VW-Prozess Hartz gesteht
Der frühere VW-Arbeitsdirektor hat in dem Skandal um Korruption und Lustreisen auf Firmenkosten vor Gericht ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Er kann nun mit einer Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren rechnen
Peter Hartz (l.) und sein Anwalt Egon Müller im Gerichtssaal in Braunschweig vor Beginn des auf zwei Tage angesetzten Prozesses
Peter Hartz gab vor dem Landgericht Braunschweig in einer von seinem Anwalt Egon Müller verlesenen Aussage zu, dem früheren VW-Betriebsratschef Klaus Volkert und dessen Geliebter hohe Summen zugeschanzt zu haben. Vor möglichem Missbrauch habe er die Augen verschlossen.
Hartz nahm die ganze Schuld auf sich: Er habe Volkert begünstigt und er sei »Initiator« des Missbrauchs gewesen, ließ er über seinen Anwalt erklären. Auf Grund der wichtigen Rolle Volkerts bei dem Autokonzern habe er angeordnet, diesen »großzügig« zu behandeln. Heute bedaure er sein Fehlverhalten und übernehme dafür die strafrechtliche Verantwortung. »Hartz schaute weg«, sagte Anwalt Müller. »Eine Kontrolle fand nicht statt.« Hartz habe das gute Verhältnis zu Volkert nicht belasten wollen.
Die Vorsitzende Richterin Gerstin Dreyer hatte vor den Aussagen des Anwalts angekündigt, dass die Kammer eine »Urteilsabsprache« über eine Strafobergrenze in Betracht ziehe, sofern Hartz ein »glaubhaftes Geständnis« ablege. Danach müsste der ehemalige Topmanager vermutlich nicht ins Gefängnis, sondern würde maximal zu einer zweijährigen Strafe auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen verurteilt. Vorausgegangen waren Gespräche zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung.
Gegen Hartz sprächen zwar die hohen Summen, um die es gehe, sagte Dreyer. Für ihn spreche dagegen, dass er nicht vorbestraft sei, bei der Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft geständig war und sich nicht persönlich bereichert habe.
Die Anklage wirft dem 65-jährigen Untreue in 44 Fällen und unrechtmäßige Begünstigung von Betriebsräten vor. Er soll Volkert zehn Jahre lang insgesamt fast zwei Millionen Euro Sonderbonuszahlungen zugeschanzt haben. Den Vorwurf, dass er sich selber auf Kosten von VW mit Prostituierten vergnügt habe, ließ die Staatsanwaltschaft aufgrund der Absprache fallen.
Der einstige VW-Vorstand und geistige Vater der umstrittenen Arbeitsmarktreformen wirkte am ersten Tag des Strafprozesses angespannt. Hartz hatte bereits in der Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft gestanden. Gegen Volkert wird in der Affäre ebenfalls ermittelt.
- Datum 17.01.2007 - 06:08 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa,
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Beim Aufkommen dieser Vorgänge musste ich gleich an die roten Kapos von Buchenwald denken, denen vom SS-Personal der Zugang zu Zwangsprostitutuirten ermöglicht hat, dafür dass sie der SS die Drecks und Spitzeldienste im KZ abgenommen hatte. Offensichtlich haben sich die roten Socken in nichts geändert, und hängen nun nach dem zusammenbruch des Sozialismus ihr Fähnlein oder anderes in den Wind, und stellen sich in den Dienst der Fratzen und Dämonen des Kapitalismus.
Hartz, ein Vorreiter eines neuen pervertierten Sklavensystems , soll nun nicht bestraft werden, denn Bewährung ist keine Strafe für solchige, aber es ist gut dass in der Begrrifflichkeit dieses Sklavensystem mit dem Namen solch einer traurigen Existenz verknüpft ist, damit ist ein wenig das Visier gelüftet hinter dem solche Entwicklungen sich verstecken.
'... in einer Zeit der Krämergier und des Profitanarchismus, in der die Frechheit des Geldes immer schamloser triumphiert und in der ›das berechtigte Interesse‹ unersättlicher Milliardengauner die blutigsten Kriege entfesselt.' Zitiert aus Semper der Mann von Otto Ernst [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]
die deutsche Justiz ist korrupt bis ins innerste Mark!
Immerhin entstand ein Millionenschaden der absichtlich totgeschwiegen wird. In anderen Fällen spielt es keine Rolle was der Verbrecher mit dem Diebesgut gemacht hat, es zählt das der rechtmäßige Eigentümer es zurück bekommt. Ein Taschendieb kann sich auch nicht damit herausreden, daß er das Gestohlene nicht behalten, sondern einem armen Freund gegeben hätte. In anderen Fällen (obwohl Ackermann schon eine schandhafte Ausnahme der verworfenen Justizbande war) genügt es nicht wenn der Dieb 10% des Diebesguts abtritt, um von den restlichen 90% ein Leben in Unmoral und Wollust zu finanzieren.
Man stelle sich nur vor: ein Einbrecher steigt in die Privatwohnung von P. Hartz ein und stieht Kunstwerke im Millionenwert um seinem Freund einen Puffbesuch in Brasilien zu schenken. Ob der dann auch mit Bewährung und ein paar Tagessätzen davon kommt, und das Diebesgut zu seines Freundes Eigentum wird, das darf bezweifelt werden.
Die Justiz hat den Grundsatz ohne Ansehen des Verbrechers zu urteilen schon längst hinter sich gelassen. Statt dessen wird erst beurteilt wer vor dem Richter steht. Ist er kein Golfpartner des Richters, dann wird er die Härte des angeblichen Gesetzes spüren. Ist es ein korrupter Promininter und mutmaßlicher Golfpartner des Richters, dann genügen ein paar mahnende Worte. Anschließend wird der Richter auf die Verurteilungsfeier eingeladen und bekommt eine besonders aparte Blondine zugespielt.
das also sind schröders kumpane. nix neues. eine grandiose kumpanei von emporkömmlingen und managern einer wirtschaftsform, denen die interessen der bevölkerung am arsch vorbei gehen.
logisch ist es allemal. schließlich dienen die deutschen parteien sich unermüdlich als sachwalter der herrschenden wirtschafts- und finanzkreise an.
daß die fürsten, die unser land nach gutdünken ausbeuten, sich auch mal eine blöße geben, ist ein dummes mißgeschick.
ansonsten läuft alles nach plan.
trotzdem, oder gerade deswegen, wäre eine exemplarische strafe von 20 jahren hartz4 eine zumindest symbolische strafe für herrn peter hartz. lassen wir ihn 20 jahre die straßen fegen.
ausbaden was man einbrockt. wäre das nicht ein wirksames prinzip? architekten, die in ihren eigens entworfenen plattenbauten wohnen, lehrer, die ihre eigenen kinder nach dem üblichen zurichtungsprinzip auf die glorreiche zukunfkt dressieren, minister, wirtschaftsführer, die ihre söhne zur verteidigung der freiheit an den hindukusch abkommandieren. politiker, die ihren eigenen gesetzen unterworfen wären - wäre das noch noch die gesellschaft die wir kennen?
ist auch der heutige Artikel 'Adventsstimmung'.
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