscht eisernes Schweigen, sowohl bei den Eliten als auch beim gemeinen Volk. Und so bleibt unterm Strich nichts als die selbstverschuldete und verdiente außenpolitische Bedeutungslosigkeit Europas im allgemeinen und Deutschlands im besonderen. Trotzreaktionen, bornierter Antiamerikanismus und Schadenfreude werden uns aber nicht helfen, aus dieser Bedeutungslosigkeit herauszukommen. Gut so!
Offensichtlich ist 'Antiamerikanismus' das große Stichwort zurzeit, mit dem Leute kritisiert werden, die noch Achtung vor der Würde des menschen und dem Leben haben (Guantanamo, Tote Zivilisten und Soldaten im Irak gehen auf Bushs Konto). Auch wenn es langweilig ist, keine originellere Meinung zu haben: Bushs Regierungsmaßnahmen (man vergesse nicht den mangelhaften Umweltschutz dazu) waren fast alle falsch. Wer die USA liebt, so wie sie sein könnte (rational und souverän), muss kleingeistige Feldzüge gegen 'evil powers' hassen. Die außenpolitische Bedeutungslosigkeit Europas ist übrigens Ihre Erfindung.
Auch wenn es nicht IHrem Comicstil entspricht: Die EU handelt überlegt und nicht so populistisch wie Herr Bush, hat demzufolge auch weniger Leichen zu verantworten: Politik ist doch kein Hollywood - Film !
Das müssen Sie mir unbedingt mal erklären! Wo und in welchem Konflikt spielt Europa bitte eine tragende Rolle? Vermittlerrolle? So wie in Bosnien und im Kosovo, wo Europa am liebsten weggeschaut hätte, ja? Oder wie im Falle Iran, wo Europa äußerst erfolgreich dabei ist, das Regime zum Verzicht auf die Entwicklung von Atomwaffen zu bewegen? Vielleicht auch wie in Darfur oder damals in Ruanda, wo Europa Völkermorden zusieht? Vermittlerrolle, das ich nicht lache! Winkelschleifer, Sie lieben die USA so, wie sie sein könnten und meinen doch in Wahrheit, Amerika solle so sein, wie es am besten in Ihre Vorstellungswelt passt - pazifistisch und sozialistisch. Nur haben Sie die Rechnung ohne die amerikanischen Bürger gemacht, denn die entscheiden zum Glück über ihr Land und nicht wir! Niemand hat Bush gezwungen, ein selbstgeschaffenes Monster zu beseitigen? Wen hat denn Bush bitte geschaffen? Saddam Hussein? Und selbst wenn - deshalb dürfen Monster (besser: Verbrecherregime) in Ihren Augen weitermorden? Ich bleibe dabei: gut, dass Deutschland international keine große Rolle spielt. Von mir aus können Sie es auch gerne 'Vermittlerrolle' nennen.
@WenerZe
Das Problem ist nicht zur Zeit der Antiamerikanismus sondern Ihrer Antieuropaismus. Die Europäer spielen weltweit sehr wohl eine große Rolle, weil sie mit der Waffe nicht so locker umgehen wie der Texaner. Dementsprechend sind die Europäer geachtet und spielen immerwieder Vermittler-Rollen in verschiedenen Konflikten.
Niemand hat Bush gezwungen, ein selbstgeschaffenes Monster zu beseitigen. Er hat mit aufgesetzter Pistole und Lügen die Welt zum Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen. Bei diesem Kampf sind bisher mehr unschuldige Zivilisten durch die 'Guten' umgekommen als durch die Terroristen.
kurz gefasst
hollywood verlangt ausgearbeitete drehbücher, ohne geht gar nichts
european cinema oder independant cinema funktioniert sehr gut ohne drehbücher und aus dem stand
napoleon gehörte eher ohne vorgefasste pläne dem independant cinema an - ging auf veränderte und spontane situationen ein -
während der hollywood-schinken offensichtlich mit dem autorenzwang schief geht
blair ist eher elstree, nicht british independent
(klug und lang ausgeführt ist theorie - auf die kann man aber nicht setzen -- andere nennen alternativen praxistheoretisch)
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