BND-Ausschuss Aufregung um Mikrofonfund
Im Büro eines Abgeordneten der Linkspartei sind Mikrofone gefunden worden. Diese erwiesen sich jedoch als nicht abhörtauglich
Die Mikrofone, die im Büro des Abgeordneten der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, gefunden worden sind, sind nach Erkenntnissen des Bundestages weder zum Abhören noch zum
Aussenden geeignet. Eine Untersuchung habe ergeben, dass eine
Übermittlung von gesprochenen Worten mit den Geräten nicht möglich
gewesen sei, teilte ein Parlamentssprecher mit.
Nach seinen Angaben handelt es sich um »handelsübliche Mikrofone«.
Aufgrund des Funds war der Verdacht entstanden, Neskovic sei abgehört worden. Neskovic sitzt für seine Fraktion im BND-Untersuchungsausschuss sowie im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium.
Medienberichten zufolge wurde eins der Mikrofone bereits am Freitag gefunden. Ein Fotograf habe die verdächtigen Geräte an der Deckenlampe entdeckt, als er im Büro von Neskovic einen Weißabgleich habe machen wollen. Bei einer Durchsuchung am Montag wurde dann ein weiteres identisches Gerät an der Schreibtischlampe gefunden. Noch ist unklar, wie die Mikrofone in Neskovics Büro kamen.
Union und SPD haben wegen des Vorfalls für die kommende Woche eine Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums beantragt. Das teilten ihre Parlamentarischen Geschäftsführer, Norbert Röttgen (CDU) und Olaf Scholz (SPD), mit. Diese soll am kommenden Mittwoch stattfinden.
Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, Siegfried Kauder (CDU), hatte am Montagabend nach Bekanntwerden des Fundes alle Ausschussmitglieder über die Möglichkeit informiert, ihre Büros überprüfen zu lassen.
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- Datum 23.01.2007 - 06:53 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa
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Wie mag das Mikrofon wohl an die Lampe gekommen sein? Wahrscheinlich hat es der Vorgänger des Büro-Insassen einem aufdringlichen Bild-Journalisten aus den Händen gerissen, um es anschließend nach dem Flüchtenden zu werfen. Mit zu viel Schwung. Man wird ja auch fürs Poltik-Machen bezahlt als Bundestagsabgeordneter, nicht fürs Zielen oder Treffen. Dass ein handelsübliche Mikrofon zu etwas anderem zu gebrauchen wäre, als zum Hineinreden oder zum Hintererschmeißen, müsste man mir allerdings erst beweisen.
dass professionelle 'Lauscher' solche Amateure sind dass sie es nicht besser machen koennen wenn sie einen Politiker belauschen wollen.Man sollte den Kreis der Verdaechtigen nicht so klein machen.Es gibt viele die gerne wissen wuerden was da beraten wird.
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