Prostitution LuftnummerSeite 2/2
Eine gewisse Verbesserung hat das Gesetz jedoch gebracht. Dadurch, dass die Förderung von Prostitution heute nicht mehr grundsätzlich als strafwürdig betrachtet wird, dürfen Bordellbetreiber den Prostituierten immerhin Handtücher und Kondome zur Verfügung stellen oder ihnen einen Kasten Wasser hinstellen, ohne sich strafbar zu machen. Zumindest die Arbeitsbedingungen sind also mancherorts besser geworden.
Nach Ansicht der Grünen-Abgeordneten Irmingard Schewe-Gerigk ist außerdem keineswegs nur die widrige Realität daran schuld, dass das Gesetz bislang so geringe Wirkung zeigt. Sie beklagt vielmehr, dass der politische Druck auf die Bundesländer fehle, die Regelungen auch tatsächlich umzusetzen.
Widerstand leistet vor allem Bayern. Dort hält man nämlich daran fest, Prostitution als sittenwidrig zu betrachten. Gewerbescheine für Bordelle werden deswegen im Freistaat bis heute nicht ausgestellt. Doch auch anderswo wurden auf Ebene der Länder und Kommunen bestimmte Anpassungen nicht vollzogen. Beispiel Baurecht: Während illegale Prostitution zumeist in Wohngebieten stattfindet, dürfen angemeldete Bordelle sich nur in Gewerbegebieten ansiedeln. Auch dadurch wird der Anreiz zur Legalisierung gesenkt.
Und trotzdem hat das Gesetz zu einem gewissen Umdenken geführt, nicht zuletzt in den Reihen der Union. Zurücknehmen wollen zumindest die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und die CDU-Ministerin die Regelungen nämlich nicht. Zwar halte sie die Prostitution keineswegs für ein normales Gewerbe, sagte von der Leyen, da viele der Betroffenen diesen „Beruf“ durchaus nicht freiwillig wählten. Dennoch müsse das Gesetz in erster Linie erweitert und verbessert werden. So will von der Leyen mit konkreten Programmen für bessere Ausstiegsmöglichkeiten sorgen. Außerdem soll eine Genehmigungspflicht für Bordelle eingeführt werden. Auf diese Weise ließen sie sich besser und strenger kontrollieren. Des Weiteren soll das Mindestalter von Prostituierten von 16 auf 18 Jahre hochgesetzt werden. Wer die Dienste von jüngeren Frauen oder Männern in Anspruch nimmt, muss künftig mit Strafe rechnen.
Übereinstimmung besteht innerhalb der Großen Koalition darüber, Freier von Zwangsprostituierten zu bestrafen. Das Bundesjustizministerium erarbeitet derzeit einen entsprechenden Gesetzentwurf. In dieser Hinsicht gibt es sogar Konsens mit den Bayern, die andererseits jedoch die Rücknahme des bisherigen Prostitutionsgesetzes verlangen. Mit ihnen wird von der Leyen nun verhandeln müssen.
Ob ein Gesetz gegen Zwangsprostitution allerdings mehr Wirkung entfalten kann als das bisherige, ist eine andere Frage. Fachleute weisen darauf hin, dass es nämlich schwierig werden dürfte, einem Freier nachzuweisen, dass er gewusst hat, dass die Frau, zu der er ging, unter Zwang handelte. So könnte am Ende eine weitere Luftnummer herauskommen: Richtig, wichtig - und doch leider weitgehend wirkungslos.
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- Datum 24.01.2007 - 06:07 Uhr
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Der deutsche Staat oder der teure Europa Apparat sollte dafuer sorgen dass keine Zwangs Prostituierten ins Land kommen.Wie soll ein sogenannter Kunde denn wissen oder sicherstellen dass die Frau freiwillig im Geschaeft ist? Gibt es nun bald ein Sicherheits Siegel vom Staat.? Es gibt bestimmt ein paar wichtigere Sachen fuer die Justiz als wertvolle Zeit mit solchem Unsinn zu vergeuden.
Ich habe bereits vor einer dreiviertel Stunde geschrieben, dass alle Männer Verbrecher und alle Frauen Opfer sind.
Das ist 'bekannt'.
Nur leider sieht man sie nicht, die 'Opfer' (ja, ja, das 'leider' lässt tief blicken).
... zu sehen, wie leicht sich die 'faule und kriminelle Ausländer müssen raus'-Keule doch schwingen lässt.
Entfernt. Bitte achte Sie auf einen angemessenen Diskussionston. die Redaktion/sc
noch nie von den rauhen Wirklichkeiten im Leben der Huren unterrichten lassen.Nicht dass ich denke das alle es freiwillig tun,aber ich denke viele Frauen tun es -wenn auch nicht zum Spass.Dann noch zu erwarten dass sie Buchfuehren ueber ihre Einkuenfte,sich fuer Sozial-Versicherung und aehnlichliches ist doch absurd.Dazu muessten die Damen doch ihren Freiern die Mehrwert-Steuer berechnen,die dann an den Staat abgefuehrt werden muessen.
Ich bezweifle dass man diesen Gewerbezweig behandeln kann wie andere Sparten.
Hi,
können Sie nicht mal ein Bild von sich hier veröffentlichen?
Ich möchte zu gern sehen, wie jemand aussieht, der eine solche Quadratsch... veröffentlicht.
Ich verstehe nicht, warum das hier durchgeht.
>Dies gilt erst recht, weil das Bundesfinanzministerium bis heute >keine Stichtagsregelung für Prostituierte eingeführt hat.
Wahrscheinlich haben die das Thema schon 2 x im Meeting behandelt und nach ständig wiederkehrendem Rumgekicher endgültig begraben. lol
Wochenendeeeeeeeee!
Hi @ll
Ein restlos überflüssiges Gesetz.
Wie im Artikel schon treffend beschrieben gelten auf dem *Strich* andere Regeln als sich das eine 'Justitzministerin' so gedacht hat.
-Barzahlung im voraus (wenn nicht,gibt es nichts)
-die Damen arbeiten gerne anonym
-arbeiten meistens auf eigene Rechnung
-haben null Bock auf Finanzamt
-zwingen lassen sich die wenigsten
Auch wenn es vielen nicht in die *politisch korrekte* Rübe geht,die meisten der Damen gehen FREIWILLIG auf den *Strich*.
Warum?
Es gibt wesentlich mehr zu verdienen als mit geregelter Arbeit, und das auch noch Brutto für Netto.
Ich habe noch die Kampangne im Kopf anlässlich der Fussball WM letzten Jahres. Da sollten auch 'tausende Zwangsprostituierte* nach D-Land kommen nur leider war da nix......
Mir drängt sich der Verdacht auf das da wieder mal eine Sau durchs Dorf getrieben wird um bestimmten Kreisen die Existenzberechtigung zu allimentieren.
Gruss
Rene
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